Was nervt

Erstellt 28 Antworten29 Beiträge
Startbeitrag#1
In letzter Zeit habe ich öfter das Gefühl, daß sich hier Nasenbohrer tümmeln,
die den Sprung vom Hobby zum kommerziellen Anbieter versuchen und diskret
die Mitbewerber auf Preise und Kochrezepte abklopfen.
Da fragt ein "Chor Horrido" nach, wieviel Aufnahme und Nachbearbeitung
normalerweise kosten darf. ein Studio mit professionellen Ansprüchen holt
sich Tips für Chormitschnitte in Kirchen, die "nach Studioproduktion klingen"
sollen.
Nicht in einen Topf mit solchen werfen möchte jedoch solche Ratsuchenden,
die ihre @mail-Adresse angeben, damit nicht anonym auftreten und somit auch
persönlich angeschrieben werden können.
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Antwort#2
Hallo Juppy,
ich unterstelle Dir nichts, aber wie war das mit dem Glashaus? Du gibst Dich m. W. auch nie zu erkennen.
"Geschrieben von Juppy am 03. Mai 2005 00:48:34:
Aus Interesse an der Meinung anderer die kurze Frage:
Wie steuert Ihr bei unterschiedlichen CD-Produktionen aus?
Ein Orchester erreicht natürlich andere Pegel als ein Cembalo.
Soll man dies bei CD-Produktionen berücksichtigen, d.h. eine
Cembaloaufnahme geringer aussteuern als eine Orchesterproduktion?
Natürlich ist es eigenartig, wenn jemand erst eine CD hört, die mit
einem Orchester-Tutti aufhört, und danach eine Cembalo-Aufnahme
einlegt, wo das Cembalo ähnlich laut ist wie ein riesen Klangkörper.
Andererseits verschenkt man Auflösung, wenn man die Cembalo-
Aufnahme im Pegel geringer aussteuert.
Der Dickreiter geht natürlich bei der Aufnahmeaussteuerung von
von 0 dB - sprich Vollaussteuerung - aus.
Wie handhabt Ihr dieses Problem?"
Nix für ungut.
Gruß
Uwe
PS: Es geht leider in letzter Zeit um seltsame Themen in diesem ansich schönen Forum, da hast Du schon recht.




Jazz Recording
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Antwort#3
Da wir gerade beim Nachwuchs sind, der sein Hobby zum Beruf macht: Wie steht es denn mit diesem Titel hier: "BA Recording Arts (Hons) VDT"? Ist das was von der SAE?
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Antwort#4
Hi,
gibts für solche Fragen, wie man was machen kann nicht Fachliteratur und Suchfunktionen?
Oder z. B. die sehr guten Artikel von Rainer.
Da hat Juppy recht.
Jedoch würde ich mir auch sehr gerne mal eine Website von Juppy anschauen.
Viele Grüße
Holger


mobile Tonaufnahmen
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Antwort#5
Dann stellt sich allerdings die Frage, wozu dieses Forum dient, wenn man hier nicht nach Tips fragen darf. (Und nein, ich will mich tontechnisch nicht professionalisieren, ich will einfach nur gute Aufnahmen machen.)
Meine Emailadresse gebe ich spambedingt ins Feld nur ungern ein; da ich aber absolute Anonymität in Foren auch nicht so mag, hab ich mich registrieren lassen.
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Antwort#6
Hallo zusammen,
ich bin auch kein Profi und dachte es wäre auch der Sinn dieses und anderer Foren sich Tipps von Leuten zu holen, die mehr wissen als man selbst, oder????
Wenn dem nicht so ist und Fragen von Nicht-Profis nicht erwünscht sind, übe ich mich zukünftig gerne in Abwesenheit, schade...
Gruß,
Kiro
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Antwort#7
juppy: vielleicht hast du recht, aber sieh dann auch die andere seite: evtl. kommt hier so mancher her, der denkt, es ist ja eigentlich ganz schnell mal so ne aufnahme gemacht...- und dann hier sieht, was eigentlich alles dazugehört. sprich, wo die latte hängt :-)
ist doch schön, wenn jemand nach dem "richtigen" mikrofon für violine suchend hier reinschneit und dann rausgeht mit dem wissen, das es das nicht gibt.
ich denke das forum hilft hier durchaus auch die grenzen zu ziehen, ab wann man was besser abgibt.
und mir reicht der spam den ich jetzt schon habe. email nur verschlüsselt.
lg matthias
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Antwort#8
Hi Juppy,
ich verstehe nicht genau, was Dich nervt: Ist es die Tendenz, dass immer mehr Laien und Ich-AG's ins Business drängen, oder nervt es Dich, wenn diese Leute oder andere ahnungslose hier Fragen stellen? Ich denke, das sollte man unterscheiden.
Der erste Fall erscheint mir eine Entwicklung zu sein, die sich, nicht nur in der Ton-/Beschallungstechnik, sondern in allen erdenklichen Bereichen aufgrund der momentanen wirtschaftlichen Situation abzeichnet. Mit der Digitaltechnik ist Equipment, mit dem etwas brauchbares produziert werden kann (Betonung auf: KANN), für quasi jeden erschwinglich geworden. Da ist es für viele schwer zu verstehen, warum es nicht reicht, irgendwo ein paar Mikrofone hinzustellen, auf Aufnahme zu drücken, zusammenzuschneiden und eine beliebige Auflage CDs davon zu produzieren. (Das geht ebensowenig, wie eine Massagepraxis zu eröffnen, weil man grad günstig eine Massageliege erstanden hat...)
Ich sehe dieses Forum nicht nur als eine Platform, wo sich Profis tummeln, die darüber fachsimpeln, was z.B. Impedanzanpassung bei Mikrofonvorverstärkern bringt, sondern auch wo Musiker und Musikinteressierte Tipps bekommen können, die ihre Stimme oder ihr Instrument einigermassen ansprechend aufzeichnen möchten.
Wenn jemand sein Hobby zum Gelderwerb nutzen will - das sollte unter den administrativen Voraussetzungen jeder dürfen - muss er einen harten, steinigen Weg gehen. Manche nehmen das ernst und wissen, dass man nur aus Erfahrung lernt, manche wiederum nehmen es leicht und versauen sich dann schon noch sehr schnell ihren Ruf.
Es liegt an jedem hier, der Profi ist: dagegenhalten kann man nur mit Qualität. Irgendwann wird das dann auch ein Gesangsverein Horrido aus Hintertupfing kapieren. (Ich bin in der glücklichen Lage, dass ich auf den als Kunden, auch sehr gut verzichten kann :-)
Gruss
Stefan
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Antwort#9
Hallo Juppy,

mich nervt in diesem Forum etwas ganz anderes: (von gelegentlichen Spammern mal agesehen) Nicht daß Profis und Nichtprofis sich treffen (es haben alle mal klein angefangen, denn noch kein Meister fiel vom Himmel, auch wenn es Eberhard Sengpiel ist).
Mich nervt viel mehr, wenn zum approx. 345ten mal die selben Fragen gestellt werden (z.B. welches Mikrofon für Instrument xyz). Das ist nämlich ein Zeichen dafür, daß der Betreffende Teilnehmer zu faul ist mal in der Suchmaschine des Forums nachzusehen.

MfG
Rainer
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Antwort#10
Hallo miteinander, hallo Stefan!
Ich greife mir Deinen Beitrag (nämlich den längsten) zur Beantwortung heraus - alle anderen möchte ich damit allerdings auch ansprechen.
Keinesfalls meinte ich die Musik- oder Tontechnikinteressierten, die Beiträge verfolgen, sich an Diskussionen beteiligen und Fragen stellen, um ihren Horizont zu erweitern, damit Eigenproduktionen besser werden oder einfach nur Grundlagen und Zusammenhängen deutlicher werden. Dazu gehören sicherlich auch einige "passive Teilnehmer".
Ich meinte da wohl eher jene, die - wie beispielsweise den Chor Horrido - mit ihrer Frage aus dem Nichts auftauchen und vielleicht sich noch gerade die Mühe machen, die Antworten zu verfolgen (weiß man's?). Einige Leute geben sich Mühe mit ihren Antworten - den Hinweis, ob man dem Fragesteller weiterhelfen konnte, oder gar Dank erhält man nicht.
Natürlich können solche Diskussionen eine Eigendynamik entwickeln, die um ihretwillen Spaß macht, und sei's nur, daß man sich die Köpfe darüber einschlägt, ob's nun ein Steg oder doch eine Brücke sei.
Mir drängt sich da schon der Verdacht auf, ob ein "Start Up" abzuklopfen versucht, welche Preise genommen werden können.
Ich sehe es nicht ein, daß ein Start Up mit Fame oder vergleichbarem Equipment die gleichen Preise nehmen zu können glaubt wie jemand, der in die Ausstattung weit mehr investiert hat - sowohl unter dem Aspekt Zuverlässigkeit in der Aufnahme wie auch der möglichen Tonqualität. Der nächste Unterschied zeigt sich im Schnitt - jemand, der aus "Begeisterung für die Technik" seine Sachen zusammen kauft, wird in diesem Punkt kaum an jemanden heran reichen können, der Musik studierte (sprich: an einer Musikhochschule abgeschlossen hat) oder selber aktiv (Kammer-)Musik macht. (Anm.: Ich mache in "E".)
Wobei mit Sicherheit jeder unter uns auch mal Produktionen unter "seinem Preis" macht, sei's, weil das Projekt interessant ist oder auch mal für die Künstler selbst.
Womit wir beim nächsten Punkt wären: Den "professionellen Laien". Wenn ein "Studio" auf seiner Homepage das Blaue vom Himmel verspricht und dann im Forum nachfragen muß, wie man einen Chor aufnimmt, muß ich schon schlucken.
Dies hat nichts zu tun mit Fragen wie der von Rainer "Wie nehme ich eine singende Kirchengemeinde auf?" oder meiner philosophischen Frage aus dem Glashaus nach der Aussteuerung einer Cembalo-Aufnahme oder ähnlich leisen Instrumenten im Verhältnis zu einer Orchesterproduktion oder Rachmaninoff-Klavier-CD. Hier geht es mehr um Erfahrungs- und Meinungsaustausch, der durchaus auch die Augen für neue Sichtweisen öffnen kann ...
Ich kenne selber Musiker, die Demo-Aufnahmen bei solchen "professionellen Laien" gemacht haben, dafür ein Vermögen zahlten, und davor zurückschrecken, nochmals solche Summen zu investieren. Für - beispielsweise - Oratoriensänger und viele frei gastierende Musiker sind solche Aufnahmen als Bewerbungsmaterial wichtig - und so dicke verdienen die auch nicht, als daß sie eine (Fehl-)Produktion mal abschreiben. Typische Situation, wo ich dann mal eine Aufnahme zu freundschaftlicheren Preisen mache.
Nervig ist auch - da gebe ich Rainer recht - wenn populäre Meinungen ("für Stimme nur Großmembran" breit getreten werden und dabei eine mangelnde Bereitschaft, sich mit FÜR ALLE verständlichen Argumenten auseinander zu setzen, fest zu stellen ist. Natürlich kann eine GM in speziellen Fällen das "richtigere" Mikrofon sein, dann aber weniger als "neutrales" Werkzeug, sondern als "gestalterisches" Mittel. Dafür habe ich auch ein M149 liegen ...
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Antwort#11
Lieber Rainer,
es haben alle mal klein angefangen, denn noch kein Meister fiel vom Himmel, auch wenn es ...
Auch ich musste sicher ganz klein anfangen, weil zu meiner Studienzeit wenig Gedrucktes über die Tonaufnahmen zu finden war und meine wissbegierigen Fragen nicht beantwortet werden konnten. Ich habe alles gelesen, was es damals zu lesen gab.
Meine Fragen waren zum Beispiel: Warum kommt aus den Intensitäts-Stereomikrofonen nicht U Quadrat raus, wenn die linke und rechte Intensität da reingeht. Meine Professoren konnten mir das damals nicht erklären. Dann waren mir die Schalleinfalls-"Amplituden" an den Ohren bekannt, aber ich konnte mit diesen Angaben daraus kein brauchbares Panpot konstruieren. Mir konnte dabei keiner helfen, weil nicht in Kopf- und Lautsprechersignale unterschieden wurde.
Wie denn die Laufzeitstereofonie funktioniert wurde "totgeschwiegen". Meine Frage nach der Wirkung des Decca-Dreiecks wurde als nicht "wissenschaftlich" abgetan, denn das kann nicht gehen. So musste ich gegen den Strom schwimmen, was natürlich anstrengend war. Aber es hat sich gelohnt.
So habe ich mir selber klargemacht, dass selbst Lautsprecherleistungsverstärker mit den Lautsprechern nur in "Spannungsanpassung" anständig arbeiten und habe den Professoren den "Irrglauben" an ihre geliebte "Leistungsanpassung" mit Ri = Ra gelassen.
Nur durch die Ahnungslosigkeit um mich herum habe ich mir mein Wissen erkämpft.
Information zu bekommen ist heute sehr viel einfacher und ich lobe das Internet. Wer will, der kann sich dort sehr gut bilden. Natürlich muss man selber den Spreu vom Weizen trennen, denn es gibt auch viel Unsinn dort. Das tue ich dann manchmal auf meiner Webseite kundt, wie zum Beipiel hier:
"Seltsam - Seltsam, was im Internet so zu finden ist ?"
http://www.sengpielaudio.com/Seltsam-SeltsamWasImInternet.pdf
Viele Grüße
Eberhard Sengpiel, genannt ebs
P.S.: Ich habe hier ein Thema bisher ohne Antwort aufgeworfen:
"Vorteilhafte Filterung der Raumsignale beim Surround-Sound"
Siehe: http://www.sengpielaudio.com/VorteilhafteFilterungDerRaumsignale.pdf
Zu diesem Thema habe ich eine Frage: Es ist unklar, ob eine Absenkung oder eine Anhebung der Frequenzbereiche um 1,24 kHz und 7,71 kHz für eine vorteilhafte Filterung der Raumsignale günstig ist. Hat jemand praktische Hörerfahrung zu diesem Thema und könnte mir darüber berichten?


Seltsam - Seltsam, was im Internet so zu finden ist ?
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Antwort#12
Hallo (ich hoffe, obiger Nmae ist ok als Sammelsynonym)
an dieser Stelle mal vielen, vielen Dank an ebs dafür, daß er sein Wissen so bereitwillig und einfach abzurufen zur Verfügung stellt.
Das ist wirklcih ganz große Klasse und ich kann mir nicht vorstellen, daß auch nur ein interessierter (egal welchen "Tontechnik-Bildungsstandes") hier nichts gelernt hat.
Merci beaucoup!
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Antwort#14
Anm.: Ich mache in "E".
Ich stimme auf H...
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Antwort#16
Das ist eben der Unterschied zu den Klassikern, da gilt das _hohe_ C immer noch als das nonplusultra, nicht das tiefe...
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Antwort#17
Das ist eben der Unterschied zu den Klassikern, da gilt das _hohe_ C immer noch als das nonplusultra, nicht das tiefe...
Blödmänner! ;-))
Trotzdem ist was dran.
Stellt die Frage, welches die tiefste abgestrahlte Frequenz einen Flügels ist.
Da wird fleißig gerechnet:
440 Hz / 2 / 2 ...
und strahlend das Ergebnis 27,5 Hz verkündet.
FALSCH!
Die unterste Resonanzfrequenz des Resonanzbodens eines Flügels liegt - je nach Größe - zwischen
ca 50 - 100 Hz. Unter der Resonanzfrequenz wird bekanntlicherweise nichts mehr abgestrahlt.
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Antwort#18
Das möchte ich bestreiten. Wenn man Flügelaufnahmen unterhalb von 50Hz mit z.B. 6dB "cuttet" wird der Bass hörbar reduziert.
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Antwort#19
Der Korpus einer Geige hat die Länge von ca. 35 - 36 cm
Das entspricht einer Wellenlänge um 950 Hz.
Dann sieh dir mal die Amplituden der tiefsten G-Saite (196 Hz) an.
Gruß
ebs
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Antwort#20
Ich sehe den Widerspruch nicht (oder Zusammenhang zwischen Resonanzfrequenz und Länge der abstrahlenden Fläche).
Die Resonanzfrequenz wird von den Größen "Schwingende Masse" und "Nachgiebigkeit" der Aufhängung/Federung bestimmt.
Korrigiere mich, wenn ich etwas falsch sehe.
Im Übrigen käme man beim Resonanzboden eines 280 cm-Konzertflügels unter Berücksichtigung der Zarge und der Mechaniklade auf eine Länge von 230 cm.
Entspräche 150 Hz, die untere Resonanzfrequenz eines großen Flügelbodens liegt weit drunter.
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