Hallo, liebe Kollegen!
Da für einen guten Bekannten eine Entscheidung bzgl. "Abhöre" getroffen werden musste, gab es heute einen kleinen Hörtest mit den Modellen:
- Yamaha MSP5 + SW10 Subwoofer (mein System)
- KSDigital C5 Tiny (ohne Sub)
- Genelec 1031 (ebenfalls ohne Sub)
Der folgende Text ist natürlich subjektiv, Messungen wurden nicht vorgenommen, trotzdem möchte ich ihn Euch nicht vorenthalten, vor allem, da mir meine Eindrücke noch frisch in Erinnerung sind.
Mein Raum ist nicht sehr groß und ziemlich bedämpft mit Schaumstoffen an Vorder- und Rückwand (mit Molton überzogen), nicht parallelen Moltonvorhängen an den Seitenwänden und einer Stahlseil-Molton-Konstruktion an der Decke (4 U-förmige "Bahnen").
Ich finde den Klang mit meinem System sehr zufriedenstellend und im Hinblick auf Aufwand und Investition mehr als gelungen.
Es wurden verschiedene Musikstile, von Jazz über elektronische Musik, HipHop, Rock und Pop gespielt, von sehr "Hi-Endigen" Produktionen zu sehr ruff gemischtem Demo-Material.
Zu den Monitoren:
Die KSDigital C5 überraschten sofort mit einer beachtlich klaren Basswiedergabe, die in keinem Verhältnis zu ihrer Größe zu stehen schien. Wie sich später herausstellte, gaben sie ungefähr eine knappe Oktave weniger als die Genelecs wieder (Schätzung).
Jedoch wurde der Bassbereich, der von den C5 wiedergegeben werden konnte, auch wirklich sauber wiedergegeben.
Überraschenderweise klang ein Kontrabass nur auf den C5 auch wie ein Kontrabass.
Es ist kaum zu glauben, aber nur über diese Boxen schien er ein eigenständiges Instrument zu sein. Obertöne und Tiefbass gehörten einfach zusammen und bildeten eine Einheit.
Über die Genelecs gab es zwei Instrumente: Einen Anschlag und einen Tiefbass, der auch synthetisch hätte sein können.
Auch im Höhenbereich war der klangliche Unterschied zu den Genelecs immens:
Während z.B. Hi Hats und Percussion auf den Genelecs einen eher "durchgängigen" und statischen Charakter hatten und sich deren Dynamik nur durch den leicht unterschiedlichen Klang der Anschlagsvariationen zeigte, kamen über die C5 auch die kleinsten Lautstärkenuancen deutlich zum Vorschein.
Es ist wirklich mit dem Bypass-Schalter eines Kompressors zu vergleichen, so krass (anders kann man es nicht sagen) war der Unterschied der Transientenwiedergabe zwischen beiden Systemen.
Der Raum, die Tiefe, die dritte Dimension, der bei den C5 zum Vorschein kam, war für mich eine neue Hörerfahrung. Es kam mir vor, als ob man nach den Instrumenten greifen könnte.
Diese "Tiefe" gab es bei den Genelecs nicht mal ansatzweise.
Hinzu kam auch noch, daß nach längerem Hören ein schmaler Frequenzbereich in den hohen Mitten auffiel, der von den Genelecs ständig überbetont wurde und nach einer gewissen Zeit richtig störend wirkte.
Elektrische, stark verzerrte Gitarren hatten über die C5 ein Obertonspektrum, daß man bei den Genelecs nur vage erahnen konnte.
Stark "gepante" Percussions schienen über die C5 wirklich durch den Raum zu fliegen, während sie bei den Genelecs sehr unspektakulär mal mehr aus der einen, mal mehr aus der anderen Box zu kommen schienen.
Obwohl ich kein Brillenträger bin, stelle ich mir den Unterschied ähnlich vor, ob man eine Brille auf der Nase hat, oder nicht. So kam es mir im Vergleich C5 - 1031 vor.
Ich habe mich noch nicht zu meiner Abhöre, Yamaha MSP5 + SW10, geäußert:
In allen Disziplinen lag sie subjektiv "zwischen" den beiden anderen Systemen.
Wieder einmal bin ich sehr zufrieden mit meiner Entscheidung, auch wenn ich jetzt natürlich umso stärker nach KSDigital schiele. :-)
In der Gesamtwertung - d.h. hätte ich mich für eins der drei Systeme entscheiden müssen - hätte ich mich wieder für meine Yamaha-Abhöre entschieden.
Allerdings nur aus dem Grund, da ich einen Subwoofer im Set habe, der auch tiefste Bereiche wiedergibt, was bei den anderen beiden Kandidaten natürlich mangels Subwoofer nicht zutraf, vielleicht ein etwas unfairer Vergleich in diesem Punkt.
Wären es drei 2-Boxen-Systeme gewesen, wäre meine Wahl klar auf die C5 gefallen.
Interessanterweise waren die Eindrücke der Mithörer bis auf Details die selben, so daß mein Bekannter sich für die C5 entschieden, und diese noch heute bestellt hat.
Hoffe, ich habe Euch mit diesem Text ein wenig unterhalten können und vielleicht sogar den einen oder anderen Höreindruck nachvollziehbar rüberbringen können.
Viele Grüße!
Michael
PS:
Das soll kein Werbetext sein!
Es ist mein ehrlicher subjektiver Eindruck - und hätte für mich ein anderes Modell "gewonnen", hätte ich dieses anstatt der C5 "abgefeiert".
Nur um das einmal deutlich gesagt zu haben.
Da für einen guten Bekannten eine Entscheidung bzgl. "Abhöre" getroffen werden musste, gab es heute einen kleinen Hörtest mit den Modellen:
- Yamaha MSP5 + SW10 Subwoofer (mein System)
- KSDigital C5 Tiny (ohne Sub)
- Genelec 1031 (ebenfalls ohne Sub)
Der folgende Text ist natürlich subjektiv, Messungen wurden nicht vorgenommen, trotzdem möchte ich ihn Euch nicht vorenthalten, vor allem, da mir meine Eindrücke noch frisch in Erinnerung sind.
Mein Raum ist nicht sehr groß und ziemlich bedämpft mit Schaumstoffen an Vorder- und Rückwand (mit Molton überzogen), nicht parallelen Moltonvorhängen an den Seitenwänden und einer Stahlseil-Molton-Konstruktion an der Decke (4 U-förmige "Bahnen").
Ich finde den Klang mit meinem System sehr zufriedenstellend und im Hinblick auf Aufwand und Investition mehr als gelungen.
Es wurden verschiedene Musikstile, von Jazz über elektronische Musik, HipHop, Rock und Pop gespielt, von sehr "Hi-Endigen" Produktionen zu sehr ruff gemischtem Demo-Material.
Zu den Monitoren:
Die KSDigital C5 überraschten sofort mit einer beachtlich klaren Basswiedergabe, die in keinem Verhältnis zu ihrer Größe zu stehen schien. Wie sich später herausstellte, gaben sie ungefähr eine knappe Oktave weniger als die Genelecs wieder (Schätzung).
Jedoch wurde der Bassbereich, der von den C5 wiedergegeben werden konnte, auch wirklich sauber wiedergegeben.
Überraschenderweise klang ein Kontrabass nur auf den C5 auch wie ein Kontrabass.
Es ist kaum zu glauben, aber nur über diese Boxen schien er ein eigenständiges Instrument zu sein. Obertöne und Tiefbass gehörten einfach zusammen und bildeten eine Einheit.
Über die Genelecs gab es zwei Instrumente: Einen Anschlag und einen Tiefbass, der auch synthetisch hätte sein können.
Auch im Höhenbereich war der klangliche Unterschied zu den Genelecs immens:
Während z.B. Hi Hats und Percussion auf den Genelecs einen eher "durchgängigen" und statischen Charakter hatten und sich deren Dynamik nur durch den leicht unterschiedlichen Klang der Anschlagsvariationen zeigte, kamen über die C5 auch die kleinsten Lautstärkenuancen deutlich zum Vorschein.
Es ist wirklich mit dem Bypass-Schalter eines Kompressors zu vergleichen, so krass (anders kann man es nicht sagen) war der Unterschied der Transientenwiedergabe zwischen beiden Systemen.
Der Raum, die Tiefe, die dritte Dimension, der bei den C5 zum Vorschein kam, war für mich eine neue Hörerfahrung. Es kam mir vor, als ob man nach den Instrumenten greifen könnte.
Diese "Tiefe" gab es bei den Genelecs nicht mal ansatzweise.
Hinzu kam auch noch, daß nach längerem Hören ein schmaler Frequenzbereich in den hohen Mitten auffiel, der von den Genelecs ständig überbetont wurde und nach einer gewissen Zeit richtig störend wirkte.
Elektrische, stark verzerrte Gitarren hatten über die C5 ein Obertonspektrum, daß man bei den Genelecs nur vage erahnen konnte.
Stark "gepante" Percussions schienen über die C5 wirklich durch den Raum zu fliegen, während sie bei den Genelecs sehr unspektakulär mal mehr aus der einen, mal mehr aus der anderen Box zu kommen schienen.
Obwohl ich kein Brillenträger bin, stelle ich mir den Unterschied ähnlich vor, ob man eine Brille auf der Nase hat, oder nicht. So kam es mir im Vergleich C5 - 1031 vor.
Ich habe mich noch nicht zu meiner Abhöre, Yamaha MSP5 + SW10, geäußert:
In allen Disziplinen lag sie subjektiv "zwischen" den beiden anderen Systemen.
Wieder einmal bin ich sehr zufrieden mit meiner Entscheidung, auch wenn ich jetzt natürlich umso stärker nach KSDigital schiele. :-)
In der Gesamtwertung - d.h. hätte ich mich für eins der drei Systeme entscheiden müssen - hätte ich mich wieder für meine Yamaha-Abhöre entschieden.
Allerdings nur aus dem Grund, da ich einen Subwoofer im Set habe, der auch tiefste Bereiche wiedergibt, was bei den anderen beiden Kandidaten natürlich mangels Subwoofer nicht zutraf, vielleicht ein etwas unfairer Vergleich in diesem Punkt.
Wären es drei 2-Boxen-Systeme gewesen, wäre meine Wahl klar auf die C5 gefallen.
Interessanterweise waren die Eindrücke der Mithörer bis auf Details die selben, so daß mein Bekannter sich für die C5 entschieden, und diese noch heute bestellt hat.
Hoffe, ich habe Euch mit diesem Text ein wenig unterhalten können und vielleicht sogar den einen oder anderen Höreindruck nachvollziehbar rüberbringen können.
Viele Grüße!
Michael
PS:
Das soll kein Werbetext sein!
Es ist mein ehrlicher subjektiver Eindruck - und hätte für mich ein anderes Modell "gewonnen", hätte ich dieses anstatt der C5 "abgefeiert".
Nur um das einmal deutlich gesagt zu haben.
