Hallo, ich habe schon einige Eurer Beiträge Sinnvoll verwärten können nun bin ich jedoch an ein problem geraten, vielmehr, habe ich bereits eine vorstellung, wie ich es bewerkstellige, suche nur eine theoretische abnahme durch die "profis" hier im Forum. Und zwar dreht es sich um eine Produktion eines Chores, er singt akkapella, und besteht aus frauen und männer (sprich, Sopran, Alt, Tenor, Bass). Aufnahmeort wird wohl eine Kirche sein. Nun soll das aufgenommene Signal aber nicht nach irgendwie lifemitgeschnitten klingen, sondern typisch nach cdproduktion. Ich hatte da an ein Stereomikrofon vor/über dem Chor gedacht sowie für jede stimme ein Stützmikrofon. Um den Raumklang mit einzufangen dachte ich an zwei weitere Mikrofone am Ende des Kirchenschiffes um ihn später in einem niedrigen verhältnis mit hinzu zu mischen. Nun bräuchte ich noch 'nen tip, welche mikrofone (richt, oder Niere/hyperniere, Kugel .... und wie ich den sound im endeffekt wirklich Dicht und eben NICHT nach Life hinbekomme. vielen Dank für die antworten. Dirk
Wo ist denn nach Deiner Auffassung der klangliche Unterschied zwsischen Liveaufnahme und CD-Produktion? Anders gesagt, ist mir nicht klar, worauf du hinaus willst. Geht es um die Vermeidung des Studioklanges bei Chören (kleiner Raum) - oder die Vermeidung von Live-Fehlern ? Oder willst Du genau den Studioklang? Zu Deinem Vorschlag: Ein Stereo-AB liefert in einer Kirche bereits ordentlich viel und auch klaren Hall: Weitere Hallmikros sehe ich da nicht.
Junge, lern mal rechtschreiben....(und korrigier auch Deine Homepage...) Wie immer beim Thema Choraufnahmen sei auf den alles erklärenden Link von Kollege Rainer verwiesen: http://www.stageaid.de/stageaid/stages6.htm. Desweiteren schliesse ich mich der Frage von Studio96 an - wieso sollte eine Liveaufnahme in einer Kirche anders klingen als eine CD-Aufnahme in einer Kirche?
Typisches StartUp - vom Hobby-Heimstudio zum kommerziellen Anbieter? Meine Empfehlung wäre gewesen, noch einige Zeit zu experimentieren, damit er nicht zu jeder Standardsituation bei den "profis" nachfragen muß. Wer sein Geld mit Aufnahmen verdienen will, nicht weiß, wie man einen Chor (in einer Kirche) abnimmt, und glaubt, es gäbe (außer der Nachbearbeitung durch den Schnitt) wesentliche Unterschiede zwischen "Mitschnitt" und CD-Produktion, oder meint, ein Mitschnitt dürfe wohl eine geringere Qualität haben, ist vielleicht noch nicht ganz soweit. Was macht so jemand bei einer Produktion, wenn er dann aus 10 Einspielungen plus Reparaturen am Schneidetisch eine Endfassung erstellen soll? Das Forum kann Laien gerne Hilfestellungen geben - aber eine Ausbildungstätte für "unprofessionelle Professionelle" soll es doch wohl nicht sein?
"Was macht so jemand bei einer Produktion, wenn er dann aus 10 Einspielungen plus Reparaturen am Schneidetisch eine Endfassung erstellen soll" Er schnippelt alles zusammen, um sich dann vom Chorleiter sagen zu lassen, daß Fragment 4 und Fragment 6 tempomässig nicht passen und an den Übergangstellen Tempobrüche begangen wurden. Dann fragt er im Forum, mit welchem Plugin man das beheben kann.
Hallo Dirk, wenn ich deine Mail richtig interpretiere, möchtest du in einer Kirche eine Choraufnahme machen, die klingt als wäre sie in einem Studio aufgenommen worden? D. h. der Chor singt ohne Publikum? Wenn ja, hast du schon mal keine hustenden Menschen und türschlagende "Zuspätkommer" zu befürchten. Grundsätzlich: - Ist die Kirche "leise" genug, d. h. kein Verkehrs- & Flugzeuglärm, kein Glockengebimmel in der ppp Solostelle. Ist eine Heizung/Klimaanlage vorhanden, wenn ja, machst diese im Betrieb Geräusche und sollte dann ausgeschaltet werden. - Gibt es Stromanschluß, wo kann ich mein Equipment so aufbauen, das es keine Geräusche auf der Aufnahme hinterläßt - Ist der Chor überhaupt in der Lage "studiomäßig" aufzunehmen, oder ist nach der dritten Wiederholung die Luft weg. Wenn ja, dann mach doch lieber eine Liveaufnahme, hier müssen sich alle zusammenreißen und werden wirklich ihr bestes geben. - Was unterscheidet eine Studioproduktion von einer Liveproduktion? -- Du kannst Stücke mehrfache aufnehmen, gibt dein Aufzeichnungseqipment das her? (Festplattenkapazität, Back-Up Kapazität) -- Meist wird künstlicher Nachhall zugemischt, oftmals wird in Polymikrofonie gearbeitet. Für Chöre sind grundsätzlich Kleinkapselmikrofone empfehlenswert. Bei einem mittleren Chor können da schon mal 20 Mikrofone erforderlich sein. -- Manchmal wird auch nacheinander eingesungen, damit das Endergebnis "sauberer" klingt, das ist aber eher eine Sache für Profis, weil es unter anderem etwa 20 Kopfhörer mit entsprechendem Material bedeutet. -- Wenn du eine solche Aufnahme noch nie gemacht hast, könnte eine Aufstellung wie folgt aussehen: A/B System mit zwei Kleinkapselkugeln, Abstand ca. 2,5m, Höhe ca. 3...3,5m, ca. 1m vor dem Chor. Chor halbkreisförmig aufgestellt, hintere Reihen auf Podest. Im Chor ca. 8 ... 16 Stützen in Form von Kleinkapsel Nieren verteilen, je ca. 1m über dem Chor, bitte nicht so verteilen daß es gut aussieht, sondern so das es ausgewogen klingt. Jedem Chormitglied eine Nummer in die Hand drücken, damit sich alle nach der Pause wieder richtig einreihen. Standorte mit Tape markieren, Fotos anfertigen. Alle Mikrofone sollten Kondensatormiks sein. Dein Mischpult sollte einigermaßen wenig Eigenrauschen aufweisen, ob der Behringer ausreichend gut ist, kann ich nicht beurteilen. Am wichtigsten ist ein guter Draht zum Chorleiter. Es gibt im wesentlichen drei Arten von Chorleitern, ich wünsche dir Nummer 1: Der Kooperative: Hat ein Konzept, weiß wieviele Stücke aufgenommen werden sollen, kann unterscheiden das die Reihenfolge beim Einsingen anders sein wird als auf der CD. Einem solchen Chorleiter brauchst du nur zu sagen, er möge mit zwei leichten Stücken beginnen, nicht mehr als 4 Versuche pro Lied und gleich danach die schweren Stücke wegarbeiten. Auch möge er, sobald ein "roter" Ton zu hören war, gleich mit dem Wiederholungstake beginnen. "Gelbe" Takes bleiben stehen, "grüne" Takes sind eh selten genug, das wird er schon von allein hören. Der Chaot: Hat 20 Lieder im Gepäck, fängt mit den Proben vor der Aufnahme an, hat kein Zeitgefühl und bringt alle ordentlich ins Schwitzen. Ist eigentlich ganz nett, aber kann sich zu nichts entscheiden, möchte lieber jeden Take mitnehmen damit man nachher noch etwas zusammenschneiden kann. Hier ist der Chorleiter meist dankbar, wenn der Aufnahmetechniker eher resolut vorgeht, einen Zeitrahmen vorgibt, lenkend eingreift und den "Überblick" behält. Der Despot: Immer wieder anzutreffen sind Chorleiter, die es gewohnt sind, das sie auf jeder Baustelle der Chef sind. Sie haben alles schon einmal gemacht, könnten im Prinzip auch die Aufnahmen machen, müssen sich aber Priori um den Chor kümmern, wissen garantiert mindestens genauso gut wie der Aufnahmetechniker wo die Mikrofone stehen sollen oder gerade nicht stehen dürfen. Werden sofort nach dem ersten Take reinhören und sagen: "Da müssen Sie aber noch ein bißchen dran arbeiten." Nachdem das Rangverhältnis geklärt ist, ist es manchmal sehr hilfreich nach einem furios gesungenen Lied, achselzuckend zum Chorleiter zu schlurfen und ihm mitzuteilen, daß man gerade vergessen hat, die Aufnahmetaste zu drücken. Nachdem man auf diese Art Narrenfreiheit erlangt hat und sich an den Spruch "....wir machen jetzt ein Aufnahme, bitte drücken Sie die rote Taste...." gewöhnt hat, kann es eigentlich nur noch besser werden. Fröhliches "Take recording" M. Hein
Ich habe mir gerade mal Deine Hompage näher angesehen. Mal ganz ehrlich, wenn ich mir ansehe, was Du und Dein Team da alles anbietet, kann ich mich des Lästerns nicht so ganz erwehren! Ich bin der Ansicht, daß Du Dich mit dem Überangebot an Tonaufnahme auf allen Gebieten was hörbar ist, Beschallung etc. etwas übernimmst. Es wäre vielleicht nicht ganz verkehrt, sich auf einen kleineren Bereich zu spezialisieren und das dann perfekt zu machen. Das ist meine persönliche Meinung. Ich verstehe nämlich nicht ganz, daß Du auf der einen Seite solche Großaufnahmen wie Bach's Weihnachtsoratorium machst (hier mußtest Du doch klare Vorstellungen haben wie das fertige Produkt klingen soll und ein Konzept für die Aufnahmetechnik erstellen), andererseits aber immer noch fragen mußt wie man a-capella Choraufnahmen macht, welche Mikrofone man da verwendet und wie man die stellen soll. Auf meinen Artikel im stageaid-Magazin hat der Kollege von ORF schon hingewiesen - brauche also dazu keine weiteren Ausführungen zu geben. Laß auf jeden Fall aber die Supernieren weg! Und auch die Raummikrofone. Sooo still ist es in einer Kirche gar nicht wie man immer glaubt. Geräusche die mehrere 100 Meter entfernt sind und die man in der Kirche beim "live-hören" nicht hört, hört man dann oftmals über die Mikrofone! Es ist außerdem fast schon eine Paradoxie, wenn Du einerseits Supernieren verwendest die den Raumklang stark ausblenden, andererseits aber die Raumklang wieder mit entfernt aufgestellten Kugeln einfangen willst. Wie groß ist denn der Chor, wieviel Sänger/-innen ? Wenn Du als Grundmikrofonierung das "M" anordnest wie ich es in meinem o.g. Aufsatz beschrieben habe und dazu ein paar Meter vor dem Chor noch eine A/B mit 2 Druckempfängern oder alternativ eine M/S mit einem Druckempfänger, dann ist es nur eine Frage Deiner Hörerfahrung und Hörübung das ganze zu einem chorischen Klang mit sakralem Charakter zu mischen. Es gibt keinen Unterschied zwischen "Liveklang" und "CD-Produktionsklang". Wessen "Erfindung" oder wessen "Aberglaube" ist das denn? Entweder es klingt gut und wird dem Charakter des Musikwerkes gerecht, oder es klingt schlecht und/oder die Aufnahme verfehlt den Chrakter des Werkes.
hallo rainer, deine einwände sind in sofern berechtigt, dass du ja nicht weißt, was schon alles realisiert wurde, in den aufgeführten referenzen ist bachs oratorium die fast größte sache gewesen, die auch veröffentlicht wurde, und das master war auch recht gut und klang warlich nicht nach live, bloß bach ist ja nun ein komponist, der arrangements geschrieben hat, die recht dicht waren, warscheinlich war es auch daher etwas einfacher... ich hatte vor kurzem eine aufnahme eines chores gehört, die wirklich alles anderes als dicht geklungen hat....eher so, als wenn man hinten in der kirche irgendwo steht und die akustik des gebäudes auch nicht sonderlich ist. und da nun keine instrumente weiter vorhanden sind, muss der chor acapella gut klingen. aber danke für die antwort. hilft schon viel weiter. Dirk
"... muss der chor acapella gut klingen." Nur eine kleine Anmerkung: Es heißt weiterhin auch in der neuen Rechtschreibung: A Cappella A Cappella mit zwei p und zwei l. Selbst wenn das sehr viele falsch machen. Wir vom Ton sollten jedenfalls wissen, wie es richtig heißt. In Rom-Vatikan wird "Cappella Sistina" nur so geschrieben. Darum: A Cappella mit zwei p und zwei l. siehe auch hier: http://de.wikipedia.org/wiki/A_Cappella Jetzt nicht rumjammern. Auch vom Falschschreiben geht die Welt nicht unter und wir haben Wichtigeres zu tun, als uns um die Rechtschreibung zu kümmern.
Na sicher arbeitet man mit Plugins. Das sind die kleinen Helferlein, um den Sound größer, breiter, dicker und wärmer zu machen. Man muss doch die schlechten Mikrofone oder die nicht gelungene Musik verbessern. Mindestens braucht man doch einen anständigen Autotune, wie hier: http://www.analogx.com/contents/download/audio/autotune.htm Wenn man den nicht hat, würde alles ganz schlimm klingen. Besonders gut für Acapulco-Chor.
kannst Du mir bitte mal erklären, was Du mit dem Begriff "dicht klingen/geklungen" etc. meinst? Bei 50 Sängern kommst Du mit meiner "M"-förmigen Anordnung gut hin.
An einem RS-Fehler würde ich mich nicht stören- ich ärgere mich aber über die notorische Kleinschreibung, die einem das Lesen verleidet ... daher Antwortboykott.
Ein Rechtschreibfehler stört mich auch nicht. Die notorische Kleinschreibung ist schon viel ekelhafter. Bei dem Musikwort A Cappella bin ich nicht so tolerant, weil ich das als Tontechniker sehe. Wenn andere Menschen dieses Wort falsch schreiben, dann ist das egal. Wenn aber Produzenten oder gar Chorsänger ihren Gesang falsch schreiben, dann ist das doch sicher anders zu bewerten. Ich schließe mich an: A Cappella mit zwei LL und zwei PP A CAPPELLA
"Bei einem mittleren Chor können da schon mal 20 Mikrofone erforderlich sein." Bitte was? Du willst doch nicht wirklich jeden (zweiten) Sänger stützen / direkt einsingen lassen ? Ich habe diesbezüglich einige Versuche hinter mir (mit kleinerer Besetzung) und kam immer auf einen undurchdringlichen Klang infolge der vielen Mikros und Kammfilter oder zu musikalisch schlechten Ergebnissen, weil die Sänger vereinzelt aufgenomen wurden (wegen des nötigen mkroabstandes). Ich habe auch die Vorteile / Mischreserve mal abgecheckt und festgestellt, daß derart nahe und viele Stüzen kaum nötig sind - zumindest nicht bei typischen Chorgrößen um 30-40. Vor Allem fördern sie nicht die gewünscht Präsenz zutage, sondern man gekommt nur mehr unerwünschte Explosivlaute rein. Ein typische 4-fach-Vorhang als ragisterorientierte Stützen in der üblichen Distanz sind IMHO (und auch nach Ansicht der chorleiter) oft noch zu deutlich und vereinzelnd. Klanglich ist das allenfalls etwas für Gospel oder modernen A Cappella (mit zwei "pp" und zwei "ll" - wie ich heute gelernt habe) "-- Manchmal wird auch nacheinander eingesungen, damit das ndergebnis "sauberer" klingt, das ist aber eher eine Sache für Profis," Das ist vor Allem deshalb etwas für Profis, weil mehrgleisiges Einsingen oft zu musikalischen Arythmien führt.