Re: Unterschlagung in Köln

Erstellt 11 Antworten12 Beiträge
Startbeitrag#1
Zumindest von einigen Geräten solltest Du (oder der Besitzer) die Seriennummern haben.
Ohne diese wird man kaum feststellen können, was Hehlerware ist. Wurde das Zeug auf
Bestellung geklaut, dürfte es ewig dauern, bis es vielleicht mal wieder auftaucht. Zeitlich
gestreute Einzelverkäufe werden wohl kaum auffallen.
PS: Wieso ist eigentlich noch niemand auf die Idee gekommen, im Internet eine Seite
einzurichten, auf der die Seriennummern von gestohlender Ware veröffentlicht werden?
ZitierenPost melden
Antwort#2
Juppy schrieb:
" PS: Wieso ist eigentlich noch niemand auf die Idee gekommen, im Internet eine Seite
einzurichten, auf der die Seriennummern von gestohlender Ware veröffentlicht werden? "
Das ist eine gute Idee. Ich glaube, ich werde das mal in die Hand nehmen.
Christian-2
ZitierenPost melden
Antwort#3
Ich würde bei einem solchen Projekt durchaus mitmachen. Allerdings nützt eine solche Datenbank wenig, wenn sie nicht genügend bekannt (gemacht) wird.
Interessant könnte es werden, wenn man einige Hersteller (Neumann, SCHOEPS, Gefell, ...) als Multiplikatoren für eine Zusammenarbeit oder Unterstützung gewinnen kann. Bei kleineren Firmen sehe ich durchaus Chancen, bei großen Vertriebsfirmen weniger. Bei den Mikrofonhersteller habe ich auch den Hintergedanken, daß gerade Mikrofone geeignete "Mitnahmeartikel" sind.
Man müßte überlegen, wie die Datenbank gepflegt wird, welche Daten öffentlich einsehbar sein sollen, wie mit dem Besitzer Kontakt aufgenommen werden kann.
Auch der Aufbau ist eine Überlegung wert - allerdings sollte eine Tabelle oder gar nur eine Textliste ausreichend sein. Luxus wäre eine Suchfunktion nach Hersteller, Typ und Seriennummer, der jedoch eine solche Seite aufbläht.
Eine kritische Frage ist die nach dem Eigentumsnachweis - bei 2nd hand-Artikeln dürfte es für den Besitzer mitunter schwer sein, Kaufbelege beizubringen.
ZitierenPost melden
Antwort#4
Hersteller haben zumindest Daten, wann und an wen sie bestimmte Produkte ausgeliefert haben, in der Regel sind das aber keine End-Kunden sondern nur Disributoren. Der Endkunde sollte generell die Möglichkeit haben, sein Produkt beim Hersteller (auch im Hinblick auf Support) registrieren zu lassen. Das gibt es ja mittlerweile schon, wenn auch nicht konsequent für alles. Problematisch wird es dann wirklich, ab 2nd- oder 3rd-hand Besitzern, aber wenn man sich die Registrierung umschreiben lassen könnte, sehe ich da keine Probleme, halt nur einen ziemlichen Verwaltungsaufwand...
Man darf nicht unterschätzen, dass auch ohne Betrug bei Verleihfirmen, Geräte ahbhanden kommen, denn nicht selten herrscht bei Konzerten ein Chaos, das es Dieben sehr leicht macht. Da verschwindet ein kleines, teures Mikrofon durchaus sehr schnell. Auf Messen sind selbst Dummys nicht sicher...
Beim Kaufen via e-bay muss man sich bewusst sein, dass solche Platformen ideal sind, um Hehlerware weiterzuveräussern.
Hier ein Beispiel, des Herstellers FM Acoustics (macht traumhaft gute, aber praktisch unbezahlbare Mikrofonvorverstärker), der vermisste und gestohlene Geräte auf seiner Homepage veröffentlicht. Mit zweifelhafter Aussicht auf Erfolg, aber immerhin... :


FM Acoustics - Missing and stolen products
ZitierenPost melden
Antwort#5
Die Firma Neumann kann für jedes Mikrofon was sie je in ihrer Firmengeschichte verkauft hat anhand der Seriennummern nachvollziehen, wohin das Mikrofon verkauft wurde. Also hier bestehen gute Chancen, den wahren Besitzer zu ermitteln.
Vielleicht mal dort um Rat fragen.

MfG
Rainer
ZitierenPost melden
Antwort#6
Nun ja, das mit dem Besitztumsnachweis ist natürlich so eine Sache.
Vielleicht kann der Weg ja nach folgender Sache laufen: Ein Gerät wird, z.B. bei EBay zum Verkauf angeboten. Ein Interessent könnte nach der Seriennummer fragen und schauen, ob das Gerät auf der "Schwarzen Liste" steht. Wenn ein Verkäufer ein reines Gewissen hat, wird er diese ohne zu zögern herausgeben. Wenn es sich um geklaute Ware handelt, könnte man dem ursprünglichen Eigentümer informieren. Er kann dann weiter vorgehen. Was meint Ihr ? Ist sowas in der Art denkbar ?
Bekannt gemacht werden muß diese Datenbank auf jeden Fall, das dürfte auch kein Problem sein. Vielleicht bekommt man die Herrsteller oder Wiederverkäufer dazu, einen Hinweis darauf bei Verkauf weiter zu geben.
Über die Aufmachnung der Seite, ob mit Suchfunktion etc. oder nicht, was ja schon sehr Hilfreich wäre, müßte man sich dann auch mal im Detail unterhalten. Man kann ja erst mal Ideen sammeln.
Grüße
Christian-2
ZitierenPost melden
Antwort#7
Das finde ich echt gut! Da kann kaum ein "Händler" noch etwas verkaufen, es sei denn, er entfernt die Seriennummer. Nun kann es ja auch sein, daß ein "Kunde" ahnt, daß das angebotene Gerät geklaut ist, den Preis drückt und trotzdem kauft um zu sparen.
ZitierenPost melden
Antwort#8
Mit einer solchen Datenbank könnte man mehrere Ziele verfolgen:
1. Die Besitzer können auf gestohlene Produkte hinweisen, die damit schwerer zu verkaufen sind. Vielleicht taucht so das ein oder andere Gerät sogar wieder auf?
2. Als Käufer kann ich mir die Sicherheit holen, daß es sich zumindest bei einem in der Liste aufgeführten Gerät um heiße Ware handelt. Daß die Ware o.k. ist, läßt sich trotzdem nicht sicher stellen.
3. Man kann einen Verkäufer bei gestohlener Ware im Preis drücken. >:->
Ich habe selber mal beim Kauf von zwei M221F bei SCHOEPS nachgefragt, weil mir das Angebot (nur die Verstärker, ohne Kapseln, Kabel, ...) denkwürdig vorkam. In Karlsruhe konnte man mir zur Seriennummer nur sagen, daß es sich um Vorverstärker handelt, die nach Frankreich verkauft wurden ...
Sicherlich wird eine Anfrage an andere Hersteller ähnlich informativ beantwortet. Der Gebrauchtmarkt dürfte inzwischen so groß sein, daß die hersteller vom Personalaufwand gar nicht in der Lage sein dürften, solche Anfragen zu bearbeiten. Dazu kommt, daß es einige Hersteller nicht mehr gibt: ANT, TUB, Telefunken, etc.
Ich kann mir jedoch vorstellen, daß sich mancher Hersteller und auch Händler bereit erklären könnte, eine solche Liste zu unterstützen, sei es nur mit einem Internetverweis auf den jeweiligen Hersteller-/Händlerseiten, sei es sogar mit tatkräftiger Unterstützung. Auch die großen Muiskhäuser werden immer wieder von Einbrechern heimgesucht.
Christian-2 - wie ist der Stand der Dinge bei Dir?
Vor allem, bist Du fit im Gestalten von Internetseiten, insbesondere bei Datenbanken mit Suchabfragen? In die Gestaltung mit HTML-Code und CSS-Stylesheets könnte ich mich zwar recht schnell wieder einarbeiten, aber Datenbanken ...
Ich bereite derzeit eine Rundschreibenaktion vor, die sofort 'rausgeschickt werden kann, sobald das Projekt konkrete Formen annimmt.
Mein Verteiler müßte zwar noch gewaltig ergänzt werden, ich denke dabei an Hersteller, Händler und Printmedien im Musikbereich.
ZitierenPost melden
Antwort#9
Hallo Juppy,
" Christian-2 - wie ist der Stand der Dinge bei Dir?
Vor allem, bist Du fit im Gestalten von Internetseiten, insbesondere bei Datenbanken mit Suchabfragen? In die Gestaltung mit HTML-Code und CSS-Stylesheets könnte ich mich zwar recht schnell wieder einarbeiten, aber Datenbanken ... "
Internetseite gestalten ist kein Problem. Mit Datenbanken, OK, stellt ein Problem dar, so fit bin ich da leider auch nicht, außer vielleicht noch Access-DB, aber ob man die verwenden kann !? Vielleicht gibt es fertige DB-Module auf MySQL-Basis, die man verwenden oder leicht modifizieren kann. Ich mache mich mal schlau und höre mich mal um, vielleicht finde ich ja jemanden, der mir da etwas unter die Arme greifen kann. Um den Bekanntheitsgrad müßt ihr euch kümmern, da gibt es hier im Forum ja einige, die gute Kontakte haben.
Ich suche dann auch mal Web-Space, der die geforderten Features hat, der auch kostenlos ist oder durch Werbung finanziert. Ich poste den Stand der Dinge dann hier.
Ach ja, welche Datenfelder sollten vorhanden sein ?
Gerätebezeichnung
Herrsteller
Seriennummer
Rechtmäßiger Besitzer mit E-Mail-Adresse zwecks Kontaktierung
Vielleicht noch Foto oder URL zu einem Foto
In der Suchmaske sollte Seriennummer und/oder Herrsteller sein ?
Noch weiteres ?
Grüße
Christian-2
ZitierenPost melden
Antwort#10
Hallo Christian!
Antwort wird noch kommen.
Gruß
Juppy
ZitierenPost melden
Antwort#11
Hallo Christian (-2)!
Access-Datenbanken kann man zwar im Internet zugänglich machen, aber ich weiß nicht,
ob dann auch Abfragefunktionen möglich sind. Ich müßte mich damit beschäftigen.
welche Datenfelder sollten vorhanden sein ?

Gerätebezeichnung
Hersteller
Seriennummer
Rechtmäßiger Besitzer mit E-Mail-Adresse zwecks Kontaktierung
Vielleicht noch Foto oder URL zu einem Foto
In der Suchmaske sollte Seriennummer und/oder Hersteller sein ?
- Kurzbeschreibung (mit Hinweis auf Zustand oder individuelle Macken wie Kratzer,
Gravuren, die evtl. auch entfernt wurden, u.ä.)
- Vermißt seit
Hersteller, Typ, Seriennummer
Durchaus möglich, daß einige Hersteller mit gleichen Seriennummern für verschiedene
Geräte starten. Bei manchen Geräten ist es auch möglich, daß verschiedenen Teile in
einem Set zusammen gehören. Mein M149tube hat eine andere Seriennummer als das
mitgelieferte Netzteil. Auch dieser Fall müßte berücksichtigt werden können.
Weitere Überlegung: Wie erfolgt der Eintrag in die Datenbank? Daß sich jeder selber
einträgt, finde ich nicht gut. Ein Vermißten-Formular, das ausgefüllt per @mail versandt
wird und vom Datenbankbetreiber veröffentlicht wird, ist mir symphatischer.
ZitierenPost melden
Antwort#12
Vielleicht noch Foto oder URL zu einem Foto
Keine Fotos auf der Seite, aber eine URL möglich.
Eine solche DB sollte "schlank" und schnell sein,
da sie irgendwann auch etwas größer werden kann.
Andererseits ...
Wenn nicht die gesammte Liste einsehbar ist, sondern nur auf Suchanfrage eine Zusammenstellung passender Vermißtenmeldungen aufgezeigt wird, aus der sich zu einzelnen Posten Details aufrufen lassen, könnte man auch Bilder integrieren. Alles nur eine Frage des Platzes auf dem Server - und eine Frage der Kosten. Ich stelle mir eigentlich eine Seite vor, die (nahezu) nichts kostet.
ZitierenPost melden

Deine Antwort

Du kannst ohne Anmeldung schreiben.