wie gut/schlecht ist ein mitec joker pult?

Erstellt 7 Antworten8 Beiträge
Startbeitrag#1
Hi,
ich hab vor kurzem ein mitec joker 24kanal pult für unheimlich wenig geld gekauft (so wenig, dass ich nicht widerstehen konnte). allerdings hab ich keine ahnung, ob das pult was taugt. was haben die pulte für einen ruf? wie sind die vorverstärker, die eq's, usw?
allgemeine statements oder persönliche erfahrungen...?mir ist alles recht.
danke im voraus.
jonas
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Antwort#2
Diese ordentlich schmeichelnde Werbung gibt uns Mitec zu seinem Pult:
Seit ca. 30 Jahren entwickelt und produziert Mitec Music professionelle Mischpulte für Live-Events und für Festinstallationen. Unsere Entwickler haben sich immer daran gestört, dass es zu keinem Zeitpunkt "Ihr" Pult auf dem Markt gibt - und wenn, dann zu abenteuerlichen Preisen. Mitec Music hat sich seit den ersten Tagen vorgenommen, diese Tatsache zu ändern,und wir sind an unsere Aufgabe etwas anders herangegangen. Dies ist uns relativ leicht gefallen, weil unsere Mitarbeiter fast täglich am Mischpult Ihren Job zu erledigen haben. Daher wissen wir aus der Praxis, was unsere Pulte können müssen. Das Ergebnis war im Jahre 1990 der "JOKER", das erste Vari-Desk-System, das bei Mischpulten modular realisiert wurde. Es vereint "unsere" Wünsche bezüglich Flexibilität, Modularität, Rentabilität und natürlich Audio-Qualität. Dieses System hat seine Leistungsfähigkeit längst bewiesen und findet aktuell im Mischpult "EVENT" seinen neuen, maximalen Entwicklungsstand. Wir haben Ihnen zugehört, und es sind viele Anregungen unserer User mit in unsere neuen Spitzenprodukte eingeflossen. Die größeren Konsolen bieten verschiedene Grundausstattungen und Standardkonfigurationen, die, je nach Bedarf und Ihren speziellen Wünschen, erweitert werden können. Daher können Sie "Ihr" Mitec-Mischpult nicht von der Stange kaufen.


Mitec 'JOKER' Vari-Mischpult-System von 1990
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Antwort#3
ich kann mich nur an einige damalige Events erinnern: Wenn´s auffällig schlecht klang war meistens ein Mitec-Pult am Start. Diese Geräte wurden berühmt-berüchtigt für ihren harten, schrillen Sound und die wirklich unglücklich arbeitenden Equalizer. Deshalb verschwanden diese Pulte auch relativ bald wieder in der Versenkung. Allerdings muß man zugute halten, daß die Features für die damalige Zeit wirklich durchdacht und sinnvoll waren - es scheiterte lediglich am Klang der Pulte.
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Antwort#4
Ich hab von 1984 bis 1997 ein mitec 1202 als "Arbeitspferd" für mein Live-Recording-Setup gehabt. Damals, 1984, war es das 12-in-2 Pult mit dem damals besten Preis-Leistungs-Verhältnis (unglaublich teuer für die heutige Zeit).
Achtung: Alle XLRs waren verpolt beschaltet (steht aber auch auf dem Gehäuse) 1=GND, 2=COLD, 3=HOT. Deshalb hab ich ziemlich früh Umpolschalter eingebaut.
Für 2000 DM gab es:
12 elektronisch-symmetrische Mikrofoneingänge ohne Phantomspeisung
keine Klinken-Line-in, dafür Pad-Schalter, diskrete Transistorschaltung
-127 dB (lt. Prospekt -131 dB) E.I.N.
Gain 60 dB
Hi EQ 10 kHz
Hi-Mid EQ 2,5 kHz
Lo-Mid EQ 300 Hz
Lo EQ 80 (?) Hz
2x Monitor (fest Pre-Fader) Send
2x Effect (fest Post Fader) Send
Pan
"Solo", in Wirklichkeit wars PFL
60 mm Fader, ziemlich schwergängig. Machen aber heute noch keinerlei Kratzen!
Effektreturn: 2x Mono, je Pan-Pot und 60 mm Fader
Talkback: Unsymmetrisch beschaltete XLR-Buchse
Summe: Hi und Low Master-EQ (100 Hz / 10 kHz)
Analog-VU-Meter, Unsymmetrische XLR-Ausgänge 1=2=COLD, 3=HOT
Gesamt: Sehr schweres Stahlblechgehäuse (Pult wiegt so um die 20 kg), weiche Armauflage, Kanalzüge auf einzelnen Platinen, aber die Summenschienen gehen als durchlaufende Drähte durch alle Platinen durch. Gehäuseaussparung für Harting-Multipin-Stecker, mit Blindplatte abgedeckt.
Mit dem oberen Mitten-EQ muss man tatsächlich sehr vorsichtig umgehen.
Viele Grüße
Michael
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Antwort#5
Achtung: Alle XLRs waren bei dem Mitec-Pult verpolt beschaltet (steht aber auch auf dem Gehäuse) 1=GND, 2=COLD, 3=HOT.
Deshalb hab ich ziemlich früh Umpolschalter eingebaut.
Wenn man dieses Pult nur für seine Mikrofone verwendet, wo liegt das Problem, wenn es eine 2-3-Verpolung gibt. Das ändert doch nur die "absolute" Phasenlage und das sollte hörmäßig doch nichts ausmachen. Elektrisch kann das auch keine Probleme geben.
Früher wurde professionell zur "Noiese-Reduction" bei Tonbändern das Dolby-A-Verfahren benutzt. Alle trafosymmetrischen Dolby A Geräte waren am Eingang und am Ausgang mit 3 = hot angegeben. Das hat im Betrieb nichts ausgemacht, auch wenn man es mit symmetrischen Geräten verwendete, die 2 = hot hatten.
Etwas anderes sind unsymmetrische Anschlüsse. Wenn da ein unsymmetrisches Gerät mit 3 = hot auf ein unsymmetrisches mit 2 = hot stieß, dann war quasi Kurzschluss für die "Musik" und nicht ging mehr.
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Antwort#6
Kann ich nur bestätigen. Der damalige Beschaller bei dem ich angefangen habe hatte kein Geld sich ordentliche Pulte zu kaufen und hatte deswegen genau 2 von diesen Pulten. Uiuiui....diese EQs waren wirklich 'pain in the ass'!!!
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Antwort#7
Ich hab ein MITEC-Pult der EX-Serie rumstehen. Noch nie gebraucht, wollte das aber dieses Jahr im Sommer auf einem Stadtfest einsetzen. Würdet Ihr mir da abraten?
Gruß
Daniel
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Antwort#8
Wir hatten ein MITEC EX 11/12 in unserer Saalbeschallung.
Ich kann nur bestätigen daß die Filter besch..... klingen.
Nach zahlreichen Beschwerden seitens der Künstler und des Publikums
über den Sound haben wir die EQ´s einfach gebypassed und externe EQ´s eingeschliffen.
Nachdem das sehr umständlich und auch nicht billig war, haben wir dann schliesslich ein Allen and Heath GL 3300 gekauft und, sieheda, das Problem war gelöst. Ich persönlich würde nie mehr ein Mitec-Pult, weder im Studio noch Live benutzen wollen.
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