raumsimulator samplitude

Erstellt 2 Antworten3 Beiträge
Startbeitrag#1
hi!
endlich habe ichs geschafft... samplitude 7 konnte käuflich erworben werden... (nach den immer nur sporadischen "laß mal kurz ran" beim freund...)
nur muß man jetzt auch die sache bedienen können...
deshalb meine frage: wie geht ihr beim raumsimulator vor?
klar impulsantwort reinladen und dann? ist ja alles auf 100% gestellt.
wie findet ihr bzw. sucht euch die richtige antwort aus? nach welchem system geht ihr vor? also vor allem in welcher reihenfolge?
so ganz verstehe ich auch den regler "originalanteil" (neben dem hallanteil) nicht.
konkret bin ich momentan bei einer ganz dicht aufgenommen piano-aufnahme (alles im piano gespielt) wo ich einen schön "umhüllenden" sound mit viel fond erreichen will. also dieser natürliche "stringsound" eines flügels. (der imho 1000mal mehr "streicht" als dieses ganze "hummelgesumm" auf diversen keyboards...)
wie findet man die richtige antwort, bzw. wie wählt ihr die aus, also unter welcher abhöreinstellung hört ihr euch die impulsantwort(+ aufnahme) an? oder ist es sogar empfehlenswert allein sich die antwort anzuhören und danach einzuschätzen ob die gut ist?
z.b. predelay und frühe reflektionen: stellt ihr das als erstes ein, oder erst nachdem ihr euch für ne antwort entschieden habt?
mein "problem" ist derzeit, daß mit der vorhörfunktion erstmal alles nur mulmig und schlecht klingt (da ja alles "voll aufgedreht" ist) und ich die wirkung und güte der impulsantworten nicht richtig einschätzen kann. klar man kann irgendwie alles reindrehen, aber ich suche nach einem system, wo ich dann im laufe der zeit erfahrungswerte sammle, um zu wissen auf welchen wege ich mich dem wunschklang nähere.
bin gespannt auf eure herangehensweisen an dieses tool. :-)
lg matthias
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Antwort#2
Keiner kann und wird Dir hier in Kürze die Funktion von S7 erklären- schon garnicht die logistisch korrekte Vorgehensweise beim Halleinsatz.
Aber ein Grundgedanke:
Die Raumsimulation aber auch die künstliche Hallsituation klappt nur für absolut trockene Signale. Dann kann der produzierte Hall voll zugemischt werden, wie es der Algorithmus "vorsieht".
Alle anderen Signale, die bereits Raumanteil enthalten, erzeugen nicht vorhersehbare Ergebnisse. Dann kommt man um das subjektive Einstellen mittels Hören nicht herum. Daher sind die Hallgeneratoren meist vielfältig einstellbar.
Letzteres ist auch der Grund, warum die vielen Programmeinstellungen an den besten Hallgeräten nix nutzen: Sie wissen nicht, was eingespeist wird.
Ein Beispiel: Eine Konzertaufnahme wurde vorort fertig 2-kanalig zusammengemischt (Stereo-AB + 5 Stützen + 2 Hallmikrofone) und so aufgezeichnet. Die Hallmikros habe ich sehr konservativ eingestellt - also "eher zu wenig als zuviel". Erwartungsmäß kam der Kunde später und etwas mehr Fülle!
Wir haben dann etliche Hallprogramme durchgespielt, weil er unbedingt einen hochwertigen Lexiconhall haben wollte. Keines der Programme passte so richtig. Ich habe dann die WAVES-plugins aus dem Rechner benutzt (Kurze Halleinstellung, ohne predelay), wobei ich per EQ überwiegend Bässe und Höhen zugefügt habe. Dieser Hall klang netto ziemlich unverständlich, besonders weil die Bläser in der Kirche schon ordentlich nachklangen und ja die gesamte Summe durch den Hallalgo lief. Zuzüglich herauspräparierte ich noch die Mitten (200 - 800), spendierte etwas längeren Hall (1,8 statt 1,5).
Die beiden Hallspuren spielte ich zusätzlich zu und kam auf Zumischanteile von 3% und 2% und delays von 20ms / 60ms. Insgesamt also relativ wenig. Diese beiden Hallspuren alleine abgespielt, ergaben ein ziemlichen Matsch, es war aber genau das, was klangmässig beim Abhören zu einem Optimum führte: Mehr Fülle in den richtigen Frequenzbereichen ohne Verlust der Deutlichkeit oder wahrnehmbares "Engerwerden" oder Wegrücken der Szene.
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Antwort#3
danke erstmal. o.k. ich präzisiere! denn dein beispiel war zwar schön, aber für mich völlig overdresst...
meine situation wird erstmal nur so aussehen: reine stereoaufnahme (AB) in einem sehr kleinen trockenen raum mit flügel.
das will ich einfach in einen schönen umhüllenden raum "reinstellen"- per raumsimulator.... die grundsätzliche frage ist dabei für mich: wie gehe ich erstmal vor um mich für eine impulsantwort zu entscheiden! (von 100erten...) ??
dananch, klar, da kann man immernoch alles einstellen, abhören, verändern-aber wie finde ich zur richtigen impulsantwort? wie gehe ich bzw. ihr dabei vor?
gibt es überhaupt da herangehensweisen? oder ist es durchaus gang und gäbe das ganze procedere mit einigen impulsantworten durchzuspielen?
das schlimme ist ja, daß man die antwort selbst auch noch verändern kann...
bis zu welchem grad ist denn das sinnvoll? ist es z.b. klug einen kirchenhall zu nehmen (wegen der schönen großräumlichkeit), die antwortlänge zu reduzieren und auch den mix, anstatt dann doch gleich einen "mageren" raum zu nehmen, den man mehr reinmischt?
eh ich da alle möglichkeiten durchgespielt habe gibt es samplitude 123. 33 ;-)))
lg matthias
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