Mandoline aufnehmen

Erstellt 13 Antworten14 Beiträge
Startbeitrag#1
Wie sollte mand Mandolinen aufnehmen?
Welche Mikrofone sind dafür am Besten geeignet?
Alfred
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Antwort#2
Ein gutes Kleinmembran-Kondenser, vielleicht ein leicht Höhenbetontes.
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Antwort#3
Wie ich die Mandolinenspieler kenne, so möchten sie einen vollen Mandolinen-Ton haben. Man will kein Höhengeschrammel haben, sondern eine warme Grundtönigkeit mit nur wenig Spielgeräusch als Störungen dabei; man möchte es eben nur so, wie eine Mandoline schön klingt mit etwas Räumlichkeit. Das ist doch gut vorstellbar.
Leider "hört" ein nahes Nierenmikrofon den Schall deutlich anders, als unsere binauralen Ohren. Es gibt nur trockenes schrapiges Höhen-Geklingel. :-(
Tontechniker hafi69 meinte ja gerade dazu unpassend: Ein gutes Kleinmembran-Kondenser, vielleicht ein leicht Höhenbetontes.
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Antwort#4
Ts, ts, ts... immer diese Stereotypen.
Ich wuerde auch ein Kleinmembran-Kondensatormikrophon nehmen = allerdings einen Druckempfaenger, und nicht zu nahe an die Mandoline herangehen (> 50 cm Abstand, mit der Position muss man experimentieren, eventuell auch zwei Mikros benutzen)... wenn es denn die akustischen Umstaende zulassen.
Aber all das ist natuerlich Geschmackssache. Das Ergebnis kam beim Kunden an...
Gruss
Micha
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Aber so etwas ist natuerlich Geschmackssache.
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Antwort#5
Hallo Alfred,
auch wenn die Meinungen hier gerade auseinandergehen, meine Erfahrung bei der Duoaufnahme Mandoline-Gitarre:
Zwei Kleinmambranen KM140 in etwas größerem Abstand (1-2m) vom Duo als eine Art A-B Anordnung. Dabei einen guten Raum auswählen (in meinem Beispiel kleine Kirche) und dann weiter nach Gehör ...
Grüße
Torsten



http://www.conanima.info
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Antwort#6
... habe das schon mit MKH40 und mit KM130 gemacht - selbige wurden auch fuer die Einzel-Mandoline benutzt, dann aber auch etwas naeher am Instrument...
Gruss
Micha
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Antwort#7
Hallo Lurchi,
nirgendwo habe ich vom Abstand gesprochen, auch nicht von Mono oder Stereo.
Wenn ich also passenderweiser ein "leicht höhenbetontes" KM-Kondenser empfehle, dann aus dem Wissen heraus,
das sich solche Instrumente mit Höhenbetonung in einem komplexen Mix besser
durchsetzen. Falls doch zuviel Höhen werden sie halt wieder rausgefiltert.
Das meine Meinung hier grundlos zerhackstückelt wird mit Worten wie
"Höhengeschrammel", "unpassend" etc. zeigt die Erfahrungslosigkeit oder zumindest Unflexibilität Deiner selbst.
MfG,
Christopher
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Antwort#8
Alfred, schreib' doch mal etwas zur Art der Mandolinen-Musik, die du aufnehmen möchtest.
Mit hartem Durchsetzungsvermögen über einer Punk-Band etwa? Also mit Biss?
Hier sind einige recht abstruse Ideen deswegen vorhanden.
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Antwort#9
Hallo,
wenn jemand so eine Frage stellt:
""Wie sollte mand Mandolinen aufnehmen?
Welche Mikrofone sind dafür am Besten geeignet?""
dann gehe ich nicht davon aus, das der Fragesteller einen großen tontechnischen
Background hat. Sonst wüßte er die Antwort selbst. Und wer einen solchen Background nicht hat, der macht IMHO auch weniger Klassikaufnahmen, sondern eher
was anderes. ICH habe selber Mandolinen mit C451/CK1 (siehe: "Kondensatormikro mit *leichter* Höhenanhebung") außerhalb der Klassik aufgenommen und war sehr zufrieden. Aber es gibt ja hier im Forum immer einen, der es besser wissen will
und Erfahrungen anderer für "abstrus" oder gleich "falsch" hält, weil er sie selbst nicht gemacht hat:
Und prompt schon wieder ein gutes Beispiel für die hier weit verbreitete, oberlehrerhaftige Arroganz - von Leuten mit offensichtlich wenig Erfahrungsschatz.
MfG,
Christopher
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Antwort#10
ich habe unlängst MBHO 440er benutzt- zur Zufriedenheit des Kunden. (Liveaufnahme). Die testweise aufgebauten KM184 wurden abgelehnt. Zu spitz.
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Antwort#11
Vielen Dank für die kompetenten Aussagen. Wir werden uns besagte KM140 anschaffen. Es ist schön, daß man hier sinnvolle Aussagen erhält. Leider ist das nicht immer so. Habe es auch hier probiert und nur Unfug geerntet.


Tontechnikforum, das keines ist
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Antwort#12
Wir spielen ausschliesslich Mandolinen.
Alfred
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Antwort#13
Gleiche Preisklasse, aber von mir bevorzugt: SCHOEPS CMC54 u.ä..
Info unter www.schoeps.de - dort unter MK4 (Nierenkapsel) und CMC (Verstärker) nachsehen.
Je nach "Anspruch" reichen aber durchaus AudioTechnika AT 3031 (Niere) oder AT 3032 (Kugel).
Ebenso denkbar wären die kompakten MBHO Kleinmembranmikrofone - es gibt dort zwei Modelle,
bei denen Kapsel und Verstärker eine feste Einheit bilden. Musikhaus Thomann hat(te) eine
"Spezialversion" zu günstigen Preisen.
Dann gibt es noch Behringen B-5 für einen Hunderter mit austauschbarer Kugel/Nieren-Kapsel,
wobei die Kugelkapsel für's Geld genial ist. Die Niere ist im vergleich zu SCHOEPS nicht so toll.
Warum man für gelegentliche Aufnahmen ein "prefessionelles" Mikrofon für 1.000 ? kaufen muß,
ist mir nicht so klar ...


http://www.schoeps.de
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Antwort#14
Alfred: Wir spielen ausschliesslich Mandolinen.

Das ist ideal. Ich erinnere mich an eine Aufnahme eines Mandolinenorchesters, das bei "ausschließlich Mandolinen" sehr schön mit einer gewissen Räumlichkeit klang. Erst als ein Schellenring und und eine Landsknechttrommel hinzukammen, wurde es im Klang problematisch, weil diese Perkussionsinstrumente von den Mikrofonen immer zu laut aufgenommen wurden.
Da zeigt sich der Unterschied des Hörens der Mikrofone und der Ohren. Die Ohren hörten sich im Originalraum zurecht, wo die Spieler saßen und sie fanden die Mandolinen und die Perkussion "ausgeglichen" balanciert. Erst die Mikrofonaufnahme gab die unangenehmen Artefakte wieder.
Hört bloß auf, Mandolinen nah aufzunehmen und Gedanken an "Durchsetzungsvermögen" zu haben. Das gehört in eine andere Szene.
Das Gesamt-Kolorit ist wichtig.
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