Das Teil von auralex ist der Pappe mit Sicherheit vor zuziehen, hat man zumindest optisch den Eindruck sich nicht irgentwelche Reflektionsschweinereien (was für ein Wort) einzufangen. Das kann man sich auch schön selber bauen. Obwohl mich mal interessieren würde was das Teil fertig kostet.
40 Dollar (siehe Link). Aber die Dinger kann man sich doch für ein paar Cent selbst basteln. Etwas Schaumstoff nehmen (Noppen, Pyramiden, Waffeln, was auch immer) und mit einer Schere zurechtschneiden. Gruß, Lars
"Wie wirkt sich ein Stück Schaumstoff eigentlich auf die Charakteristik des Mikrofons aus?" Sicher aus der Richtung wo der Schaumstoff ist, werden die Höhen etwas gedämpft kommen. Ich bezweifle, dass sich die technische Richtcharakteristik des Mikrofons dabei ändert.
Da war auch mal die Frage: Wie wirkt sich ein "Verhüterli" auf den Klang aus, wenn man so etwas aus Feuchtigkeitsgründen (bei Regen oder weil Unterwasser) über ein Mirkofone zieht?
Hallo Audio-Boy, bei den ganz hartnäckigen Heavy-Metal Drummern benutze ich Isolationschaum aus dem Heizungsbau, eingesetzt zur Rohrisolierung. Es gibt verschiedene Ausführungen, wir suchen den weichen PU-Schaum. Der Durchmesser sollte so gewählt sein daß das Mikro leicht hindurchpasst und die rückwärtigen Öffnungen am Korb nicht verschlossen werden. Die zugeschnittenen Rohr-Zylinder lasse ich ca. 3cm vorn über den Korb vorstehen. Der Zylinder wird dann mittels Schrägschnitt so freigearbeitet das der Korb zur Snareseite hin frei ist und zur Hihat maximale Abschattung bietet. Diese Maßnahme erhöht die Kanaltrennung bei leichter Färbung um ca. 16..15dB, je nach Abstand und Frequenzband. Fröhliches Schnippeln. P.S.: Pappe halte ich für sehr ungeeignet, weil zusätzliche Reflektionen den Klang deutlich färben. Gruß M. Hein
Meine Meinung dazu: �bersprechen zwischen Snare und Hihat ist unter normalen Bedingungen nie ein Problem. Wenn es zum Problem wird hat das bestimmte Ursachen. Und die gilt es zu Bekämpfen und nicht "an den Symtomen rumzudoktern" (Fragwürdige Bastelleien). Wenn also schon bei der Aufnahme die Verhältnisse nicht stimmen, sollte das �bel an der Wurzel gepackt werden. Studiotaugliche Hihats und Snares sind der erste Schritt. Heavy Hihats gepaart mit dumpfen, abgespielten Snarefellen sind eine häufige, aber sehr ungünstige Kombination. Also: Eine ordentliche Hihat (so Richtung 13" Medium) und immer frische Snarefelle auf Lager - nicht stimmen können ist natürlich ein Garant für weitere Soundprobleme. Bei einem guten Drummer sind wir bereits längst aus dem Schneider. Wenn nicht, und überhaut: Snare zusätzlich von unten Mikrofonieren und sich hier Brillianzen ohne Hihatschmier herholen. Live mit einer fremden Band ist das oft kein Thema, trotzdem gibt es immer einen (EQ-)Kompromiss. Eine andere Frage wäre: Wie arbeite ich mit fertigen Aufnahmen, wenn beim Mischen die Hihat zu laut ist - eine Frage der Schadensbegrenzung, eine gute Aufnahme kennt solche Probleme nicht. Und das �bersprechen ist immer ein Teil des Gesamtsounds, eine totale Trennung ist weder Notwendig noch mit konventionellen Mitteln zu erreichen. Einzige Möglichkeit, für den der es braucht: Getrennt einspielen! Gru�, Christopher
Vielleicht kann es ja nicht schaden, mal auf das komische Wort Übersprechung oder �bersprechung im Betreff hinzuweisen, das es nicht gibt. Übersprechen, englisch crosstalk ist die unerwünschte Übertragung von elektrischen oder akustischen Signalen, manchmal auch mit Nebensprechen bezeichnet. Wir wollen doch hier alle lernen. Gelle?
Wenn man Pappe, Styropor oder Schaumstoff in die Nähe der Hi-Hat bringt, damit von der Schallquelle ein veränderter Schall ins Mikrofon dringt, dann wird damit die Schall-Abstrahlung der Hi-Hat verändert aber niemals die Richtcharakteristik des aufnehmenden Mikrofons. Die Richtcharakteristik des Mikrofons bleibt unverändert. Hier liegen falsche Gedankengänge vor. Das mit der Pappe an der Hi-Hat ist doch ähnlich wie die Leitbleche bei manchen Hochtonlautsprechern zum Schall-Leiten. Das ändert doch auch nicht die "Richtcharakteristik" unserer Ohren.
Moin... "Wenn man Pappe, Styropor oder Schaumstoff in die Nähe der Hi-Hat bringt, damit von der Schallquelle ein veränderter Schall ins Mikrofon dringt, dann wird damit die Schall-Abstrahlung der Hi-Hat verändert aber niemals die Richtcharakteristik des aufnehmenden Mikrofons. Die Richtcharakteristik des Mikrofons bleibt unverändert." ...und wenn man den Schaumstoff nicht nahe an die Quelle, sondern nahe ans Mikrofon bringt (sehr nahe!), dann ändert sich schon die Richtcharakteristik - nicht des Mikrofons an sich, sondern des neuen Gesamt_empfangs_systems. Es kommt immer darauf an, was man noch zum Mikrofon rechnet und was nicht. Alles andere ist Philisophie. Das Mikrofon ist ja auch nicht nur die Kapsel selbst, sondern genauso das Gehäuse, der Korb, die rückwärtigen Öffnungen usw. Das ist auch - banal gesagt - nur "irgendwelches Zeug" in der Nähe des Mikrofons (der Kapsel), was die Richtcharakteristik ändert. Nur, dass es eben vom Hersteller so geplant ist. "Hier liegen falsche Gedankengänge vor." Nicht so voreilig. Wie gesagt, es kommt da auf den Standpunkt an. Bzw. darauf, wozu man diese reflektierenden, absorbierenden, diffundierenden usw. Elemente zählen möchte, bzw. welche Betrachtungsweise sinnvoller ist. Denk mal an Richtrohre, denke an Kugelaufsätze, denke an die Hand eines Sängers, die (meist nicht absichtlich) die Richtcharakteristik des Vokalmikrofons durch Abdecken der hinteren Öffungen verändert. Gerade im letzteren Beispiel wird niemand ernsthaft behaupten, dass durch die Hand am Mikrofonkorb die Abstrahlcharakteristik des Sängers verändert wird oder gar die des Monitors, der dann evtl. stärker ins Mikro einspricht. "Das mit der Pappe an der Hi-Hat ist doch ähnlich wie die Leitbleche bei manchen Hochtonlautsprechern zum Schall-Leiten. Das ändert doch auch nicht die "Richtcharakteristik" unserer Ohren."" Das ist in diesem Fall doch schwer zu sagen, weil alles sehr nah beieinander ist. Hältst du die Hände wie einen Trichter an den Mund, um jemanden in der Ferne etwas zuzurufen, änderst du die Abstrahlcharakteristik des Senders. Hältst du dir dagegen die Hand hinters Ohr, um jemanden Entferntes besser zu verstehen, änderst du die Empfängercharakteristik. Was änderst du jetzt, wenn du bei Lärm jemandem aus 10cm ins Ohr sprichst und dabei auch noch einen Trichter formst? Doch wohl beides... Hier ist das genauso. Eine Pappe oder ein Stück Schaum, was eine Handbreit von der Hihat entfernt ist und noch weniger weit vom Mikrofon, wird wohl auf beides einen Einfluß haben. Jens
Moin... ich darf dich darüberhinaus darauf aufmerksam machen, dass die Auralex-Baffles offensichtlich dafür gedacht sind, direkt am Mikrofon befestigt zu werden - das Mikrofon wird also (bei einigen Modellen) durch den Schaumstoff gesteckt. Und ich verstehe die Frage von Lars bezüglich der Charakteristikänderung wie folgt: "Wird neben der (gewünschten) Abschattung der Hihat durch das Aufstecken des Baffles auch (zusätzlich, unerwünscht) die Richtcharakteristik geändert, etwa weil irgendwelche Öffungen des Mikrofons verdeckt werden oder ihrer Funktion nicht mehr voll gerecht werden können?" Also durchaus eine berechtigte und technisch einwandfreie Frage... Jens
"Das mit der Pappe an der Hi-Hat ist doch ähnlich wie die Leitbleche bei manchen Hochtonlautsprechern zum Schall-Leiten. Das ändert doch auch nicht die "Richtcharakteristik" unserer Ohren."
Sicher ist es ein Unterschied, ob man Schall-Leitbleche an den Hochtönern verbiegt oder ein Taschentuch über die Hochtöner legt oder ob man sich die Ohren zuhält. Nur letzteres ändert die "Richtcharakteristik" des Gehörs."
grundsätzlich kann man sagen, daß jeder Gegenstand der sehr nahe am Mikrofon befestigt wird, dessen Richtcharakteristik beeinflußt. Zwar bleibt das Wandlerprinzip (od Druck- oder Druckgradientenempfänger) erhalten, aber die Richtcharakteristik ändert sich durch Beugungseffekte. Aus diesem Grund können Mikrofon ja auch nicht klein genug sein, denn jedes Mikrofon ist genau genommen sich selbst eine Störung im Schallfeld.
...der von vielen nicht in Betracht gezogen wird: Das Übersprechen ist vor allem deshalb störend, weil das Hihat-Signal mit einem SM57 "mitkommt" wirklich übel klingt (obwohl ein 57er durchaus an der Hihat klingt, aber eben nicht wenn es auf die Snare zeigt...). Lösung: Ein Snare-Mikro verwenden, welchen die Hihat wohlklingend mitnimmt, namlich ein beliebiges Kondensator-Mikro, sehr gerne genommen werden auch Beyer M201 oder eben andere Dynamische, die nicht so topfig klingen wie ein 57er.