Kompressor & Effekt für live - Frage

Erstellt 60 Antworten61 Beiträge
Startbeitrag#1
Hallo liebe Tontechiker,
sagen wir mal wir haben eine Band. Der Drummer ist tierisch laut und der Sänger ist etwas schwach auf der Brust. Diese Band spielt hauptsächlich in kleinen Locations(Juze, kleine Clubs). Meißt ist es dann so das man den Sänger nicht richtig hört. Nun dachte ich mir man könnte sich vielleicht einen Kompressor/Gate & ein Effektgerät zulegen und das dann in die jeweilige Hausanlage hängen um einen lauteren und klareren Gesang zu bekommen. Liege ich da falsch und falls nicht könnt Ihr mir vielleicht Tips zu Geräten geben mit denen ihr schon gute Erfahrungen gemacht habt.
Bitte fangt nicht an der Drummer soll leiser spielen etc. ;-) bringt nix ...
BTW: was könnte man hier noch optimieren (Becken abkleben, Holz statt Metall Sbnre usw...)?
lg
Olli
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Antwort#2
Hier hilft nur besser Singen oder besser arrangieren. Da das Schlagzeug wahrscheinlich in dem Gesangsmikro lauter mit drinne ist als der Gesang selber gibts leider keine technische Lösung.
Eine Band kann viel mit Präzision an "subjektivem Sound" rausholen. Sprich: Gut gespielt klingt niemals schlecht! Auch stören gute Becken (ab 1000 Euro) den Gesang weniger als billige, weil qualitativ gute Becken viel ausgewogener klingen.
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Antwort#3
Wieso sollte das Schlagzeug im Gesangsmikro lauter drin sein ? Ein nah besungenes Mikro löst das Problem sicherlich. Ein Kompressor kann sicher nicht schaden, allerdings sollte man einfach mal dal Mikroanlae entsprechend aufdrehen.
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Antwort#4
""Bitte fangt nicht an der Drummer soll leiser spielen etc. ;-) bringt nix ...""
Der Drummer soll leiser spieln! ;-))
""BTW: was könnte man hier noch optimieren (Becken abkleben, Holz statt Metall Sbnre usw...)?""
Weder noch. Es gibt leider nur eine Lösung: Besser singen, musikalischer spielen, zuhören, sein Spiel anpassen. Mit den Jahren klappt es dann - manchmal.
Fast alle Nachwuchsbands kranken an diesen Dingen, da kann man als Tonmensch in JZs' nix dran machen. Neuen, besseren Drummer (der Musik spielt und nicht Schlagzeug!) suchen scheint da noch die einfachste Variante. Ein lauter Drummer ist dann noch kein Problem wenn er auf den Punkt spielt und gut dabei klingt, also das Richtige laut spielt, das andere (z.B. Becken) nicht bzw. nicht so oft.
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Antwort#5
....plexiglas!! so ne umwandung hatte mal unser schlagzeuger verpasst gekriegt. aber ich weis leider nich wo ers her hatte, gibt aber nur wenig firmen die das herstellen...
grüsse
dB
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Antwort#6
... einfach bei Thomann bestellen.
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Antwort#7
Hallo Carsten,
Dein Kommentar: 'Gut gespielt klingt niemals schlecht' muss in meinen Ohren nicht immer stimmen.
Sicher ist ein tightes Timing das a+o, besser noch versteht der Drummer um Ihn herum die Musik und !seine Mitmusikanten! und kann sich in seinem Spiel und der Lautstärke den Erfordernisssen anpassen, ohne auf gewisse Attitüden bzgl. der Lautstärke von 'klassischen', im Rock bekannten Sologitarristen zun verfallen...
LAUT=GUT ?
Vielleicht gilt es, das mit Ihm zu klären.
Wenn Er -NICHT ANDERS KANN- ist er falsch in der Band, meine Meinung.
Man kann Ihn auch totdämpfen oder in eine Parzelle aus Plexiglas verdammen, wenn gewünscht.
Zum Leid der Mitmusiker...
Was ich allerdings bezweifle ist Deine Aussage, dass gute Becken über 1ooo? kosten müssen - habe ich da als Drummer in den letzten 25 Jahren einen Trend verpasst?
Sicher sind 'gute Becken' teuer, aber: Ich kenne persönlich nicht 1! Becken in dieser Preiskategorie, um mich mal zu outen ;-)
Würdest Du mich bitte aufklären?
Vielen Dank und lieben Gruß
Thomas
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Antwort#8
Hallo, danke für die Antworten. Hmmm so richtig schlau werde ich jetzt da nicht. Okay das mit dem Plexiglas versteh ich. Ist aber auch ein wenig unpraktisch und nimmt auch ne Menge Platz ein. Verbessert mich wenn ich falsch liege, aber ein Kompressor dient ja quasi auch ein wenig als Vorverstärker oder? Somit muss ich ja ein besseres/lauteres Signal bekommen oder?
Noch eine Frage. Kennt jemand ein *******sicheres Effektgerät das ein einfach zu bedienendes TabDelay beinhaltet?
lg
Olli
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Antwort#9
Warum nicht erstmal mit Gain und Fader lautermachen?
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Antwort#10
Alesis Quatverb (hat glaub ich ein TabDelay)
Kompressoren bringen n ur etwas wenn dein Nutzsignal im Voc-Mike wesentlich lauter, als das Störsignal (Drums), ist
Nein, ein Kompressor ist keine Vorstufe, sondern ein Dynamikeffektgerät, welches laute Stellen absengt und somit dir mehr "Platz" verschafft um das komplette Signal lauter zu machen
MfG Benne
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Antwort#11
Also die Becken um 1000 ? sind mir ebenso unbekannt, andererseits kann ich mir durchaus vorstellen, dass für alte Zildjian K dieser Betrag hingeblättert wird. Ob das nun wirklich die besseren Becken sind, sei dahingestellt...
Allgemein würd ich mal empfehlen zu leichteren Crashes zu greifen (statt "Rock" eher "Medium" oder "Medium-Light") und vielleicht zu kleineren Trommelgrößen, dann noch leichtere Sticks (dünner bzw. aus Maple) und das ganze wird immer leiser. Falls du den Drummer davon überzeugen kannst, wird er auch nimmer so prügeln, denn wer ruiniert schon gern pro Gig ein Paar Sticks...
Ich bezweifle jedoch, dass du ihm das einreden können wirst...
lg armin
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Antwort#12
Hallo,
also ein Kompressor macht in deinem Fall imho wenig Sinn, denn gerade in JuZ und anderen kleinen Bühnen fährt man oft hart am Limit und da würde ein Kompressor nur leichter Feedbacks verursachen.
Mein Ansatz wäre am Vokalmikrophon. Hier würde ich zum einen auf weniger stark gerichtete Mikrophone greifen (Niere), denn so nimmst du nicht so viel vom Schlagzeug mit auf, wenn sich der Sänger mal wegdreht vom Mic. Alternativ dazu vielleicht Optogates oder - als Edellösung - das Crown CM310, das sich durch eine deutliche Dämpfung entfernter Signale auszeichnet
lieben gruß
armin
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Antwort#13
Hallo Armin,
Deine Ideen gehen leider teilweise in die falsche Richtung.
Aber ein Hypernierenmikro bringt i.d.T. keine Vorteile. Entscheident ist die Reichweite des Mikros (daher sind normale Nieren theoretisch besser) und die Mikrotechnik des Sängers - steht er immer davor (wer tut das?) ist eine Hypernieren evt. im Vorteil, wenn nicht dann im Nachteil (zur Veranschaulichung: eine Keule - ein Richtmikrofon - würde entfernte Quellen noch näher heranholen...). So weit, so gut.
Ein Compressor aber ist die einzige Möglichkeit die Lautheit des Gesangs zu erhöhen.
Rückkopplungen werden damit nur in der Theorie problematischer, selbst wenn der
Kompressor auf dem Monitor liegt. Allerdings sollte man da schon etwas Erfahrung haben, ggf. sollte man den Auto-Modus nicht benutzen (ein dbx160 funktioniert aber trotzdem).
Zuletzt: Ein Gate egal welcher Form bringt hier überhaupt nichts.
Wenn es schon großes Übersprechen gibt, dann muß dieses Übersprechen in den Sound integriert werden. Ein ständiges Ein- und Ausschalten verschlechtert den Sound u.U. dramatisch. Optogates sind eher ein Spielzeug für Backing-Vocals und für große Bühnen wo man sie eigentlich eher nicht braucht, auch wenn sie funktionieren (und daher werden die auch fast nirgendwo eingesetzt). Eher eine sinnvolle Innovation für die Konferenztechnik.
Gruß,
Christopher
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Antwort#14
Ich denke mit "1000 EUR" war auch mehr ein kompletter Satz gemeint, allerdings
wäre das eine sehr vage Information...
Dünne Becken sind in jedem Fall wesentlich besser, auch klanglich. Dicke Becken haben höchstens den Vorteil, daß sie einigen Knüpplern besser widerstehen.
Also alles eine Frage der Spieltechnik.
Vorsicht bei den Sticks: Zu dünne Sticks spielen kann die Gelenke ruinieren, solange man seine Spieltechnik nicht dynamisch anpasst. Dafür braucht man aber auch kein neues Stickformat. Wobei alles was über 5B hinausgeht keine ergonomisch-musikalische Funktion mehr erfüllt. Bodybuilder-Metall-Schlagzeuger-Typen vielleicht ausgenommen. Aber das sind schon ganz heiße Kandidaten für Tinnitus - und Hörgerät mit 40.
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Antwort#15
""Alesis Quatverb (hat glaub ich ein TabDelay)""
Das 1990er Original-Quadraverb hat kein Tabdelay (aber anständiges Hall-Gerät für 50 EUR), der Nachfolger Q2 (selten!)
hat es, ist aber nicht i-d-i-otensicher und gebraucht nicht ganz billig.
Tabdelay für billig: Midiverb 4 (auch ganz brauchbarer Hall!)
Noch besser: Lexicon MPX100/110. Benutze ich selber für Live.
Oder TC M300 (finde ich aber dafür nicht so gut)
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Antwort#16
Entscheidend ist die Reichweite des Mikros (daher sind normale Nieren theoretisch besser).
Nicht korrekt.
Es gibt keine "Reichweite" beim Mikrofon.
Das wurde hier schon durchgekaut.
Müsste also bekannt sein.
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Antwort#17
Welches Mikrofon hat die beste Reichweite?
Reichweite: Ein Sender hat je nach Sendeleistung eine bestimmte Sende-Reichweite und damit Empfangs-Reichweite. Ein Lautsprecher hat je nach Leistung und Wirkungsgrad eine Hör-Reichweite. Bei Mikrofonen wird auch behauptet, sie hätten eine unterschiedliche Reichweite. Das ist aber nicht so. Auch die Spionage-Mikrofone können das nicht.
Immer wieder kommt die unsinnige Frage: "Which microphone has the best reach?"
This bulletin debunks the myth of microphone reach:
http://www.shure.com/support/technotes/app-micreach.html
Die Firma Shure versucht hier sehr sorgfältig die Dummies aufzuklären.
Der Erfolg ist leider gering, wie man hier in diesem Forum feststellen kann.



Shure Aufklärung vom Märchen der Mikrofon-Reichweite
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Antwort#19
Und welchen "Sound" erhalte ich, wenn ich da Mikrofone 'reinhänge?
Ähnlich wie eine Besenkammer (Erstreflektion, Kammfilter, ...)?
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Antwort#20
Schon wieder ein Irrtum:
"Schallabsorber Panel für Live und Studio"
http://www.thomann.de/clearsonic_a55_drum_panel_prodinfo.html
Was können denn harte Plexiglasscheiben absorbieren? Wirklich gar nichts.
Siehe Schallabsoption bei Wikipedia:
http://de.wikipedia.org/wiki/Schallabsorption
Siehe Schalldämmung bei Wikipedia:
http://de.wikipedia.org/wiki/Schalldämmung
Dagegen siehe Schalldämpfung bei Wikipedia:
http://de.wikipedia.org/wiki/Schalld%C3%A4mpfung
Jetzt warte ich auf das Wort "Haarspalterei", was aber nicht zutrifft.
Es gibt keine absorbierenden Plexiglasscheiben.
Unterscheide: Schalldämmung, Schalldämpfung und Schallabsorption.
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