Zunemende Kontaktprobleme

Erstellt 30 Antworten31 Beiträge
Antwort#21
Hallo Jens,

also zunächst mal eines vorab: solche Floskeln wie "Vorschriftsgläubigkeit" etc. hasse ich, weil sie an der Realität vorbei sind. Es ist nur erfahrungsgemäß so, daß wenn man sich an technische Vorschriften hält, die Betriebssicherheit besser ist, als wenn man ständig gleichgültig handelt. Man darf den Terminus "Vorschriften" nur nicht mit Behörden assoziieren, das nämlich ist bei vielen Leuten unterschwellig der Fall. Es gibt Vorschriftenfanaktiker und ich habe solche schon erlebt, als uns einer von der Post mal eine Geräteserie zurückgewiesen hat, nur weil der Datumsstempel auf der linken statt auf der rechten Seite stand - Tatsache!. Sowas gehört aus den Behörden entfernt, weil sie nur Geldfresser sind. Und ich empfehle auch nicht uneingeschränkt Aceton, sondern ich habe in meinem obigen Posting auch von "Alkohol" geredet. Es sollte jeder selbst wissen welche Stoffe von diesen Chemikalien angegriffen werden oder nicht. Und sowas wie "...der Techniker gehört fristlos entlassen...." ist ebenfalls an der Praxis vorbei. Wer den rauhen und hektischen Betrieb des Rundfunks kennt, wird da nüchterner denken. Glaube doch nicht, daß die immer wenn sie von einem Einsatz zurückkommen noch exakt wüßten was alles im einzelnen an einer Baugruppe gemacht wurde.
Ich würde jedem der da irgenwie was von "Vorschriftengläubigkeit" oder ähnlich redet empfehlen, mal ein paar Wochen auf einem Ü-Wagen Praktikum zu machen... dann würde nämlich mancher nüchterner denken.
Ich benutze kein K60, kein K61 und sonstige Sprays und ich habe mir mit Aceton auch noch keine empfindlichen Bauteile ruiniert. Und ich kann voller Stolz sagen, daß ich mit meinem Equipment von Flensburg bis Garmisch, von Saarbrücken bis Königsberg fahren kann, ohne mir Reparaturwerkzeug mitzunehmen. Es ist wirklich seltenST, daß ich mal einen Ausfall eines Gerätes habe, nicht mal ein Ausfall einer Feinsicherung.

Grüße
Rainer
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Antwort#22
Tag Rainer ;)
also zunächst mal eines vorab: solche Floskeln wie "Vorschriftsgläubigkeit"
etc. hasse ich, weil sie an der Realität vorbei sind.
Es ist nur erfahrungsgemäß so, daß wenn man sich an technische Vorschriften
hält, die Betriebssicherheit besser ist, als wenn man ständig gleichgültig
handelt.
Und ich empfehle auch nicht uneingeschränkt Aceton, sondern ich habe in meinem
obigen Posting auch von "Alkohol" geredet.
Es sollte jeder selbst wissen
welche Stoffe von diesen Chemikalien angegriffen werden oder nicht.
Und sowas wie "...der Techniker gehört fristlos entlassen...." ist ebenfalls
an der Praxis vorbei. Wer den rauhen und hektischen Betrieb des Rundfunks
kennt, wird da nüchterner denken.
Glaube doch nicht, daß die immer wenn sie von einem Einsatz zurückkommen noch
exakt wüßten was alles im einzelnen an einer Baugruppe gemacht wurde.
Ich benutze kein K60, kein K61 und sonstige Sprays und ich habe mir mit Aceton >auch noch keine empfindlichen Bauteile ruiniert.
Den letzten Halbsatz verstehe ich nicht so ganz. Wie dem auch sei: Das Vorurteil der Vorschriftsgläubigkeit schürst du selbst. Denn als einziges Argument gegen die sachgerechte Anwendung von K60 & Co. bringst du hier die "Vorschriften" des Rundfunks. Da du immer so sehr den Praxisbezug in den Vordergrund stellst: Wo ist denn das sachliche (nicht formale) Argument dagegen? Der Tontechniker, der ganze Baugruppen mit Kontaktspray einsudelt, kann es nicht sein, denn täte derselbe das gleiche mit Aceton, dürfte er wohl auch nicht dein placet finden...
Dem stimme ich uneingeschränkt zu. Allerdings hat das Hinterfragen von Vorschriften oder das Handeln nach dem SINN statt nach den BUCHSTABEN der Vorschrift nichts mit Gleichgültigkeit zu tun. Du unterstellst anscheinend Leuten, die einer Vorschrift nicht BLIND vertrauen, immer eine gewisse Schludrigkeit.
Und widersprichst dir irgendwie: Denn die Vorschriften zum Umgang mit Aceton (gibt es die beim Rundfunk? Bei uns gibt es sie...) erhöhen die Betriebssicherheit vor allem des Gerätes "Mensch", aber auch die technischer Geräte - werden aber von dir anscheinend geflissentlich ignoriert ("ist noch immer gutgegangen").
Dass du neben Aceton noch andere LöMis empfiehlst, rüttelt nicht an der Tatsache, dass jede Einschränkung der Verwendbarkeit (Kunststoffe) oder jeder Sicherheitshinweis deinerseits diesbezüglich fehlt. Bitte nicht "uneingeschränkt" mit "einzig" verwechseln.
Weil der Tontechniker dies in seiner umfassenden chemischen(!) Ausbildung das ja lernt und daher wissen muss? Glaubst du im Ernst, dass das einem Techniker, der sonst herzlich wenig mit Chemikalien zu tun hat, eher im Bewusstsein ist als die allgegenwärtigen Gebrauchshinweise auf einer Flasche Kontaktspray?
Umgekehrt könnte man genauso sagen: "Es sollte wohl jeder selbst wissen, dass man bei korrosionsempfindlichen Oberflächen das Kontakspray schnellstens wieder wegspült"... *kopfschüttel*
Sorry, aber mit den fristlosen Entlassungen hast du angefangen...
Das hört sich an, als würden die Jungs bei jedem Einsatz den halben Ü-Wagen zerlegen. Scheint ja dann mit der Betriebssicherheit nicht soweit her zu sein...
Mal im Ernst: Wenn ich im Feld irgendwo (weil es gerade nicht anders geht und mir der Wirt seinen teuren Schnaps nicht zum Reinigen überlassen will) mit Kontaktspray arbeite, dann kommt an den Kanal oder die Baugruppe ein Klebchen mit dem Hinweis "Reinigen!" - und fertig. Alles weitere fällt dann unter "Nachbereitung" bzw. "Wiederherstellen der Einsatzbereitschaft".
BTW: Was ist denn in dem von dir zitierten Beispiel die Alternative? Wenn es so rauh und hektisch zugeht, und flockiges Eintauchen in Aceton oder K60 nicht in Frage kommt - dann ist aber Zeit genug für ein Zerlegen der Baugruppe und die Reinigung mit Alkohol und Wattestäbchen? Ich weiß ja nicht.
Ich benutze bei Elektronik kein Aceton (damit entferne ich höchstens Gaffa-Reste - von Metalloberflächen!) und habe mir im Gegenzug mit K60 auch noch nichts ruiniert. Weil damit behandelte Kontakt anschließend in Ruhe vernünftig nachbehandelt werden.
Jens
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Antwort#23
Hallo Jens,
zum letzten Mal: Die Praxis im Rundfunk (und auch bei Post, Bahn etc.) sieht so aus, daß man in einer größeren Anlage eine Reihe Ersatzbaugruppen hat die man dann einfach nur wechseln braucht und nicht einer auf die Idee kommen muß, mit irgendwelchen Sprays herum zu hantieren. Die defekte BG kommt nach Heimkehr in die Servicewerkstatt und wird dort fachgerecht repariert. Und über Umgang mit Chemikalien aller Art und über den Umgang mit gefährlichen elektrischen Spannungen oder anderes - dazu gibt es ein umfangreiches Regelwerk der Berufsgenossenschaften was sich "Unfallverhütungsvorschriften" nennt. Und daran hat sich jeder zu halten und die werden beim Rundfunk mindestens genauso ernst genommen wie in jedem anderen Betrieb der etwas auf sich hält (oder ist das etwa auch "Vorschriftenfanatismus"?) (andere - z.B. in galvanischen Betrieben - müssen mit Cyanverbindungen umgehen und daher wissen was zu beachten ist. Was wollen die denn sagen?). Es kann mir keiner glaubhaft versichern, daß eine Behandlung von Schaltern, Relais, Steckern, etc. mit K60 nicht Spuren hinterläßt. Das Zeug ist nicht restlos zu beseitigen. Es dringt in alle Ritze ein und treibt dort auf lange Sicht sein Zerstörungswerk. Das weiß jeder Servicetechniker. Und ein versierter Servicetechniker (egal ob beim Rundfunk oder sonst wo) wird auch wissen wo er Chemikalien anzuwenden hat und wo sie sich aufgrund der chemischen Vorgänge verbieten.
Und nochmals zu Deinem Argument wegen Vorschriften und ihr angebliches "Blindvertrauen". Institutionen wie: Rundfunk/Fernsehen, Post, Bahn, Bundeswehr, Germanischer Lloyd und wie sie alle heißen mögen, erlassen doch nicht aus purem Zeitvertreib irgendwelche technischen Pflichtenhefte und Vorschriften wie dies unsere Regierung so gerne tut, sondern die haben sich dabei etwas gedacht und begründen dies nicht nur aus rein physikalischen Gesetzmäßigkeiten. sondern auch aus jahrelanger praktischer Erfahrung.
Als ich anfing, beruflich mit den Rundfunkanstalten zu kooperieren, habe ich auch manches Reglement für abstrus gehalten und im stillen gedacht "die haben einen Knall!". Aber nach geraumer Zeit habe ich erkannt, daß da durchaus sehr sinnvolle Überlegungen dahinter stehen, die man erst in jahrelanger Praxis lernt. Und die Leute mit denen ich zu tun hatte, waren solche mit jahrelanger Erfahrung und nicht solche die gerade vom Studium kamen. Es fängt mit einfachen Dingen an: Wickeln von Mikrofonkabeln. Wenn ich unsere Studenten beobachte, wenn die Mikrofonkabel über den Ellenbogen wickeln, bekomme ich Zustände... ich wickele sie in einem Ring auf indem ich das Kabel dabei so drehe, daß kein innerer Drall entsteht. Das habe ich auch bei den Leuten vom Rundfunk so gesehen. Es gibt dafür keine Vorschrift, aber sowas wie ein "ungeschriebenes Gesetz", daß man es so macht und nicht anders - weil es sich in der Praxis bewährt hat.

Grüße
Rainer
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Antwort#24
Moin...
Und über Umgang mit Chemikalien aller Art und über den Umgang mit gefährlichen
elektrischen Spannungen oder anderes - dazu gibt es ein umfangreiches
Regelwerk der Berufsgenossenschaften was sich "Unfallverhütungsvorschriften"
nennt.
Und daran hat sich jeder zu halten und die werden beim Rundfunk mindestens
genauso ernst genommen wie in jedem anderen Betrieb der etwas auf sich hält
Es kann mir keiner glaubhaft versichern, daß eine Behandlung von Schaltern,
Relais, Steckern, etc. mit K60 nicht Spuren hinterläßt. Das Zeug ist nicht
restlos zu beseitigen. Es dringt in alle Ritze ein und treibt dort auf lange
Sicht sein Zerstörungswerk.
Und ein versierter Servicetechniker (egal ob beim Rundfunk oder sonst wo) wird
auch wissen wo er Chemikalien anzuwenden hat und wo sie sich aufgrund der
chemischen Vorgänge verbieten.
Und nochmals zu Deinem Argument wegen Vorschriften und ihr
angebliches "Blindvertrauen". Institutionen wie: Rundfunk/Fernsehen, Post,
Bahn, Bundeswehr, Germanischer Lloyd und wie sie alle heißen mögen, erlassen
doch nicht aus purem Zeitvertreib irgendwelche technischen Pflichtenhefte und >Vorschriften...
Richtig. Und das (Unfallverhütung zur Vorbeugung gegen Personenschäden) hat IMHO auch absoluten Vorrang vor dem Geräteschutz.
Naja... Du scheinst es damit nicht ganz so genau zu nehmen. Die Betriebsanweisung "Ketone" nach §20GefStoffV sagt dazu unter anderem: "Die Aufnahme erfolgt hauptsächlich über die Atmung, zum Teil durch Resorption durch die Haut. [...] Die Einwirkung der Flüssigkeit auf die Augen führt zu schweren Hornhautschäden [...] Maßnahmen gegen elektrostatische Aufladung treffen. Dämpfe nicht einatmen. Neopren-Schutzhandschuhe (nur als kurzzeitiger Spritzschutz)."
Dagegen ist das (ich darf dich mal zitieren): "das ist richtig, daß Aceton giftig ist, aber ich arbeite damit schon seit Jahren. Man muß den Raum gut lüften, dann geht das ganz gut." doch etwas lax. Natürlich ist uns beiden klar, dass man wegen Tropfmengen Aceton nicht den Ganzkörperschutzanzug bemühen muss. Aber es geht ja hier um die strikte Einhaltung von Vorschriften, gelle? Also bitte: wenn, dann auch konsequent und nicht nur da, wo es der Rundfunk für besonders wichtig erachtet. Es gibt nämlich durchaus auch andere Organisationen mit eigenen Richtlinien, die genausoviel technischem Sachverstand entsprungen sind, die aber durchaus nicht alle identisch sind mit denen des vielgepriesenen Rundfunks. Ich zitiere mal mb: "Richtig angewendet ... ist 'Kontaktspray' sogar bei sicherheitsrelevanten Anwendungen in der Luft- und Raumfahrttechnik sicher - und sowohl gebraeuchlich als auch zugelassen."

Richtig, nach einer gewissen Zeit lassen sich die Reste nicht mehr beseitigen. WL kriecht aber genauso in alle Ritzen und löst (frisches!) K60 zuverlässig heraus. Dafür ist es da. Versteh mich nicht falsch: Ich sehe Kontaktspray nicht als "Allheilmittel", nutze auch lieber die Alternativen (nicht gerade Aceton) und geniesse das Kontaktspray sehr mit Vorsicht. Aber deine pauschale Verteufelung von dem Zeug inkl. Forderung nach fristloser Entlassung eines Fachmanns, der mir das empfiehlt, sind mal wieder völlig überzogen und fehl am Platze.
Ja. Nicht aber der unbedarfte Leser dieses Forums, der sich nach deinem Tipp erstmal einen Kanister Aceton ins Feldbesteck packt. Um nichts anderes ging es mir hier.
Rainer, nochmal: DAS HABE ICH AUCH NIE BEHAUPTET! Nur sind auch die besten Vorschriften nicht immer vollständig und sauber formuliert. Soll heissen: da wird eine Vorschrift erlassen, nach der Kontaktspray (allein!) untersagt wird. Nur wird evtl. das Wörtchen "allein" vergessen oder ähnliches, weil an eine mögliche Nachbehandlung niemand denkt.
Ich erinnere mich da an eine Anekdote (leider keine Quelle parat), nachdem frühere Fassungen von div. VDE-Vorschriften forderten, Gerätegehäuse grundsätzlich zu erden. Irgendwann hat man dann das ganze etwas präziser gefasst, und explizit "METALLgehäuse" in die Vorschrift geschrieben, als man merkte, dass eine Erdung von Kunststoffgehäusen nicht immer wirklich sinnvoll ist. Mag auch eine "Urban Legend" sein, aber das drückt ziemlich genau das aus, was ich sagen will: Dass man sich nämlich auch in der "rauhen Praxis" und im hektischen Arbeitsalltag ab und zu unter Bemühung des eigenen Gehirns mal fragt, ob Vorschrift X in Situation Y wirklich Sinn macht.
Und da behaupte ich nach wie vor: Einer Klinkenbuchse mal mit K60 zu Leibe zu rücken, ist einfach kein Verbrechen. Erst recht nicht, wenn man anschließend reinigt.
Sprüht mir das Zeug aber einer blind in meine Konsole, werde ich genauso sauer wie du. Jetzt verstanden?
Jens
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Antwort#25
Ohne jetzt noch auf Einzelheiten weiter einzugehen: Bei mir kommt K60/61, WL und wie sie heißen nicht infrage.
fristlose Entlassung: Lies in meinem ersten Posting zu diesem Thread nochmal mein Posting genau durch, ob Dir was auffällt.
Dort heißt es "Beim Rundfunk wäre dieser Hauselektroniker schon fristlos entlassen worden...:-)"
Hast Du den " :-)" übersehen?
Natürlich wird deshalb keiner fristlos entlassen. Aber das Zeug ist dort verpönt.
a propos fristlos entlassen: Mein früherer Lehrmeister kam von Telefunken und erzählte uns mal, daß es bei TFK tatsächlich so war, daß wenn einer mit Lötfett (!) gelötet hat, er seinen blauen Brief bekommen hatte! Denn das Zeug hat in der ganzen Elektrotechnik nichts zu suchen. Ich kenne solche Flickschuster die in der E-Technik tatsächlich Lötfett anwenden.

MfG
Rainer
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Antwort#26
...damit entferne ich höchstens Gaffa-Reste - von Metalloberflächen!
Was issn Gaffa?
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Antwort#27
Hallo Lukas.
Du fragst: "Was issn Gaffa?"
Ganz einfach: Gaffa = Gaffer-Tape
In der langen Form schreibe ich es der Herkunft entsprechend mit "er", die Kurzform mit "a". Dies zum einen, weil es außer bei Haarspaltern überall verstanden wird, zum zweiten, weil es zumindest eine mir bekannte Sorte mit eben diesem Markennamen ("Advance Gaffa Tape") gibt (vgl. "Tesa" = Klarsichtklebefilm), und nicht zuletzt, weil gerade bei Wortkombinationen wie in meinem von dir zitierten Beitrag sonst üble Missverständnisse aufkommen würden.
Denn: Gaff_er_ -Reste entfernt man nicht mit Aceton, sondern erstens mit kaltem Wasser und zweitens möglichst schnell. Ersteres, damit die Blutflecken rausgehen, und zweiteres, weil es sonst schnell anfängt zu stinken.
Hoffe, dir mit dieser Auskunft geholfen zu haben.
Jens
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Antwort#28
Ach, Tesa ist eigentlich Teser, oder wie?
Weil Tasa kürzer ist als Teser?
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Antwort#29
Nein.
Hinz und Kunz sagt zu Klebefilm sämtlicher Marken "Tesa", zu Taschentüchern "Tempo" usw. - ein Markenname wird zum Synonym für eine ganze Produktgattung. Und zwar nicht, weil "Tesa" kürzer ist als "Teser" (was für ein hirnverbrannter Blödsinn!), sondern kürzer als "Klarsichtklebefilm" (ersetze bei Gefallen durch "Tempo" und "Wegwerfpapiertaschentuch").
Und das schöne daran ist: niemand stört sich daran! Auch wenn in Wahrheit das Klebeband von Scotch ist (übrigens im englischsprachigen Raum ebenso synonym verwendet wie hierzulande "Tesa") oder das Taschentuch von Zewa. Schön, nicht?
Was ich damit eigentlich sagen will, ist: Auch Profis im Reinigungsgewerbe werden ein Vileda-Tuch (sofern sie es benutzen) nicht "Wieleder-Tuch" nennen, auch wenn das der Ursprung (kein Witz!) des Markennamens ist: Eine Verballhornung von "Wie Leder" - es war eben ein synthetisch hergestelltes Tuch zum Ersatz des Lederlappens. Genauso ist es schnurzpiepegal, was die Firma Advance sich bei dem Markennamen "Gaffa" gedacht hat und ob das ethymologisch korrekt ist - das Advance-Tape schreibt sich nunmal Gaffa (ohne -Tape).
Daher erlaube ich mir, sowohl von "Gaffer-Tape" als auch von "Gaffa" zu sprechen (von Gaffa-Tape allerdings nicht!).
"Richtig" ist übrigens weder das eine noch das andere: Korrekt heisst das klebrige Zeug "Adhesive Cloth Tape" oder "selbstklebendes Gewebeband". Dass das in Medienkreisen "Gaffer's Tape" heisst, bei der Bundeswehr "Panzerband" und bei den meisten anderen Menschen der Welt schlicht "Duct-Tape" (von engl. duct = Röhre, Rohrleitung, Kabelkanal etc.) ist nur eine Beschreibung möglicher Einsatzgebiete. So what?
Es behauptet doch nun wirklich niemand, dass die Berufsgruppe der Bühnenhilfen sich "Gaffa" schreibt, also wozu die Aufregung?
Jens
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Antwort#30
Es gibt schon Tape das ganz richtig nach den Film-Stage-Workern, die Gaffer heißen, benannt ist.
Wie dem auch sei...
Hauptsache man weiß wie's richtig heißt: Gaffer.
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Antwort#31
...da ist allerdings Nashua der Markenname (Nashua(R), eingetragene Marke der Firma Tyco Adhesives - der Produktname ist "Nashua 357"; "Gaffer's" steht nur mit drauf), während "Gaffa(R)" tatsächlich eine eingetragene Marke der Firma Advance Tapes ist.
Und nur auf letztere Marke bezog ich mich.
...is scho recht. ;-)
Jens
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