An sich ist das ein tolles Angebot. Nur frage ich mich, wer sich nach dem Lesen Deiner Beschreibung ernsthaft für sowas bereit erklären würde. Es hört sich an wie eine Mischung aus Bundeswehr und S/M-Club. 4 Wochen lang "Fresse halten und Kabel rollen" ist nicht gerade der angenehmste Zeitvertreib. Was ich damit sagen will: Die Idee ist klasse - aber durch die "etwas" negative Beschreibung wirst Du mit Sicherheit weniger Resonanz bekommen als mit einer neutraleren.
Hmm,Du könntest schon recht haben, etwas harsch. Andererseits habe ich keinen Bock jemand mitzunehmen der am ersten Tag um 12 mit der Bierflasche bei der Band sitzt und mir sagt ´hey alder mach dich mal logger´ oder sowas in der Art. Aber ich bin für Umformulierungsvorschläge natürlich jederzeit offen. Gruß Jakob P.S.: Die sache mit dem Bootcamp habe ich eh schon weggelassen
("Bootcamp") *lach* :-) Ja, ich kann schon nachvollziehen, daß man niemanden mitnehmen möchte, für den das alles nur ein cooler Abenteuerurlaub ist. So weit hatte ich gar nicht gedacht. Aber wenn ich von mir auf andere schließen würde: Bei Deinem Posting dachte ich mir: "Hey, das sieht interessant aus!" Bei dem Lesen der genauen Beschreibung dachte ich dann, "das beinhaltet eigentlich alles, was mir an negativen Vorurteilen bzgl. Livejobs einfällt". Dazu muss ich aber noch sagen, daß ich bisher bei Live-Jobs immer an eigenartige Leute mit extrem hohem Geltungsbedürfnis geraten bin, der Umgangston immer unfreundlich war und ich deswegen etwas vorbelastet bin. Aber vielleicht bin ich auch einfach nur zu zart besaitet für solche Sachen. Ich wünsche Dir auf jeden Fall einen engagierten Praktikanten (oder eine Praktikantin) und viel Erfolg auf der Tour! Viele Grüße! Michael
Was sich heute alles so "Praktikum" schimpft. Das was Du hier verlangst bedarf einer bezahlten Kraft. Oder ist das mehr sonne Hobbyband-Tour (uns deshalb ist auch keine Kritik an der Band erlaubt)? Und wie viel Fehler darf der "Praktikant" in der ersten Woche noch machen? Gibt es wirklich Leute die sich dafür hergeben, nicht nur zum Spaß? Der neue Verweis darauf, der Deliquent könne ja später *vielleicht* mal ne Show mischen ist mehr als lächerlich. Das wird nicht vorkommen. Was allerdings schon vorkommen sollte: eine faire Bezahlung, wenn auch nur lächerliche 100EUR die Woche. Aber für Arbeit bezahlen: das darf wohl nicht sein...
Sorry, aber diese Beschreibung schreckt mehr ab, als Sie einen einlädt. Wenn man so verbohrt ist, dass man keine Kritik verträgt ("Mich interessiert eure Meinung zu der Band nicht", "Klappe halten", sinngemäß), würde ich mal mein Ego ein wenig kürzen. YMMV.
Hey, ich bin der Foh Mann, ich kann mischen lassen wen ich will.... Ich glaube Du siehst das zu negativ. Es ist eine professionelle Produktion, wenn Du mir ne Email schreibst sage ich Dir such wer. Lieben Gruß Jakob
Hmm, ich habe halt schon erlebt daß Leute gefeuert wurden weil sie irgendwas in der Richtung von "der Sänger klingt nicht geil" gesagt haben und will halt vermeiden dass am ersten Tag Ansagen kommen wie " hi ich bin der soundso, und eigentlich finde ich .... (Bandname) sch****, aber nen Monat auf Tour wollte ich schon immer mal sein." Alles schon erlebt. Gruß Jakob
Hallo Jakob, das mit der "Hobbyband" war natürlich nicht ernst gemeint. Ich bin selber FOH-Techniker und insofern ist es dann denkbar den "Azubi" mal am Pult herumfingern zu lassen ohne das gleich der Blutdruck steigt... Ich glaube auch das Du da wirklich im Kern gute Vorsätze hast und auch Wissen vermitteln willst, trotzdem finde ich es nicht fair jemanden 18 Stunden am Tag x 7 x 4 für "lau" arbeiten zu lassen, auch wenn er erst 20 ist und noch viel lernen muß. Da wäre mir jemand lieber, der schon weiß wo es langgeht, dem ich nicht erst erkären muß wie das Bussiness mit allen Facetten läuft und das er nicht dauernd bekifft zu sein hat. Und für so jemanden sollte man bereit sein zu zahlen, alles andere wäre nämlich im wahren Sinne unprofessionell. Ich selber kriege Angebote von "Hivis", die mal über die Schulter sehen wollen und dafür auch gerne mal ein bißchen Drecksarbeit machen - das ist schon mal ganz angenehm, seinen "persönlichen Assistenten" zu haben - aber das vier Wochen lang unter diesen Bedingungen?? Grüße, Christopher
Du schreibst in dem Forum: "Es soll keiner Versklavt werden oder sonstwie ausgebeutet, das Ziel ist jemanden fit zu machen am Ende der Tour Monitor mixen zu können, am FOH einen Soundcheck zu leiten oder vielleicht sogar eine Show mischen. " Das sind ja wohl vollkommen inhaltslose und weltfremde Verspechungen! Niemand wird durch die Kabelreichungen, die Deiner eigenen Darstellung zufolge kritiklos ohne ein "Warum" zu erfolgen haben, etwas Vernünftiges lernen, oder gar Hintergründe kapieren. Das ist gelinde gesagt, lächerlich! Entschuldigung, aber das sehe ich so! Mihin denke ich, daß Du nur einen Laufburschen brauchst und garnicht die Absicht hast, dem etwas beizubringen. Leider bist du da in guter Gesellschaft: Man sollte sich in der Branche einmal der Verantwortung bewusst werden, die man einem Auszubildenen gegenüber hat. Wenn man einen nur mit Arbeit zuladen will, und nicht die Zeit hat, ihm etwas beizubringen, dann ist das irgendwo für die Katz! Die Leute werden nur als Arbeiter missbraucht und der Lerneffekt ist null. In keinem Fall wird er dadurch fit gemacht, für FOH-Mischungen und schon garnicht innerhalb von 4 Wochen.
Findest Du es eigentlich schade, dass der Sklavenmarkt abgeschafft ist ? Ich kenne leider viele Leute in der Branche, die ein krankhaftes Geltungsbedürfnis haben und sich nur richtig gut fühlen, wenn sie einen Dummen zum "drauf rumtrampeln" haben und sich noch damit groß tun müssen. Dein Beitrag kommt mir leider exakt so vor - I'm sorry! Vielleicht habe ich ja den Scherz übersehen oder fehlt mir nur der nötige Humor, die Sache "anders" zu betrachten! Ich finde das absolut jenseits von professionell, weiß aber, dass viele Jobs im Roadie- Bereich genau so laufen (und deshalb m.E. auch das Niveau vieler Veranstaltungen sehr darunter leidet). Naja, viel Glück - vielleicht findet sich ja ein genügend masochistischer Zeitgenosse, der einen schlechtbezahlten 24-Stunden-Anschiss-Job machen will.
Es ist aber schon ein Unterschied, ob jemand sagt "Die Band finde ich scheiße" oder "Die Band finde ich scheiße, weil ...". Dein Beitrag in dem Ursprungsforum klingt so, wie wenn du beides nicht hören wolltest.
Das Angebot ist ja echt "der Hammer!" und ich sehe das genauso, daß man in einigen Wochen kaum nenneswertes Wissen erwerben kann, welches einen Praktikanten befähigen könnte, taugliche live-Mischungen zu machen, wobei ich der absoluten Übezeugung bin, daß die Branche exakt so verfährt, wenn ich mir das Gemsiche einiger FOH-Spezies so in Errinnerung rufe. Man hat sehr oft den Eindruck, daß dort einer abmischt, der schon seit 10 Jahren Praktikum macht und die Grundlagen erst noch lernen muss. In einem Punkt muss ich aber widersprechen: Hier geht es ausdrücklich um ein Praktikum und nicht um eine Ausbildung. In einem Praktikum soll der Azubi ja genau den realen praktischen Liveeinsatz erfahren, also so arbeiten, wie er bei einem Berufseinstieg arbeiten würdet. Daß er dort dann Kabelträger und Lernsklave ist, verwundert mich nicht, ist branchenübergreifend normal und es ist durchaus richtig, daß er genau das lernt und kapiert. Ich halte es daher sogar für gut, daß Tonstudiumswillige, Tontechnikinteressierte und andere, die da Ambitionen haben, mal in einem 4-Wochen-Craschkurs erfahren, was auf sie zukommt. Das, was der Ambieter da schreibt und wie er sich selber auch darstellt, ist ja wohl auch exakt die Realität. Daß da dann später oder auch schon im Vorfeld einige abgeschreckt werden, ist nur gut und richtig und insgesamt als ausgesrochen positiv für den Lernenden einzustufen! Deshalb bieten ja z.B. die Schulen auch Praktika an und verpflichten die 9.-Klässler sogar, in dem von ihnen angedachten Beruf mal reale Erfahrungen zu sammeln. Lernen soll er man nicht viel, sondern kapieren, was man sich da im Begriff ist, anzutun - auch, um mal einige Illusionen zu beseitigen. Eine Ausbildung ist etwas ganz anderes. Da braucht es Leute mit Erfahrung und Lehrbefähigung (wohlgemerkt "Befähigung" und nicht nur "Berechtigung"), die den Azubi an die Hand nehmen, ihm didaktisch aufbereitets Lernmaterial und aufeinenader aufbauende Aufgaben mit steigendem Schwierigkeitsgrad zukommen lassen und ihn trainieren, was sehr viel Zeit kostet. Es kostet damit aber leider auch Geld, was dazu führt, daß heute kaum ein Betrieb mehr ausbilden will- und dies nicht nur in der Tonbranche! Über Geld und Bezahlung lässt sich generell streiten- bei genauerem Hinsehen aber eigentich widerum nicht: Da wir ja hier von einem Praktikum reden, soll der Azubi eben richtig arbeiten und dann darf er auch Geld beanspruchen. Wenn in Teilen aber auch Ausbildung geleistet wird, dann kann das natürlich weniger sein- bishin zur Null. Dies muss aber spezifiert werden und beiden Seiten klar sein. Vielleicht überarbeitet der Anbieter ja sein Angebot nochmal dahingehend, in dem er darstellt, daß dort zwar halb gearbeitet werden soll, im Gegenzug aber auch Lernen und Betreuung angeboten wird und es deshalb kein Geld gibt. Ob sich das für beiden Seiten lohnt, muss jeder selber sehen. Ich habe die Rechnung für mich aufgemacht und festgelegt, daß ich nicht die Zeit habe, eine Art Ausbildung anzubieten, weil ich dem Anspruch des Lerners nicht gerecht werden kann. Andererseits habe ich keinen Bedarf für einen nur Arbeitenden, da ich ihn dann - auch aus meiner eigenen Haltung heraus - bezahlen müsste und sich das für mich finanziell nicht rechnet. Wenn ich als Ingenieur für einen Praktikanten zuständig war, habe ich immer zugesehen, daß er für sein Geld etwas Nutzbringendes für die Firma leistet. Darüberhinaus muss er immer mindestens soviel erwirtschaften, daß die Zeit, die er mich kostet, auch wert ist und etwas bei überbleibt. In den Zeiten, in denen er aber darüber hinaus- quasi unentgeldlich- arbeitet, steht es ihm dann aber auch zu, daß er eine Aufgabe bekommt, bei der wirklich stressfrei!!! lernen kann, indem er sich mit Aufgaben befassen darf, die er sich selber frei aussuchen darf. Das Ganze muss eben für beide Seiten jederzeit fair sein. Ob das auch in den Tonbranche so gehandhabt wird, mögen andere beurteilen.
Den Servicegedanken solltest Du verinnerlicht haben, wenn es Dir schwerfällt jemanden zu bedienen bist Du nicht geeignet.
Suchst Du einen Lakaien - oder jemanden, der mit Engagement bei der Sache ist? Anmerkung: "Service" ist etwas, was jeder fordert, wofür aber niemand bereit ist zu zahlen. DU SCHEINBAR AUCH NICHT Wenn Du einen Lakaien brauchst, suche einen und bezahle ihn entsprechend. Unprofessionell ist in meinen Augen, neue Schlagzeugfelle nicht im Materialkoffer zu haben, sondern vor'm Gig im örtlichen Shop nachkaufen zu müssen. Oder darf ich unterstellen, daß die Band so klein ist, daß neue Felle erst aus den Einnahmen vom Vorabend finanziert werden können? Und wenn Du als Tourbetreuer "professionell" sein willst, hast Du eine Handkasse mit genügend Kleingelf für Kippen. Vielleicht solltest Du an Deinen eigenen Fehlern arbeiten: Die Seite, auf die verwiesen wird, läßt sich nicht scrollen. Versuch Deinen Text auf einem kleinen Bildschirm zu lesen! Aber Medienkompetenz muß nicht jedermanns Stärke sein ...
Da verlangst Du aber viel Differenzierungsvermögen :-) Ich kann Dir eine sehr große Elektronikfirma nennen, wo sogar ein Ingenieur rausgeschmissen wurde, weil er die Produkte als zu unausgereift und nicht marktfähig bezeichnet hatte - allerdings durchaus mit der Intention, die Fehler rauszuschmeissen und sie sicherer zu machen. Besagte Firma war aber nicht kritikfähig und bezahlte lieber einen freien Softwareentwickler ( :-) ) , der sich dann dieser Produkte mit einer "sehr weit ausgereiften Software" annimmt, diese "validiert und überarbeitet", um sie "durch gezielte Optimierungen in Ihrer Funktionalität zu steigern und neue Marktsegmente erschließen zu können", wie es im Lastenheft wörtlich hiess. Oft ist es eben nur eine Frage der Deklaration: Hätte der Tonassi einen konstruktiven Vorschlag zur "Klangabmischung" gemacht, dabei den den Begriff "Verbesserung" gemieden und mit ein paar Mischtricks die beschissen klingende Gitarre einigermassen erträglich gemacht, wäre man ihm sicher eher dankbar gewesen. "Scheisse"-sager sind halt nicht so beliebt. Ich sage ja auch keinem Chorleiter, daß er viel zu laut und zu falsch mitsingt, sondern lobe es, daß er sich so engagiert, während andere Chorleiter garnicht singen. Wenn er auf der CD dann heraussticht, ist das doch nicht mein Problem.
Naja, auf die Anfragen habe ich immer klar gemacht daß es kein Geld gibt aber Verpflegung und Unterkunft, Alkohol. Das ich einem der dann 2 Schachteln Bigpack wegzieht keine Kippen verspreche versteht sich wohl von selbst. Servicegedanken? Wen der Sänger nach der Show sagt "hast Du ne Kippe" und als Antwort kommt "ich hab nur noch eine" dann ist das kein Servicegedanke.
so etwas hab ich schon lange nicht mehr gelesen? Hört sich ja schon fast nach Versklavung an. ich wünsche ihnen dennoch viel erfolg bei der suche nach einem "v.........n" für alles! muss der praktikant den musikern dann auch die gitarre stimmen? den musikern die wäsche bügeln auch? geben sie doch dieses stellenangebot bei der bundesagentur für arbeit auf! am besten als 1 euro job!
Hallo Jakob, entgegen der anderen Meinungen hier, denke ich, Du triffst mit deinen Anforderungen schon den Nagel auf den Kopf. Praktikanten die meinen alles besser zu wissen, in Stresssituationen unleidig werden und denken sich ein Urteil über Künstler oder Kunden erlauben zu können kann kein Mensch brauchen. Freie Kost und Logis finde ich völlig o.k., bei uns kriegt ein Praktikant nicht einmal das. Es ist natürlich traurig, dass man die von Dir genannten Punkte extra und in der Deutlichkeit vorab erwähnen muss, für jemanden, der ernsthaft in dem Bereich seine zukünjftige Karriere sieht, sollten diese Dinge selbstverständlich sein. (auch dein Punkt bzgl. Körperhygiene;-)) Wenn Du jemanden findest, der engagiert und leidenschaftlich ist, denke ich, wird derjenige auch eine Menge lernen. Allen anderen empfehle ich mal, mit jemanden zu sprechen, der bsp. ein Praktikum in der Branche in den USA absolviert hat, da geht es noch etwas anders zur Sache, wenn Du als "Runner" anfängst. Grüße MartinP
Das mit dem "Scheiße" war natürlich nur bildlich gemeint. Das man Kritik nicht so anfängt, sollte unter normalen Zeitgenossen selbstverständlich sein ;-) Für den Ingenieur war es wohl Glück, dass er die Firma verlassen durfte. Wenn eine Firma nicht damit klar kommt, dass man Punkte, die einen stören, offen sagen darf, was will man dort noch? (Außer Geldverdienen, was heutzutage aber wohl auch schon reichen dürfte, aber wohl kaum zum guten Betriebsklima beiträgt.) Worauf ich hinaus will: mit Kritik sollte jeder klar kommen. Dass nicht jede Kritik gerechtfertigt ist, und dass der Ton eine entscheidende Rolle spielt ist klar. Ich bemühe mich, aus der Kritik die man mir gibt, was konstruktives zu ziehen. Genauso bin ich bemüht, den Leuten, die ich tontechnisch betreue, Feedback zu geben (Jetzt bitte nicht wörtlich nehmen ;-). Vielleicht kann ich mir das auch rausnehmen, weil ich das viel als Hobby und mit befreundeten Bands mache, und kaum andere Jobs. Die haben ein gesundes Ego, und kriegen das dann auch nicht in den falschen Hals.