Es gab auch mal eine Kuststoffausführung von den Neutrik-XLS's. Weiß jemand wer die hergestellt hat? Ich kann mir nämlich nicht vorstellen, daß Neutrik diese hergestellt hat, denn diese Dinger waren wirklich Gelumpe.
Hi, mir fallen da die NC3 MEZY von Neutrik ein. Unbrauchbare Tülle, Schneidklemmtechnik, *brrrr,schüttel*. Keine Ahnung was die sich dabei gedacht haben... XLRs aus Kunststoff gibt es z.B. von Cliff (www.cliffcomponents.co.uk). (kA was die taugen, habe sie nur mal im Katalog gesehen) gruss joachim
Nun finde ich im Cordial-Gesamtkatalog bei den Multicores Leitungskapazitäts-Angaben wie "Ader/Ader" und "Ader/Schirm", die liegen im Bereich von 64-72 resp. 128-138 pF/m (je nach Ausführung). Welcher Wert ist denn relevant, und sollte man dann von diesen Kabeln eher Abnstand nehmen?
Wenn Du symmetrische Signale über das MC schickst, dann sind in erster Linie die Kapazitäten "Ader/Ader" wichtig. Mit den Werten zw. 60 und 70 pF liegt das Kabel sehr gut. Die Kapazität Ader/Schirm ist nicht so wichtig, sie ist nur wichtig wenn man unsymmetrisch fährt, allerdings sollten dann die Quellimpedanzen kleiner 100 Ohm (am besten kleiner 40 Ohm) sein. Sonst besteht bei langen Leitungen dann die Gefahr eines zu frühen Höhenabfalls. Zur Unterdrückung von HF-Störungen bei symmetrischem Betrieb sind die Kapazitätswerte Ader/Schirm recht gut. Hier gilt: Je größer, desto besser.
Von sowas würde ich in jedem Fall abraten. Steckverbindungen müssen trittfest sein und das sind Kunststoffteile nicht. Und "Schneidklemmen".... das kann man bestenfalls im stationären Betrieb machen wie z.B. die LSA-Klemmen in der Telefontechnik. Aber für fliegenden Aufbau hätte ich schwere Bedenken wegen der Haltbarkeit.
Hallo hafi, eigentlich müßte man konsequent sein und auch Klinken für Lautsprecher verbieten, die finden sich aber doch eher im Amateuer und "nicht ganz so teuer" Preissegment. Die Speakon sind berührungssicher und haben eine so schöne Verriegelung. Was an denen unpraktisch ist, daß man zum Verlängern diese unsäglichen Zwischenstücke braucht. Aber sie sind auch einfach groß genug für dicke Leitungen. Wer mal versucht hat 2*2.5mm2 Gummischlauchleitung in einen XLR zu zwängen (von 4mm2 gar nicht zu reden), kann erahnen, um was es geht. Nichts desto verwende ich selber immer noch XLR, da ich keine Lust (und Geld) habe, alles auf Speakon umzurüsten. Das Übel, warum XLR für LS nicht mehr verwendet werden (sollten) ist, daß sie eigentlich verkehrt rum sind. Es sollte eigentlich so sein, daß das "wo etwas rauskommt" weiblich ist, wg. der Berührungssicherheit. Bei den XLR sind nun die Männchen die Ausgänge, wenn bei einer Stufe mal "ordentlich Dampf" rauskommt, kann man da ordentlich eine gewischt bekommen. 1000 W an 8 Ohm machen immerhin schon ca. 90 V aus. Herzlichen Gruß Markus Przybilla
Hallo auch, das Dumme daran ist nur, daß man dann mit seiner eigentlich richtig gedachten Anordnung für alle anderen verkehrt herum ist, dann brauch man wieder einen ganzen Schwung Adapter. Die Richtung ist bei XLR nun mal "festgelegt" und alle halten sich daran. Eine Insellösung ist nicht wirklich sinnvoll. Die einzigen, die es meines Wissens nach mal umgekehrt gemacht, sind Klein+Hummel. An den kleinen Enstufen und den OY hat man Männchen als Eingang! Da sind sie aber nicht weit mit gekommen. Es gab oder gibt eine Sonderausführung der XLR für Netzspannungsanwendungen, die sind dann berührungsgeschützt, bieten dann aber preislich sicherlich keinen Vorteil mehr gegenüber den Speakon zumal man dann wieder mit einer Exotennorm agiert. Herzlichen Gruß Markus Przybilla