Hallo an alle, OK die Frage ist vieleicht ein wenig bekloppt, aber kann man irgendwie ein Mikrofon mit einem Stetoskop koppeln? Ich hatte gerade eines in der Hand, und da eröffnen sich ja mal ganz neue Klangwelten :) Lou SA
Ich könnte mir vorstellen, dass man einen Kleinmembrandruckempfänger (Kugelkapsel) über ein kurzes passendes Schlauchstück (ev. Schrumpfschlauch o. Ä.) mit dem Ohrstück des Stethoskops verbindet. So würde ich es machen, wenn ich den Effekt mal ausprobieren möchte. Es gibt aber sicherlich im medizinisch-technischen Bereich Adapter oder Sonderlösungen für so etwas. Ich würde mal bei Schoeps anfragen, die haben sehr flexible Anpassungssysteme, vielleicht können die dir weiterhelfen. Hermann
Vorsicht beim Zusammenstecken des Aufbaus, damit auf die Membran kein plötzlicher Überdruck einwirkt. Ein kleines Loch im Schlauch, das man später, nach dem Druckausgleich, zukleben kann, müsste reichen. Für Experimente würde ich einen billigen Druckempfänger, wie das Behringer ECM8000 um 49? verwenden. Das hat auch den Vorteil, dass es sehr schlank ist und leichter angepasst werden kann. Viel Spaß Hermann
Nein, das ist gar nicht bekloppt. Zu beachten ist, dass es sich ja hier um eine Schalleitung handelt, also ein flexibler Schlauch (mit einer Menge Resonanzen), der den Schall von der Stethoskopmembran überträgt. Und anstatt sich das Teil ins Ohr zu stecken nimmt man einen geeigneten Kuppler, z. B. den B&K 4157 Ohrsimulator, in dem ein B&K 1/2" Messmikrofon steckt, mit zugehörigem Adapter. Nunja, ein herkömmliches Aufnahmemikro ist da sicher nur mit Gebastel anzukoppeln und bis jetzt kenn ich halt nur die Anwendung aus der Messtechnik. Aber trotzdem viel Spass... Vielleicht die Herztöne nicht doch lieber mit dem Synthi erzeugen? Kommt im Film viel dramatischer rüber! =:)