In der News-Group rec.audio.pro schreibt ein Anthony Gosnell plastisch über seine Probleme mit Kunden. Ist die "Musik" bei uns auch schon so runtergekommen? Was macht ihr bei solchen "kindlichen" Angeboten? I own and run a small independant recording studio. I have a lot of my time wasted by people making appointments to see me and then asking "Can't you record me and then I'll pay you when I've sold all my copies?". Very often these are people who have not even recorded a demo and do not know how to play a musical instrument. They often will show me the lyrics to their "hits". I am looking for articles and magazines which I can leave in the waiting room which deal with how to develop a music career and other important skills muscians should have. Maybe even some inexpensive books which I could sell. At the moment I just have some Guitar, Keyboard etc. magazines. These do have one or two good articles but are mostly advertizing for stuff which these kids can't afford.
Bei mir kriegt ein Kunde eine Rechnung nach den Aufnahmeterminen und eine weitere nachdem er seine gepressten CDs in den Händen hält. Die erste enhält die Aufnahmekosten für die bisherigen Termine und die Zeit für die Mischung / Schnitt des Rohmaterials , die zweite das Schneiden, Abmischen, Master erstellen und die Bookletsachen. So macht man das. Ich habe daher mein Geld bevor er eine einzige im Handel hat.
Im Projektgeschäft (IT) ist normalerweise eine Zahlung nach Projektfortschritt üblich (30:30:30:10)Also: 30% bei Auftragserteilung weitere 2 x 30% nach definierten Meilensteinen und 10% nach der Abnahme. Im Sudiobereich könnte das so aussehen: 30% bei Auftragserteilung, weitere 30% nach der Aufnahme (oder sollte ich besser Abnahme schreiben?:-)), noch einmal 30% bei der Freigabe für das Presswerk und die letzten 10% bei Auslieferung. Bisher bin ich damit immer gut gefahren. mfg GerhardS
Die Frage ist aber: Wie kann ich denn vor Ende des Projekts wissen, wieviel 30% sind? Den genauen Aufwand (Stundenzahl) weiß man doch erst ganz am Ende. Gruß, Lars
Das hängt sicherlich von deiner Kreativität ab. Sicherlich kann man den Aufwand ungefähr abschätzen und mit dem Kunden die individuelle Höhe der Raten vereinbaren. Bei einer Abrechnung rein nach Aufwand - also auf Stundenbasis- können aber auch Abschlagzahlungen entlang des Projektfortschritts vereinbart werden. (macht eigentlich jeder Handwerker) Der Sinn der ganzen Sache besteht darin, dass man nicht das Projekt komplett aus der eigenen Tasche vorfinanzieren muss. Auch 'zwingt' man den Kunden bei der Stange zu bleiben und nicht zu sagen: War ja ganz nett, wir haben ja jetzt die Aufnahme aber du kannst uns ja verklagen wenn du Geld haben willst. Ich möchte nicht wissen, wieviele der Kollegen permanent hinter ihren 'zahlungsunwilligen' Kunden herrennen. mfg gerhardS
Naja, bei Großaufträgen sicher, aber bei dem Kleinram der Tonproduktion würde ich keine 3:3:3:1 - Rechnungen schreiben. Ich darf sagen, daß ich bisher mein Geld immer gekreigt habe. Es sind nur einige kurz vor Aufnahme wieder abgesprungen und eine Theatergruppe aus Göttingen für die ich kompnieren sollte, hatte es sich nach Auftragerteilung doch wieder adners überlget, nachdem ich aber schon angefangen hatte.
Ich habe gerade so einen Kandidaten - nach dem Motto "Wir kennen uns doch schon so lange". Bezeichnet sich als "einen der namhaftesten deutschen ...", stellte Ansprüche an die Qualität der Aufnahme, die ich mit einem irrsinnigem Schneideaufwand erfüllt habe, und steht nun auf dem Standpunkt "für meine Produktionen habe ich nie mehr als 1.000 ? (für Aufnahme und Schnitt) bezahlt". Scheint sich wohl um einen dieser Studio-Hopper zu handeln, die jeden im Preis drücken ... Leider kennt man sich wirklich schon lange, ich hatte früher (billige) Demos für ihn gemacht. Von daher war mein größter Fehler, nicht über Preise gesprochen zu haben. Derzeit stehe ich vor der Entscheidung, ihm sehr weit entgegen zu kommen oder für die Mülltonne produziert zu haben. Preisdumping sehe ich jedoch nicht ein. Generell schmeiße ich lieber in die Tonne und ärgere mich maßlos über die vertane Zeit, in der ich tausend Dinge mit meinem Sohn hätte machen können. Man sollte wirklich konsequent bei Auftragserteilung eine Anzahlung von 10 %, nach der Aufnahme 30 %, nach dem ersten Schnitt weitere 30 % und den Rest bei Übergabe des Masters zu verlangen. Mit der Anzahlung hat man obendrein ein juristisch stichfesten Nachweis über einen erteilten Auftrag. Tonstudiobetreiber sollten ähnlich handeln wie Handwerker: Auftraggeber mit schlechter Zahlungsmoral haben sehr schnell Probleme, arbeitswillige Handwerker für ihre Baustelle zu finden. Da passiert es schon mal, daß ein Kran ein Jahr länger gemietet werden muß.