Vergleich Soundcraft Spirit Studio und Allen Heath GS3

Erstellt 12 Antworten13 Beiträge
Startbeitrag#1
Hat einer von euch schon einmal mit den beiden Mischpulten gearbeitet??? Welches würdet ihr mir empf? Ich tendiere momentan eher zum A+H doch ist meine Anfrage Wie macht sich dass fehlen einiger Bedinteile (im vergleich zum Soundcraft) / Low Cut Schalter (80 Hz) / Low Regler im Cannel EQ / Phasen Schalter / -20db Abschwächung / zusammenlegung von D-Out und SubGR-Out ...
Welches Pult in dieser Preislage könntet ihr sonnst noch empfehlen 16-24 Kanal?
Vielen Dank Benne
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Antwort#2
Hallo Benne,
ich habe vor gut 10 Jahren tatsächlich mit beiden Pulten fast gleichzeitig gearbeitet.
Das Spirit war von mir und das GS3 vom Studio-Kollegen. Beide Pulte sind gut und tun sich wenig. Zu Deinen Detailfragen fällt mir leider nur noch wenig ein.
Am GS3 gefiel mir die Klangregelung etwas besser, das Spirit wirkte robuster.
Laß im Zweifel den Preis und den Zustand entscheiden - kein eindeutiger Sieger.
Alternativen gibt es eine Menge. Mein letztes Analogpult war mit Sicherheit das Beste: Ein Tascam 3500.
Die 24-24-8-2 Version gibt es schon ab 1000.- Klanglich war das wirklich der "Bringer", es gefiel uns besser als das Mackie. Vielleicht mal antesten...
Gruß,
Christopher
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Antwort#3
wie sah es mit der robust heit des 3500ér aus --> ich bin oft unterwegs zum aufnahmen
Danke Benne
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Antwort#4
Das 3500 als Mobile-Pult erfordert ein großes, teures Case.
Es ist schwer und die Meterbridge macht es noch größer.
Daher würder ich im nicht stationären Betrieb doch eher was leichteres
Empfehlen, z.B. kleinere Live-Pulte m. Direct-Out (z.B. LX7, GL2200) oder gleich nur Preamps, z.B. 3x1HE 8-fach Vorstufen.
Das GS3 ist sehr kompakt, das Spirit auch noch. Mackie und Behringer kämen auch noch in Frage... Oder gleich digital?
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Antwort#5
HallO!
Ich habe nur mit dem Soundcraft gearbeitet, kenne aber die Eigenschaft der A&H Reihen: Soundcraft hat andere Mik-Vorverstärker die "wärmer" klingen, A&H dagegen klingt sehr "klinisch" und ist im oberen Frequenzbereich sehr fies. (Deswegen klinisch).. Die EQ reagieren bei der Soundcraft Reihe sehr schnell und im unteren Frequenzbereich kommt deutlich mehr druck als aus der A&H Reihe.
Also mir, als junger Spund, ist ein SC lieber als die A&H Pulte..
Außer diesem A&H Pult (http://www.allen-heath.com/ml3000.asp) bevorzuge ich SC..
Gruß Dennis
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Antwort#6
Hallo!
Ich hoffe Ihr verzeiht, wenn ich diesen Thread "für meine eigenen Zwecke missbrauche" :-)
Aber bei mir stellt sich auch gerade die Frage Soundcraft vs. A+H.
Genauer gesagt das Soundcraft Spirit LX7 24 II bzw. A+H GL2200-424 - also von beiden die 24Ch-Version.
Ich werde über kurz oder lang ein günstiges Livepult brauchen, daß ich auch im Studio einsetzen kann.
Da die beiden Pulte sich relativ ähnlich sind, bin ich auch etwas ratlos ... aber soundmäßig scheinen hier im Forum die Meinungen doch eher in Richtung Soundcraft zu gehen.
Wichtig wäre mir, die 24 Ausgänge meiner DAW dort zu summieren.
Natürlich wäre es auch nett, mal einen EQ des Pulte benutzen zu können, ist aber nicht wirklich entscheidend.
Entscheidend wäre an AllerAllerAller erster Stelle das Rauchverhalten!
Vielleicht kann ja jemand was dazu sagen?
Eine andere Sache, die bei beiden Pulte leider ein Problem wird sind die Direct Outs / Inserts:
Da ich mit dem Ding Live-Recordings machen möchte, hätte ich gerne Direct Outs ->PRE-EQ
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Antwort#7
Hallo Dennis,
ich habe wie gesagt beide Pulte gleichzeitig im Studio gehabt
und muß Deiner Einschätzung ausdrücklich widersprechen!
So Floskeln wie "Warm" oder "Druckvoll" sind nur wieder irgendwelche
unbewiesenen Behauptungen, die nur aus purer Unkenntniß entstehen können.

Gruß,
Christopher
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Antwort#8
Hallo,
Deine Frage lässt sich so einfach beantworten:
Das LX7 ist schrottig verarbeitet und bietet bei 24Mic-Inputs nur
16 D-Outs. Soundlich wird sich da sehr wenig tun. Das das LX7 besser klingt
als ein GL ist ein Märchen von irgendwelchen Pseudoexperten, die über das Design
und Fabrikat stets Rückschlüsse auf den Klang ziehen wollen -"viel Plastik=klingt nicht druckvoll". So albern das ist - genau solche Theorien begegnen mir indirekt häufig. Ach ja: Rauschen ist bei beiden Pulten KEIN Thema,
solange Du ordentliche Gainstruktuiren fährst.
Zu Deinen weiteren Überlegungen:
Wozu symetrische Ausgänge? OK, ein HD24 hat symetrische Eingänge (viele andere Varianten aber nicht), doch steht das Gerät i.d.R. direkt neben dem Pult.
Aber wozu auch im Insert-Betrieb, wenn symetrische D.Outs ohnehin zur Verfügung stehen (außer beim LX7, da zuwenig). Bringt höchstens den Vorteil des Pre-Fader,
ist aber auch nicht wirklich ein Vorteil - denn wer spielt ohne Grund am Fader?

Wozu Pre-EQ? Das ist ein weit verbreitetes Vorurteil, das Live-Recording vom FOH-Pult möglichst Pre-EQ sein sollte. Das Gegenteil (!) ist der Fall. Solange der FOH-Techniker weiß, was er tut (z.B. mit dem Master-EQ umgehen kann und deshalb keine Verbiegungen im Kanal nötig hat), werden die Korrekturen, die er im Kanal anbringt um das jeweilige Instrument zu entzerren, auch im Studio nötig sein! Wenn nicht, lässt sich vieles wieder korrigieren.
Aus meiner langjährigen Praxis als Recorder & Remixer solcher Live-Mitschnitte (auch solcher von seperaten Rec-Pulten) kann ich Dir versichern: Die Probleme liegen ganz woanders.
Ich benutze das GL2200 regelmäßig zu solchen Zwecken kann kann es Dir nur empfehlen. Alternativ würde ich mir die Venice noch angucken - wenns Budget reicht.
Gruß,
Christopher
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Antwort#9
Hallo hafi69!
Du schreibst:
"Solange der FOH-Techniker weiß, was er tut (z.B. mit dem Master-EQ umgehen kann und deshalb keine Verbiegungen im Kanal nötig hat), werden die Korrekturen, die er im Kanal anbringt um das jeweilige Instrument zu entzerren, auch im Studio nötig sein!"
Da hast Du wahrscheinlich Recht, aber der FOH-ler (ich) weiß eben nicht, was er tut :-)
Ich bin wohl als Studiotechniker ganz gut, aber FOH-mäßig habe ich keine großen Erfahrungen, deswegen wären mir Rec. Outs Pre-EQ schon lieber.
Außerdem denke ich mir, daß der Live-EQ-Einsatz ja auch viel mit den Raumeingenschaften zu tun hat, oder wird die Raumakustik komplett mit dem Master-EQ ausgeglichen? (Newbee-Frage - sorry!)
Naja, da eine PA wahrscheinlich auch nicht das linearste Wiedergabesystem ist, bin ich da eher skeptisch, nicht zuletzt wegen meiner eigenen Selbsteinschätzung...
Wenn ich Dich recht verstehe, findest Du also das LX7 nicht besser als das GL2200.
Aber findest Du - andersrum gesagt - das GL2200 soundlich besser als das LX7?
Ich weiß, daß ich für das Geld das beide Pulte jeweils kosten, kein High-End-Zeug erwarten kann, aber es sollte zumindest die nächsten paar Jahre gut funktionieren und soundlich OK sein.
Ich lasse mir auch gerne Tipps zu Alternativen in dem Preissegment geben.

Ein Venice wäre natürlich auch nicht verkehrt ... aber wahrscheinlich wird das zu teuer.
Viele Grüße!
Michael
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Antwort#10
Hallo Dennis,

merke Dir mal eines: Alle Verstärker - vor allem Mikrofonverstärker -die "Klingen" sind schlechte Verstärker - ausnahmslos!. Ein Verstärker hat keinen Eigenklang zu haben, denn dafür gibt es Effektgeräte, womit man Klanggestaltungen viel gezielter vornehmen kann.
Und solche Floskeln wie "wärmer", "kälter", "mehr Druck", sind Umschreibungen die jeder physikalischen Definition spotten und daher höchst ungeeignet sind, um ein Gerät zu beschreiben. Sie stammen aus dem Dunstkreis der Hifi- und Highendfreaks, die es nicht besser wissen - sie taugen nichts für Beschreibungen weil sie aufgrund fehlender physikalischer Grundlage von jedem anders interpretiert werden. Wärme erzeugt man mit Öfen und Kälte mit Kühlaggregaten, und Druck mit hydraulischen Pressen! - nicht mit Audiogeräten.

MfG
Rainer
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Antwort#11
Wärme erzeugt man mit Öfen
:->
Und mit Röhrenverstärkern!
Damit dürften (fast) alle Deine Vorbehalte gegen Röhrenverstärker vom Tisch gefegt und Teile Deiner Argumentationskette ad absurdum geführt worden sein.
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Antwort#12
Hallo Michael!
""Außerdem denke ich mir, daß der Live-EQ-Einsatz ja auch viel mit den Raumeingenschaften zu tun hat, oder wird die Raumakustik komplett mit dem Master-EQ ausgeglichen?"
Das sollte sicher so sein. Der Master (Terzband-)EQ entzerrt die PA und den
Raum (bei sehr guten PAs mit Prozessor primär den Raum, wobei mir fast nie ein
System untergekommen ist das ich als neutral empfand...).
Natürlich werden manche Fehler erst später bemerkt und auch schonmal am Kanal-EQ
eliminiert. Aber - wie gesagt: Sowas lässt sich mit modernen DAWs spielend wieder glattbügeln, gebügelt werden muß sowieso, denn kein Signal wird ganz ohne
EQ auskommen. Also nur keine falsche "Bescheidenheit". Außerdem gehe ich davon aus, das bei einer solchen VA genug Zeit für einen Soundcheck sein müßte.
Und nicht vergessen: "shit in, shit out" ;-) Da liegt der Hund begraben!
""Wenn ich Dich recht verstehe, findest Du also das LX7 nicht besser als das GL2200.
Aber findest Du - andersrum gesagt - das GL2200 soundlich besser als das LX7?""
Das lässt sich schlecht sagen - kenne beide Pulte gut, aber ohne Direktvergleich (den ich ja zuvor propagiert habe...) will ich nicht urteilen.
Außerdem sind die Geschmäcker ja verschieden. Drum gibt es ja auch verschiedene
Mikros zum Beispiel. Aber rein Gefühlsmäßig und tendenziell: Eher das A&H.
Aber vorsicht: Ich vergaß zu erwähnen, das das GL2200 ein eingebauten PSU *NEBST* Lüfter hat. Und den kann man im Studio hören. Also ein Punkt fürs LX7!
Alternativen immer noch: A&H GS3, SC Spirit Studio, Mackie 8-Bus. Altbewährt und gebraucht sehr günstig, haben außerdem 8 Gruppen und Inline-Kanäle!
Auch Live gut wenn Du mit 4 diskreten Auxen auskommst.
Gruß,
Christopher
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Antwort#13
oder durch die musikalische Ausdrucksweise und Kreativität des Künstlers....warum "klingen" einige Produktionen trotz zig Röhren in der Aufnahmekette irgendwie kalt und ausdruckslos?
Das muss ich mir immer wieder mal vor Augen halten.
Grüsse, Michi
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