Gutes und preiswertes Multicore gesucht!

Erstellt 47 Antworten48 Beiträge
Startbeitrag#1
Hallo!
Ich habe meinen Mikropark (für E-Musikaufnahmen) erweitert und komme nun mit meinen vier 50m-Kabeln (je 2 parallel auf 2 Trommeln) nicht mehr aus. Insofern wäre so langsam doch mal an ein Multicore zu denken, für den Anfang (und für mein Budget) denke ich da an ein 8-Kanal-MC, ebenfalls 50 Meter lang.
Andererseits möchte ich qualitätsmäßig nicht unter mein jetziges Kabel gehen: Cordial OFC 0.22 Leiterquerschnitt, Kupfergeflecht als Abschirmung.
Entweder Meterware oder mit Stagebox oder am besten als Stagewheel.
Hat jemand Tips, wo man so etwas unter 500.- (in der Stagewheel-Ausführung) bekommt - oder bin ich völlig maßlos in meinen Erwartungen??
Danke im Voraus!
Andreas
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Antwort#2
Hallo Andreas,
schau einfach mal bei Thomann (www.thomann.de) nach, die haben gerade sehr günstige Multicore da mit Stagebox, aber nicht auf einer Trommel.
Was die taugen, weiß ich allerdings nach.
Gruß
Markus Przybilla
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Antwort#3
Spar lieber ein bisschen noch und tu Dir den Gefallen und kauf Dir dann ein Multicore mit einem vernünftigen Kabel und Steckern (oder bau es Dir selber).
Es geht da nicht um irgendwelche KLangqualitäten, sondern viel mehr um die Haltbarkeit des Kabels. Was nützt Dir das schönste Core, wenn es nach 10 mal etwas schärfer um die Ecke biegen schon die eine oder andere Ader kaputt ist?
Aber um 500 Euro bei 8paarig sollte eigentlich schon ein Qualitätskabel möglich sein. Ich habe sehr gute Erfahrungen mit Klotz und Belden gemacht, Stecker kommen bei mir ausschliesslich von Neutrik zum Einsatz. Vielleicht sind andere auch so stabil und dabei billiger, aber die Neutriks sind einfach schön zu verarbeiten.
Liebe Grüße
Georg


Tonzauber - einfach klassisch!
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Antwort#4
Leider muss man sich oft eintscheiden: entweder gut oder preiswert...
gute Erfahrung habe ich (auch neben Klotz oder Belden) mit Cordial-Kabeln gemacht. Ob die preiswert sind, ist natürlich relativ.
Sehr praktisch ist der Service für eine individuelle Konfektionierung und das Handling mit Kabeltrommeln.
Bei der Gelegenheit: ich bin auf der Suche nach einer Multicore-Kabeltrommel mit eingebautem Lautsprecher für Talkback. Sowas sollte es doch geben, any ideas??



Cordial Kabel
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Antwort#5
Hier wäre eine nähere Begründung wertvoll.
Die textlose Mitteilung von Mitleserin34 sagt wirklich wenig aus: "Mit Verlaub, die sind Müll!"
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Antwort#6
Guck Dich mal um in dem untenstehenden Link. Dort gibt es gute Multicore-Kabel.
Spare nicht an der falschen Stelle!! Das Kabel muß robust sein denn es wird im Einsatz ganz schön strapaziert.
Du solltest auch auf jeden Fall darauf achten, daß das ganze Bündel auch noch einen Gesamtschirm hat. Dieser wird dann auf das Chassis des das Signal emfpangende Gerät gelegt und auf der anderen Seite auf das Gehäuse der Stageboc. Wichtig für Unterdrückung von HF-Einstreuung.

MfG
Rainer


Kabeltronik Volland
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Antwort#7
Es ist eine ziemlich primitive Art und auf keinen Fall eine fachmännische Art, aus dem Hinterhalt und dazu noch anonym eine Sache schlecht zu machen. Nur selbsternannte Großinquisitoren, die alles verdammen was ihnen nicht paßt und/oder was sich ihnen entzieht, tun sowas.
Ein bißchen mehr Sachlichkeit würde allen gut tun!

MfG
Rainer
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Antwort#8
Dann bestell Dir mal solche Pfennig-Produkte und Du wirst in unseren Chor miteinstimmen... Die Begründig liegt im Preis - so einfach ist das. Sei froh, daß Du auf der anderen Seite der Qualitätsskala arbeitest, Du währest tw. geschockt,
was für "Qualitäten" auf dem "Consumer"/Musiker-Markt erhältlich sind und munter gekauft werden - hauptsache billig.
Gruß,
Christopher
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Antwort#9
Ah tach auch,
also jetzt möchte ich aber auch ein wirklich stichhaltiges Argument hören. Ich bin auch immer im Zweifel, ob solche Produkte zu dem Preis was taugen können. Aber wir kennen doch alle die Löhne etc. pp., die sind woanders im Zweifel deutlich niedriger. Ohne jetzt hier die deutsche Wirtschaft kaputt machen zu wollen, aber wenn es angeboten wird und es ETWAS TAUGT, warum nicht!
Bisher bin ich von den Thomann-Sachen nicht enttäuscht worden und ich habe einen großen Anspruch hinsichtlich der Qualität.
Hat jemand von Euch diese Multicore von Thomann schon mal im Einsatz gehabt und kann was dazu sagen???
Die Anfrage kam ja doch von jemandem, der einen gewissen Anspruch hat, der aber eher ein kleines Budget hat, also warum nicht.
Wenn jemand von Euch Erfahrungen hat mit dem Zeug, möge er es hier jetzt sagen und ansonsten schweigen!
Aus Prinzip gilt hier nicht!
Wer sich Cordial / Sommer / Belden leisten kann, ist auf der glücklichen Seite und "hat es geschafft".
Nichts für Ungut
Markus Przybilla
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Antwort#10
Dem muss ich leider zustimmen. Eines der 8 Kabel im "Multicore" war beireits beim Kauf defekt, ein weiteres verabschiedete sich nach Tagen.
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Antwort#11
Also, erst einmal vielen Dank für die vielen Antworten!
Auf der Cordial-Seite bin ich gerade gewesen, die schreiben etwas von "Anfertigung auf Kundenwunsch", andererseits habe ich nicht den Eindruck, daß die für Endabnehmer produzieren, gleiches gilt für Kabeltronik... Aber wenn ich deren Produkte bei Händlern suche, finde ich genau das nicht, was ich brauche: Ein 8 (evtl. ja sogar 16-) Kanal-Multicore auf Trommel - - und zwar 50 Meter lang! Irgendwie scheint diese Länge höchst exotisch zu sein, dabei weiß ich, daß das durchaus auf eine Trommel geht. Aber 30m scheint das höchste der Gefühle zu sein...
Ansonsten wußte ich gar nicht, daß Cordial so als "Edelmarke" gilt; der Meterpreis von 87 ct (bei Thomann) für das normale CMK-Mikrokabel kam mir recht zivil vor, und das bei Geflechtabschirmung und einem vergleichsweise "dicken" Aderquerschnitt von 0.22...
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Antwort#12
Da fällt mir noch was ein:
Wie wichtig ist eigentlich der Adernquerschnitt für den Klang (gut, DASS er wichtig ist, ist mir klar...;-)) - könnte man bei einer Maximallänge von 50 Metern noch ein wenig unter die von mir angepeilten 0.22 gehen?
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Antwort#13
Genau, so sehe ich das auch. Wenn jemand ein Produkt schlecht macht, dann möge er das auch argumentativ hieb- und stichfest begründen und genau ausführen was daran schlecht ist. Einfach nur "Pfennigprodukte" oder "taugt nichts" lasse ich nicht gelten.

MfG
Rainer
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Antwort#14
Der Adernquerschnitt ist für Anwendungen im Niederpegelbereich (Mikrofon- und Linepegel) nicht sehr von Belang. Viel mehr ist er von Belang, wenn "Leistung" übertragen werden soll, wie bei Lautsprecherleitungen. Die Ströme die dabei fließen liegen im Amperebereich und erzeugen bei zu kleinem Querschnitt unzulässig hohe Spannungs- und damit auch Leistungsverluste.
Bei Mikrofon- oder Linepegel sind die Ströme so gering, daß sie keine nennenswerten Pegelverlust ergeben. Somit ist es kaum von Belang, ob der Querschnitt 0,14 oder 0,22 mm² ist. Viel wichtiger ist bei Mikrofonleitungen, daß die Leitungskapazität möglichst gering ist. Denn bei sehr langen Leitungen (in der Größenordnung von >100 Meter) kann das je nach Mikrofontyp schon einige Veränderungen im Frequenzgang ausmachen, vor allem im Hochtonbereich. Hier sind von der Firma Schoeps mal sehr eindrucksvolle Messungen gemacht worden.

MfG
Rainer
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Antwort#15
Christopher wenn Du meinst "billig = Mist, teuer = gut, teurer = besser, am teuersten = am besten", dann liegst Du aber verdammt daneben. Z.B.: Eine Nagra 4S ist auch weit teurer als eine Revox A700. Aber Du machst mit der Nagra keine besseren Aufnahmen als mit der Revox! Ich habe jahrelang mit der A700 gearbeitet und hatte vor mir eine Nagra 4S zu kaufen. Ich habe letzteres nicht getan und bin auch ganz froh darum, denn das hätte mir nicht viel gebracht. Die Entscheidung für etwas digitales war da besser!
Wenn ich Nagra kaufe, dann wegen der Features und nicht weil sie teuer ist! Diese Maschine ist überbezahlt - ohne Zweifel. Und ich halte sehr viel von Nagra!
MfG
Rainer
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Antwort#16
wie gesagt, notfalls bestandteile besorgen und selberbauen...ist ja keine große Hexerei....

Grüße
Georg


Tonzauber - einfach klassisch!
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Antwort#17
hallo reiner,
wärest du so nett mal auseinander zu klamüsern was eine niedrige, mittelmässige und inakzeptabel hohe leitungskapazität wäre.
danke
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Antwort#18
Bis zu einem gewissen maße richtig, es kommt immer auf den Einsatzbereich an - für manche reicht das Pfennigprodukt einfach aus... Mir als Handelswissenschaftler (mein alter ego) stellt es allerdings immer wieder die Haare auf wenn man mir einreden will dass billig auch besser sein kann/soll/wird. Das ist schlicht und ergreifend nicht möglich. Und das wusste auch schon John Ruskin, der im 19. Jahrhundert lebte:

"There is hardly anything in the world that someone cannot make a little worse and sell a little cheaper, and the people who consider price alone are that person's lawful prey.
It is unwise to pay too much, but it is also unwise to pay too little. When you pay too much, you lose a little money, that is all. When you pay too little, you sometimes lose everything because the thing you bought is incapable of doing the thing you bought it to do.
The common law of business balance prohibits paying a little and getting a lot... It can't be done. If you deal with the lowest bidder it is well to add something for the risk you run. And if you do that you will have enough to pay for something better.
"
Und wenn Du eine A700 mit einer Nagra vergleichst dann ist das ein wenig Äpfel mit Birnen - schliesslich zahlst Du bei Nagra für die Miniaturisierung.
Und von analog vs. digital wollen wir erst garnicht reden. Dieser Grundsatz oben gilt natürlich nur für Produkte der selben Technologie.



Tonzauber - einfach klassisch!
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Antwort#19
Moin...
dann will ich mal...
Ich habe seit einigen Jahren ein 8er-Subsnake von MusicStore im (seltenen = einige Male pro Jahr) Einsatz. Soweit ich weiß, sind diese vom selben Hersteller wie die Thomannschen.
Soweit auf den ersten Blick solide verarbeitet, immerhin Neutrik-Buchsen und ein stabiles Metallgehäuse. Und sogar Einzelmasse, was ich nicht mal erwartet hatte.
Die elektrischen Eigenschaften, insbesondere Schirmwirkung usw. sind absolut zufriedenstellend.
Leider hat das Teil einen Schluss zwischen den Pins 1 und 3 auf einem der Kanäle, und zwar dummerweise nicht durch schlampige Verarbeitung an einem der Stecker oder Buchsen, sondern mitten drin. Wahrscheinlich auch von Anfang an, denn ich bin mit dem Kabel sehr sorgsam umgegangen, eben weil ich wegen des Preises nicht so ganz von der Robustheit überzeugt war.
Daneben habe ich festgestellt, dass die Zugentlastung an den Steckern der Peitsche völlig unzureichend bis nicht vorhanden ist. Die einzelnen Aderpaare sind einfach zu dünn, um von der Entlastung "gepackt" zu werden. Das hat man aber einfach so belassen, statt da mit etwas Schrumpfschlauch o.ä. nachzuhelfen.
Fazit: Wenn man ein funktionierendes Exemplar erwischt (man sollte das bei Erhalt gründlich prüfen), und mit ein paar Handgriffen die Zugentlastungen ggf. nachrüstet, kann man die Dinger zur Zufriedenheit einsetzen.
Man sollte sich eben bewusst sein, dass das keine "road quality" ist. Sprich: Um das Teil einmal im Monat für eine Klassikaufnahme einzusetzen, OK. Wer damit täglich Rock'n'Roll-Produktionen fahren will, wo das Core von 100erten Zuschauern in eine Biersuppe getrampelt wird, ist damit definitiv falsch beraten.
Jens
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Antwort#20
Es kommt immer auf den Anwendungszweck an.
Festinstalliert im Proberaum ist das billig Multicore z.B. völlig ausreichend.
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