Dämpfungsglied und Hochpass am Mikrofon

Erstellt 30 Antworten31 Beiträge
Startbeitrag#1
Es gibt Mikrofone, bei denen nur ein Schalter existiert, der wahlweise in die Stellung HP, linear ODER -10 dB gebracht werden kann.
Ich kenne die Aussagen von Wuttke, wonach die Dämpfung überflüssig sei und nur ein Relikt aus veralteten Konstruktionszeichnungen - trotzdem: Gibt es einen Grund, warum diese beiden grundverschiedenen Funktionen bei manchen Mikrofonen auf EINEN Schalter gelegt werden?



Recording
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Antwort#2
Bei der Firma Georg Neumann gibt es bei Richtmikrofonen meistens einen Schalter für den Bass-Cut (-10 dB).
Das hat nichts mit Höhen (HP) zu tun, denn da werden die Tiefen aktiv gedämpft. Linear oder "Bass" gedämpft.
Nix Hochpass :-) Hoch, hoch, hoch. Oder? Richtiger und verständlicher "tief"!
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Antwort#3
Hochpass Höhen PASSieren
Tiefpass Tiefen PASSieren
MfG Benne (es gab schon viele Diskussionen in diesem Forum:))
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Antwort#4
Wir Tontechniker lassen nie Signale passieren. Wir sind mit Leib und Seele Klang-Designer.
Wir heben bestimmte Frequenzbereiche wenn notwendig an und senken bestimmte Bereiche ab. Dabei setzen wir unsere Erfahrung und unsere Ohren ein.
Wenn es dröhnt und brummt, nehmen wir die Tiefen weg (Bass-Cut). Wenn es zischt und rauscht nehmen wir die Höhen weg (Treble-Cut).
Wenn die Ess-Laute zu stark sind, dann nehmen wir bei 8 kHz mit einem Notchfilter etwas raus. Wenn die Sprachverständlichkeit schlecht ist, geben wir bei 4 kHz mit einem Präsenzfilter was dazu.
Frequenzen passieren zu lassen ist für die Denkweise von Praktikern sicher etwas unpassend.
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Antwort#5
""Frequenzen passieren zu lassen ist für die Denkweise von Praktikern sicher etwas unpassend.""
Für mich nicht im geringsten.
Aber vor allem: Was soll dieser pseudo-philosophische Killefit?
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Antwort#6
Wahrhaftig großartig hafi69, dass du die Frequenzen passieren lässt.
Dann ist ja deine Welt völlig in Ordnung.
Jupp
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Antwort#7
Die entsprechenden Schaltungen heißen nunmal Hoch- und Tief- und Bandpass. Wer sich so eine Kleinigkeit nicht merken kann, und deshalb eine Diskussion anfängt, hat wohl zu viel Zeit.
Wenn man einen technischen Beruf ausübt, sollte man wohl soviel Schaltungstheorie intus haben, dass man die Schaltungen unterscheiden kann, und dann auch weiß welche Schaltung welche Frequenzen um wieviel dB dämpft. Die Formeln dazu sind nun echt nicht schwierig, und die Namen sprechen eh für sich.
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Antwort#8
Frequenzen passieren zu lassen ist für die Denkweise von Praktikern sicher etwas
unpassend.
Praktiker ohne theoretisches Hintergrundwissen sind als Ton*techniker* unbrauchbar.
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Antwort#9
... wenn ich es richtig sehe, ist die Frage nicht beantwortet. Weiss es niemand oder ist die Aufgabenstellung zu einfach?


Recording
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Antwort#10
Hallo UweL,
der eine Schalter mit zwei Stellungen heißt tiefe Frequenzen absenken zur Verminderung des Nahbesprechnungseffekts vielleicht bei der festen Frequenz von 100 Hz und das sieht etwa so aus /``` und heißt "mit Bass-Cut". Du siehst symbolisch einen "Bass-Cut".
Die andere Stellung des Schalters heißt "ohne Bass-Cut".
Wenn es noch einen zweiten Schalter mit zwei Stellungen gibt, dann heißt das "(-) 10 dB Dämpfung" in der einen Stellung.
In der anderen Stellung heißt das "ohne Dämpfung".
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Antwort#11
Traurig, Jupp: Wenn DEINE Welt nicht in Ordnung ist, lass uns
doch an Deiner Schmach teilhaben, vielleicht ist auch DIR noch zu helfen :-)
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Antwort#12
Frequenzen passieren zu lassen ist für die Denkweise von Praktikern sicher etwas
unpassend.
Praktiker ohne theoretisches Hintergrundwissen sind als Ton*techniker* unbrauchbar.
zu 1. Entschuldigung war doch nur ne Eselsbrücke sollte keinen großen Tumult auslösen.
zu 2. Interessante Sichtweisen (bedeutet in der DDR gab es mehr oder weniger keine Ton"techniker")
Benne
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Antwort#13
Es gibt noch einen Schalter, bei einem Sennheiser-Mikrofon der bei Anfängern manchmal Verwirrung stiftet.
Beim Druckempfänger MKH 20 findet man den bekannten Schalter zur linearen Dämpfung bei hohen Pegeln. An der einen Stellung steht dran: -10 dB und das heißt "mit Dämpfung" und an der anderen Stellung steht nichts dran und das heißt "ohne Dämpfung.
Bei dem anderen Schalter gibt es dieses Symbol: .../ und das heißt "Diffusfeldentzerrung" oder auf deutsch: Höhenanhebung und an der anderen Stellung wo nichts dransteht: "Freifeldentzerrung", also ohne den Höhenanhebungsbuckel; quasi gerade.
Eine Frage an Praktikanten, was denn das Symbol .../ wohl heißen möge, zeigt häufig Ratlosigkeit, bis hin zur Meinung: das Symbol ist verdruckt, es müsse andersherum sein und eigentlich so /``` aussehen als Tiefenabsenkung. Auch ich habe hier mit HP nichts am Hut, besonders wenn ich mit Anfängern arbeite.
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Antwort#14
Hallo Benne,
wie wurden denn die Tongehilfen damals genannt, neben dem Tonregisseur und dem Toningenieur?
Gruß
Derval
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Antwort#15
"Die entsprechenden Schaltungen heißen nunmal Hoch- und Tiefpass."
Richtig, man muss sie ja nicht so "falsch" nennen!
Here are a few places to start: if there's low rumble interfering with the intelligibility of your interview, perhaps from traffic, machinery, wind, mic-handling noise or vibrations, try a high-pass filter.
The name is a bit counterintuitive, because we're adjusting (!) the "low" frequencies, but remember, we're letting the "high" frequencies pass.
It might be clearer to call it a "low-cut" filter, but engineers made the rules and we'll have to play by them.
Dieser Text ist aus: http://www.transom.org/tools/basics/200303.eq.towne.html
Es machen sich auch andere Praktiker schon mal Gedanken, wenn wir an den "tiefen" Frequenzen korrigierend schrauben und uns von einem "Hoch"-Pass erzählen lassen.
Natürlich kann jeder Vollprofi dabei über den Dingen stehen und HP und LP richtig oder manchmal auch falsch sagen.
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Antwort#16
Ich glaube an dem weiter unten besprochenen Behringer B5 hab ich so einen "kombinierten" Schalter gesehen. Sicher sind es Kostengründe die zu dieser Lösung führen.
Weiß denn keiner warum diese "kombinierten" Schalter verwendet werden ?
Grüße
Torsten
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Antwort#17
Hier ist das Behringer B5 Kugel-Mikrofon mit Schalter für 3 (!) Stellungen
http://www.music-station.de/content/news-323/BEHRINGER_B5_773.html
Wie man erkennen kann, ist das oben ein gerader Strich, also ungedämpft und ohne Tiefenfilter. Volle Pulle!
Darunter ist ein frequenzabhängiger Dämpfungsschalter. HOCHpassfilter vermeidet TIEFEN Schrittschall.
Ganz unten gibt es einen linearen (-) 10 dB Pegelabsenkungsschalter, also für alle Frequenzen. Bei zu lauten Schallquellen.



Behringer B5 mit Schalter für 3 Stellungen
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Antwort#18
also z.b. hat die AKG C460er Serie so einen kombinierten Schalter - Tiefenabsenkung und Dämpfung - Position 1 neutral, Positionen 2 und 3 eine Tiefenabsenkung bei 70 resp. 150Hz, Position 3 Dämpfung -10dB....
Wieso das so gemacht wurde könnte man ja mal im AKG Forum unter www.akg.com nachfragen....
Liebe Grüße
Georg


Tonzauber - einfach klassisch!
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Antwort#19
sollte heissen: Position 1 neutral, Positionen 2 und 3 eine Tiefenabsenkung bei 70 resp. 150Hz, Position 4 (!) Dämpfung -10dB....
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Antwort#20
Ich habe jahrelang Lausprecher konstruiert und die waren meistens mit passiven Frequenzweichenschaltungen versehen. Diese Schaltungen können gar nichts anderes als die Energie des ankomenden Signal dämpfen bzw. durch Resoanzen eine Verstärkung in sehr bedingtem Maße bewirken. Die Terminologie, daß Frequenzen anhoben werden, ist in dieser (passiven) Welt ziemlich fremd, da ja keine Energie erzeugt werden kann. Und im Grunde genommen sind die aktiven Schaltungen ja auch nur passive Dämpfungsglieder, die nur anschließend wieder verstärkt werden, so daß anschaulich die plausibelste Sichtweise sein kann, das bestimmte Spektralbereiche gedämpft werden - die restlichen läßt man PASSIEREN.
Gruß
Erdie
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