Vocal Mic

Erstellt 14 Antworten15 Beiträge
Startbeitrag#1
Hallo zusammen,
ich bin auf der Suche nach einem neuen Vocal Mic für den Live-Einsatz.
z.Z benutzen wir ein SM 58 was auch eigentlich gut funktioniert, wollte halt mal interesse halbe auch andere ausprobieren
Mikro wird immer sehr nah besungen, bis fast zum verschlucken :-)
Vorraussetzung es sollte sich im Preissegment bis ca. 250 Euro bewegen.
Also bitte mal vorschläge welche ich unbedingt mal ausprobieren sollte und warum.
Danke schon mal
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Antwort#3
Audix OM5:
eines der feedbackfestesten Mikrofone
hervorragende Audioqualität
Klang bleibt relativ gut erhalten, auch wenn die Rapper die rückwärtigen Schalleintrittsöffnungen zugehalten werden, angeblich weil es 2 Membranen nutzt
Shure Beta57:
Ähnlich wie OM5 - um ehrlich zu sein, ich bevorzuge es zum Audix OM5.
Problem beim OM5: Das Pattern ist extrem eng (siehe Polardiagramme im Datenblatt - Homepage). Ein Umstellen von einem anderen Mikrofon ist meist sehr schwer (Distanzen, Mirkofontechnik).
Neumann KMS105:
Für laute Bühnen kommt es für mich nicht mehr in Frage: Das Aufnahmebereich ist zu groß. Für "klassischen" Jazz super, aber alles was lauter ist, wird problematisch.
Grüße,
Hermann
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Antwort#4
Hi,
was mich mal interessiert: Wie siehr es mit den anderen Kondensator-Solisten / Gesangsmikros aus?
Ich selber bevorzuge Kondensatormikros, bin aber auch eher im Jazz und Gospelbereich tätig. Was vielleicht vom allgemeinen Interesse wäre, so wie Herrmann es schon gemacht hat, eine Ausdifferenzierung nach Musikgenres.
Holger :-)
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Antwort#5
Hallo Holger!
Gute Idee!
Ich (natürlich subjektiv) bin kein Fan vom Beta87A. Ich finde, es hat um die Centerfrequenz 12,5kHz nicht nur eine Anhebung, sonder es klingt auch in dem sehr hohen Frequenzbereich nicht schön. Das Shure SM87 ist in dem hohen Bereich - finde ich - besser. Leider hatte ich noch nicht die Möglichkeit, das SM86 anzutesten.
Ich habe mit dem Audix OM-5 leider schon oft Probleme gehabt - obwohl ich den Klang hervorragend finde. Denn sobald die Kapsel, durch das Singen - etwas feucht wird, ist die Richtcharakteristik dahin! Ich habe schon öfters von dem Problem gehört. Deshalb verwende ich es leider nie mehr. Wie schon erwähnt, bei all den Mikrofonen, die mir bis jetzt untergekommen sind, bin ich ein Fan vom Beta57 geworden. Eigentlich ist es ja nicht als Gesangsmikrofon konzipiert, besser gesagt: beworben, aber was tut das schon zur Sache?
Die Audio-Technica konnte ich noch nicht genauer anhören, die hatten die Bands bis jetzt auf Tour nicht dabei.
Was verwendest Du gerne, und was nicht - und warum?
`
Grüße,
Hermann
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Antwort#6
ja Danke erstmal also das von Hafi69 vorgeschlagene MD 431 kommt für mich nicht in Frage: da mir das von der Mechanik zu mau ist (der Korb geht schnell kaputt) und der Schalter. Ich hatte mal einen Moderator, der hat es trotz sperren geschaft das Ding auszuschalten. Ich weiß nicht ob der einen Magneten inplantiert hatte.
Das Shure Shure Beta57 hab ich im Gepäck, hat mich in anderen Situationen schon überzeugt. Dann hab ich noch ein Sennheiser E ??? keine Ahnung wie das heisst (angeblich mit nem Neumann Kopf) dabei.
Ich lasse es euch wissen was bei rausgekommen ist.
Gruß Ich
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Antwort#7
Hi Herrmann,
für den Klassikbereich verwende ich nur ausschließlich Kleinmenbranmikros wie Sennheiser MKH oder MBHO etc.
Bei den Jazzaufnahmen, die ich bisher gemacht habe, es waren Konzertaufnahmen, habe ich mich per Splittübetrager mit auf die Gesangsmikros der Band aufgeschaltet.
Ich selber liebe einen schnellen, offenen klang. Den erreicht man am besten mit Kondensatormikros. Bei einem meiner letzteren Jobs, es war der Canto General von Theodorakis, hatten sie Solisten und der Sprecher auch Klienmenbraner.
Für ein richtiges Solistenmikro bin ich auch auf der Suche, und habe schon in Richtung Neumann KMS oder Audio Technika überlegt., halt die Kondensatormikrofonabteilung.
Holger
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Antwort#8
Dabei ist es wichtig einen bestimmten Mikrofonabstand zum Mund einzuhalten. Nicht dieses Reinkriechen und Reinsabbern von den Rappern. Die brauchen einfache Shure-Mikrofone mit Spuckschutz, am besten nur "persönliche" Mikrofone. Dieses Weiterreichen ist ekelhaft.
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Antwort#9
Moin...
Langsam mit den jungen Pferden. Nicht immer so arg verallgemeinern. Das "Reinkriechen" (und damit auch zwangsweise der gelegentliche Vollkontakt, verbunden mit - zugegeben - gewissen hygienischen Bedenken) gibt es nicht nur bei den ach so bösen Rappern, sondern ist im Rock-/Pop-Bereich gang und gäbe.
Und das hat NICHTS mit minderer musikalischer Qualität zu tun, sondern damit, dass hier der Nahbesprechungseffekt als Stilmittel eingesetzt wird. Der Sänger hat mit dem Mikrofonabstand und -winkel sozusagen einen EQ und den Fader in gewissen Grenzen selbst in der Hand - genau wie der Pianist den Anschlag hat und der Geiger seinen Ton ebenfalls vielfältig formen kann.
Dass das beileibe nicht alle Sänger können (auch Mikrofontechnik muss man lernen!), steht auf einem anderen Blatt. Aber bitte nicht pauschal alle "Nahbesinger" über einen Kamm scheren.
Natürlich braucht man dann im Idealfall "persönliche" Mikros. Ansonsten hilft aber gegen Feuchtigkeit an/in der Kapsel der in eigentlich jedem Vokalmikro integrierte Popp-/"Spuckschutz", Hygiene kann man durch Sagrotan o.ä. sicherstellen.
Ich habe immer ein paar Hygienetücher dabei, falls ich mal mit einem gestellten Mikro singen muss...
Jens
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Antwort#10
...im Falle der "Nahbesinger" ist das Mikrofon nicht allein als Mikrofon zu betrachten, sondern als Teil des Instruments Stimme. Niemand beschwert sich bei Bläsern über das "ekelhafte Reingesabber" - allerdings gibt man eben sein Instrument auch nicht beliebig weiter, sondern hat _mindestens_ individuelle Mundstücke.
Jens
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Antwort#11
Hallo,
da ich heute mehr Zeit habe, noch ein paar Bemerkungen:
Das 431/"Profipower" ist in der Tat nicht das stabilste, aber das ist irrelevant.
Wenn Du nämlich ein "besseres" Hand-Mikro als das SM58 suchst tust Du das aus Klangaspekten. Das 58er ist nunmal mit das unverwüstlichste, und für die härtere Gangart ist es auch soundlich immer noch das beste - neben dem Beta 58/57 und aller möglichen Nachbauten. Klanglich besser heißt: Ganz wenige sehr gute dymamische Mikros (431, M/TG88) oder Kondenser, egal welches. Wenn es Dir also primär auf Mechanik ankommt: Bleib bei den 58ern. Wenn Du das beste dynamische Gesangsmikro suchst: MD431/BF531 oder Beyer TG88 (das "Phil Collins-Mikro").
Da Dein Preislimit aber bei 250.- EUR lag, kommen einige Kandidaten nicht mehr in Betracht, das 431 bekommst man gebraucht aber problemlos für unter 150.- (Neupreis ist ca. 350.-), für ein 88er zahlt man auch schon mal 200.-, außerdem sind die rar.
Zum Thema Kondensor: Nicht wirklich bei Rockmusik. Ich habe viele solcher Jobs mit Beta 87ern gemacht, es geht, bringt aber nichts, bzw. die Investition lohnt nicht. Ich habe selbst noch ein AKG C5900, ein extrem gutes Mikro, ebenso wie sein älterer Bruder C535. Das Neumann KMS105 kenne ich nicht, aber es kann nicht besser sein als seine sehr guten Konkurenten, es ist lediglich teurer, und für manche scheint das eine Garantie für Qualität zu sein. Da auch die restlichen aktuellen Kleinmembranmikros von Neumann nicht wirklich die erste Wahl fast aller zu sein scheinen bin ich da sehr skeptisch.
Wie auch immer - das MD431 bleibt erste Wahl: Rückkopplungsunempfindlich, klingt 1A+++ (nicht selten besser als jedes Kondenser) und vor allem: es macht überall einen guten Job: Drums (ja, denn es klingt einem 421 *sehr* ähnlich!), Git/Bassamp, Bläser aller Art. Ich sammel die Dinger... ;-)
Die Mechanik ist eigentlich sehr gut, kein 58er, aber ich hatte selten Probleme, denn wie gesagt: Da wo es auf den Sound ankommt wird i.d.R. auch besser mit Material umgegangen. Für (Punk-)Rock: 58, 58 und nochmal 58. Das Mikro rockt...
Gruß,
Christopher
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Antwort#12
nagut, also wenn du das Profipower so lobst kommt es auch mit.
Zur Not kann man ja den Reedkontakt rausschmeissen.
Wie gesagt damit hatte ich schon ift Probleme.
Ich werde meine Entscheidung nach dem 19. bekannt geben.........
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Antwort#13
"für den Klassikbereich verwende ich nur ausschließlich Kleinmenbranmikros wie Sennheiser MKH oder MBHO etc."

Kürzlich hatte ich wieder einen Tenor. Neumann TLM 193 schräg von oben aus rund 1m. Kommentar: "Stimme klingt schön rund".
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Antwort#15
Das Mikro passt dort tatsächlich oft recht gut, da es weich zeichnet.
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