deckrickel, crackel, kratzel, knister, crasch.... wer kann helfen?

Erstellt 4 Antworten5 Beiträge
Startbeitrag#1
hi alls!
habe vor jahren ein schönes stück fürs gewandhaus komponiert. der einzige mitschnitt der UA war allerdings hoffnungslos übersteuert (digital!) DAT-recorder wahrscheinlich nicht ausgesteuert oder so. deshalb war die aufnahme im hinterkopf immer für mich gestorben.
nun sind die jahre ins land gegangen und die technik hat immense fortschritte gemacht :-)
sprich: wer hat diese wirklich teuren und leistungsfähigen restaurierungstools um mir diese aufnahme auf nen "etwas anhörbaren" stand zu bringen?
wohlgemerkt: es ist im prinzip dauerverzerrung angesagt, nicht nur einige stellen. völlig klar, daß wahrscheinlich nur linderung, keine heilung möglich ist. habe ja selbst samplitude, aber eben nicht diese extra kaufbaren tools um wirklich dauerkratzen wegzuretuschieren.
die aufnahme geht ca. 18 min und eigentlich sollte man 4 posaunen und 4 hörner hören ;-)
wer könnte mir sowas machen?
danke schon mal für eure angebote. per mail (alle leerzeichen weglassen und "at" als zeichen eintippen- wegen spam dieser umstand...): vajrajana "at" compuserve. de
lg matthias
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Antwort#2
Hallo Matthias,
leider muss ich dir sagen, dass digital hörbar dauer-übersteuerte Aufnahmen auch mit besseren Algorithmen nicht in ein anhörbare Signale zu verwandeln sind.
Eine ganz geringe Schwächung der ohrtödlichen Kratzhärte ist schon möglich, aber diese akustischen Klänge werden auch mit heutigen Mitteln nicht anhörbarer. Jeder auch nicht Musikbewanderte wird hören, dass da etwas nicht stimmt.
Ich verstehe recht gut deine Hoffnung.
Bei heutiger Unterhaltungsmusik könnte das noch durchgehen, weil Viele denken, das muss wohl so sein - das gehört eben zum Synthi-Klang. Das geht aber nicht bei deiner ohr-empfindlichen Musik.
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Antwort#3
sagen wir so: die frage ist für mich, inwieweit man diese kratzer (man denkt, die boxen fallen gleich auseinander...) wegbekommt. wenn die posaunen und hörner hinterher etwas synthetisch klingen, wäre das für mich nicht soo schlimm...
also auch ein "zurückdrängen" des scratch-anteils wäre schon was für mich :-)
oder, selbst wenn das kratzen etwas lieblicher klingen würde, wäre es auch was. es halt dieses martialische kratzen, wo man denkt, da schmeißt jemand seine neuen rasierklingen in die boxenmembran.
meine idenn gingen halt in die richtung, daß gerade dieser bläsersound-also weiche lange töne- den kurzen scratchsignalen ja diametral entgegensteht und damit doch diese signale in ihrer verschiedenartigkeit evtl. von einem algorhytmus gut erkannt werden könnten...?

oder: kann man sowas (die algorhythmen) von samplitude mieten? (wie die normalen programme auch) obwohl- wer schon gut, wenn da der profi am werke ist :-)
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Antwort#4
Lieber Matthias,
Dein Hoffen ist allzu verständlich, aber (nach meiner Kenntnis)hoffnungslos. Ich habe einiges an alten Sachen restauriert - das schlimmste war Schellack schlecht auf DAT gespielt, da der Eigentümer der Platten sehr "eigen" war. Dort hatte ich teilweise auch mit Verzerrungen zu kämpfen. Habe die Restauration auch abgelehnt - dann wurde besseres Material geliefert.
Selbst wenn es ein Tool gäbe, Deine Musik würde nur anders schlecht klingen und es kostet viel Zeit und Geld - wesentlich mehr, als eine Neuproduktion !!! Überleg 'mal. bluesound
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Antwort#5
Jens-Uwe schrieb: Bei heutiger Unterhaltungsmusik könnte das noch durchgehen, weil Viele denken, das muss wohl so sein - solche Verzerrungen gehören eben zum Synthi-Klang.
Ich denke die Jugend gewöhnt sich immer mehr an MP3 und sonstige Verzerrungen und hällt das für normal.
Sonst könnte ich mir nicht vorstellen, wie diese Werbung für Blaupunkt klangmäßig durchgehen konnte. Ich denke, der Mehrheit fällt nichts auf.
Hör' mal den Link!



Heutige Musik mit allem 'Drum und Dran'
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