Hifi-Verbindung symmetrieren

Erstellt 35 Antworten36 Beiträge
Startbeitrag#1
Hallo,
ich muss eine 40m Audioverbindung von einem CD-Player (Cinch) zu einem Hifi-Verstärker (Cinch) herstellen. Nur wie??
Ich habs unsymmetrisch ausprobiert, keine Chance! DI-Boxen wären auch blöd weil keine Phantomspeisung vorhanden ist und mit Batterie ein Dauerbetrieb auch umständlich ist.
Ausserdem, wie bekomme ich das symmetrierte Signal dann am besten wieder unsymmetrisch für den Eingang des Verstärkers? Ich dachte ev. auch an zwei Behringer-Mini-Mischpulte als günstige Lösung für diesen Zweck. Ich bastle aber auch gerne herum...
Hat da vielleicht jemand einen Tip für eine günstige Lösung (die Qualität ist nicht gar so wichtig).
Grüsse, Michi
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Antwort#2
Moin...
zwei DI-Boxen, symmetrisch 'rüber und dann mit einem kleinen Stereo-Preamp wieder "hochziehen". z.B. der AudioBuddy von M-Audio, der liefert auch Phantom.
Ist übrigens als "Notnagel" im Gepäck auch wahrscheinlich öfter "wiederverwendbar" als ein Behringer-Minimischer...
Jens
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Antwort#3
Wenn CD-player und Verstärker am gleichen Stromnetz hängen, würde ich eine Signalübertragung über eben dieses Netz empfehlen. Im Haus so lange Strippen zu ziehen ist unelegant. Genau, wie irgendwelche unprofessionelle Bastellösungen.
Schau dir mal das dLan Audio an:


devolo dLan Audio
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Antwort#4
Das meinst du nicht wirklich ernst, oder?
Eine verlustbehaftete Übertragung (MP3) über's Stromnetz als Alternative zu der "Bastellösung" einer sauberen symmetrischen Übertragung?
Da ist ja ein ordentlich dimensioniertes 50m-Cinch-Kabel dann doch die bessere Alternative, wenn auch unsymmetrisch...
Jens
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Antwort#5
O-Ton von mwacht-Michi: "Hat da vielleicht jemand einen Tip für eine günstige Lösung? (Die Qualität ist nicht gar so wichtig)."
Dazu ist "MicroLink dLAN Audio" geradezu ideal:
Der neue Home-Plug-Adapter von "devolo" für die Musik- und Sprachübertragung über das hausinterne Stromnetz.
MicroLink dLAN Audio kombiniert die Homeplug-Technik mit der MP3-Technik und bietet Ihnen somit viele Vorteile für eine bequeme Musik- und Sprachübertragung in jede Etage und jeden Raum. Mit diesem Produkt können Sie an jeder beliebigen Steckdose schnell und flexibel Musik in Stereo-Qualität genießen, mit Audiodatenraten von bis zu 44kHz. Ihre Stereoanlage kann sowohl die Musik für entfernte Aktiv-Lautsprecher bereitstellen, als auch MP3-Dateien vom Computer oder von Internetradiostationen empfangen.
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Verbinden Sie den Ausgang Ihrer HiFi-Anlage mit den Audiobuchsen am MicroLink dLAN Audio, und genießen Sie Audiomobilität im ganzen Haus an jeder Steckdose.
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Reichweite für die Audioübertragung von 200 m über das Stromnetz.



MicroLink dLAN Audio
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Antwort#6
Zunächst die Frage: Warum willst Du auf der "Empfänger"seite die Verbindung wieder desymmetrieren? Laß sie doch symmetrisch - macht doch nichts.
Wenn der CD-Player einen genügend niederohmigen Ausgang hat, kaufe Dir einen 1:1-Übertrager und hänge den dahinter, geh mit der Sekundärseite mit 2-adrig abgeschirmtem Kabel weiter und lege den Schirm nur an der CD-Playerseite auf, am Verstärker offen lassen, weil sonst die Gefahr einer Brummschleife besteht. Am Verstärker den einen Innenleiter auf die Masse(Erde) legen und den anderen auf "heiß".

Grüße
Rainer
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Antwort#7
Ich meinte es ernst, denn hier ging es um die Anwendung zuhause und nicht um eine Studioinstallation.
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Antwort#9
Danke zunächst an alle!
Aber Rainer das verstehe ich nicht, wenn man den einen Pin mit dem invertiertem Signal auf der Verstärkerseite auf Masse legt, dann ist das ja wieder unsymmetrisch!?
Grüsse, Michi
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Antwort#10
Hallo Michi,
leider beschreibst du nicht, ob Brummen oder Einstreuungen dein Problem sind.
Es gibt von Palmer trafosymmetrierte DI-Boxen. Suche nach PLi 03 oder PLi 01 oder Pan 04.
Zur Verdrahtung solltest den Vorschlag von Rainer erst einmal probieren.
Gruß
M. Hein
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Antwort#11
Hallo Stevie,
ich habe mir mal die Schaltung in dem Link angesehen. Es wurde auch auf die Übertragerlösung hingewiesen. Aber was mich immer wieder verwundert, daß man als noch an dieser längst antiqierten und fossilen "600-Ohm-Technik" festhält. Die moderne Studiotechnik - und erst recht dann wenn sie nach den Vorgaben des IRT-Pflichtenheftes 3/5 ausgeführt ist - arbeitet mit Ausgangswiderständen von kleiner 40 Ohm und Eingängen größer 5 kOhm. Seltsam, daß das bei Elektor immer noch nicht zur Kenntnis genommen worden ist.

MfG
Rainer
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Antwort#12
Natürlich ist das unsymmetrisch. Aber durch den Übertrager ist die Verbindung zumindest galvanisch getrennt und erzeug somit keine Brummschleifen. Dies dürfte m.E. das viel größere Problem sein, als die eigentliche Unsymmetrie.
Wenn es wirklich in der von mir beschriebenen Weise immer noch Brummprobleme geben sollte, dann muß auch auf die Empfängerseite ein Trafo gesetzt werden. Die Sekundärseite wird dann so angeschlossen wie ich es beschrieben habe. Die Leitungsverbindung selbst ist dann symmetrisch.
Da gute Übertrager ja auch eine Kostenfrage sind, probiere es erst mal mit 1 Übertrager. Erst dann wenn es noch Problem gibt, kannst Du ja den 2. noch einsetzen.

MfG
Rainer
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Antwort#13
Hallo mwacht,
in der CT Heft 18/2004 gabs eine Bauanleitung:
Audiokarten ohne Brummschleife in Studio-Equipment einbinden.
Leider ist kein Schaltplan zu finden. Da werden 4 Ubertrager von Neutrik verwendet. Die 2 Ausgangsübertrager baust Du nicht auf die Platine, sondern einfach am Ende von dem Kabel. Damit kannst Du auch noch die LAutstärke anpassen. Es gibt bei einschlägigen Händlern auch komplette Bauteilsätze dazu.
Gruß Hans
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Antwort#14
Hallo Rainer,
unsereins ist das heutzutage bekannt, aber:
der SSM2142 wurde irgendwann um 1990 entwickelt
und Elektor hat sich 1998 einfach stur an das Datenblatt
gehalten...:-)
Grüsse,
stevie
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Antwort#15
Schön, dass unsereins heutzutage bekannt ist, dass die Telefon-Leistungsanpassung mit den recht beliebten 600-Ohm-Widerständen am Eingang und am Ausgang der Geräte nichts mit der HiFi-Tonstudiotechnik zu tun hat.
Im Link unten kann man etwas über die seltsame Geschichte lesen.
Hatnäckig hält sich das Gerücht, das wir Tontechniker eigentlich glücklich mit den 600 Ohm sein müssten. Darum gibt es immer wieder Mikrofone mit 600 Ohm Ausgangswiderstand und einige Professoren schmieren auch heute noch den Tonmeisterstudenten diese schönen "600 Ohm" um die Backen.
Auch im Internet wird auf dieser ärgerlichen Leistungsanpssung Ri = Ra herumgeritten.
Einige haben schon bemerkt, dass das nicht stimmen kann, wenn wir unterschiedlich viele Geräte als Last an einen Ausgang an- und abschalten, ohne dass der Pegel dabei "hüpft". Rund 50 Ohm als Quelle und 5000 Ohm als Last sind in der Tontechnik bei Spannungsanpassung angesagt und das hat nichts mit 600 Ohm IN auf 600 Ohm OUT zu tun.
Weiterhin gibt es noch die Falschgläubigen, die von der Leistungsanpassung mit den recht beliebten 8-Ohm-Widerständen am Ausgang des Lautsprecher-Endverstärkers und dem Eingang des Lautsprechers überzeugt sind. Wie zum Beispiel hier:
http://www1.musikmachen.net/basics/gitbas/html_gb/amps/amp07a.html
Auch das ist großer Käse, denn wir kriegen nur dann einigermaßen HiFi, wenn unser Verstärker einen Ausgangswiderstand von kleiner 0,1 Ohm und der Eingangswiderstand etwa diese 8 Ohm hat. Auch dass ist Spannungsanpassung - selbst wenn der "Leistungsverstärker" uns gern ein anderes Wort in den Mund legen will.
Viele Grüße
ebs
Forum für Mikrofonaufnahme und Tonstudiotehcnik
http://www.sengpielaudio.com


Geschichte der 600 Ohm-Anpassung
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Antwort#16
Hier strahlen die Augen aller 600-Ohm-Traumtänzer:
Das Mikrofon hat die "richige" Impedanz von 600 Ohm.
Suche jetzt unbedingt noch einen Mikrofonvorverstärker mit 600 Ohm Eingangswiderstand :-)
Die Telefongesellschaft lässt grüßen.
Hier ist einer:
http://www.tangible-technology.com/tubes/1566/1566.html
Genau richtig für ein PA-System, wie z.B. eine unverständliche Bahnhofsdurchsage:




Das richtige Mikrofon für 600 Ohm Traumtänzer
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Antwort#17
Moin...
Wie zum Beispiel hier:
http://www1.musikmachen.net/basics/gitbas/html_gb/amps/amp07a.html
Ich gebe dir im Großen und Ganzen recht. Und der verlinkte Artikel ist auch voll von Fehlern, was bei der Überschrift anfängt und mit einigen falschen Aussagen (bzw. richtigen im falschen Kontext) weitergeht.
Dennoch: Eigentlich behauptet niemand, ein "4-Ohm-Ausgang" (also einer, der mit "4 Ohm" beschriftet ist), hätte einen Innenwiderstand von 4 Ohm. Erst das wäre völliger Käse - die Aussage, an einen solchen Ausgang keine grob abweichenden Impedanzen anzuhängen, ist schon richtig. In der einen Richtung gibt es Leistungseinbussen, in der anderen geht entweder das Netzteil in die Knie oder (bei Röhren-Gitarrenamps) nimmt es der Verstärker übel.
Bei Transistorendstufen ist deine Aussage, dass es tatsächlich Spannungsanpassung ist, im Grunde richtig, aber die theoretisch erreichbare höhere Leistung bei Unterschreitung der Nennimpedanz (nicht Quellimpedanz!) ist nunmal relativ schnell durch die Fähigkeiten der Versorgung begrenzt.
Bei als Stromverstärker aufgebauten Röhrenendstufen würde ich im Übrigen von "Spannungsanpassung" im klassischen Sinne auch nicht sprechen wollen...
Jens
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Antwort#18
Hallo .Jens,
im dicken Wälzer, dem bekannten Johannes Webers, "Tonstudiotechnik" steht von Anfang an, also schon seit 30 Jahren auf Seite 280:
Eine Anwendung erfährt das Prinzip der Leistungsanpassung in der Elektroakustik deshalb nur dort, wo auf maximale Leistungsausnutzung nicht verzichtet werden kann, was meist nur bei bei Leistungsverstärkern (Endverstärkern) der Fall ist.
Also Leistungsverstärker arbeiten natürlich mit Leistungsanpassung. Ist doch logisch, das sagen alle meine Studenten, die neu zu mir kommen.
Frage: Was für einen Quellwiderstand braucht ein 4 Ohm Lautsprecher. Einhellige Meinung natürlich 4 Ohm zur maximalen Leistungsübertragung. Das steht ja so im Webers und wir haben das an der TU so gelernt.
Die Probleme mit exotischen warmen Röhrenverstärkern und deren "Spannungsanpassung" sind mir bekannt.
Bei Studiomonitoren kenne ich dagegen nur Transitor-Leistungsverstärker und die haben immer einen Dämpfungsfaktor größer als 100.
Das heißt: Hier gibt es fröhliche Spannungsanpassung, auch wenn es Leistungsverstärker sind.
Viele Grüße
ebs
Forum für Mikrofonaufnahme und Tonstudiotechnik
http://www.sengpielaudio.com



Der Dämpfungsfaktor
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Antwort#19
Und was sollen Kunden denken, denen hier
http://www.magnat.de/ratgeber_hilfe/home_entertainment/home_faq_anlage.php
durch einen Ratgeber erklärt wird: 4 Ohm-Verstärker sind qualitativ besser als 8 Ohm-Verstärker.
Wird ein 8-Ohm-Verstärker mit einem 4-Ohm-Lautsprecher verbunden, dann passiert bei normalen Lautstärken zunächst einmal nichts Außergewöhnliches.
Können die Anwender jemals auf die Idee kommen, dass es keine 8-Ohm-Verstärker sind, sondern 0,1 Ohm Verstärker, wenn man sie nach den Ausgangswiderständen so benennt.
Dadurch wird weiter der Unsinn verbreitet: Das beste sei angeblich, wenn die "Ohme" der Verstärker mit den "Ohmen" der Lautsprecher genau übereinstimmen, also wenn wir Leistungsanpassung haben.
Ich hoffe, alle hier im Forum wissen, dass das nicht so ist.
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Antwort#20
Hallo Eberhard
Die Probleme mit exotischen warmen Röhrenverstärkern und
deren "Spannungsanpassung" sind mir bekannt.
Bei Studiomonitoren kenne ich dagegen nur Transitor-Leistungsverstärker und
die haben immer einen Dämpfungsfaktor größer als 100.
Das heißt: Hier gibt es fröhliche Spannungsanpassung, auch wenn es
Leistungsverstärker sind.
Nun, Gitarrenverstärker in Röhrenbauweise als "exotisch" zu bezeichnen, halte ich für gewagt. Röhrenamps sind in der Musiktechnik heutzutage, wo es besser geht, eigentlich Effektgeräte und keine Hifi-Endstufen, was den notorisch belächelnden Unterton und das "in-eine-Schublade-mit-Esoterikern-werfen" beim Thema "Röhren" eigentlich überflüssig macht. Abgesehen davon ist aber nun zumindest bei den meisten mir bekannten Amps tatsächlich "Leistungsanpassung" im weiteren Sinne im Spiel. Mit allen Konsequenzen, der sich aus dem nicht-glatten Impedanzverlauf der Box ergibt, nämlich ausgeprägten Resonanzen und einem himmelschreiend niedrigen DF...
Das ist ja auch richtig und dem widerspreche ich in keinster Weise. Wenn man aber den von dir angesprochenen Artikel mal ausschließlich bezogen auf Röhren-Gitarrenverstärker liest (er steht in der Rubrik "Gitarrenamps"!), ist er plötzlich eigentlich in keinem Punkt mehr wirklich falsch. Nur der (an sich richtige) Verweis auf Transistoramps am Ende verwirrt dann den Profi etwas.
Jens
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