günstige Mikros

Erstellt 48 Antworten49 Beiträge
Startbeitrag#1
Hallo die Herren (und Damen?),
habe folgendes Problem mit meiner Band: Die besten Ideen kommen wie so oft bei spontanen Sessions und wie immer hat man´s natürlich nicht aufgenommen. Um das jetzt endlich zu ändern wollen wir uns was anschaffen, um immer und zu jeder Zeit aufzunehmen.
Was bisher da ist: Rechner mit Logic, Emagic EMI 2/6 sowie Tascam US-122, diverse Mischpulte. Unsere Idee nun: Einfach beim Jammen Logic aufnehmen lassen um evtl. "Eingebungen" einzufangen und für Songs nutzen zu können.
Da kommen jetzt die Mikros ins Spiel: Wir haben uns das so vorgestellt einfach jede Box (2xGitarre, 1xBass) abzunehmen. Da wir aber momentan nicht gerade im Geld schwimmenund die Aufnahme ja NUR zum Hören was man gespielt hat da sein soll schweben mir solche Billig-Mikros vor.
LINK: http://www.musicstorekoeln.de/german/shop/produktinfo.asp?info=PAH0002982-000
Meine Frage (ja, ich weiß ENDLICH ;-): Hat jemand die Teile schonmal benutzt, Erfahrungen gehört o.ä. Sind die so grottenschlecht, wie der Preis vermuten lässt?
Evtl. hat ja auch jemand noch ne bessere Idee wie wir das realisieren können...
Gruß und Danke,
Kiro
ZitierenPost melden
Antwort#2
Mit: Freqenzgang 70 Hz bis 13 kHz sind das Karaoke-Mikrofone. Gut ist der Werbetrick mit der Angabe: Professioneller Kunstoffcase.
Wenigstens ist damit "etwas" angeblich professionell. Nur auf so eine Verpackung kann ich verzichten.
Ich will lieber professionelle Mikrofone. Aber das sind sie leider nicht.
Justus
ZitierenPost melden
Antwort#3
Wenn es euch nicht um einen verwertbaren Klang geht, dann stellt ein Stereosystem aus zwei Mikros in den Raum- z.B. eine ORTF-Anordnung an die Decke. Dafür benutzt ihr einfach zwei möglichst ähnliche Kleinmembranmikros. Die kann man dann später wenigstens noch mal als drum overhead verwenden.


Beyer Condensor
ZitierenPost melden
Antwort#5
ok, es gibt eine zweite Kapsel dazu, mehr Schaltmöglichkeiten (die keiner braucht!) und einen Transportkoffer.
Meine Überlegung geht dahin, daß ein Mikro, wo alles Kohle in die rudimentäre Nierenfunktio (die Kugel brauchen die nicht) investiert wird, das Bessere sein könnte. Oder anders gefragt: Bauen die Chinesen, die an Uli liefern, tatsächlich bessere Membranen als Beyer ?
Das Beyer hat laut Webseite einen Frequenzgang (Niere) ab 30Hz und das Behringer klingt schon unter 200 etwa 3dB ab - erreicht bei 50Hz sogar 10dB Dämpfung (Nierenkapsel, ohne den bass cut!) Die angeblich 6dB mehr Geräuschspannungsabstand würde beim B5 ich mal so hinnehmen, denn die sind für die Applikation nicht relevant.
Ich habe beide nie gehört, aber traue dem Beyer mehr zu, da ich davon ausgehe, daß man dort mehr Knowhow hat, das auch in billige Marken fliesst, während sich die Uli-Lieferanten das Knowhow mutmasslich erst noch erarbeiten müssen.
Für oberbillig haben wir ja auch noch STAGG zu 49,-




staggmikro
ZitierenPost melden
Antwort#6
Für oberbillig haben wir ja auch noch STAGG zu 49,-
Auch das soll noch ab Herbst getoppt werden:
Ein aufeinander abgestimmtes Paar Kleinmembran Nieren Behringer C-2 für 57 ?.
Ansonsten halte ich das Datenblatt von Uli für realistischer als jenes von Eugen,
siehe auch die Polardiagramme. Eugen bleibt da zu nah am theoretischen Ideal.
Zu denken gibt mir auch die recht hohe Stromaufnahme von 6 mA (bei welcher
Speisespannung? - eine schwach dimensionierte Phantomspeisung könnte da
kapitulieren) Vorteil der Opus 53 (als Elektret) der Versorgungsbereich von
12 ... 48 V, insbesondere bei billigeren Vorverstärkern, die mitunter keine 48 V
zur Verfügung stellen, auch wenn "Phantomspannung" drauf steht.
Vom Handling ist mir das B-5 sympathischer, das opus 53 ist reichlich Plastik.
ZitierenPost melden
Antwort#7
Oder noch anders gefragt:
Sind die Beyerkapseln nicht auch chinesisch?
und:
Symmetriert Beyer inzwischen die Ausgänge seiner Billigmikros anständig?
Ich habe neulich die MCE 530 Dinger in die Kiste zurückgeschmissen und zwei 57er genommen. Die brummelten nämlich nicht so vor sich hin. Dynamische Billigmiks haben solche Probleme kaum.
und:
Ich habe in den siebzigern Aufnahmen mit Neckermann-Mikrofonen gemacht. (Das Stück DM 12,-) Kult! ... und auch heute noch anhörbar. Ich würde zum Ideen-Fangen tatsächlich eine Mehrspuraufnahme vorziehen, statt "kunstvoll" stereo. Da kann man denn auch mal solo hören: "Was mach ich da eigentlich?"
Grüße
Opi
ZitierenPost melden
Antwort#8
Hallo,
danke für die Antworten, ich denke von den Mikros werden wir Abstand nehmen. Auch wenn´s nur für die Ideenaufnahme dienen soll, da wir alle recht gute Studioaufnahmen gewohnt sind sehe ich die Übelkeit in den Gesichtern schon vorprogrammiert.
Ich überlege jetzt doch eher ein einfaches Mehrspurgerät zu kaufen. Da hätte ich allerdings auch ein paar Fragen: Wie könnte ich denn OHNE Mikros die Eingänge für das Mehrspur legen? Preampout an den Amps abzapfen? Haben wir letztes Mal probiert, klingt wie (naja....)
Welche andere technische Möglichkeit gibt es da? Sorry für die doofe Frage aber habe was sowas angeht echt NULL Plan. Ich stelle mir da irgendwas vor, was das Signal aus den Gitarren bevor es in den Amp geht auftrennt und einmal zum Amp und einmal zum Mehrspur schickt. Es geht halt eben darum an der eigentlichen Probesituation nichts zu ändern, d.h. die Amps müssen laufen wie bisher.
Danke nochmals,
Kiro
ZitierenPost melden
Antwort#9
Hallo Opi!
""Oder noch anders gefragt:
Sind die Beyerkapseln nicht auch chinesisch?""
Ein Narr, wer anderes glaubt. Beyer ist da - genau wie Sennheiser mit der Evolution und leider auch bereits AKG - mit der Opus-Serie längst auf den Billigmarkt aufgesprungen.
Ob die Kapseln dabei aus China kommen oder aus Osteuropa, "Made in Germany"
ist da nix mehr. Trotzdem würde ich auch die Beyer dem Behringer vorziehen!
Vermutlich haben die Heilbronner noch ein bißchen mehr Qualitätsgefühl - z.B.
weniger kaputte Geräte aus der OVP und mit großer Sicherheit einen wesentlich besseren Service als "Uli", der ja sogar den schon aus Deutschland "gesourcst"
hat. Der Service wäre mich mich auch das einzige Argument, mehr als sinnlose Interpretationen irgendwelcher Herstellerangaben.
""Ich würde zum Ideen-Fangen tatsächlich eine Mehrspuraufnahme vorziehen, statt "kunstvoll" stereo. Da kann man denn auch mal solo hören: "Was mach ich da eigentlich?""
Ganz richtig, wenn die Möglichkeit besteht ist das bei Rock-Musik absolut
vorzuziehen. Der weitere Vorteil: Durch das damit verbundene Close-Miking reichen dann auch wieder solche Mikros wie das "Stagg" was nichts anders ist als
SM58/57-Nachbauten, also wenn die Qualität der "Staggs" halbwegs stimmt (??) dann kann das sogar ganz gut werden und somit Basis "richtiger" Aufnahmen, solange (das Schlagzeug) noch 'Overdubt' werden kann.
Gruß,
Christopher
ZitierenPost melden
Antwort#10
Der Service wäre mich mich auch das einzige Argument,
Ich lach mich schlapp!
Was für einen Service erwartetst Du bei einem 80 ?-Mikrofon?
Daß beim Hersteller jemand den Mülleinerdeckel aufmacht, um
kaputte "Werke" wegzuwerfen, ohne dies in Rechnung zu stellen?
ZitierenPost melden
Antwort#11
Hi,
ihr könntet mal z.B. die Redbox von Hughes&Kettner antesten. Und den E-Bass über normale D.I.-Box (sofern kein verzerrter Sound).

Grüße
MartinP



Redbox
ZitierenPost melden
Antwort#12
Die mindestens genau so gute Alternative für das halbe Geld wäre: Behringer GI1000 Ultra-G.
Bitte keine Behringer-Diskussion.


Recording
ZitierenPost melden
Antwort#13
ich benutze diese mikrophone (siehe foto). Hat 600 OHM. Is n Kondensator Mikro und sehr empfindlich. nimmt jeden furz auf;-). geht auch nicht mit phantomspeisung sondern mit einer 1,5 volt batterie und die hält ewigkeiten. bin damit zufrieden aber ich kenne auch nix besseres;-). wies klingt habt ihr ja schon allzuoft gehört;-).
welches würdet ihr mir empfehlen für gesang? würdet ihr denn eins mit phantomspeisung nehmen oder gibt es heutzutage noch kondensator mikros mit batterie? oder extra phantomspeisung über n netzteil? habe n dynacord mischpult. taugt das denn überhaupt was?
danke vorab
gruss
alex


http://www.Nacht-Lager.de
ZitierenPost melden
Antwort#14
Hallo Uwe,
kann das Teil von Behringer leider nirgends finden. Ist die Typenbezeichnung richtig? Was genau ist das?
Gruß und Danke nochmal an alle,
Kiro
ZitierenPost melden
Antwort#15
Schaut aber nach einem unsymmetrischen Anschluss aus. Funktioniert das überhaupt in einer Studioumgebung?
ZitierenPost melden
Antwort#16
Hallo nochmal,
die H&K RedBox klingt genau nach dem was wir brauchen. Allerdings raffe ich nicht so ganz was die "Amp-Simulation" beinhaltet, bzw. wo der Unterschied zu einer "normalen" DI-Box liegt. Wird das Signal auf einen Klang "simuliert" der dem einer 4x12er bei Abnahme mit Mikro entspricht?
Habe hier noch was anderes gefunden:
http://www.thomann.de/behringer_di800_ultradi_pro_prodinfo.html#fpix
Würde das auch funktionieren? Kommt der Sound aus den Amps eigentlich bei DI´s vollkommen clean im Mischpult an oder angepasst jenachdem ob ich am Amp einen verzerrten Sound oder cleanen Spiele?
Sorry, falls meine Fragen ziemlich blöd für euch klingen, aber hier hat mal jemand geschrieben: Nur die Fragen, die man nicht stellt sind blöde Fragen...
Gruß,
Kiro
ZitierenPost melden
Antwort#17
Bei Mehrkanalaufnahmen brauchen die aber deutlich mehr, als nur die drei erwähntn Mikros und ob gerade die drei Billigviecher was taugen? Polymikrofonie erfordert bei einer Band ein Arsenal an Mikros, will man alles close aufnehmen. Das dürfte ja wohl klar sein. Und damit dürften auch die Anschaffungskosten klar sein. So eine Band kauft sich dann 10 Billigmikros mit denen sie nix anfangen kann ?
Ich bleibe bei meinem Rat, alles Geld erstmal in zwei Mikros reinzustecken, die man dann einen vernünftigen Zweck zuführen kann. Da der Fragende Mikros zu 39,- Euros ins Auge gefasst hat, wollte ich nicht viel höher gehen.
Es kann natürlich sein, daß das B5 besser klingt als das B5, aber objektiv gesehen sind beide von mindeer Qualität. Da ist es egal, ob ich einen Klang von Note 5 oder eine 5- habe, oder?
Deine Vermutung, ob Beyer Kapseln in China bauen lässt, würde ich mal als Frage in den Raum stellen. Kann das jemand bestätigen ?
Falls B. tatsächlich mit einem2er- Mikrosatz zu 57,- rauskäme, frage ich sofort: Wofür ? Wie billig soll es denn noch sein?
Ein Mikro ist ein Anschaffung für Jahre und die Vorstellung, es düfe dann nicht mehr kosten, als eine Tankfüllung, ist irrig. Für alle Produkte gibt es eine Kostengrenze. Es muss gelagert, gelabelt, ge-handle-t und geliefert werden und das sind überwiegend Fixkosten. Sicher wird ein Händler und Verkäufer versuchen, bei höherpreisigen Produkten, die man seltener verkauft, einen höheren Gewinn zu nehmen, aber am Ende muss man zusehen, daß bei einem handling-Vorgang samt Fakturierung ein Mindestsatz an euros umgesetzt wird.
Wenn man sich ein Produkt zu 10 Euro ansieht, so sind da i.d.R. um die 8 Euros im Verkauf. Bei einem Produkt zu 20 Euro bleiben vielleicht 12 Euro hängen, aber damit stehen bei letzterem 8 für die Produktion und bei ersterem nur deren 2 zur Verfügung. Keine Frage, daß des 20,- Euromikro das Wirtschaflichere ist.
Ich würde mal schätzen, daß Mikros im Bereich 100-200 Euro am wirtschaftlichsten sind.
ZitierenPost melden
Antwort#18
Hi Kiro,
die Redbox schleift man zwischen Gitarren-endverstärker und Box ein, d.h. du hast immer den an der Box anliegenden Sound (clean oder crunch) mit allen Effekten auch am D.I. out, also Recording-Ausgang, der Redbox. Der Ampsimulator imitiert sozusagen das Verhalten einer 4x12" Gitarrenbox ggü. dem Endverstärker. Einfach ausgedrückt könnte man sagen, dass u.a. eine Frequenzgangkorrektur vorgenommen wird, damit das D.I. Signal nicht zu sägend und unnatürlich erscheint (eben nicht der Sound, den du bekommst, wenn du den Preamp-out des Gitarrenverstärkers aufnimmst).

Grüße
Martin
ZitierenPost melden
Antwort#19
Hallo Kiro...
"die H&K RedBox klingt genau nach dem was wir brauchen. Allerdings raffe ich nicht so ganz was die "Amp-Simulation" beinhaltet, bzw. wo der Unterschied zu einer "normalen" DI-Box liegt."
Die "Speaker-Simulation" besteht im wesentlichen aus einer Frequenzganganpassung, um den Amplitudenfrequenzgang einer typischen 4*12"-Box nachzuahmen. Mehr passiert da AFAIk nicht - weder bei der Red Box noch bei der Behringer-DI. Letztere heißt übrigens GI100, nicht 1000 (s.Link).
Der zweite Unterschied zu einer "normalen" DI liegt in der hohen zuschaltbaren Vordämpfung, die es erlaubt, sie auch am Boxenausgang zu betreiben (allerdings bitte IMMER nur parallel zu einer angeschlossenen Box, die Teile haben KEINE Lastwiderstände!!).
"Wird das Signal auf einen Klang "simuliert" der dem einer 4x12er bei Abnahme mit Mikro entspricht?"
s.o., so ungefähr, ja. Einige Charakteristika eines echten, Mikro-abgenommenen Lautsprechers gehen verloren, aber die erzielbaren Ergebnisse sind recht ordentlich. Für den hier diskutierten Zweck jedenfalls voll ausreichend und wegen des nicht vorhandenen Übersprechens in einer beengten Probreaumsituation sicher sogar die bessere Wahl.
"Kommt der Sound aus den Amps eigentlich bei DI´s vollkommen clean im Mischpult an oder angepasst jenachdem ob ich am Amp einen verzerrten Sound oder cleanen Spiele?"
Das kommt darauf an, wo du die DI-Box anschließt. Wird das Signal direkt am Verstärkereingang abgegriffen (wie z.B. beim Bass üblich), ist das Signal immer völlig clean und klingt ohne weitere Hilfsmittel nicht nach E-Gitarre.
Viele Amps haben einen Line-Out, der i.d.R hinter der Vorstufe, aber vor der Leistungsendstufe sitzt. Damit hat man zwar Unterschiede zwischen verzerrt und clean (unterschiedliche Übersteuerung der Vorstufe), aber der leichte "Crunch" bei cleanen Sounds oder das letzte Quentchen "Brachialzerre" geht verloren, weil dies erst die Endstufe im Zusammenspiel mit der Box erzeugt.
Bei Anschluss parallel zur Box (bitte nicht mit normalen passiv-DIs versuchen, und bei den dafür vorgesehenen peinlich genau die Anleitung lesen und befolgen) hat man genau das Signal, was auch am LAutsprecher anliegt. Mit eingeschalteter Speaker-Simulation bekommt man einen Sound aufs Band, der im wesentlichen einer Mikro-Abnahme entspricht. Wie gesagt, nicht 100%ig, aber brauchbar.

Jens


UltraG GI100
ZitierenPost melden
Antwort#20
hi martin, ja ich habe den stecker abgezwickt und nen xlr stecker drangelötet. is zwar immer noch unsymmetrisch aber solange ich keine störungen drin hab ist es mir egal ob symmetrisch oder nicht. wenn das kabel gut abgeschirmt ist passiert da nix.
ZitierenPost melden

Deine Antwort

Du kannst ohne Anmeldung schreiben.