Hallo Leute, kann mir jemand erklären wie und wozu man das "Rosa Rauschen" gebrauchen kann. Ich hab gesehen das ein Midas Verona einen Knopf hat um ein solches " Rosa Rauschen" zu erzeugen. Ich weiß was "Rosa Rauschen" ist aber nicht was man damit macht??? Ich hab woanders gelesen das sich die Boxen damit einstellen lassen...???
"Weißes Rauschen" hat eine Spektralverteilung mit konstanter Leistung pro Bandbreiteneinheit in Hz. Der 20 Hz-Bereich zwischen 20 und 40 Hz enthält die gleiche Rauschleistung wie der 20 Hz-Bereich zwischen 10000 Hz und 10020 Hz. Der theoretische Frequenzbereich von weißem Rauschen geht von 0 Hz (Gleichspannung) bis zu unendlich hohen Frequenzen. In der Praxis wird bandbegrenztes weißes Rauschen benutzt. Wir empfinden weißes Rauschen so, als ob die hohen Frequenzen größere Energie hätten. Der Klang ist hell und es scheinen tiefe Frequenzen zu fehlen. Es ist dem Klang von herkömmlicher Musik recht unähnlich. "Rosa Rauschen" hat eine Spektralverteilung mit konstanter Leistung pro prozentualer Bandbreite. Dabei enthält die Oktave zwischen 20 und 40 Hz die gleiche Rauschleistung wie die Oktave zwischen 10000 und 20000 Hz. Bei jeder doppelten Frequenz ist die Leistung halbiert. Es wird aus weißem Rauschen durch ein Filter mit einem Hö-henabfall von 3 dB pro Oktave hergestellt. Rosa Rauschen klingt fast so, als ob gleichmäßige Lautheit bei allen Frequenzen vorhanden wäre. Es ist dem Klang herkömmlicher Musik relativ nahe. Deshalb wird es unter anderem als Testsignal für Lautsprechermessungen verwendet. Aus: "Das Rauschen", Herausgeber S. und C. Scheib, Wolke Verlag, Hofheim, 1995, Seiten 126-148. "Auf der Suche nach dem Rauschen" von Robert R. Höldrich: Eine für die Musik und Akustik besonders interessante Art von farbigem Rauschen ist "rosa" Rauschen (pink noise). Sein 1/f-Spektrum liegt zwischen dem völlig unkorrelierten weißen Rauschen und dem etwas langwei-ligen braunen. Es besitzt in gleichen musikalischen Intervallen, z. B. in jeder Oktave, die gleiche Energie. Bei-spiele dafür sind das Halbleiterrauschen in Transistoren und Chips. Vgl. Schroeder, S. 34 das Tosen eines Wasserfalls, (Vgl. Rossing, S. 562) aber auch der oben beschriebene Klaviercluster. Rosa Rauschen (oder nahe Verwandte) wird häufig für Hörversuche in der Psychoakustik verwendet, da sein Energiespektrum der logarithmischen Frequenzskala des Innenohrs gut entspricht. Vgl. Zwicker 1967, S. 107 und Zwicker 1982, S. 118. 1/f-Spektren sind nicht nur als Klang, sondern auch in der Makrostruktur von Musik zu finden. Dies beruht auf ihrem Gleichgewicht zwischen Redundanz, also Korreliertheit, und Neuigkeit. Die Untersuchung von Kunstwerken nach diesen informationstheoretischen GesichtspunktenVgl. Moles geht auf die "Theorie des ästhetischen Werts" des amerikanischen Mathematikers George David Birkhoff (1884-1944) zurück. Birkhoffs Ziel war es, den ästhetischen Wert eines Kunstwerks mit einem Zahlenwert angeben zu können. Seine Theo-rie besagt, dass ein Kunstwerk, um angenehm und interessant zu sein, weder zu viel Regelmäßigkeit - und damit Vorhersagbarkeit, Redundanz - noch zu viele Überraschungen besitzen darf. Vgl. Schroeder, S. 109 Hiller meinte dazu: "Musik ist ein Kompromiss zwischen Langeweile und Chaos". Pierce, S. 9. Clarke und Voss haben gezeigt, dass die Tonhöhen- und Lautstärkeverläufe in der Musik von Mozart, Bach und den Beat-les ein 1/f-Spektrum besitzen. Vgl. Clarke. Zufällig erzeugte Tonfolgen sind somit dann am ehesten "musik-ähnlich", (Mandelbrot, S. 385) wenn Tonhöhe und Lautstärke mit 1/f-Rauschen erzeugt werden. Und noch eine Meinung: Rosa Rauschen soll die Gehirn-Hemisphären miteinander verbinden und einen entspannten Zustand erzeugen. Robert Monroe hatte festgestellt, dass die Wirkung von stimulierenden Klängen und Frequenzen erhöht wird, wenn sie mit Rosa Rauschen gemischt werden. Er hatte um 1950 die Möglichkeiten zu erforschen begonnen, im Schlaf zu lernen und entwickelte im Monroe Institut in Virginia eine Reihe von Hör-Cassetten und CDs, die unter dem Namen Hemi-Sync bekannt sind. Hierbei verwendete Monroe eine Mischung von Klängen und Rosa Rauschen. Rosa Rauschen wird aber auch unter anderem von der Schulmedizin bei der Tinnitus-Therapie eingesetzt.
Hallo Johnny, wenn ich mich recht erinnere, hat rosa Rauschen die gleiche Energie pro Frequenzband, d.h. das Verhältnis der Eckfrequenzen gibt das Band an, in dem die Energieverteilung gleich gross ist. Somit hat das Oktavband 50 Hz - 100 Hz die gleiche Energie wie das Oktavband 1000 Hz - 2000 Hz. Ist übrigens 0 Hz eine Schwingung? Das ist doch eher ein Grenzwert. Gr. Dirk