Hallo, beim Durchsuchen des Forums bin ich auf einen Thread gestoßen, in dem nach Erfahrungen mit Elation / Oktava etc. gefragt wurde. Zu Oktava wurde dort einiges geschildert, zu Elation fast gar nichts. Da dieses schon ein halbes Jahr her ist, möchte ich die Frage bzgl Elation noch mal aufgreifen, da ich mir evtl. ein Paar KM201 davon zulegen wollte. Bei DAS ist ein Ausleihen und Ausprobieren möglich, dieses werde ich dann auch in Anspruch nehmen. Vielleicht kann noch jemand in der Zwischenzeit etwas zu Elation sagen. DANKE. Gruß Erdie
Die Elations sind absolute Sahne. Hab die sowohl als reines Stereo-Paar für Akustik-Klampfe schon benutzt als auch in Kombination mit nem Brauner Phantom C. Grossartigst! Super verarbeitet, sahniger Sound. Kaufen. Blind. (aber nich taub, haha)
Danke .. kannst Du Dir erklären, warum die so wenig verbreitet sind? Wenn man mit Google dannach sucht, bekommt man fast nur Treffer bei DAS. Das hat mich zumindest etwas stutzig gemacht. Gruß Erdie
Ich finde die angegebenen technischen Daten etwas mager. Darüber hinaus ist mir nicht klar, was ein KM201 ist und was MSP2, MSP4 und MSP6 sein sollen? Und was sind "feine Klangquellen"? Ich kenne nur "feine Pralines" von Lindt.
Ich finde die angegebenen technischen Daten etwas mager. Darüber hinaus ist
>mir nicht klar, was ein KM201 ist und was MSP2, MSP4 und MSP6 sein sollen?
>Und was sind "feine Klangquellen"? Ich kenne nur "feine Pralines" von Lindt.
---> Das kann ich aufklären: MSP2,4,6 ist die Abkürzung für Matched pair mit 2,4 bzw 6 Kapseln. Feine Klangquellen sind ein Produkt des Marketings und sollen wohl Klangkörper sind, die von ihrem Charakter weit von einer Metal-Bassdrum entfernt sind z. B. leise Töne eines Streichinstruments. KM201 ist ein modulares Kleinmembranmikrofon mit Kugel, Niere und Hypernierenkapsel. Was mich wirklich interessiert: In welchen Punkten sind Deiner Meinung nach die technischen Daten mager? Gruß Erdie
Hier steht etwas über die russische Kreml-Kreme ELATION KM201 Es ist weit entfernt von einem neutralen Mikrofon-Sound. Es ist eine "Weichzeichnerlinse". Ein Softie mit kremigem Sound.
Mir war gar nicht bewusst, daß diese Type schon seit 1997 am Markt ist. Aus einer anderen Quelle meine ich mich zu erinnern, daß hier DDr-Knohow in den Mikros steckt. Die Firma selber sitzt aber wohl doch in Russland ? Google liefert einen Link auf "http://www.elation-microphones.com/store.htm " der aber nicht mehr funktioniert. Die Webseite scheint erst kürzlich getötet worden zu sein, denn google hält noch etliche Bilder von dieser Seite im Cache. Ansonsten gäbe es noch dieses Bild hier, das keinesfalls zu verachten ist:
[magere Daten]: Frequenzgänge, Ausgangsimpendanz, Speisestrom, [KM, MSP x]: Das ist allerdings preiswert. [feine Klangquellen]: Bei einer kleinen Firma finde ich solche Sprüche suspekt. @ Tobias: [feine Schokoladen]: Aus meinem Adressbuch: E. de Hucorne La Maison des Desserts Rue Haute Marcelle, 17 B-Namur Tel.: 081/22 74 51 de Hucorne, E. Fronville Rue de Fer, 5 B-Namur Tel.: 081/22 23 72 Von dort hatte ich die bisher besten Ostereier meines Lebens. Wer mal in der Gegend weilt und auf Schokolade steht, dem sei ein Abstecher dorthin dringend empfohlen. ;-)))
Der deutsche Vetrieb DAS wirbt oder warb damit damit, dass Elation mit Gefell mehr oder weniger eng verknüpft sei. Das hat mich schon vor Monaten stutzig gemacht und ich hatte deshalb nachgeforscht. Unter anderem hatte ich mit Martin Kennerknecht darüber diskutiert, der hatte dann mit Microtech direkt Kontakt aufgenommen, das Resultat war nachfolgend wörtlich zitierte Email von Microtech an Martin. "Vielen Dank für die Mail. Ich habe noch einen zweiten Anlauf hier im Hause gemacht, um die Rolle von Alexander Schreibman genauer darstellen zu können. Aus der Historie wissen Sie, dass auf Anordnung der DDR-Behörden der Name Neumann in Gefell nicht mehr verwendet werden durfte und dass es strikt untersagt war, weiter Kontakt mit Berlin aufrecht zu erhalten. Die Behörden haben veranlasst, dass das RFZ in Berlin in die Mikrofon- Entwicklung einzubeziehen war. In diesem Zusammenhange wurden auch Kontakte mit dem NIKFI Institut in Moskau geknüpft. Dieses Institut gibt es heute noch. Übersetzen lässt sich das Kunstwort etwa mit Nationales Institut für die Kunst in der Filmtechnik. Und da der Stummfilm aus der Mode gekommen war, gab es dort auch ein hochangesehenes Laboratorium für Schallwandler. In diesem Laboratorium arbeitete auch Alexander Schreibman, viele seiner Kollegen wanderten nach Deutschland Israel oder in die USA aus. Dr. Gorelik z. B. arbeitet heute bei Sennheiser. Leider konnten wir ihm nicht genug bieten. Sicher waren das alles hochlkarätige Leute. Alexander Schreibman hat Gefell ein einziges Mal besucht. Gefeller Besuche in Moskau kamen hingegen öfter vor. Allerdings wurde eher die Theorie als die Praxis diskutiert. Immerhin gibt es noch die Keramik- (Gegen-)Elektroden, z. B. in unserem M900/M910, die auf einer Zusammenarbeit mit NIKFI basieren. In dem Elation-Interview wird ausdrücklich darauf verwiesen, dass mann bei Elation keine Techniken verwendet, die aus der Zusammenarbeit mit Microtech Gefell stammen. Meine persönliche Sicht: ich habe hohen Respekt vor russischen Wissenschaftlern, aber für die Produktion von Kondensator-Mikrofonen bedarf es außer der Kenntnis und Ertfahrung im Wesentlichen der Disziplin. Und da habe ich mit russischen Produkten weniger gute Erfahrungenn gemacht. Man kann Glück haben aber auch genauso gut ein Montags-Produkt erwischen. Meine Aussagen können Sie gerne zitieren. Gruß, MICROTECH GEFELL GMBH Dirk Rowehl"
Ich hoffe, das hilft Euch etwas bei der Beurteilung. Wobei man sicherlich sehen muss, dass Gefell ein natürliches Interesse daran hat, dass man im Zweifel ein MG-Mikrofon kauft - und halt nicht ein Elation. Ich würde die Mikrofone einfach ausprobieren, DAS bietet doch wohl ausdrücklich an, die Mikros testweise zu bestellen (lt. Fernabsatzgesetz ist es de facto ja immer so). Die Mikros bewegen sich sicher in einer Klasse, in der sich das Probieren lohnt. Nebenbei: Ich hatte kürzlich 2 Haun 440 zur Überholung bei MBHO - eines der beiden gepaarten Mikros knackste (Kapselproblem). Obwohl ohne Beleg und ohne Ahnung, wie alt die Nieren sind (ich hatte das Paar gebraucht gekauft) wurden beide revidiert. Kostenlos. Ohne Portokosten. Weil's länger gedauert hat und die Versandabwicklung schiefgelaufen war, gab es sogar noch ein Glas Honig als Entschuldigung dazu. Haun 440 sind auch sehr brauchbare Arbeitsgeräte. Gruß Uwe
1. Ist die Ausgangsimpedanz zu hoch? (sorry, daß ich frage, aber da fehlt mir die Erfahrung) - nach meinem Verständnis muß doch die Ausgangimpedanz möglichst niedrig sein, damit in erster Näherung die Spannung an der Eingangsstufe des Preamps abfällt, so daß ich evtl. Impedanzschwankungen des Übertragunsweges nicht auf das Übertragungsverhalten im Frequenzraum auswirken, richtig? 2. Sollte der Speisestrom ebenfalls möglichst klein sein? Mir fällt jetzt kein Grund ein, warum der Strom groß sein sollte .. ? Danke und Gruß Erdie
Hallo Erdie! 1. Ich hoffe, Dir mir dem letzten Beitrag nicht auf die Füße getreten zu sein. ;-)) 2. Natürlich sollte die Ausgangsimpendanz möglichst niedrig sein. Die Probleme treten vor allem auf, wenn lange Mikrofonkabel eingesetzt werden müssen. Ausgangsimpendanz und Kabelkapazität wirken wie ein Tiefpaß. In den Mikrofonaufsätzen von Wuttke - herunter zu laden bei www.schoeps.de - werden die Zusammenhänge leicht verständlich dargelegt und entsprechende Diagramme angeführt. Die Ausgangsimpendanz ist durchaus eine Größe, die auch durch den Speisestrom bedingt ist. Du wirst kein Mikrofon finden, das bei 50 Ohm mit < 2 mA auskommt, wenn die Ausgangsspannung nicht mit einem Übertrager heruntertransformiert wird.