Auch wenn es nicht unbedingt mit "Tontechnik" zu tun hat, betrifft uns aber die Problematik insofern, daß wir ja nicht immer nur Musikaufnahmen machen, sondern auch Sprachaufnahmen sind Bestandteil unserer Tätigkeit. Und daß dazu Manuskripte verfaßt sein/werden müssen ist auch klar. Angesichts der Diskussion um Groß-Kleinschreibung etc. meine ich, paßt diese Frage ganz gut hier her: Ich bin der Ansicht, daß für unsere deutsche Sprache der Zeichenvorrat (die 26 Buschstaben unserers Alphabets und die 3 Umlaute) zu gering ist. Sieht man sich mal andere Sprachen an, dann erkennt man sehr schnell, daß dort oftmals ein viel größerer Zeichenvorrat hvorhanden ist als bei uns. Denke ich nur an die Schreibweise meines Vornamens mit "ai", und andere Namensvetter schreiben es mit "ei", aber gleiche Aussprache dann erscheint mir manches in unserer Sprache unlogisch. Kann man sich das "ai" noch als gesprochenes "Ei" (wie OsterEI) vorstellen, ist das mit dem "ei" für mein Empfinden nicht mehr logisch. Diese Buchstabenkombination sollte man eher da verwenden wo phonetisch ein "äi" gesprochen wird, so wie man im englischen das Wort "game" ausspricht. Hier hätten die Rechtschreibreformerpäpste gut getan etwas zu ändern hätten sie ruhig darüber nachdenken können den Zeichenvorrat zu erhöhen. Elektronische Textverarbeitung darf dafür heute kein Hinderungsgrund mehr sein.
Ich verstehe dich nicht so ganz. "Ainersaits" beklagst du dich, dass verschiedene Zeichenkombinationen gleich gesprochen werden, aber dann ist der Zeichenvorrat zu gering? Oder was verstehe ich da falsch? Übrigens denke ich nicht, dass wir mit den 30 Buchstaben im Deutschen verkehrt liegen. Wir haben nur eine der bescheuertsten Laut-zu-Schrift-Zuordnungen, die es gibt (abgesehen vom französischen, die für den Laut "o" schonmal vier Buchstaben verplempern wie in Bordeaux ;) ). Ich kenne nur wenige Sprachen, in denen diese Zuordnung so ungenau ist wie bei uns. Ein einziges neues Zeichen hätte allerdings wirklich was für sich: das "chi", was das ch wie in "euch" ersetzen könnte, während das "ch" wie in "Bauch" so bleibt wie es ist... Jens
Jens, ich denke WEIL der Zeichenvorrat zu gering ist, greift man zu gleichen Schreibweisen. Noch schlimmer finde ich es im englischen, wo man ein "a" mal als langes aaaa spricht (bei "car") und ein anderes mal wieder wie ein "ä" und noch abstuser die Kombination "ea" die machmal wie "i", andermal wieder wie "ä" oder gar wie ein offenes "ö" gesprochen wird. Unser Hund "Pearly" rufen wir "Pörli" wobei das "ö" ein offenes "ö" gesprochen wird. Das mit dem "ch" da hast Du völlig recht. Für die Bayern müßte allerdings ein neues Alphabet erfunden werden... :-)) Grüße Rainer
Moin Rainer "ich denke WEIL der Zeichenvorrat zu gering ist, greift man zu gleichen Schreibweisen" Es ging im Ursprungsposting doch aber um unterschiedliche SCHREIB- und gleiche SPRECH-weisen ("ei", "ai"). _Das_ habe ich im Zusammenhang mit einem "zu geringen Zeichenvorrat" nicht verstanden... Jens
Moin Rainer... Ich glaube übrigens nicht, dass der Zeichenvorrat in der deutschen Sprache zu KLEIN ist. Lediglich die Zuordnung ist falsch. Bei den Vokalen haben wir mit a e i o u ä ö und ü eigentlich alle Laute abgebildet, die wir brauchen. Man müsste nur konsequent "ai" schreiben, "eu" durch "oi" ersetzen. Verlängerung immer durch Doppelvokale "die" wird zu "dii". "V" lässt sich im deutschen immer durch "F" oder "W" ersetzen, "Y" durch "Ü", "Qu" durch "Ku" und "x" durch "ks". Wenn man das "c" je nach Verwendung durch "z" oder "k" ersetzte, könnte man damit das "ch" wie in "Buch" belegen. Dann hat man die Zeichen x, y und q frei für das "Fläche-ch", das "sch" das "ng". Bleibt sogar noch einer übrig, das v. Sofiile Laute hat dii doitsche Spraace nixt, dass das nixt funkzioniiren würde, es wääre aaber aine seer große Umgewöönuq füür alle Betailigten. ;) Jens
So ein Schmarrn, Rainer. Wir nutzen einfach das "a mit Kringel", und hin und wieder das "durchgestrichene o". Merke: Preußen überspringen und nach Skandinavien schauen. Da ist's zwar auch flach, aber schön ist es trotzdem und Preiß'n gibts aa ned. Da schaus't, gei? Arabisch und Hebräisch schreibt übrigens gar keine Vokale. Hat aber weitaus mehr davon als unsereiner Sprache. Aus signaltheoretischer Sicht viel effektiver. Ansonsten sollte man den Thread allerdings in ein Forum verschieben, wo sich die Leute mit so was auskennen. Ein Bayer
So lang ich mir am Wendelstein "Schiemsee" anhören muss, und "Schiemgau" (Blerch!) brauch ich mir das nicht erzählen lassen, oder! Saupreiß'n! Geht's hoam! Ein Bayer