Hallo! Vielleicht kann mir jemand einen fachmännischen Tip geben. Habe ein Yamaha MG16/6FX-Mischpult. Bin auch sehr zufrieden damit - es gibt nur einen Wermutstropfen: ist die (nur global schaltbare) Phantomspeisung an, rauschen solche Kanäle, wo unsymmetrische Kabel dran sind. Mit anderen Worten: Kondensator-Gesangsmikro und Akustikgitarre mit Tonabnehmer zugleich geht leider nicht (Git.-Kanal rauscht dann). Okay - es geht schon, mit DI-Box für die Gitarre. Liegt das an der "sparsamen" Konstruktion des Mixers? Kann man da rel. leicht intern was abschirmen oder so? (natürlich kann ich immer DI-Boxen nehmen, aber wenn's nicht sein muß...). Danke für Tipps. Michael
Hallo Michael, Du darfst auf keinen Fall an einen phantomgespeisten Mikrofoneingang eine unsymmetrische Quelle anschließen! Eine Phantomspeisung setzt prinzipbedingt immer einen symmetrischen Eingang voraus. Wird dieser unsymmetrisch betrieben, wird eine Ader gegen 0 Volt kurzgeschlossen und dann liegt auf der anderen Ader die volle Störspannung an die über dei P-Speisung kommt. Betreibe also die betreffenden Eingänge grundsätzlich symmetrisch, wenn nötig dann über die DI-Box.
Ja gut, okay - ich hab aber auch Instrumente (mit Tonabnehmer) an den Line-Klinkeneingang angeschlossen, da ist auch dieses Rauschen, das irgendwo intern durch die Phantomspeisung eingestreut wird. Michael
Mit anderen Worten: Kondensator-Gesangsmikro und Akustikgitarre mit Tonabnehmer zugleich geht leider nicht.
Wer macht denn so einen Unfug und geht seinem unsymmetrischen Gitarren-Ausgangskabel direkt auf den phantomgespeisten symmetrischen Eingang eines Mikrofonvorverstärkers. Kopfschüttel! Eine Gitarre hat als Quelle so etwa Ri = 15 Kilo-Ohm Ausgangswiderstand und damit geht man auf den Ra = 1 Kilo-Ohm Mikrofoneingang? Unglaublich. Weil da so wenig Dampf ankommt verstärkt man das noch kräftig und .... ... dann wundert man sich dass es rauscht? Nicht wundern. Das ist doch völlig klar. Das muss ja vom Frequenzgang her auch noch scheußlich klingen. Unbrauchbar. Aua - aua! Micky PS. Mache dir mal die Grundlagen der Studiotechnik klar: Eingangswiderstand - Ausgangswiderstand - Anpassung - Dämpfungsfaktor. Lernhilfen: http://de.wikipedia.org/wiki/Eingangswiderstand http://de.wikipedia.org/wiki/Ausgangswiderstand http://de.wikipedia.org/wiki/Spannungsanpassung http://de.wikipedia.org/wiki/Dämpfungsfaktor
Wer macht denn so einen Unfug und geht seinem unsymmetrischen Gitarren- Ausgangskabel direkt auf den phantomgespeisten symmetrischen Eingang eines Mikrofonvorverstärkers. Kopfschüttel!
...das hat Michael auch nirgendwo behauptet. Für mich las sich das so (und das hat Michael ja inzwischen auch bestätigt), dass es auch bei Anschluss an die unsymmetrischen Klinken rauscht, sobald die PP an ist. Bitte unterstellt doch nicht bei jedem Problem gleich dem Fragesteller die billigsten Anfängerfehler oder totale Ahnungslosigkeit! Das mag zwar von Fall zu Fall zutreffen, aber einen (mindestens) halbwegs kompetenten Kollegen mit einem seltsamen Problem stößt man so unnötigerweise vor den Kopf. Jens
Hänge mal parallel zu dem Phantomspeisebus nach Erde einen Elko mit 220 µF/63 V. Ansonsten kommt mir das Phänomen recht seltsam vor, daß die Phantomspeisung ein Rauschen auch in Kanälen verursacht, wo sie gar nicht vorhanden ist.
Danke für den Tip, Rainer, mal probieren. Kopfschüttel über einen anderen, unsachlichen Beitrag, der mich unheimlich aufregt. Nichts geht besser, als eine E-Akustikgitarre an einen Mic-Preamp zu hängen. Genausowenig, wie ich mir vor dem Bremsen mit dem PKW den Bremsweg a la Fahrschule ausrechne, rechne ich beim Musizieren mit Ohm herum! (so, das mußte mal gesagt werden). Michael
Nichts geht besser, als eine E-Akustikgitarre an einen Mic-Preamp zu hängen.
Das ist Unsinn! Klar?
Nein, nicht klar. Aber das unterscheidet vielleicht den Theoretiker vom Praktiker. Dass die Impedanzen eigentlich was anderes fordern, ist klar, aber in der Praxis sieht es doch oft so aus, dass eine E-Akustik für einen (impedanzmäßig passenderen) Line-Eingang viel zu wenig Signal liefert - nicht immer, aber immer öfter ;) Und das resultiert unter dem Strich in einem weit schlechteren Signal-Rausch-Verhältnis als ein fehlangepasster Mikro-Eingang. So what? Frequenzgänge kann man kompensieren... Jens
zunächst eine Vorbemerkung: Lasse bitte diese bldösinnigen Autovergleiche. Diesen gräßlichen Unfug kann man bei den Hifi-Freaks immer wieder lesen. Man muß sich auch als Musiker ab und zu mal mit Rechnungen mit Ohm und Volt herumplagen. Denn wenn man die Gesetze der Physik mit Füßen tritt, indem man einen hochohmigen Ausgang (und der Gitarrentonabnehmer ist hochohmig!!!) an einen niederohmigen Eingang hängt, dann ist das eine Gräuelsünde die jedem Technierk weh tut. Wenn ich eine Quelle an einen Eingang anzuschließen habe, sehe ich als allererstes nach den Quellimpedanzen und Lastimpedanzen sowie nach den Quellenspannungen und maximalen Eingangsspannungen. Alles andere herumprobieren ist Murks und zeugt von unfachmännischen Kenntnissen. Einfach sagen: "Als Musiker gucke ich nicht nach Ohm und Volt" ist ein fataler Irrtum. Die Physik richtet sich nicht nach uns, sondern wir müssen uns nach ihr richten. Diesen Satz (der eine Abwandlung eines Ausspruchs von Matthias Claudius ist) muß ich leider immer wieder wiederholen. Auch für die Musikelektronik gelten die physikalischen Gesetze uneingeschränkt. Und im physikalischen Bereich gibt es keine Langatmigkeit wie in der Justiz, sondern die Strafe erfolgt hier sofort und ohne Bewährung! MfG Rainer
Wenn Du hier von Unsinn sprichst, solltest Du eine bessere Kenntniß der Fakten mitbringen: Falls es sich um eine Elektoakustik Gitarre mit Preamp handelt (und alle Erstzunehmenden haben einen!), dann haben die einen relativ niederohmigen Ausgang, wie jedes aktive Instrument. Eine DI-Box ist dann auch nur noch zur Symetrierung vonnöten, so erforderlich. Bleibt anzumerken, daß ein Anschluß an die XLR-Mic-Buchse keinen Sinn macht, solange ein Line-In zur Verfügung steht. Ansonsten bleibt ggf. das 48V auf Unsym.-Problem. Gruß, Christopher