Des Wahnsinns knusprige Beute...

Erstellt 14 Antworten15 Beiträge
Startbeitrag#1
hat mal mein Prüfungsdozent gesagt, als es in um Schreibweisen bei Telex-Übertragungen und ihnen zu vergleichenden Verfahren ging.
Ich meine hier die notorischen Kleinschreiber. Seid doch bitte so freundlich und schreibt nicht nur in Kleinbuchstaben sondern macht die Anfangsbuchstaben da groß wo es i.A. auch so üblich ist. Ihr tut Euch allen gegenseitig einen Gefallen. Alles in Großbuchstaben gilt im Internet als "schreien". Aber alles in Kleinbuchstaben - da wird man des Wahnsinns knusprige Beute.
Es ist wirklich besser leserelich, wenn man sich da an die üblichen Gepflogenheiten hält. Tut bestimmt nicht im Finger weher als weh, wenn man mal am Wortanfang die Shift-Taste drücken muß.... aber der Text ist gleich übersichtlicher.

Grüße
Rainer
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Antwort#2
Jetzt sollte man nur noch seinen eigenen Username schreiben können, die grammatikalischen Fehler im Text beseitigen und DANN ERST abschicken, dann käm das noch geiler, gell?
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Antwort#3
Moin Rainer...
Du hast bezüglich der Leserlichkeit völlig recht, aber wenn du schon die "Gepflogenheiten" erwähnst, sollte man sich auch im Klaren darüber sein, dass im Internet (speziell im "Usenet", wo ich ein solches Forum wie dieses mal mit einschliessen möchte) die "englische" Variante mit großen Buchstaben nur am Satzanfang seit etwa 15 Jahren mindestens so etabliert ist wie die sonst übliche deutsche Rechtschreibung.
Mit anderen Worten: "Hier" (im Netz) ist das kein Zeichen schlechten Stils, sondern eine Tradition, die ihren Ursprung in der Internationalität hat.
Über den Sinn und Unsinn kann man sich streiten, und wie du siehst, schreibe ich auch für gewöhnlich "normal", aber de facto ist der Protest dagegen ein Kampf gegen Windmühlen...
Jens
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Antwort#4
Das hätte ich gerne mal anhand von Quellen belegt. Gerade im Usenet wird es als äußerst unhöflich empfunden, Texte zu versenden, die übermäßig Rechtschreib- oder Grammatikfehler enthalten.
In ausländischen Newsgroups ist es im Allgemeinen viel schlimmer, als hierzulande.
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Antwort#5
Moin Thomas...
Ich möchte keineswegs die Kleinschreibung propagieren, und mir ist auch bewusst, dass die "alte Netikette" zumindest mit sanftem Nachdruck die Großschreibung fordert. Aber neben der "offiziellen" Netikette hat sich eben der reale Usus eingefunden, eine Kleinschreibung bei ansonsten korrekter Rechtschreibung und Grammatik (gemäßigte Kleinschreibung) nicht weiter kommentiert und kritisiert wird.
Die Wikipedia etwa schreibt dazu "Gerade im Internet hat sich in der jüngsten Vergangenheit die Kleinschreibung in vielen Anwendungen etabliert, etwa in bestimmten Foren oder auch in E-Mails."
Gerade Viel- und Schnellschreiber wissen, dass es durchaus Vorteile bringt, auch klein schreiben zu können, wenn man verstanden wird. Ich mache das auch gelegentlich, wenn ich längere Texte schreibe.
Jens


http://de.wikipedia.org/wiki/Kleinschreibung
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Antwort#6
... und ich kann mir gar nicht vorstellen, dass man
a) nicht verstanden wird, wenn man nur kleinschreibt
b) das es überhaupt irgendwas praktisches ausmacht, alles kein zu schreiben.
ich find sogar der satzanfang muss nich sein, denn der punkt sacht ja schon alles....
gruuhs

dB
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Antwort#7
Och, Satzanfänge machen schon Sinn in groß. Das strukturiert dann doch wesentlich deutlicher.
Und da wo es missverständlich sein könnte, bevorzuge ich auch die eindeutige Lösung per Großschreibung.
Aber alles andere ist (und da spreche ich aus Erfahrung) auf Leserseite durchaus eine Gewöhnungssache. Da laufen einige Verbrechen der neuen Rechtschreibung (noch?) wesentlich holpriger durch mein Sprachzentrum als die Kleinschreibung...
Jens
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Antwort#9
"renaier", "Frankx" ...
Wer weiss schon, wer sich hinter all diesen UNREGISTRIERTEN Forenbenutzern zweiter Klasse verbirgt und wen juckt es, ob sie ihren Namen korrekt zu schreiben, in der Lage sind, oder nicht. :D
Trotzdem auch von mir mein Einwand: Die Erfindung der Grossschrift hat ihren Sinn und der besteht in der Leserlichkeit und im einfachen Wiedererkennen von Worten als ganze grafische Struktur. Da stört jeder Rechtschreibfehler!
Kleinschrift ist kein Ausruck von Kreativität sondern von Faulheit und einsetzendem Müssiggang. Sie fördert die allgemeine Verflachung und Simplifizierung und führt zu dem, was bereits gestern diskutiert wurde: Die heutigen Menschen werden immer dümmer.
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Antwort#10
In Usenet? Im deutschen Usenet? de.* und so?
Da wirst du geplonkt mit falscher Rechtschreibung...
...da gehen gerade noch meine Tippfehler durch...
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Antwort#11
Im Gegenteil!
Ich bin sogar dafür mitten im Wort gross zu schreiben!
Nämlich bei zusammenGesetzen Wörten.
Da hätte sich auch das SchiffFahrt erlegtig. (wobei den "ff"-Beführwortern noch nie ein Begründung einfallen ist, warum das eine "f" wegfallen sollte).
Jedem Java und c++ - Programmierer ist die SchreibWeise bekannt und geläufig.
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Antwort#12
Wörtliches Zitat ist wörtliches Zitat und wenn es noch zehnmal anders heißt.

MfG
Rainer
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Antwort#13
Moin Thomas...
Ich bin sogar dafür mitten im Wort gross zu schreiben!
Nämlich bei zusammenGesetzen Wörten.
Da hätte sich auch das SchiffFahrt erlegtig. (wobei den "ff"-Beführwortern >noch nie ein Begründung einfallen ist, warum das eine "f" wegfallen sollte).
Auch das tue ich gelegentlich, allerdings ist das dann beim späteren Lesen selbst der eigenen Beiträge oft sehr holprig. Zumindest sollte man das nicht übertreiben und noch am ehesten auf Wörter anwenden, die man sonst evtl. mit Bindestrich geschrieben hätte.
Das mit der Schifffahrt IST mittlerweile erledigt, schreibt sich nämlich nach neuer Rechtschreibung mit drei f.
Es wurden dabei etliche Regeln abgeschafft, die ihren Ursprung im (Blei-)Schriftsatz hatten, wie "trenne nie st", die Geschichte mit den drei f, und IIRC sogar die Sache mit "selbstständig".
Es gibt nämlich im Schriftsatz gewisse Buchstabenkombinationen (z.B. st, ff, fi, fl usw.), die je nach Schriftart als sog. Ligatur gesetzt werden, für die es eigene Lettern gab. Beim "st" ist das nur in Fraktur und bei "scharfem s" der Fall, weswegen zusammengesetzte Wörter wie "Haus-tür" (rundes s in Fraktur) immer schon so getrennt werden durften. Für ein Dreifach-f gab es schlicht keine Ligaturletter, bei Sauerstoffflasche (immer schon mit drei f) wurde (ff)-(fl) gesetzt. Bei der Trennung gab es wohl technische Probleme; war das "st" erstmal "im Kasten" und die Zeile zu kurz, konnte man es nicht auftrennen und trennen.
Diese Regeln hatten also durchaus mal Sinn, aber es ist auch gut und richtig, dass die Rechtschreibung mittlerweile diesbezüglich längst im elektronischen Lithographie-Zeitalter angekommen ist, wo diese Sachzwänge längst weggefallen sind.
Jens
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Antwort#14
Mit dem Trennen mache ich heutzutage auch kurzen Prozeß und trenne nicht nach Silben sondern rein nach Platz - finde ich sowieso vernünftiger. Meines Wissens ist es im Englischen auch so, daß man trennen kann wie man will bzw. wie es gerade vom Platz her gegeben ist.

R
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Antwort#15
moin!
hinter der konsequenten kleinschreibung steckt nicht immer böswillige faulheit.
ich für meinen teil bin staatlich geprüfter legasteniker. mir wurde schon von einigen leuten versichert das es noch verwirrender ist wenn ich die falschen wörter groß schreibe.
ich könnte natürlich jedes post in word vorschreiben und durch die rechtschreibkorrecktur jagen, nur 1. dauert das und 2. sind die ergebnisse wohl auch recht zweifelhaft.
ich sehe aber nicht ein deswegen auf mein recht der freien meinungsäusserung zu verzichten.

grüße
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