Re: Bildung und Subvention

Erstellt 2 Antworten3 Beiträge
Startbeitrag#1
"Zwei Jahre - oder wenn deutlich hörbar nötig - ist ein viel zu großer Abstand, nach einem
solchen Zeitraum müßte der Flügel eigentlich nach wenigen Wochen nachgestimmt werden."
Das ist mir klar. Ich war aber damals froh, angesichts der Situation an Schulen allgemein, dass dem guten Stück dann immerhin dieses Minimum an Pflege zugestanden wurde.
Man muss aber dazu sagen, dass trotz des langen Turnus der Flügel immer gut in der Stimmung blieb. Mit "hörbar verstimmt" meinte ich im Übrigen nicht, dass selbst der letzte D3pp hört, wie sich so langsam der Honky-Tonk-Charakter einstellt, sondern hörbar für Pianisten.
Die Meinung an der Schule war wohl (vermutlich) etwa die: "Wir haben ja für Aufführungen und "wenn's drauf ankommt" einen sauber gestimmten Flügel nebenan stehen. Da betreiben wir bei dem anderen mal nur Werterhalt."...
Jens
PS: Nein, Konkurrenz aus China dürfte wahrscheinlich vor 25 Jahren noch nicht die Rolle gespielt haben.
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Antwort#2
""PS: Nein, Konkurrenz aus China dürfte wahrscheinlich vor 25 Jahren noch nicht die Rolle gespielt haben.""
Quasi schon: Yamaha-Flügel. Kommentar unseres Musiklehrer Anno 1980:
"Sieht genau aus, klingt genauso (??), steht aber Yamaha drauf anstatt Steinway..." (Er hätte aber aus Prestige lieber einen Steinway im Musikraum gehabt)
Was mir noch dazu einfällt: Allgemeinbildende Schulen die ungestraft ihren Etat für zwei Bösendorfer-Flügel rauswerfen dürfen gehören hoffentlich der Vergangenheit an.

Gruß,
Christopher
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Antwort#3
Moin...
"Was mir noch dazu einfällt: Allgemeinbildende Schulen die ungestraft ihren Etat für zwei Bösendorfer-Flügel rauswerfen dürfen gehören hoffentlich der Vergangenheit an."
Das muss man etwas differnezierter sehen. Das Geld für die Flügel stammt mit Sicherheit nicht allein aus dem "normalen" Schuletat. Erstens wurde der Musiktrakt von drei Schulen im besagten Schulzentrum gemeinsam genutzt, zweitens wurden die Räume nachmittags auch an Musikschulen vermietet und drittens war der Musikraum mit dem "guten" Flügel gleichzeitig Hinterbühne der Schulaula, die gleichzeitig als Stadttheater diente. Insofern dürfte da einerseits Geld aus mehreren Töpfen zusammengeflossen sein, und zweitens auch durch die Vermietung als Unterrischtsräume und Theater wieder was reinkommen.
Jens
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