vergleich frequenzgang von cassette und cd

Erstellt 11 Antworten12 Beiträge
Startbeitrag#1
Hallo,
ich bin auf der Suche nach einem Vergleich (Frequenzgang, Dynamik) von Cassette und CD (evtl. auch noch DVD-Audio)?
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Antwort#2
Dynamikwerte des Aufzeichnungsmediums: Cassette 45 dB, mit Dolby B 50 dB, CD 90 dB, DVD-A 24 bit 96 kHz 120 dB, höhere Werte als 120 dB sind gelogen, weil nur theoretisch. Dass Heavy Metal nur 1 dB Dynamik hat, wird davon nicht tangiert.
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Antwort#3
Frequenzgang CC: bis ca 16 kHz
Manche Hersteller von Cassettenrecordern gaben bis 20 kHz an, die wohl nur unter "Idealbedingungen" zu erreichen waren.
Der Frequenzbereich von industriell hergestellten (kopierten) MCs dürfte sogar schlechter sein, da die Bänder mit einem Vielfachen der Abspielgeschwindigkeit kopiert wurden.
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Antwort#4
wobei 16khz eine enorme technische Leistung ist, wenn man bedenkt dass man 4 Spuren auf einem 1/8" Band bei einer Geschwindigkeit von 4,25cm/sec hat...


Tonzauber - einfach klassisch!
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Antwort#5
wobei 16 kHz eine enorme technische Leistung ist, wenn man bedenkt, dass man 4 Spuren auf einem 1/8" Band bei einer Geschwindigkeit von 4,25cm/s hat...
Das Band ist 3,175 mm = 0,3175 cm breit und bewegt sich mit einer Geschwindigkeit von 47,625 mm/s = 4,7625 cm/s.
Die oben angegebene Geschwindigkeit (4,25 cm/s) ist nicht korrekt
Dabei sind die 16 kHz wahrhaft eine enorme technische Leistung.
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Antwort#6
... und in der Realität wohl nur für Bänder gilt, die mit dem Gerät abgespielt werden, mit dem sie auch aufgenommen wurden. (Stichwort: Azimuth)
jaja, die gute alte Zeit ...
PS: Werden heute überhaupt noch CCs für Musik und Hörbücher hergestellt oder ist das Medium inzwischen auch gestorben? Immerhin sind sicherlich auch heute noch mehr Autoradios mit Cassetten- als mit CD-Laufwerken ausgestattet?
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Antwort#7
mea culpa :)


Tonzauber - einfach klassisch!
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Antwort#8
"Dass Heavy Metal nur 1 dB Dynamik hat, wird davon nicht tangiert. "
Bei aller Liebe: Nein. Hör' mal die alten Iron Maiden: "666" hat mehrere extreme Lautstärkebögen, die mit den Spannungsbögen perfekt zusammenpassen.
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Antwort#9
Die alten Iron Maiden: "666" hat mehrere extreme Lautstärkebögen, die mit den Spannungsbögen perfekt zusammenpassen.
Ach, mit welcher Dynamik?
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Antwort#10
Lieber Juppy,
liebe Mitleser,
'das' ist ein kleines Missverständnis, denn die aufgezeichneten Wellenlängen bleiben gleich. Es veschiebt sich lediglich der zunehmend schmaler werdende Gesamtfrequenzbereich, wodurch andere Auslegungen der Köpfe, Verstärker, vor allem aber der Mechaniken der Kopieranlagen nötig wurden. Hier fand übrigens die Crossfieldtechnik eine ihrer 'fürmnehmsten' Aufgaben.
Ansonsten -und das das gilt nun dem O-Poster- war die Cassettentechnik Schoenmakersschen Zuschnitts dasjenige Departement der Analogtechnik, das sich am unverblümtesten (und anfänglich schutzlosesten) so ziemlich jedem längst bekannten und durchschauten Problem der Analogtechnik offen aussetzte. Man bedenke, dass es neben den elektrischen Werten auch eine problematische Bandführung, die über die Gerätelebensdauer immer undefinierter werdende Bewegung der Kopfträgerbrücke oder ein aufgrund des Cassetteneinflusses schlecht konstant einzurichtender Bandzug waren, die die Qualität limitierten. Soweit ich weiß, modifizierte man weiland anfangs der 1970er daher auch einmal die HiFi-Norm 'nach unten', um den Casssettenrecordern erste Möglichkeiten einzuräumen, auch schon ''mal HiFi' spielen zu dürfen.
Andererseits muss es faszinieren, dass unter der Bedingung (!!) "das-kann-ja-nichts-werden" dennoch so viel herauskam, selbst wenn die 'Programmaustauschbarkeit' oft nicht einmal auf dem eigenen Gerät gewährleistet blieb (DOLBY!!!!); von dolbysierten Aufnahmen auf Fremdgeräten schweigt des Sängers Höflichkeit (bis zum Schluss und auch ganz nach oben hinauf).
Ehe ich'svergesse: Es gibt eine Verwandtschaft zwischen Cassette und CD. Einer der Pioniere der CD neben J. Schoenmakers, Lou F. Ottens, vertrat zuvor auch bei der Cassette Vaterschaftsstelle.
Insgesamt muss in jenen 20 Jahren zwischen 1960 und 1980 (+) bei den Philips-Herrschaften in Eindhoven, NL (CD) und Hasselt, B (MC) ein beachtliches Potenzial vorhanden gewesen sein. Zwei weltweite Würfe in der damals bereits recht dynamischen Medienindustrie über 20 Jahre stellen für unsere Zeit eine regelrechte Herausforderung dar.
Wie jenes intellektuelle 'Potenzial' mit [s]einer wesentlichen Peripherie kommunizierte, und so den Einstieg Japans und (bei der CD) auch der DGG möglich machte, führt hier zu weit ab. Nichtsdestoweniger dürfte speziell eine auf die DGG zurückzuführende Eigenschaft der CD, die noch dazu sehr, sehr spät ins Projekt kam, dazu geführt haben, dass sie die Gesamtbranche umkrempelte: Subcode mit Tracks und Indices.
Hans-Joachim
Technische Werte kann ich faktisch auf der ganzen Breite des Verfahrens offerieren, also auch hinsichtlich der Forschungen zu den Laufeigenschaften des Bandes in der Cassette bei BASF und AGFA.
Hans-Joachim
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Antwort#11
Hallo Kollege,

wo wird am meisten gelogen?
Antwort: Vor der Wahl, im Krieg und nach der Jagd!
Und: Beim Frequenzgang der Cassette!
Man darf nämlich nicht vergessen, daß die maximale Bandmagnetisierung bei der CC mit 250 nWb/m festgesetzt ist! Zum Vergleich: Mono-Vollspur bei 19 cm/s und 38 cm/s beim Schnürsenkelband: 320 nWb/m und bei Stereo mit 0,75 mm Trennspur: 514 nWb/m, wegen a) 1 dB Verlust durch die Trennspur und 3 dB wegen des statistischen Inkohärenzfaktors der Stereoaufnahme.
Fazit: Die CC liegt also schon von vornherein mit dem Maximalpegel 6 dB unterhalb des Pegels einer Stereoaufnahme mit 38 cm/s!
Und jetzt kommt's noch dicker: Bei allen Magnetbandgeräten wird der Frequenzgang 20 dB unterhalb des Maximalpegels gemessen. D.h. konkret: bei 25 nWb/m! Mißt man nämlich bei der CC den Frequenzgang bei Vollpegel von 250 nWb/m, so ist es vorbei mit einer Bandbreite von 16 kHz, geschweige 20 kHz! Da geht es nämlich schon bei 8 kHz kontinuierlich abwärts und bei 16 oder gar 20 kHz sind die Magnetisierungsverzerrungen derart hoch, daß die Oberwellen schon sehr intensiv Interferenzen mit der Vormagnetisierungsfrequenz bilden, die man dann auch als "zwitschern" hören kann.
Macht man das bei 38 cm/s und 514 nWb/m, dann geht das gerade noch gut und der Frequenzgang ist annähernd so wie bei 20 dB unterhalb dieses Pegels. Voraussetzung ist natürlich, daß die Maschine optimal eingemessen ist.
Bei der CC ist dies nicht möglich, auch nicht mit Chromdioxid- oder Reineisenband.
Dazu kommt noch: Bei Studiogeräten für 19 und 38 cm/s ist das Toleranzfeld für den Frequenzgang über Band nur +/- 1 dB breit und erweitert sich erst oberhalb 15 kHz und unterhalb 100 Hz auf +/- 2 dB.
Bei CC-Geräten nach "Hifi-Norm" ist das Toleranzfeld des angegebenen Frequenzgangs +/- 5dB (!) und erweitert sich an der oberen und unteren Grenzfrequenz bis auf -7 dB (!!) und das bei einem Pegel von 25 nWb/m!
Es möge sich jeder selbt seinen eigenen Kommentar dazu bilden.

Mißt man dagegen den Frequenzgang eines digitalen Aufnahmesystems - egal ob 14, 16, 20, oder 24 bit und egal ob 44,1; 48; oder 96 kHz Fs, dann ist der pegelunabhängig exakt linear von nahezu 0 Hz bis hinauf zu 20 kHz und 0 dBfs!

MfG
Rainer
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Antwort#12
Hallo alle zusammen,
vielen Dank für eure zum Teil sehr detailierten Antworten und eure Mühe. Sie waren sehr hilf- und auch lehrreich.
Viele Grüsse
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