DSD

Erstellt 14 Antworten15 Beiträge
Startbeitrag#1
Hallo zusammen!
Kann jemand von Euch etwas genauer erklären, was DSD ist? Nagut, ich weiss schon was 'Direct Stream Digital' im Prinzip bedeutet, aber worin liegen in der Aufnahmepraxis die Vorteile des 1-Bit Streams gegenüber der konventionellen 192kHz Multi-bit-A/D Wandung? Arbeitet jemand von Euch damit?
Ich fang grad erst an, mal was dazu zusammenzusuchen, weil mich das Thema interessiert, bin da aber erst am Anfang und hab noch nicht so recht Ahnung...
Wer kennt interessante Links oder Artikel dazu? Vor allem interessiert mich aber die Tauglichkeit für die Studiopraxis und Signalverarbeitung.
Thanx & Gruss
Jo
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Antwort#2
Vorsicht vor der 1-bit-Lüge. 8 Bit wird der DSD-Wandler schon haben.
Lies dich mal durch:
http://www.hifi-forum.de/viewthread-51-782-2.html
http://www.hifi-forum.de/index.php?action=browseT&back=1&sort=lpost&forum_id=43&thread=65
http://sacd.adlexikon.de/SACD.shtml
http://www.matheboard.de/lexikon/SACD,definition.htm
Hörtest:
http://www.hfm-detmold.de/texts/de/hfm/eti/projekte/diplomarbeiten/2004/dsdpcm/ein.htm
http://www.nubert-forum.de/nuforum/ftopic719.html
http://www.dvddemystifiziert.de/3.html
Es gibt digitale Mischpulte in PCM in allen Studios. Es gibt keine Mischpulte in DSD.
Somit wird üblicherweise in PCM aufgenommen (wenn nicht gar analog!) und dann erst nach DSD gewandelt.
Darum stimmt das Bandbreitengeschwafel nicht.
Wir brauchen auch nicht zwei digitale Systeme.
Das braucht nur Philips/Sony :-)
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Antwort#3
Hi,
Somit wird üblicherweise in PCM aufgenommen (wenn nicht gar analog!) und dann erst nach DSD gewandelt.
Das stimmt so nicht. Alle DSD-Systeme nehmen immer erst DSD auf, um danach - abhängig vom System - ein Zwischenformat zu verwenden für Editing, Mastering etc. Am Ende wird das ganze dann wieder zu DSD gewandelt.
Ich habe viel mit DSD gearbeitet. Es klingt sehr gut, ist aber nicht immer sehr praktisch, da, wie Du andeutest, die meiste Infrastruktur lange nicht erhältlich war. Jetzt ist es aber durchaus möglich auch DSD zu mischen, jedoch nur mit "inoffiziell" erhältlichen Sony Sonoma Systemen.
Bisher war ein grosses Problem die Beschränkung auf 8 Aufnahme-Kanäle, was sich aber in Kürze durch neue Hardware ändern soll. Naja, die Pläne liegen auch schon sehr lange auf dem Tisch.
Man sollte unvoreingenommen an das DSD-Format herangehen, und sich die Mühe machen, verschiedene sinnvolle Einsatzzwecke zu erkennen. Als Masteringformat z.B. ist es äusserst nützlich.
Gr.
Dirk
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Antwort#4
Somit wird üblicherweise in PCM aufgenommen (wenn nicht gar analog!) und
dann erst nach DSD gewandelt.
Das stimmt so nicht. Alle DSD-Systeme nehmen immer erst DSD auf, um danach
- abhängig vom System - ein "Zwischenformat" zu verwenden für Editing,
Mastering etc. Am Ende wird das ganze dann wieder zu DSD gewandelt.
DirkF meint:
Nicht-DSD-"Zwischenformat" ist gut. Aha. :-) Alle Popleute nehmen nicht zuerst in DSD auf und bei der Klassik ist es auch nicht die Regel, weil es keine DSD-Mischpulte gibt. Also wie nimmt man auf?
Du nimmst immer direkt in Direct Stream Digital auf und verarbeitest das bis zum Master so weiter, aber wir anderen?
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Antwort#5
Was willst Du jetzt sagen? Verstehe ich nicht.
Sonys Sonoma nimmt DSD auf. Solange nichts am Material verändert wird, bleibt es DSD. Erst bei X-fades, gain-changes, Filtern etc. wandelt das System DSD in ein PCM-Zwischenformat.
Mergings Pyramix nimmt DSD auf. Zum Editing, Mischen etc. wird das Material gewandelt in ein PCM-Zwischenformat, in dem laut Herstellern die "DSD-Artefakte" erhalten bleiben sollen.
Durch die guten Erfahrungen mit den Pyramix-Systemen wird nun in Zukunft empfohlen, direkt in das DXD-Format, ursprünglich das DSD-Zwischenformat, zu wandeln.
Was wer auch immer anders macht, so soll er ruhig machen. Aber das hat weiter nichts mit dem DSD-Format zu tun.
Dirk
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Antwort#6
und SADiE DSD8 bleibt überhaupt komplett in DSD ohne in PCM zu wanderln....
Georg


Tonzauber - einfach klassisch!
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Antwort#7
Somit wird üblicherweise in PCM aufgenommen ...
Antwort: Das stimmt so nicht. Alle DSD-Systeme nehmen immer erst DSD auf, um danach ein Zwischenformat zu verwenden.
Bei Bearbeitungen hat man das DSD System in ein PCM-Zwischenformat zu wandeln.

Ich verstehe, Zwischenformat heißt das jetzt. Dann bin ich ja ganz zeitgemäß. Ich nehme auch alles im PCM-Zwischenformat auf.
Jede SACD-Fabrik macht mir aus meinem "Zwischenformat" so eine Sony-Philips-Scheibe draus.
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Antwort#8
hey, danke! - Ich werd mich mal damit beschäftigen. Einen Artikel hab ich auch noch gefunden. Aus Production Partner, ist allerdings schon 6 Jahre alt:
http://www1.production-partner.de/themen/0599/technik.htm
da gehts ursprünglich um die Vorzüge von Highsampling für die Signalverarbeitung (ich will die Diskussion jetzt nicht aufwärmen...), find den Artikel aber interessant. Und nebenbei kommt DSD schlecht weg: Vorteile ist die einfachere und kostengünstigere Schaltungstechnik, die dann wohl eher was für den billigen Consumer-Massenmarkt sei. Vielleicht inzwischen überholt? Kann gut sein.
Schönen High-Definition-Abend noch
:-)
Jo
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Antwort#9
Lieber Georg,
wie macht Dein "Zauber"-system dann eine Signalbearbeitung wie "Pegel", "Filter", "Regelverstärker", "Hall" ?
Antwort: Dein Wundersystem nutzt sehr aufwändige und teure SONY-DSPs, die das 1-Bit signal in ein Mehrbitsignal (vulgo: PCM) wandeln, die Signalbearbeitung durchführen, und dann das ganze wieder in ein 1-Bit Signal zurückwandeln, und die dabei entstandenen, massiven Quantisierungsfehler in den Ultraschallbereich verschieben (vulgo: Noiseshaping). Das ganze passiert, da wie Du ja richtig sagst, das Signal nie als PCM zwischenspeichert, mehrfach, was dazu führt, dass das Noiseshaping mehrfach hintereinander erfolgen muss. Dass das wiederum "Böse" ist, wissen wir alle seit Mitte der Achtziger Jahre von Stanley Lipshiz, und hören es mit eigenen Ohren.
Ugewünschter Nebeneffekt: es passt weniger auf eine SACD, da der hohe Ultraschallpegel, der mittlerweile durch das mehrfache Noiseshaping zusammengekommen ist, zu einer so hohemn Entropie führt, dass sich das Signal nur noch mit geringer Coding Margin DST encodieren lässt.
Viel Spaß damit!
Ein Sarkast.
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Antwort#10
DXD=32BitFloat@384kHz=PCM.
Intern kann das fast jede native DAW heutzutage. Problem sind die Soundkarten. Wandler tät es auch schon geben....
Achtung: Marketing-Gaga, äh -Gag.
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Antwort#11
Lieber Sarkast,
es ist weder meine Wunderkiste noch habe ich mich ausführlich mit dem System beschäftigt, da ich als Mensch der zwischen Musik und Wirtschaft steht absolut keinen BEdarf für HD-Audio sehe, weder als SACD noch als DVD Audio. Für mich ist das eine Marketing-Idee die den Gerätemarkt beleben soll, aber wenn man sich vor Augen führt wohin die Konsumentenströme in letzter Zeit gewandert sind, kann man eigentlich ruhig wieder auf die 1630er Wandler zurückgehen...weil der Endkunde mit seinem mp3 und wma hört sowieso keinen Unterschied....
Nichts desto trotz - SADiE arbeitet laut Aussage von SADiE (nachzulesen z.b. im Webboard ebendort) mit 64fs DSD für's processing der auf DSD basis realisierten prozesse wie Pegel, EQ, whatever; Hall wird da sicher nicht dabei sein, aber das ist ja nun auch keine Aufgabe für ein Schnittsystem, oder?!.
Wie sie das machen, und ob es gut oder schlecht ist, is mir persönlich wurscht, ich brauchs nicht und verwend's auch nicht.
Georg


Tonzauber - einfach klassisch!
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Antwort#12
Hallo
Habe vergangene Woche in einem grossen Hause in Deutschland eine Offerte verlangt für eine Kodierung von PCM-Material in DSD zwecks Herstellung einer SACD.
"Wissen Sie, gegen 95% des Materials wird in PCM angeliefert, da brauchen sie sich mal keine Gedanken zu machen"
Was mich interessiert ist nicht der ev. klangliche Unterschied - sondern die Surround-Möglichkeiten einer SACD.
Grüsse
ThomasB


http://www.proton-davos.ch
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Antwort#13
Wie ich schon sagte, DSD ist ein interessantes Masteringformat. Mich interessiert der klangliche Unterschied sehr wohl, bloss ist er allein für mich nicht ausschlaggebend. Viel mehr wiegt auch für mich der neue Träger mit seinen Speichermöglichkeiten im Bezug auf Multichannel-aufnahmen.
Ich habe es übrigens noch nie erlebt, ein klangliches Defizit feststellen zu können was dem DSD-Format zuzuschreiben ist, auch wenn ein voriges Posting sich auf Herrn Lipschitz bezieht, mit dem im übrigen auch nicht alle einer Meinung sind.
Ich habe mich hier nie für oder gegen das DSD-Format geäussert, bloss finde ich, dass man sich nicht bevorurteilt durch irgendwelche Publizierungen oder allgemeinen Meinungen dem Format nähern sollte.
Dirk
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Antwort#14
Surround schön und gut - nur auch das ist ein Marktgrüppchen, das eigentlich irrelevant ist. Vor allem - 90% Haushalte haben Probleme, 2 Lautsprecher (stereo) richtig aufzustellen. Wie das dann mit den tollen Surroundanlagen aussieht, abgesehen von der mangelhaften Qualität, sei dahingestellt. Für Filmeffekte schön und gut, aber Musik über ein schlechtes oder auch nur schlecht aufgestelltes Surround System zu hören ist viel schlimmer als über ein schlecht aufgestelltes Stereosystem.
Natürlich gibt es das elitäre Grüppchen der Hifidelen Audiofanatiker, aber selbst dort ist es schwer ein ordentlich aufgestelltes Surroundsystem anzutreffen - schliesslich isses doch noch ein Wohnzimmer und keine Tonregie (und die Zahl der mangelhaft implementierten Tonregien ist auch noch verhältnismässig hoch).
Die Zahl der Surroundaufnahmen ist hoch. Die Zahl der guten Surroundaufnahmen ist niedriger. Die Zahl der veröffentlichten Titel im vergleich zur Neuveröffentlichungen auf CD ist verschwindend gering.
Übrigens, laut redbook ist es möglich 4 spuren auf eine Audio CD unterzubringen - Quadro wäre also möglich. Wieso unterstützt niemand dieses Format....?!
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Antwort#15
Hallo,
FYI: Nicht mal eine einfache Pegeländerung geht in 1Bit ohne anschließendes Noiseshaping. Die Operation "Summe" ist in jedem Fall Mehrbittig, und alle anderen Operationen auch. Ergo: macht man es am besten in PCM. Das sollte man halt endlich mal sagen, ohne dauernd diesen 1-Bit Mist zu verbreiten.
Und wenn einer meint, mit DXD den Stein der Weisen gefunden zu haben: Es ist bloßes PCM. Halt nur mit einer hohen Auflösung.
ergo: "Augen auf beim DAW Kauf".
/Kommentar
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