USB - der kommende Standard für digitale Mikrofone?

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Antwort#21
Hallo Dirk,

zu den KM8x-Z-Wandlern: Eine einfache Schaltung muß nicht unbedingt ein Qualtitäsmerkmal sein, aber auch eine komplizierte nicht. Oftmals sind einfache Schaltungslösungen die besten.
Symmetrische Signalwege: Ob das mit der Dummy-Kapsel eine Verbesserung darstellt, darüber äußere ich meine Skepsis. Besser wäre hier dies Dummy-Kapsel auch akustisch zu aktivieren und das ganze System in Gegentaktstruktur aufzubauen. Dann wäre von vornherein zu erwarten daß sich der Störabstand um 3 dB verbessert. Diese Gegentakstruktur hat Lawo bei seinen damaligen Regieanlagen vom Typ "PTR" realisiert und die Störabstände waren auch dementsprechend besser als in konventioneller Bauweise.
Zur Verwendung des Z-Wandlers von B+K in Neumann- oder Schoepsmikrofonen:
Es gibt Messungen der Firma Neumann (und diese Ergebnisse habe ich auch irgendwo in meinen Unterlagen) wo eine Vergleichmessung der B+K-Mikrofone mit den Neumannmikrofonen der KM-Serie und auch der TLM-Serie gemacht wurden. Unter gleichen Betriebsbedingungen schnitten die Neumann dabei besser ab. Die Rauschabstände und auch die Klirrwerte waren besser. Von daher gesehen habe ich meine Zweifel, ob eine Verwendung eines B+K Z-Wandlers in Neumann-Mikrofonen eine Verbesserung bringt.
Die Messungen wurden von Neumann deshalb durchgeführt, weil B+K mit geradezu traumhaften Meßwerten wirbt, die aber unter normgemäßen Meßbedingungen und Realbedingungen niemals erreicht werden. Übrigens ein Sachverhalt wo die Firmen Neumann und Schoeps zu Recht sich darüber ärgern - nicht weil es ein Konkurrenzprodukt ist, sondern weil wegen der Abweichung von der Meßnorm die Daten nicht miteinander vergleichbar sind.
Die B+K-Mikrofone sind selbstverständlich gut, aber sie werden oftmals auch überschätzt, vor allem dann, wenn man sich nur auf die Angaben der Prospektdaten bezieht.

MfG
Rainer
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Antwort#22
Hallo hansk,
das von Dir genannte Problem ist eines, was bei USB1.1 auftreten kann.
Bei USB2 hat man etwas mehr Reserve - praktisch kommt selbiger in die Naehe (ca. 50% des Durchsatzes) von sauber implementiertem Firewire 400...
Gruss
Micha
===
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Antwort#23
Bin ich nicht so sicher mit dem neuen Standard.
Die USB setzt zunächst eine AD-Wandlung vorraus. Was ist mit dem Pre, dem Wandler und der Synchlogic ? Alles Zusatzaufwand. Was will man da einbauen ?
Das verteuert jedes einzelne Mikro unnötig.
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Antwort#24
Nein, die Realität ist leider anders: Ein extra Mic-pre, A/D Wandler und Sync-Elektronik die im USB-Mikrofon integriert ist, verbilligt es und macht es nicht teurer.
Das klingt ziemlich paradox und unsinnig, aber das Samson z.B. kostet, wenn ich mich richtig erinnere knapp 100euro. Man muss nämlich bedenken, auf welche Kundschaft so ein Teil abzielt und mit billig sind dann natürlich die Komponenten gemeint, aus dem es zusammengenagelt ist... Die Masse machts. Im Audio-Produktionssektor sind ernstzunehmende Mikrofone ein winzig kleines, fast unbedeutendes Nischenprodukt, wenn man sich mal wirkliche Stückzahlen vor Augen führt.
Wenn man sich weiter umschaut und auf den Mobiltelefon-/Mobilelektronikmarkt blickt, wird klar, das eigentlich nur das die Industrie motiviert, hierfür Mikrofone mit digitalem Output zu entwickeln. Durch geringere Produktionskosten sind in Zukunft beachtliche Fortschritte bei der Erhöhung der Margen zu erwarten, aber keine Fortschritte bei der Audioqualität.
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