dummerweise bin ich vorhin auf die return taste meines lappis gekommen ...äähmhmm ja...nun ich wollte ma wissen wie ihr zur tontechnikerei gekommen seid. bei mir war es definitiv der gedanke vorrangig eigene songs aufzunehmen, nun in diesen tagen komme ich aber leider selbst kaum noch zum musikmachen, geschweige denn in meinem eigenen studio ;O), dabei war von anfang an der motor hauptsächlich dies zu machen. und in warheit ist jede neuanschaffung wie weihnachten, da ich immer zuerst an den verwendungs/verbesserungszweck "ich und meine musik" denke.... nun hat sich die tontechnikerei aber verselbstständigt, eine ausbildung zum prozessleitelektriker hat das interesse an der materie geweckt, ich spielte immer schon in bands, dies war der kreative antrieb. nun bin ich seit einiger zeit konfrontiert mit dem gedanken, das die kreativität immer weiter dem hitec-schrauben weichen muss, und so frage ich mich wem es genau so geht?
Halb Schicksal - halb Zufall, wie wahrscheinlich bei so vielen anderen auch: Vor 25 Jahren mal Orgel gelernt, Computer programmiert, Spiele programmiert, Keyboard gelernt, Musik für Spiele erstellt, SpieleSounds für andere gemacht, Keyyboardsounds gemacht, Sample-CDs für DJs verkauft, Sounds für Werbefilme, Kontakt zur Werbe- und Multimediastudios, selber mitproduziert, Kontakt zu Tonstudios, eigene Musik dort gemsischt, eigene Platten (Kiloauflage) gemacht, Kontakt zu Toningeieuren und Sendeanstalten die aufnehmen und aufnehmen lassen, bei anderen mitgemacht, wieder Neues gelernt und am Ende selber gemacht- zunächst mit anderen zusammen, dann alleine. Das alles begleitet durch ein Studium sowie Solo- und Bandaktivität sowie ein ausgeprägtes Elektronikhobby.
Naja. Bass gespielt, komponiert und irgendwann gemerkt, dass die meisten Studiobetreiber und Nichtmetalmusiker mit Metal nicht wirklich was anfangen können. Nie das Optmimum rausholten etc. Voraufnahmen mit 4Spur und so klangen immer besser. Parallel dazu daheim mit der Karaoke-Mikrobuchse(!) angefangen Ideen festzuhalten und 5Spur Demos aufzunehmen: eine Kassette abgespielt, Mikroeingang dazugemischt und alles aufgenommen. Ist sogar Stereo möglich, da EQ mit aufgenommen wird. Man musste halt ein bisschen rechnen durch die Generationen... (über die Buchse spiele ich heute noch Bass daheim...) Nebenbei Medientechnik studiert und ab und an im Studio die Produktionen übernommen. Heute habe ich die Studioräume gemietet.
Ja, auch ich hatte/habe eine ähnliche Geschichte. Kurzversion: vor 25 Jahren als Drummer begonnen, 4 Jahre später durch Bandauflösung (wie wohl so oft) erlernen weiterer Instrumente: Bass,Git,Keys,Ges ...'keiner versteht mich also mach ich's selbst'.... Erster 4-Spur Recorder, erster Atari (sampling :-)), 8-Spur Recorder, Mitarbeit im Livebereich eines 'boomenden' Jugendzentrums, eigene Anlage, Studium, Live- und Postpro-Studiojobs, Mitarbeit an Filmproduktionen: Sounddesign, Filmmusik, Dialogbuchschreiben, Drehbuchschreiben, Produktionsleitung,.... Zwischenzeitlich mehrere Jahre für's Fernsehen gearbeitet + Aufbau meines Studios....für das ich leider kaum noch Zeit finde, da ich überwiegend in anderen arbeite. Auch ich vermisse - kurz gesagt - meine kreative Nische, aber die Hoffnung auf 'andere Zeiten' war doch schon immer ein wesentlicher Bestandteil des Lebens, oder? :-) Cu + gruuhs zurück, Thomas