Gibt es in Deutschland kein Gesetz, dass das Thema "Liebhaberei" regelt? Eine Dienstleistung am allgemeinen Markt kostenlos anzubieten faellt meiner Meinung nach wirtschaftsrechtlich unter "Liebhaberei" und ist wegen dumpings rechtlich zu verfolgen. Zumindest in Oesterreich ist es so. Gruss, Mathematiker
Es handelt sich hier nicht um eine Offerte aus Liebhaberei, sondern um ein grundlegendes Problem privater Tontechnikerschulen: Um Praxis zu erlangen, müssen die Schüler auch Aufnahmen machen. Da Musiker jedoch nicht zur Verfügung stehen (die an einer Hochschule für Musik - wo auch TonIngs und -meister studieren - zu genüge vorhanden wären), müssen die Absolventen der privaten Schulen die Musiker "für vor die Mikrofone" selber "anwerben". Und das führt zu eben diesen Blüten, wo Schülerbands kostenlose Demos in "professioneller Umgebung" aufnehmen dürfen.
"in professioneller Umgebung"... verstehe! Die Ausstattung ist professionell, die Schueler...
Das ist das, was Du zwischen den Zeilen heraus liest! >:-> Natürlich sind die Schüler nur Schüler ... Bliebe für alle Mitwirkenden - nämlich Schüler und Musiker - genügend Zeit und Geduld, wärend der Aufnahmen zu experimentieren, könnte für alle ein befriedigendes Ergebnis heraus kommen: Erfahrung und ein gutes Demo ... Ich hatte vor Jahren die Räume der SAE Köln besichtigt. Im "großen Studio" stand zwar eine dicke & teuere Konsole mit einiger Perepherie. Ob aber ein Aufnahmeraum in Wohnzimmergröße einem professionellen Anspruch genügen kann, lasse ich als Frage im Raum stehen. Ein Klavier - geschweige einen Flügel - habe ich vergebens gesucht. Ob man so dem selbst gesteckten Ziel, den Schülern "die Aufnahme von Instrumenten zu vermitteln" nahe kommt, wage ich zu bezweifeln.
ja, das frage ich mich auch.synthesizer musik kann heutzutage "fast jeder" mehr oder weniger gut produzieren. wenn es aber an richtige instrumente geht die richtig abzunehmen, wie zum beispiel einen flügel oder irgend ein blech oder holzblasinstrument braucht es viel erfahrung. aber solange das angebot umsonst ist finde ich es ne tolle sache. ich denke gegen die wettbewerbsfähigkeit, (wie hier ein vorredner schrieb), wird dadurch nicht verstoßen. wer eine professionelle aufnahme sucht geht in ein richtiges studio. die meisten profi kapellen und musiker haben sowieso keine lust und zeit viel herumzuexperimentieren. das überlassen sie dem tontechniker. da werden ein paar testaufnahmen gemacht und dann ein klangbild bestimmt und der rest is aufgabe des tontechnikers, während die kapelle schon längst wieder wo anders auf tournee ist. für schüler oder coverbands finde ich dieses angebot aber super. die haben eh kaum kohle und dürfen froh sein wenn sie ein solches angebot bekommen. wie heissts so schön: Nem gschenkten Gaul, schaut ma net ins ....Mau*L*
Was hat das denn mit Dumping zu tun, wenn Schueler im Rahmen einer Ausbildung Hobbymusiker aufnehmen? Das machen die Hochschulen aus gutem Grund genau so, davon profitieren alle Beteiligten.
Unsere Studenten nehmen die Instrumente auf, welche die Musiker mitbringen. Desweiteren haben unsere Koelner Studenten Zugang zu dem dortigen Studio 301, dort stehen zwei Steinway Konzertfluegel (B & D), sowie ein Kawai upright.
Gute Idee - greift aber nicht. Liebhaberei entscheidet das Finanzamt z.B: dann, wenn kein Gewinnstreben besteht. Die Tonschule macht aber Gewinn (mit Lehrtätigkeit) und das Anbieten solcher Dienste ist nebensächlich. Ist natürlich Banane, wenn Du selber Aufnahmen machen willst und die Schule um die Ecke bietet es kostenlos an. Die angehenden Tontechnikschüler sollten aber mal nachdenken: Wer kommt später zu ihnen, wenn die Schule weiter anbietet ?
...und du solltest mal darueber nachdenken, wie sich ein Handwerk ohne Praxis erlernen laesst. Ist die Existenzangst so gross, dass man nun alles verteufeln muss? Vielleicht sollten sich die 'Profis' ihr Klientel auch unter Profis suchen, und nicht in der Hobbyabteilung.
Ich selbst war vor einigen Jahren Gast bei einer solchen Gratis- "Produktion" an eben dieser Institution und das Bild war verhehrend. Für eine Anfängerband mag das eine Chance sein an einen "Mitschnitt" zu kommen... Eine Gefahr für etablierte, professionelle Studios ist das nicht im geringsten, solange dort nur Leute sitzen, die *sowas* von keine Ahnung haben. Ich gehe davon aus, dass an der "SAE" das Niveau so ca. 20% höher liegt. BTW: Das "Männchen" war damals auch schon da ;-)
also meine freundin studiert mineralogie und gartenbau, und muss viele Bodenproben machen. Sie geht zu allen gärtnereien und fragt ob sie dort Bodenproben entnehmen darf, um diese zu analysieren. ich denke nicht dass nun die Bodenprobenlabors an mangelnder kundschaft ersterben. wer lernen will muss üben und ist meistens hinterher fähiger in seinem job als die Vorgänger-Generation, da ja auch auf deren Wissen aufgebaut wird. Das wird noch viel krasser werden..... grüsse