Arbeitsgebiete - Umfrage (war: Standesdünkel) ;-)

Erstellt 24 Antworten25 Beiträge
Startbeitrag#1
Ich hänge mich mal an die Modeerscheinung im Forum "Umfragen" mit einer eigenen Aktion dran.
Im Rahmen einer dieser leidigen Diskussionen um Standesdünkel und (Vor-)Urteile gab es kürzlich folgende Beiträge:
http://f11.parsimony.net/forum16949/messages/42571.htm
http://f11.parsimony.net/forum16949/messages/42590.htm
mit Rainers Antwort
Quintessenz: Nicht jeder kann _und will_ alles machen.
Deshalb fände ich es eine gute Sache, wenn die (regelmäßigen) Mitwirkenden ihre Arbeits- und Einsatzgebiete kurz umrissen, ihre (technischen) Möglichkeiten darlegten und ihre (musikalischen) Stärken aufzeigten.
Somit wüßte man, welchen Kollegen man vorschlagen könnte, wenn man selber eine Anfrage ablehnt.
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Antwort#2
Mhmmm, gute Idee das, dann mach ich mal den Anfang:
Live/Beschallungstechniker seit 1990, für Firmen aus dem Ruhrgebiet + Bands
Schwerpunkt FOH & Monitor-Pulte ("Mischer")
(damit verdiene ich zu 85% mein Geld, hauptberuflich)
Projekt-Studio seit 1992.
Schwerpunkt handgemachte Musik (fast kein MIDI) aus den Bereichen
Rock, Jazz, Blues
Live-Recording seit 1992, mittlerweile mit Alesis HD24 (bis 24 Spur),
alle Musikrichtungen, Schwerpunkt (Rock-)Konzert-"Mitschnitte".
(s.a. auch Link auf meine bescheidene alte HP)
seit 1984 Schlagzeuger - alle Richtungen
seit 1990 E-Bassist, Schwerpunkt Studioarbeit
100% er Autodidakt ;-) - kein Studium, keine SAE-Abzocke, keine Ausbildung zu Irgendwas.



http://www.hafibeat.de
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Antwort#3
Dann mach ich mal weiter:
Musiker (Bassist) in Metalband seit ca. 15Jahren.
Studium Elektrotechnik, Fachrichtung Mädch...äh...Medientechik.
Diverse Studioarbeiten im kleinen Projektstudio.
Diverse Live-Sachen als Mischer/Techniker.
Heute Eigentümer (Mieter) des kleinen Projektstudios.
Hauptberuflich Programmierer, Musik nur Nebenberuflich.
(ist einfach Kohle-technisch günstiger)
Hauptmotivation sich in die Studiotechnik einzuarbeiten:
Nie zufrieden mit anderen Technikern,
wollte selber volle Kontrolle ("meine Hand für mein Produkt") haben.
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Antwort#4
Ich studiere Informatik und Medienwissenschaften in Tübingen, und arbeite beim dortigen Universitätsradio mit. Für's Radio mache ich auch hin- und wieder mal Aufnahmen, was ich recht spannend finde, da sich im universitären Umfeld viele verschiedene musikalische Gruppen rumtreiben. Gibt also breitbandige Erfahrung, und jedesmal lernt man was neues.
Sonst mach ich auch hin- und wieder mal einen Live-Job, wenn auch nicht so gerne wie aufnehmen. Wenn Live, dann bin ich meistens für die Live-Aufnahme zuständig, und mische das dann in meinem klitzekleinen Projektstudio (in dem ich natürlich auch die Radio-Beiträge produziere). Die Ausstattung dort wird leider nur langsam mehr, da ich dann meistens gleich was "Richtiges" kaufe. Aber bisher bin ich damit auch ganz gut gefahren.
Sonst beschäftige ich mich gerade hauptsächlich mit der Theorie digitaler Audiobearbeitung, da ich vielleicht später auch in dem Bereich arbeiten will.
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Antwort#5
Ach so, musikalisch... Gesangs- und Keyboardunterricht hab ich genossen, und mich auch mal ne Zeitlang mit Harmonielehre und Arrangement (auch Klassik) beschäftigt. Allerdings müsste ich mir das glaub mal wieder neu anlesen, wenn man's nicht regelmäßig macht, vergisst man es wieder.
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Antwort#6
Hi,
ich bin zwar eher ein sehr ruhiger Forumskollege, und möchte in diesem Falle auf meine Website verweisen, wo alles über mich drinsteht.


mobile Tonaufnahmen
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Antwort#7
Was wird konkret unter "MedienWISSENSCHAFTEN" verstanden?
Könntest Du das mal näher erleutern? Welche Fächer etc.

Grüße
Rainer
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Antwort#8
Hi Rainer,
also Medienwissenschaften sind an der Uni Tübingen mehrere Teilgebiete. Da gibt es dann "Grundlagen der Medienwissenschaften", wo man alles mögliche über Journalismus, die verschiedenen Beitragsformen, das Mediensystem in Deutschland usw. erfährt.
Ein anderes Gebiet ist Medienrecht, wo man sich dann mit Urheberrecht, dem Arbeitsrecht von Journalisten und ähnlichem auseinandersetzt.
Dann gibt es Medientechnik, Medienorganisation, Medienforschung, Medienanalyse, und zu guter Letzt auch noch Medienproduktion/-praxis. Da ist die Uni Tübingen aber eher auf Video aus.
Neben wenigen Vorlesungen ("Nachrichtensprache im Wandel", "Medium Hörbuch" und "Medienrecht" hab ich bisher mitbekommen) gibt es hauptsächlich Seminare, um die Scheine zu erwerben. Ich hab dir unten mal die Homepage des Fachgebiets verlinkt.
Neben dem Nebenfach Medienwissenschaften kann man sich noch zum Medieninformatiker ausbilden lassen, dann muss man im Hauptstudium Grafische Datenverarbeitung belegen. Du siehst, das ist alles sehr Bildorientiert. Das einzige, was bei uns mit Ton gemacht wird, ist kleine Hörfunkbeiträge zu produzieren.
Grße,
tobi


Medienwissenschaften an der Universität Tübingen
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Antwort#9
Da ich selber (aus Interesse) Medientechnik studiert habe und daher auch den Hype und die Versprechen (Medientechniker sind die Vermittler zwischen reinen Technikern und reinen Künstlern) mitbekommen habe, über ein Jahr in digitalen Filmfirmen gearbeitet habe, diverse Video- und PA-Firmen kenne und die Musikszene aus der Praxis kenne, stellt sich mir eine Frage:
Wer braucht Medientechniker und andere Medien-"Fuzzies" wirklich?
Erlebt habe ich nur reine Techniker und reine Künstler (die dann von Filmhochschulen etc. kommen) in größeren Firmen und einen Haufen (billigere) Autodidakten.
Welcher nichtselbstständige Medientechniker arbeitet wirklich in dem Bereich, den er studiert hat? Die meisten werden zu reinen Technikern oder arbeiten ganz was anderes.
Leid tun mir die ganzen Umschüler vom Arbeitsmarkt, die u.a. bei mir wegen Praktikum abfragen. Alle die bei mir anfragten haben nie zuvor was mit Medien gemacht und sind selber auch nicht künstlerisch aktiv.
Wer die verarscht? Die braucht und will doch keiner. Sorry, aber so ist es nunmal.
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Antwort#10
mobile Tonaufnahmen
Dann wärst du doch der ideale Ansprechpartner für den der weiter unten nach dem Mikrofonieren im fahrenden Auto gefragt hat...
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Antwort#11
Niemand braucht die - siehe meinen Artikel zum Thma Jobs auf der Studioseite.
"Verarscht" würde ich nicht sagen. Das AA hat einfach keine Ahnung und wollte was Gutes tun. Leid tun die mir auch. Ich kann aber den tatsächlich massenhaft anfragenden Leuten auch nur sagen, "Nein, Praktikum kannst Du bei mir nicht machen"
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Antwort#12
Hallo,
kommt mir teilweise etwas suspekt vor, trotz Hochachtung vor Dipl.-Ings. ;)
Z.B. was bitte gibt's bei KH an der Elektronik zu modifizieren, und warum hat das dann der Hersteller selbst nicht gemacht?
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Antwort#13
Heihei, wie sich die Bilder doch gleichen:
Seit 1980 Musiker, erst Organist, dann Keyboard, Mitglied von Bands
Seit 1990 elektronische Musik, Auftritte in CLubs, eigene CDs und sogar Geld damit verdient
Seit 1995 Mitarbeit in prof. Studios, Abmischung, Produktion, Liveaufnahmen und einige Beschallungsjobs
Seit 1999 Eigenes Studios, Aufnahmen und Produktion im Nebenjob
Studium Elektrotechnik (Uni), Zusatzseminare in Elektroakustik, Ton- und Medientechnik, hauptberuflich als Entwickler für Hardware und Software tätig - einige Sachen auch im Umfeld der Audiotechnik - das meiste jedoch Industrie
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Antwort#14
siehe meinen Artikel zum Thma Jobs auf der Studioseite.
Habs mir grad mal durchgelesen. Kann ich nur zustimmen.
Was übrigens erschreckend ist, ist das mangelnde technische Wissen.
Das habe ich sogar in der "Filmbude" erlebt, wo ich den Leuten
erst technisches Knowhow zu Farben erklären musst.
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Antwort#15
Naja, wenn du als Mediengestalter oder sowas einen Job suchst, wirst du wohl eher Pech haben, soweit ich das sehe.
Ich sehe mein Nebenfach eher als Zusatzqualifikation zum Informatik-Studium. Und das kann in meinen Augen nichts schaden.
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Antwort#16
Hi Samplituder,
bei den K+H's war es nur eine sehr kleine Modifikation. Die hat sich aber trotzdem klanglich positiv ausgewirkt. Stichwort: Koppel-C-Tausch nicht in Gegenreihe geschalteter Elko gegen ein Folien-C (Kapazität war noch klein genug) mit gleichen Wert getauscht. Das konnte man im A/B vergleich feststellen. Warum machen es die Hersteller nicht selber?
Es sind meistens ökonomische Aspekte, die dort greifen.
Die Modifikationen an den anderen Geräten lassen sich auch im A-B Hörtest eindeutig feststellen.
Holger
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Antwort#17
- 1965: Baujahr
- 1970: erster Klavierunterricht
- 1977: Klavierlehrer gewechselt, kurz dannach aufgehört. Erste Erfahrungen mit Vollröhren Grundig 2Spur Tonband und dynamischen Mikrofon ;-)
- 1980 bis 85: erste Erfahrungen mit Jazz und Blues, Kneipenauftritte
- 1986 bis 88: Nochmal Klavierunterricht. Erste Erfahrungen mit Chorgesang und A-Cappella. Erster Gesangsunterricht. Seitdem Klavier and den Nagel gehängt, nur noch Gesang weitergemacht(aus finanziellen Gründen). Mitglied einer 4-Mann A-Cappella Barbershop Gruppe in Norddeutschland, zahlreiche Auftritte.
- 1996: Physikstudium fertig, Gesang perfektioniert, zahlreiche Soloauftritte
- 1997: Beschäftigung in der Softwarebranche
- 2001: Neuer Gesanglehrer
- 2003: Renaissance eines alten Hobbys - TONTECHNIK, Zweck: Eigenbedarf. Aufnahmen von Liedgesang
- 2004: Umstieg von MP3 Recorder auf Harddiscrecording, Aufnahme von kleinen Ensembles (alles für lau ..)
- 2005: Mysteriöses Anwachsen des Mikrofonfundus auf 6 Mikrofone, gerade bei meiner Partnerin in Argumentationsschwierigkeiten zu begründen, wofür ich das brauche. Den Plan, Studiomonitore zu kaufen, habe ich wohlweißlich verschwiegen
- September 2005: Voraussichtlich erste Opernrolle als Sänger
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Antwort#18
Wertet das eigentlich einer aus, wenn wir uns hier outen? :)
also - wen es interessiert, hier was über mich:
Instrumente: Orgel, Klavier u. Stimme. Kirchenmusik - kurz vor C-Examen abgebrochen. Immer zwischendurch mal Aufnahmen gemacht, mit wachsendem Anspruch an Musik und Technik.
Musikalisch reichte es bei mir für Detmold oder Berlin nicht. Daher Elektrotechnikstudium (1988-1994, Uni-GH Paderborn), Diplomarbeit in Akustik (war nicht so spannend: über automatisierte Akustikmessungen für Analog-, ISDN- und GSM-Telefone) bei Swisscom in Bern/Schweiz.
Gleich in der Schweiz geblieben und dort seit knapp 10 Jahren Ing. für audiologische Akustik, -Signalverarbeitung und der dazugehörigen Audiomesstechnik (Bereich Hörgeräteentwicklung). Privat interessiert mich aber eine höhere Bandbreite als 10kHz und auch eher die Musik, als das Sprachverstehen im Störschall. Daher nebenberuflich und ohne den Druck damit seinen Lebensunterhalt zu verdienen: Aufnahmen kleiner und mittlerer Ensembles in akustisch ausgewählten Umgebungen. Eher aus akademischem Interesse und nicht kommerziell.
Vor einem Jahr habe ich zudem den Filmton als äusserst spannendes Gebiet entdeckt. Erstes Projekt ist der Sound und die Musikproduktion für einen Spielfilm über einen Pianisten. Das absorbiert zur Zeit meine freien Wochenenden. Hier bin noch nicht davon überzeugt, dass das gut kommt, das Budget ist niedrig Filmton für mich absolutes Neuland :)
Einzige Musikaktivität zur Zeit: Singen in einem kleinen gemischten Vokalensemble für alte und zeitgenössische Musik (ein dankbares Objekt für tontechnische Experimente)
...& demnächst AES Member - hoffentlich :))

grüsse
stefan
______________________
sb(at)bernafon(dot)ch
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Antwort#19
Leid tun mir die ganzen Umschüler vom Arbeitsmarkt, ...
Wer die verarscht?
Die braucht und will doch keiner. Sorry, aber so ist es nunmal.
Die Printmedien schaffen mit ihren Beschreibungen der Berufsbildes "Medienestalter" u.ä. Illusionen, die von den (Um-)Schulungsinstituten wie SAE, deutsche Pop, ... weiter ausgemalt werden.
Wer träumt nicht von "Selbstverwirklichung und Kreativität" im Berufsalltag?
Wer einmal das "Medienhandbuch der Stadt ___" in die Hand nimmt, sollte eigentlich realistisch einschätzen können, daß der Bedarf in allen Richtungen der Medien weit mehr als nur gedeckt sein dürfte.
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Antwort#20
Hallo Juppy,
ich nehme an, Du wirst Dich als Auslöser der Befragung auch noch offenbaren? Oder hab ich den Beitrag übersehen?
Gruß
Uwe


Jazz Recording
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