Hallo, bin echt begeistert von eurem Forum! Ist für mich als "Hobby-Tonmeister" fast wie eine echte Uni. Frage: Kennt von euch alten Hasen jemand das Schoeps CMT56? Ist das Achter empfehlenswert? Ich weiss, dass Schoeps generell gut ist (kenne die Kugeln aus der Colette-Serie ein bißchen), aber wie ist es mit einem umschaltbaren Achter für MS-Stereo? Vielen Dank für jeden Tipp!! mfg Reiner
Ruf doch bei SCHOEPS an - Telefonnummer unter www.schoeps.de ... I.A. ist man dort auch hilfreich, wenn man sich nach älteren Produkten erkundigt, die man offensichtlich gebraucht kaufen möchte. Lohnenswert ist auch eine Überprüfung bzw. Wartung der alten Mikrofone durch den Hersteller. Die Preise hierfür sind m.E. moderat.
Die 3-fach umschaltbare Kapsel habe ich nicht, aber die MK 8 und ich benutze diese sehr häufig für MS-Stereoanordnungen in Kombination mit MK 2 oder MK 3. Die Ergebnisse sind sehr gut. Vor allem durch die kleinmembranige Ausführung ist die Richtcharakteristik weniger frequenzabhängig. Die Mechanik der MK 6-Kapsel ist etwas empfindlich gegen Staubeinlagerungen und das kann dann dazu führen, daß bei Stellung "Kugel" die Rückseite nicht mehr richtig abgedichtet wird und es zu keiner definierten Charakteristik kommt. Daher empfiehlt Schoeps, die Kapsel so ca. alle 5 Jahre mal einzuschicken, damit sie gereinigt werden kann. Die Kapsel selbst auseinander zu bauen und zu reinigen, davon sei dringend abgeraten.
Hi, ich habe mehrere Male die Moeglichkeit gehabt, die MK8 direkt mit den MK6 (in acht) zu vergleichen. Aehnlich wie bei MK5 (in niere) -> MK4 ist da hoechstens ein Unterschied im Frequenzgang festzustellen, der aber nicht wirklich "schlimm" ist.
Man sollte aber bemerken, dass Schoeps ausdruecklich ein echtes Druckgradientmikrofon gebaut hat, was sehr deutlich im Tieftonbereich zu abstandsrelatierten Unterschieden im Fequenzgang fuehrt. Ich habe auch oft M/S mit einem CMCx8-Mikrofon verwendet. Bin nicht unzufrieden mit den Aufnahmen, wuerde es aber nie wieder so machen. Wenn ich, jedenfalls fuer ein Hauptsystem, ein Druckgrad. gebrauchen will, wuerde ich eher ein MKH30 nehmen o.ae., welches im Tieftonbereich korrigiert ist. Gr. Dirk
Wenn das MKH30 elektronisch im Frequenzgang korrigiert ist, spricht doch nichts dagegen, die Mk6/Mk8 ebenfalls mit einem guten Entzerrer zu bearbeiten. Ob der EQ eingebaut oder nachträglich angewandt ist, müsste doch eigentlich egal sein!? Hermann
Ob der EQ eingebaut oder nachträglich angewandt wird, müsste doch eigentlich egal sein.
Genau richtig, Hermann. Was Mikrofonentwickler können, kannst du auch. Zur Bestätigung lies mal den Link. Viele Grüße ebs Forum für Mikrofonaufnahme und Tonstudiotechnik http://www.sengpielaudio.com
Ich vermute, Du meinst jenes Mikrofon, daß bei ebay "mit Garantie" angeboten wird? Der Verkäufer ist seriös und Mitarbeiter von SCHOEPS (und derjenige, der sich für das M222-Röhrenmikrofon verantwortlich zeichnet). Eine bessere Quelle für gebrauchte SCHOEPS-Mikrofone wird man von daher kaum finden. Was das "CMT" von den aktuellen "CMC", die inzwischen auch schon seit einigen Jahren bewährt sind, unterscheidet, weiß ich allerdings nicht.
CMT - Etwas Historisches zu Schoeps-Mikrofonen ab 1960. Anfang der Transistorzeit = CMT (Condenser Mic Transistor) später CMC. http://www.schoeps.de/D-2004/about.html
Lesenswert auch: "Mikrofonaufsätze" von Wuttke (herunterzuladen von www.schoeps.de) auf S. 58 ff. Dort wird beschrieben, wie der Frequenzgang eines Mikrofones beeinflußt werden kann. Die Gegenüberstellung "mechanisch" (Mikrofon) / "elektrisch" (EQ) zeigt, daß beide Verfahren die gleichen "Sauereien" produzieren.
Man kann bei SCHOEPS-Mikrofonen durchaus ein wenig sparen, wenn man 1. direkt bei SCHOEPS kauft - dort ist es billiger als bei manchem Händler 2. per Vorkasse zahlt und dafür 5 % Skonto erhält. Ich staune immer wieder, zu welchen Preisen SCHOEPS über ebay verkauft wird. Ohne jede Garantie finde ich 75 % des Neupreises etwas teuer!