Anleitung zum Bau eines Spannungsteilers im XLR-Stecker

Erstellt 8 Antworten9 Beiträge
Startbeitrag#1
Hallo!
Angeregt von meinem vorigen Thread mit ebs, der uns immer mit Rat und Tat zur Seite steht, habe ich eine kleine Fotogeschichte gemacht, wie ich meine Pegelabschwächer in die XLR-Stecker einbaue. Den Link findet ihr unten. Weil ich sonst nichts derartiges im Netz gefunden habe, dachte ich mir, ich könnte meine Art, die Dinger zu bauen mit Euch teilen. Vor allem als Anfänger habe ich mir nicht vorstellen können, wie die Widerstände im Stecker Platz finden sollen.
Ich mache Tontechnik als Hobby, also falls ihr Verbesserungsvorschläge habt, nur her damit. Der Stecker ist leider nicht ganz superschön geworden. Vor allem, weil ich mit Selbstauslöser-Fotokamera gearbeitet habe und deshalb immer "im richtigen Moment" das richtige machen musste. Das ist garar nicht so leicht, vor allem im Umgang mit Lötzinn :-).
Bin schon auf Kritik gespannt.
Grüße,
Hermann
P.s.: Wer von Euch verbindet den Schirm mit dem Metallgehäuse der Stecker? Ich habe es bei dem Modell nicht gemacht...



Link zur Fotogeschichte: Wie baue ich einen symmetrischen Spannungsteiler in ein
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Antwort#2
Die Fotogeschichte gefällt mir. Sie ist gut gemacht.
Ein Hinweis könnte hilfreich sein. Wenn die Zahlen an den Pins nicht zu erkennen sind (weil es zu dunkel ist), muss man sich nur merken, dass ganz dicht an der deutlichen "Kerbe" der Pin 2 sitzt (+ = hot). Egal ob male oder female, ob vorne oder hinten. Bei der Kerbe liegt immer der wichtige Pin 2!
Man muss also nicht nach den kleinen Zahlen suchen. Dicht neben der 2 sitzt immer Pin 3. Das ist fast logisch und am weitesten von der 2 entfernt ist die Masse/Schirm = 1 ist doch klar. Wenn man sich das einmal angesehen und eingeprägt hat, ist alles ganz einfach und man vergisst das nie. Dann ist es auch viel einfacher am XLR-Stecker zu löten.
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Antwort#3
P.s.: Wer von Euch verbindet den Schirm mit dem Metallgehäuse der Stecker?
Ich. Es ist natürlich immer nur ein kurzes Stück der Mikrofonkabelstrecke, das damit überbrückt wird, aber ich habe einfach ein besseres Gefühl dabei.
Bislang, t-t-t, gings auch gut... ;-)
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Antwort#4
Mechanisch stabiler wäre, den PAD in einen Adapter wie den oben abgebildeten einzubauen anstatt einen Kabeladapters zu basteln.
Für den Kabeladapter spricht nur die geringere mechanische Belastung (Hebelwirkung) der Anschlußbuchse am Gerät.
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Antwort#5
Ja genau das ist der Grund, warum ich die Steckeradapter, wie Du ihn zeigst, gar nicht liebe. Ich habe einen Haufen solcher Metalladapter. Seit kurzer Zeit mache ich nur noch Kabeladapter. Die Gefahr, daran anzustoßen und die XLR-Buchse Außer Betrieb zu setzen ist groß. Oft ist es bei den Anschlüssen an Mischpulten unpraktisch, weil man dann ja noch einen XLR-Stecker vom Kabel daraufsteckt - sehr kritisch bezüglich Stabilität (und Optik). Und beim Locationrecording an einem DAT-Rekorder ist so ein Metalladapter auch eher ein Hindernis als ein Vorteil...
Das sind die Gründe, warum ich lieber Kabeladapter mache und mag.
Grüße,
Hermann
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Antwort#6
Ich meist nicht -> gound lift
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Antwort#7
Ich verbinde auch nicht Gehäuse mit Schirm.
Früher habe ich auch mal geglaubt, wenn ich beim Händler 100 Stück Widerstände von 330 Ohm mit Goldring kaufe, dann werde ich eine große Streuung der Werte erhalten.
Weit gefehlt. Beim Nachmessen waren alle Widerstände recht gleich und zwar 4% zu groß = 343 Ohm.
Mir wurde erklärt, die werden von der Maschine automatisch gemessen und sortiert. So bekommt man also Widerstande außerhalb des genauen Nennwerts, aber alle gleich.
Das ist ja gerade richtig für unsere übliche P48 Phantomspeisung.
Nur nicht unseren Hermann verunsichern, denn sein 6 dB Dämpfungs-Pad ist genau richtig. Das Mikrofon wird einwandfrei arbeiten - auch mit Dämpfung.
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Antwort#8
"... die werden von der Maschine automatisch gemessen und sortiert. So bekommt man also Widerstande außerhalb des genauen Nennwerts, aber alle gleich."
Das ist typisch für das Chargenverhalten industrieller Produkte. Man unterscheide diesbezüglich die Begriffe "Genauigkeit" und "Präzision".
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Antwort#9
""Wer von Euch verbindet den Schirm mit dem Metallgehäuse der Stecker? Ich habe es bei dem Modell nicht gemacht...""

Ich mache das grundsätzlich, weil sonst keine Schirmwirkung des Steckergehäuses vorhanden ist. Es kann sonst passieren, daß wenn man den Metallstecker anpackt, ein leichter Brumm zu hören ist.
Ich habe mal mit SMD-Bauteilen ein Steckerspannungsteiler gebaut und das noch in einem Cinch-Stecker - nie wieder !!. Ein fürchterliches Gefummel!

MfG
Rainer
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