Preamp Tip, und Komp./Lim.

Erstellt 19 Antworten20 Beiträge
Startbeitrag#1
Hallo
Ich bin am überlegen mir für mein U87 einen Avalon M5 zuzulegen. Zurzeit nehme ich einen Focusrite RED7. Muß sagen ist auch ein Sahneteil. Vielleicht kann mir jemand Tip`s geben für meine Kombination. Ich habe an folgendes gedacht:
U87 , Avalon M5 , Urei 1178 (oder dbx 160sl)
Aufgenommen wird das ganze mit Harddisc MOTU 24 I/O PCI 424 in 96kHz / 24 Bit
Hat jemand noch einen anderen Tip?
Ich danke im voraus!
PS: der Focusrite RED7 ist vielleicht zu verkaufen.


http://www.trixi-g.de
ZitierenPost melden
Antwort#2
Hallo Uwe,
die Frage ist wo Du hinwillst. Mit dem Red7 bist Du Qualitativ ja schon im High End. Außerdem, wie flexibel willst Du sein, was nimmst Du damit auf?
Wenn Du woanders hinwillst, kommen vorallem zwei Geräte in die engere Wahl:
Pendulum Audio Quartett & Manley Voxbox.
Als Kompressor noch folgende Anregung: Empirical Labs Distressor EL-8.
Für Vocalanwendungen wird ein LA-2A (-Nachbau) meistens einem 1176 (-Nachbau)
Vorgezogen. Der Distressor emuliert (analog!) folgende Kompressoren: LA2, LA3, LA4, LN1176, DBX160, Fairchild 670. Somit wärst Du sehr flexibel.
Ein gutes Forum zum Thema: gearslutz.com.
GRuß,
Christopher



Gearslutz
ZitierenPost melden
Antwort#3
Ich weiß das ich schon im High End Bereich bin. Ich produziere hauptsächlich akustische Musik (Rock,Pop,Blues,Folk,Jazz....) und Arbeite mit einer sehr charismatischen Stimme (deutsch Sprachig)zusammen und will die ganzen Facetten dieser Stimme und natürlich auch der, hauptsächlich, akustischen Instrumente so gut es geht rüber kriegen. Ich habe gelesen das z.B. der Avalon M5 eigentlich die Mik-Vorstufe ist die Details sehr gut rüber bringt. Der DBX 160SL ist wohl auch ein Stereo Komp/Lim. mit großen Klang und somit was für Einzel als auch für die Summenbearbeitung. Vielleicht kann man meine Arbeit nun besser bewerten und das Equipment nun noch ein wenig in eine Richtung drücken, oder liege ich mit meinen Ideen zwecks Equipment schon richtig?
Grüße Uwe
ZitierenPost melden
Antwort#4
Hallo Uwe,
ich bezweifel, daß der Wechsel vom Red7 zum M5 die erwarteten neuen Klangmerkmale
mit sich bringt. Du hst jetzt eine Weltklasse Transistorvorstufe (allerdings eine eher unpopuläre) und dasselbe hättest Du mit dem M5 (vielleicht sogar qualitativ einen Schritt zurück). Daher mein Alternativ-Röhrenvorschlag. Diese Geräte werden
weltweit in den höchsten Tönen gelobt wegen ihrer "Charakteristik", nicht Neutralität. Die Focusrite werden auch schon mal als "etwas langweilig" (Des Messtechnikers Freud ist des anderen Langeweile...) beschrieben. Ich würde aber eher mal an ein anderes Mikro denken! Denn da lassen sich Klangunterschiede viel eher aussmachen. Ein gutes U87 ist nicht schlecht, aber gerade weibliche Stimmen klingen oft hart damit. Besseren Alternativen gibt es zuhauf.
Kompressortechnisch müßtest Du Dich entscheiden, ob Du lieber einen gutes Bus-K.
hättest oder einen Top of the Line Mono.-K. Ein 1176 ist da natürlich eine Alternative. Aber trotzdem recht unflexibel. Der DBX 160SL ist ein Nischenprodukt, der wegen seiner sehr schnellen Regelzeiten auch nicht für alles gut ist. Wie gesagt: Distressor (gibt es auch als gematchtes Pärchen wenn Geld
keine große Rolle spielt.)
Gruß,
Christopher
ZitierenPost melden
Antwort#5
Der AMEK 9098 CL ist als Kompressor auch nicht zu verachten (nach langen Tests habe ich mich für zwei davon entschieden, die waren den dbx "klanglich" weit voraus und u.a. durch den "Ambience-" Mode sehr nett "alternativ" einzusetzen - einzig der Limiter ist meiner Meinung nach Sch****).
ZitierenPost melden
Antwort#6
Danke für die Antworten. Mit ein Mikro hab ich auch schon überlegt. Da fällt mir das Gefell M930 ein. Habe es noch nicht gehört und das ist dann wieder schlecht wenn man nicht eins zu eins vergleichen kann. Das U87 werd ich aber trotzdem behalten. Auch wenn der dbx 160sl nur ein Nischen Produkt ist klingt er aber ziemlich gut und darauf kommst an. Er hat Charisma und ist denke ich flexibler als der Urei 1178 / 1176 ,oder liege ich da falsch? Den 160sl hab ich schon gehört und ich bin erstaunt was DBX da geschaffen hat. Ich danke Euch nochmal für eure Komentare, das bringt ein in den Überlegungen immer ein Stück weiter.
Beste Grüße Uwe
ZitierenPost melden
Antwort#7
Hallo Uwe,
das M930 ist sicher eine gute Idee, was mir noch einfiele wären U89 oder C414ULS. Wenn es Dir der DBX angetan hat - go for it. Der ist flexibler, allein weil der 1176 ja eigentlich ein Limiter ist. Aber eben lang nicht so flexibel wie der Distressor.
Es gibt grundsätzlich einige interessante Alternativen, die Du Dir vielleicht mal ansehen/hören soltest.
Und der heißeste Tip wäre für mich: Pendulum Audio Quartet Channel-Strip.
Ich frage mich auch noch wozu Du einen ST/Bus-Compressor brauchst wenn Du mit einer DAW arbeitest?
Gruß,
Christopher
ZitierenPost melden
Antwort#8
Sorry Christof. Aber was heist denn DAW?
Uwe
ZitierenPost melden
Antwort#9
Sorry Christopher ! Also nochmal was heißt DAW ?
Also warum ich so auf einen Komp.Lim. aus bin ist wegen des Endmixes, denn es passiert alles in Eigenregie. Dabei suche ich eine Hardwarelösung. Mit dem Distressor ist ja wirklich ne sehr gute Angelegenheit und wäre zu überlegen. Wie schon erwähnt nehme ich den Rechner nur zum aufnehmen (und natürlich schnitt,Normalisieren u.u.u.). Dabei arbeite ich mit Wavelab 4 (Mastering),aber die Plugs überzeugen mich noch nicht so richtig und sie klingen ja alle gleich. So ein dbx 160sl oder 162sl (nur als Beispiel) sind sehr gut klingende und analoge Teile wo sich jedes Gerät der selben Type ein wenig unterscheidet. Ich denke das macht Musik auch aus, das nicht ganz perfekte, halt das analoge!
Christopher vielleicht kannst du ja mal noch was posten dazu.
Uwe
ZitierenPost melden
Antwort#10
Also nochmal was heißt DAW ?
Digital Audio Workstation
Ein Computer für Audioanwendungen etwas hochtrabender bezeichnet.
ZitierenPost melden
Antwort#11
Hallo Uwe,
also den Computer benutzt Du nur als Recorder.
Aber womit mixt Du dann?
Bei einem analogen Pult wäre ein analoger Summenlimiter ja noch OK,
bei einem Digitalen eher nicht. Da sollte lieber ein Finalizer oder Quantum dran. Außerdem: Wenn Du wirklich hohe Anforderungen hast, dann wirst Du Deine
Mixe nicht selbst komprimieren oder gar mastern, sondern ein Masteringstudio jenseits der "wir machen Euren Mix lauter"-Qualität!
Ich denke Du solltest Deine Ressourcen im "Frontend" fixieren. So besser Du aufnimmst desto besser klingt es natürlich später, aber wem sag ich das...
Ein Top-of-the-Line Bus-Compressor ist sicher eine feine Sache, ich würde mich da allerdings mehr an Legenden wie Api, Manley oder gar GML halten - wie gesagt,
dann, wenn Du eine ebenso hochwertige Analog-Konsole hast. Wenn nicht, dann einmal digital - immer digital. Also zurück ans Frontend, um analogen "Charakter" in die Aufnahme zu bekommen. Und am meisten sollte da beim Mikro passieren. Bei Bedarf kämen noch die "kreativen" Dynamics und evt. ein hochwertiger EQ, evt. Deeser. Ich selber benutze zur Zeit eine SPL Gainstation.
Tolles Teil, einpegeln, FET-Limiter dazu und fertig. Im PC habe ich die UAD-DSP-Karte, die 1176er und Pultec Eqs etc. perfekt emuliert. DAS sind mal richtig gute PlugIns.
Grüße,
Christopher
ZitierenPost melden
Antwort#12
Habe ich vergessen. Wie gesagt Rechner nur zum aufnehmen! Mein Pult ist ein Mackie 32 8BUS weiteres Equipment (kann ich ja ruhig mal aufzählen):
U87, TLM 193, Shure Beta 58, SM 57 (Mikros),Focusrite RED7 Mikvorstufe Komp.Lim. Deesser (wobei ich den nicht einsetze da ich eine hervorragende Sängerin habe die das gut kontrolliert und ausgebildet ist. Ich mag die Dinger nicht!)Lexicon PCM90, MPX1, MPX500, TC 2290 (das geilste Delay ich liebe es!)Eventide H3000 S, Aphex Exiter C2, TC 2240 (MasterEQ), DBX 166 A /XL, DBX376, div.Akustik Gitarren (Furch, Ovation) Fender E-Gitarre + Marshall TOP 3 kanal Röhre (wurde getunt von Ralf Reichen Tonehunter in Koeln. SEHR zu empfehlen der Mann). Abhöre NS10, Genelec 1030A
Aufnahme: P4 3,2MhZ ,2GB Ram, Cubase VST32/5.1 + WaveLab 4.1, Harddisc Motu 24 I/O mit Pci 424 Firewire, Aufnahme mit 96KhZ / 24 Bit.
Ich bin sehr zufrieden mit dieser Zusammenstellung und ich höre einen großen, mächtigen Unterschied zu meinen früheren System (sollte ja auch sein).
Deswegen suche ich nun noch einen passenden Komp./ Lim. den ich fürs aufnehmen als auch für eventuelle Nacharbeiten oder Mastern brauche. Ich habe nicht vor mich mit irgendwelchen TOP Produzenten und TOP Technikern zu messen. Ich habe für mich rausgefunden und mein Projekt das es nicht unbedingt wichtig ist in irgendwelchen Zeitschriften oder Radio, Fernsehen oder was auch immer sein Gesicht zu sehen. Ich mache nun schon 15 Jahre Musik (die eigene Musik). Und auserdem TOP Studios kann und will ich mir noch nicht leisten können. 1995 haben wir unsere erste CD rausgebracht und ein haufen Kohle für ein Schweine Sound bezahlt. Ich bin unabhängig und Schuldenfrei und das ist geil!
Beste Grüße Uwe
PS: entschuldigt bitte ich möchte niemanden verletzt haben!!! Was ich hier in den Forum so Lese, ich muß sagen hier sind noch echte Induvidualisten und Leute die wissen worauf es in der Musik ankommt!Leute mit echter Kreativität.
ZitierenPost melden
Antwort#13
Hi Uwe,
ich bevorzuge auch den analogen Weg in der Bearbeitung. Der Rechner ist nur zum Schneiden da. Das deckt sich vollkommen mit meinen Erfahrungen.
Mastern: Ich persönlich kann die Nummer L A U T ist geil überhaupt nicht leiden. Ich werde auch niemals an Loudness-Race teilnehmen. Nicht laut, sonder schön, dass ist meine Ansicht. Oftmals stelle ich fest, das diese lauten Aufnahmen, möglicherweise aufs Küchenradio optimiert, auf hochwertigen Abhöranlagen, egal ob seriöse HiFi- Anlage oder Studio, einfach grausam klingen. Solche Aufnahmen fliegen bei mir sehr schnell aus dem CD-Spieler. Dito ist es mit den Mainstream-Radiosendern. Ich hoffe, ich trete damit keinen auf dem Schlips, aber ich muss einfach mal meinen Unmut über jene Entwicklung vor allem im Popularbereich mal Luft machen. Ich finde, dieses Thema wäre hier im Forum auch mal duskussionswürdig.
Zurück zum Thema: Wenn hochwertiges Mastering jenseits der Pegelkorrektur wichtig werden sollte, dann ist man mit einem Masteringstudio, welches nicht der obigen Kategorie anghört, sinnvoll. Da hat Christopher recht. Den Weg würde ich in so einem Fall auch einschlagen. Denn dort hört auch noch mal ein Kollege unvorbelastet rein. Und er hat auch das sehr hochwertige Equipment dafür. Wir sollten uns lieber auf Aufnahme, Schnitt und Mischung konzentrieren. Ein Klassik- Tonmeister sagte mal im Production-Partner: "Das beste Mastering ist eine gute Aufnahme". Da hat er absolut Recht. Sehe ich genauso.
Viele Grüße und weiterhin viel Freude beim Aufnehmen
Holger


mobile Tonaufnahmen
ZitierenPost melden
Antwort#14
Einverstanden, Holger: "Das beste Mastering ist eine gute Aufnahme. Das sehe ich genauso."
Nur warum geht man zum Mastering? Weil man eine platt-gebügelte nicht klingende Aufnahme hat, denn laut ist geil.
Jetzt muss der Mastering-Ingenieur was machen, wo eben nichts mehr geht. Oh, was hat da nicht nur Bob Katz schon geflucht.
Diese grotten-schlechten Amateuraufnahmen werden immer mehr, wie man hier an den Fragen zur Phantomspeisung und zum unsymmetrischen MD-Recorder-Eingang lesen kann.
ZitierenPost melden
Antwort#15
Oh, da ist Holger im VDT und scheint trotzdem nichts mit dem Begriff der "FuMu"
anfangen zu können. Funktionsmusik ist Beschallung für Kaufhäufer und Aufzüge.
Eine Übertragung für Küchen- und Autoradio ist auch nichts anderes - es muß
gleichmäßig laut sein und - je nach akustischer Umgebung - den Umweltlärm abmildern.
Die Idee ist nicht neu - schon Erik Satie hat sich damit beschäftigt:
"Es muß eine Musik geben, die das Klappern der Messer abmildert
und die Pausen in einem Gespräch zwischen Freunden ausfüllt."
Die Krone verdient alledings klassik radio, wo man es schafft, einen Bereich von
pp bis fff auf 6 dB Dynamik zu reduzieren.
Aber was erwartet man in einer Zeit von MPEG und iPOD anderes?
Man könnte auch von "Kulturverfall" reden.
ZitierenPost melden
Antwort#16
Hallo,
dieses wichtige, sehr interessante Thema scheitert oft daran, dass keiner so richtig weiss wie er das ausdrücken soll, was er eigentlich sagen will. Nur weil eine Aufnahme "lauter" gemacht ist, muss sie doch nicht gleich schlecht klingen. Genausowenig wie eine nicht-plattkomprimierte Aufnahme gut sein muss. Da steckt schon mehr dahinter als nur die Dynamikbegrenzung.
Was ist also gemeint mit "dieser Lautheitsnummer" und "da mache ich nicht "mit"?
Ich persönlich finde z.B. viele super-kommerzielle Produkte - bitte entschuldigt diesen Standardausdruck, aber ich glaube jeder weiss was ich meine - wirklich fantastisch klingen und habe dann auch nicht das Gefühl, die fehlende Dynamik störe mich. Britney und Backstreet Boys begeistern mich eigentlich immer.
Ein Wort zu Bob Katz: seine Ideeen sind oft gut, ab und zu aber auch frage ich mich, ob er denn WIRKLICH weiss, was er sagt. Hat übrigens einer schon mal seine Produktionen gehört? Würde mich interessieren, was ihr dazu sagt.
Dirk
ZitierenPost melden
Antwort#17
Hallo Juppy,
wo von dynamischer Kompression die Rede ist. Ich stimme damit überein, daß dieses komprimierte Retortensoundzeugs einfach zum Kotzen ist. Dieses ist mit ein Grund, daß ich seit langem fast nur noch klassische Musik höre. Alles andere geht mir größtenteils auf die Nerven (es gibt hier Ausnahmen). Am schlimmsten ist hier die Werbung z. B. in den Werbeblöcken beim Fernsehen - nur noch aufdringlich Aufdringlich AUFDRINGLICH ....
Zum Thema MPEG: Ich verwende des öfteren MP3 oder Ogg Vobis. Dynamische Kompression kann ich beim besten Willen nicht feststellen (Artefakte schon). Allerdings rede ich hier nicht von Bitraten unter 160kBs
Gruß
Erdie
ZitierenPost melden
Antwort#18
Hi,
zum Thema Kulturverfall: wir leben in einer Zeit, in der die aktuelle Kultur ja gar nicht so mitzählt, wie die alte. Eigentlich ist der Pop-bereich in der Musik der einzige wirklich grosse Teil, der von dieser Zeit ist - wäre es nur nicht, dass das auch alles schon mal da war. Aber das letztere ist ja auch nur ein zeitbedingtes Bewertungskriterium.
Pop-Musik lebt von Kompression, vor allem die Sparte, welche die Top 10 beherrscht. Dass dies nicht unbedingt schlecht bediente Geräte bedeuten muss sondern auch handgeschobene Mischungen sein können, ist eine ganz andere Frage.
An einer gewissen Art von Lautheitswahn sind wir alle beteiligt, ganz egal welche Musik aufgenommen wird.
Ich finde, man sollte die Musik - Kunst im Allgemeinen - nach ihren eigenen Kriterien beurteilen. Der Klang vieler moderner Musik ist entschieden geprägt von einer Form von Dynamikbegrenzung. Was also sollte daran schlecht sein?
Gr.
Dirk
ZitierenPost melden
Antwort#19
Hi,
ich handhabe es immer so, das ich bei populäreren Nummern die einzelnen Signale in den Kanalzügen bezüglich der Dynamik und des spektralen Signalaufbaus bearbeite, wie z. B. mit einem Exciter. Sonst würde ein Rock-Mix doch sehr fade klingen. Bei Jazz gehe ich wieder anders an die Mischung heran.
Was mir persönlich nicht so gut gefällt, wenn dann das ganze noch mal zusätzlich auf Laut um jeden Preis gequält wird.
Die "Retorten-FuMu" gefällt mir auch musikalich nicht, nicht nur vom Klang her, aber das ist wie gesagt meine persönliche Meinung.
@Juppy: Das Eric Saties Musik eher FuMu war ist mir neu, aber Danke für den Hinweis. Mir sind ein paar Klavierstücke von ihn bekannt.
Viele Grüße
Holger :-)


mobile Tonaufnahmen
ZitierenPost melden
Antwort#20
Leider ist das Buch, aus dem ich näheres zitieren könnte, nicht am Platz (unbekannt verliehen?).
(Grete Wehmeyer: Erik Satie.
Furchtbare Pianistin und Verfechterin des halbes Tempos - weil sie's nicht besser kann, aber
das Buch ist als Biographie über Satie wirklich lesenswert uhnd kurzweilig.)
Falls Du die Gymnopädien meinst: Sehen einfach aus und sind schon oft verstümmelt worden,
aber um sie zum "Klingen" zu bringen, muß der Interpret schon "gut drauf" sein. Ich hatte einige
Zeit und Mühen investiert, bevor mir mein Spiel der Stücke einigermaßen gefiel.
Nicht nur einige Klavierstücke sind entzückend (vor allem, wenn man die widersinnigen Texte
dazu kennt - wie in der "Sonatine Bureaucratique") sondern auch seine Lieder! Die Werke für
größere Besetzungen sind mir leider auch nicht bekannt.
Man darf Satie nicht nur als den "komischen Kautz" betrachten, er versuchte auch, sich gegen
die überladene Klangästhetik ebenso eines Wagners wie auch seiner Zeitgenossen Debussy
u.a. aufzulehnen. Nicht umsonst berufen sich Minimalisten wie Reich, aber auch Cage auf ihn.
ZitierenPost melden

Deine Antwort

Du kannst ohne Anmeldung schreiben.