Typische Miete für Aufnahmeausstattung

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Startbeitrag#1
Guten Tag. Wir wollten uns einmal hier bei Fachleuten erkundigen, mit welchen Mietkosten man typischerweise bei Tonaufnahmen rechnen muss. Wir haben ein Angebot für eine Tonaufnahme, ganztägig zu ?300,- zuzüglich der Kosten für die spätere Abmischung (etwa ebenso hoch geschätzt) und der Kosten für die Miete der Ausstattung. Kokret wurde uns ein Mischpult und 8 Neumannmikrofone (die Typen wurden nicht näher spezifiziert) benannt, was zu einer Miete von etwa ?100,- führt.
Sind das realistische Werte?
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Antwort#2
ein Angebot für eine Tonaufnahme, ganztägig zu ?300,- zuzüglich der Kosten
für die spätere Abmischung und der Kosten für die Miete der Ausstattung.
Die Kosten für Aufnahme und Schnitt stellen bei einer seriösen Firma in meinen
Augen ein durchschnittliches und realistsches Angebot dar. Man findet sicherlich
auch Dienstleistler, die für ihre Leistungen weniger oder auch erheblich mehr in
Rechnung stellen.
Denkwürdig finde ich nur die Zusatzkosten für Mischpult und Mikrofone - üblicher-
weise umfassen (meine) Angebote die Geräte zur Aufnahme bis hin zu den benötigten
Verbrauchsmaterialien (Band u.ä.). Zusätzliche Kosten entstehen nur, wenn Geräte
oder Mikrofone auf Kundenwunsch hinzu gemietet werden müssen.
Im Vorgespräch sollten Sie nur klären, welchen Aufwand bei der Nachbearbeitung
Sie erwarten. Für den Schnitt kann man durchaus auch weit mehr Zeit benötigen als
für die Aufnahmen selber. Dies ist vor allem eine Frage Ihrer Ansprüche und den
Fähigkeiten Ihres Chores.
Wo Sie allerdings keinesfalls "sparen" sollten, ist bei der Auswahl des geeigneten
Aufnahmesaales.
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Antwort#3
Besitzt dieser Anbieter die Mikrofone für seine Aufnahmnen selber?
Oder leiht der sich die Sachen zusammen und wundert sich womöglich bei der Aufnahme, warum das zusammengeliehene Zeug nicht störungsfrei funktioniert?
Dann hat er allerdings die Kosten für Kabel, Stative usw. vergessen, denn allein das aufgeführte Zeug ohne Zubehör für nen Hunnie zu bekommen ist ausgesprochen preiswert.
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Antwort#4
Ich wundere mich auch über die ausdrückliche Miete. Das hört sich in der Tat so an, als ob das erst geliehen werden muss. Ich würde nun nicht sagen, daß das nicht zusammenpassen muss oder nicht störungsfrei funktioniert, wie zuvor gepostet.
Was mir mehr zu denken gibt, ist die Frage des Knowhows: Wer mit geliehener Ausstattung arbeitet, kennt diese nicht genau und speziell wer Mikros erstmal leihen muss, dürfte wenig Erfahrung mit denselben haben. Letztlich könnte der Chor dann das Eqipment nämlich auch selber leihen und die Aufnahmen machen. Die REC-Taste wird man hoffentlich finden. :-)
P.S. Wenn ich zu einem Photostudio gehe oder einen Werbefilm drehen lassen will, dann erwarte ich ja auch, daß der Mann vorort ein Arsenal an Kameras besitzt und diese nicht erst leihen muss. Grübel, Grübel ...
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Antwort#5
Aha - da hat jemand zwischen den Zeilen mitgelesen.
Sollte diese Vermutung zutreffen, ist der Preis unverschämt bzw. ganz unprofessionell aus dem Internet "geklaut".
Diese Preise rechtfertigen sich zum einen mit den Geräten, die der Auftragnehmer als investiertes Kapital zur Verfügung stellt, zum anderen mit dem Können/Wissen/Fähigkeiten, die ein Tontechniker in die Produktion einbringt.
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Antwort#6
Um was für eine Aufnahme handelt es sich eigentlich?
Ihr Absender läßt vermuten, daß es sich um einen Chor handelt?
Leider lassen Sie nicht erkennen, was Sie aufzunehmen beabsichtigen.
Bei Laienchören sollten Sie bedenken, daß ein Aufnahmetag anstrengend werden
kann. Aus eigener Erfahrung weiß ich, daß solche Chöre nach zwei bis drei Stunden
mitunter sehr abbauen und nicht mehr in der Lage sind, gut zu singen.
Wenn Sie eine ganze CD aufnehmen wollen, sollten Sie entsprechend Zeit einplanen.
Nachproduktionen - weil einem unter Zeitdruck eingespielte Stücke nicht gefallen -
müssen organisiert werden und reißen ein größeres Loch in den Etat.
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Antwort#7
aber gerade bei Filmfirmen ist es üblich, nur einen kleinen technischen Fuhrpark zu besitzen und bei bedarf hinzuzumieten - und zwar nicht nur Technik, sondern auch Personal....und ich denke nicht dass darunter zwingend die Qualität leidet..... (das nur auf Dein Fallbeispiel bezogen)
Beim Ton allerdings ist es in der tat unüblich.
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Antwort#8
Jaja, allerdings sollte man als Filmfirma wenigstens ein Videopult haben, aber auch dies muss ja wohl geliehen werden - ferner sollte wenigstens EINE Standardkamera (heisst die eigentlich "Hauptkamera") haben.
Und auf die Tontechnik bezogen: Das, was man an Mikros als Grundausstattung für eine Choraufnahme haben muss, ist derart Standard, daß das überall vorliegen sollte.
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Antwort#9
Hallo,
ich sehe kein Problem darin, Geräte einzumieten, z.B. von Kollegen, deren Geräte man gut kennt, oder bei Vermietfirmen, mit denen man eine längere Arbeitsbeziehung aufgebaut hat. Ich besitze selber auch keine Mikrofone, die Investition würde für meine Arbeitsweise einfach zu hoch sein. Dafür besitze ich aber einen komplettes Editing-/Mastering-system, AD/DA-Converter sowie Abhöre.
Für eine professionelle 8-Channel Aufnahme 300 euro pro Tag zu fragen, finde ich extrem niedrig. Das ähnelt eher meinen Personalkosten - sprich ich persönlich. Meist sind die Unkosten alleine schon so hoch, dass sich mit einem solchen Betrag wirklich nichts verdienen lässt.
Gr.
Dirk
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Antwort#10
ich sehe kein Problem darin, Geräte einzumieten
Ich lebe zwar in einer Stadt, die sich gerne als Medienstadt bezeichnet, aber
einen Verleiher für Tonstudiogeräte gibt es hier nicht, für Film hingegen wird
einiges angeboten.
Ich hätte auch keine Lust, mit Leihgeräten zu arbeiten. Bei meinen Sachen weiß
ich genau, in welchem Zustand sie sind - nämlich regelmäßig gewartet. Auf den
Nervenkitzel, ob ich alles zur rechten Zeit erhalte, verzichte ich ebenfalls gerne.
Und schließlich kenne ich alle meine Kisten und weiß, wie ich den Wagen belade.
Wenn denn nach dem Abbau im Mikrofonkoffer noch etwas fehlen sollte, sehe ich
dies auch sofort.
Noch zu gut habe ich die Erfahrung der bösen Überraschungen meiner Bastel- und
Anfangszeit in Erinnerung, wo so manche Aufnahme, die hätte gelingen können,
dank irgendeines geliehenen Teils doch in die Hose ging.
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