SQN 3M

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Startbeitrag#1
Hallo!
Wie genau arbeitet eigentlich der SQN? 3 Mikrofoneingänge ist klar. 48V Phantomspeisung oder 12V Tonader sowie dynamische Mikrofone sind auch klar. An den drei Reglern stell ich was genau ein (Verstärkung oder Mischverhältnis, beides?)? Bei einem MKH-416 muss ich die Vordämpfung einschalten sonst kann ich den Regler auf höchstens Stellung 1 bringen. Dann kann man allerdings sehr schlecht Mischungen aus verschiedenen Quellen erstellen. Vordämpfen ist aber doch eher schlecht wenn ich danach den Regler auf Stellung 4-5 bringe und damit das Signal (was ja ausreichend wäre) verstärke. Andere Tontechniker stellen grundsätzlich die Vordämpfung auf -20dB. Warum?
Olli
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Antwort#2
Andere Tontechniker stellen grundsätzlich die Vordämpfung auf -20dB. Warum?
Der Grund ist einfach Unverständnis.
Eine Vordämfung macht ein Mikrofon unempfindlicher und damit wird die Grenzaussteuerung (Aussteuerungsgrenze) des Mikrofons heraufgesetzt aber gleichzeitig wird der Ersatzgeräuschpegel bzw. der Geräuschpegelabstand verschlechtert.
Einen gedämpften Mikrofonpegel später wieder anzuheben muss zu erhöhtem Rauschen führen.
Die Tontechniker, die den minus 10 dB Dämpfungsschalter in der Minusstellung "ankleben" oder die immer den -20 dB Dämpfungs-Pad am Mikrofonvorverstärker-Eingang einstellen, haben in der Aufnahmetechnik nicht alles richtig verstanden.
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Antwort#3
Das ist jetzt aber ein bisschen hart oder?
Diese Leute verstehen sehrwohl was davon.man MUSS den kanalregler einfach in der nähe 12h haben. Was machst du denn bitte wenn sich z.b. der interviewpartner plötzlich entfernt und du keine verstärkung mehr geben kannst? blöd! is mir am anfang mal passiert weil ich dachte ich könnte das ja mal "gescheit" machen.
das war aber auch das letzte mal! Außerdem ist das im EB bereich wirklich nicht wichtig ob 20db S/N mehr oder weniger, wirklich.
Ich nehm natürlich alles gesagte zurück wenn es sich hier nicht um einen EB mischer dreht! :)
In allen anderen Fällen stimme ich dir natürlich zu!
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Antwort#4
MUSS den kanalregler einfach in der nähe 12h haben.
Wer so etwas sagt, der macht keine wirkliche Tontechnik.
Wieviel dBu sind denn das und wieviel Reseve ist denn bis zum oberen Anschlag?
12h - tsss - tsss. Das ist unterste Bastelei.
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Antwort#5
ich wünsch Dir viel Spass im Livebetrieb wenn Du zu rechnen beginnst....
DAS machen wirklich nur Anfänger.
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Antwort#6
Hallo!
Erstmal Danke für die verschiedenen Antworten!
Also ich kann ja verstehen das man den Regler auf "12 Uhr" haben möchte. Wenn man mit mehreren Mikrofonen arbeitet und ein Verhältnis einstellen will, geht das schlecht wenn alle Regler auf 1 oder 2 stehen. Deshalb ja meine Frage:
Wie genau arbeitet der SQN? Der Regler stellt ja das Verhältnis der Eingänge aber auch die Verstärkung ein. Oder? Das Thema mit der Vordämpfung scheint hier Praxis zu sein. Die Schalter für die Dämpfung befinden sich nämlich auf der Rückseite des SQN (In der Tasche mal viel Spaß beim suchen!). Das MKH 416 macht enorm viel Pegel am SQN. Bei lauten Interview-Partnern kann das wirklich Probleme geben. Bekanntlich hat man ja im EB-Bereich wenig Zeit.
Olli
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Antwort#7
Wer so etwas sagt, der macht keine wirkliche Tontechnik.
Wieviel dBu sind denn das und wieviel Reseve ist denn bis zum oberen Anschlag?
12h - tsss - tsss. Das ist unterste Bastelei.
Sprich schätzungsweise 99% der öffentlich-rechtlichen und deren zulieferer und die privaten?...du nimmst dir ganz schön viel raus!
Mit wieviel db spricht wohl der interviewte? misst du das bevor der redakteur anfangen darf? du bist ein echter scherzkeks!

du weisst wahrscheinlich nichtmal was das ist...
bitteschön:
http://www.sqn.co.uk/3Mspec.html
Jumbo bullshit!
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Antwort#8
Dann steh doch einfach dazu, dass das unterste Tontechnik ist. Die muss doch auch sein. Ich sage ja nichts zu den Menschen die das tun müssen.
Nur einordnen sollte man diese Aufnahmetechnik schon. Zum Beispiel gegen eine Big-Band-Aufnahme mit allem Drum und Dran.
Wie schnell man hier aus den Löchern kommt. Erstaunlich.
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Antwort#9
Hallo Jumbo,
an Deinen Aussagen sieht man dass Du eindeutig unheimlich große Erfahrung hast.
Wenn jemand bei mir zu rechnen beginnt disqualifiziert er sich. Rechnen ist etwas für Theoretiker und von mir aus noch für die Hochschule. Im realen Betrieb habe ich Ohren und eine Aussteuerungsanzeige. Solang ich eine vernünftige Pegelstruktur zusammenbringe sind mir die effektiven Verstärkereinstellungen absolut egal. Dazu kommt dass in den wenigsten Fällen die Skalierung der verschiedenen Pegelsteller so exkat angegeben ist, dass sich daraus mehr als eine ungefähre Einschäzung ablesen lässt.
Ausserdem muss ich mich auf die jeweilige Situation einstellen. Interview ist etwas anderes als ein Symphonieorchester oder eine Bigband aufzunehmen, dennoch wird nirgends jemand nachzurechnen beginnen, ob er da jetzt optimal im Pegel ist. Entweder hat er das im Gefühl, oder er hat den Job verfehlt. Dann möge er bitte besser in einem Labor sitzen.
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Antwort#10
Im EB-Bereich ist es wirklich nicht wichtig ob man 20db Geräuschspannungsabstand weniger hat.
Frage hierzu: Wofür stehen hier die Buchtaben EB.
Ich habe bei Google keine Erklärung für diese Buchstabenkombination gefunden.
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Antwort#11
EB = Elektronische Berichterstattung
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Antwort#12
EB = Elektronische Berichterstattung
Ach, es gibt auch mal deutsche Worte für eine Abkürzung. Das war nicht zu errraten.
Mir ist dafür bekannt ENG als Electronic News Gathering.
ENG: Specifically, it refers to the technical means of gathering audio and video, rather than the gathering of facts and note-taking.
Es gibt sogar Bücher zu diesem Thema:
INTRO TO ENG (ELECTRONIC NEWS GATHERING)


INTRO TO ENG (ELECTRONIC NEWS GATHERING)
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