Hi!
Zur Zeit mache ich meine Diplomarbeit, bei der einige Aufnahmen mit In-Ohr Mikrofonen gemacht werden. Ich verwende Miniatur-Elektret Kapseln, die in den Gehörgang eingebracht werden. Die Fläche mit dem Filz schließt von außen gesehen den Gehörgang gerade ab. Der Gehörgang dahinter wird mit einem Stückchen Oropax gedämpft, um Reflektionen und Resonanzen des Gehörgangs und Trommelfells aus der Aufnahme auszuschliessen. (Diese kommen ja bei Wiedergabe hinzu und sollen nicht 2 mal drin sein)
Mein Problem: Die Vorne-Hinten Lokalisation.
Equalizing:
Ich platziere die Mikros im Ohr und setze den Kopfhörer (Stax Intraaural SRM-001) auf. Nun mache ich etwa mit Rauschen/MLS/Sweep einen minimalphasigen Filter, der das System Kopfhörer - Ohr - Mikro linearisiert.
Das ist doch die richtige Vorgehensweise, oder? Was muss ich wegen der Phase beachten? Mir ist das nicht ganz klar, wie ich die Phasenlinearität überprüfen oder herstellen kann, und was sie für eine Rolle für die Lokalisation spielt.
Reicht es, aus dem gemessenen Frequenzgang einen Filter abzleiten, der diesen einfach linearisiert, oder muss ich tatsächlich mit Wiener oder was auch immer einen Inversen Filter aufgrund der Impulsantwort herleiten?
Es stellt sich überhaupt keine Vorne-Lokalisation ein, alles wird nach hinten projiziert. Selbst mit immobilisiertem Kopf (festbeißen auf eine Art Beißbrett) ist das nicht anders.
Der Klirr der beteiligten Komponenten ist verschwindend gering.
Was mache ich falsch? Es klingt ja alles sehr räumlich, zur Seite hin werden sogar auch Entfernungen bei Aufnahme eines Shakers realistisch Wiedergegeben. Aber es kommt eben nichts von Vorne.
Die Vorne-Distanz ist immer null. Wenn ich den Shaker vom Kopf weg nach vorne wegbewege ändert sich deutlich die Klangfarbe, aber es stellt sich keine Räumlichkeit, keine Distanz ein, es bleibt alles in der Mittes des Kopfes.
Natürlich ist mir klar, dass etwa die Kopfbewegungen eine große Rolle spielen für die Trennung von Vorne und Hinten. Aber mit immobilisiertem Kopf höre ich doch auch zuverlässig vorne vorne und nicht hinten, warum dann bei Wiedergabe der Aufnahme nicht?
Fällt euch etwas ein? Mach ich das Equalizing richtig?
Jeder Hinweis wäre mir eine große Hilfe. Es wäre auch Interessant was Ihr für Erfahrungen mit Vorne-Hinten Lokalisation bei Kunstkopf oder Eigenkopf Aufnahmen gemacht habt.
Vielen Dank!
mfg Tom
Zur Zeit mache ich meine Diplomarbeit, bei der einige Aufnahmen mit In-Ohr Mikrofonen gemacht werden. Ich verwende Miniatur-Elektret Kapseln, die in den Gehörgang eingebracht werden. Die Fläche mit dem Filz schließt von außen gesehen den Gehörgang gerade ab. Der Gehörgang dahinter wird mit einem Stückchen Oropax gedämpft, um Reflektionen und Resonanzen des Gehörgangs und Trommelfells aus der Aufnahme auszuschliessen. (Diese kommen ja bei Wiedergabe hinzu und sollen nicht 2 mal drin sein)
Mein Problem: Die Vorne-Hinten Lokalisation.
Equalizing:
Ich platziere die Mikros im Ohr und setze den Kopfhörer (Stax Intraaural SRM-001) auf. Nun mache ich etwa mit Rauschen/MLS/Sweep einen minimalphasigen Filter, der das System Kopfhörer - Ohr - Mikro linearisiert.
Das ist doch die richtige Vorgehensweise, oder? Was muss ich wegen der Phase beachten? Mir ist das nicht ganz klar, wie ich die Phasenlinearität überprüfen oder herstellen kann, und was sie für eine Rolle für die Lokalisation spielt.
Reicht es, aus dem gemessenen Frequenzgang einen Filter abzleiten, der diesen einfach linearisiert, oder muss ich tatsächlich mit Wiener oder was auch immer einen Inversen Filter aufgrund der Impulsantwort herleiten?
Es stellt sich überhaupt keine Vorne-Lokalisation ein, alles wird nach hinten projiziert. Selbst mit immobilisiertem Kopf (festbeißen auf eine Art Beißbrett) ist das nicht anders.
Der Klirr der beteiligten Komponenten ist verschwindend gering.
Was mache ich falsch? Es klingt ja alles sehr räumlich, zur Seite hin werden sogar auch Entfernungen bei Aufnahme eines Shakers realistisch Wiedergegeben. Aber es kommt eben nichts von Vorne.
Die Vorne-Distanz ist immer null. Wenn ich den Shaker vom Kopf weg nach vorne wegbewege ändert sich deutlich die Klangfarbe, aber es stellt sich keine Räumlichkeit, keine Distanz ein, es bleibt alles in der Mittes des Kopfes.
Natürlich ist mir klar, dass etwa die Kopfbewegungen eine große Rolle spielen für die Trennung von Vorne und Hinten. Aber mit immobilisiertem Kopf höre ich doch auch zuverlässig vorne vorne und nicht hinten, warum dann bei Wiedergabe der Aufnahme nicht?
Fällt euch etwas ein? Mach ich das Equalizing richtig?
Jeder Hinweis wäre mir eine große Hilfe. Es wäre auch Interessant was Ihr für Erfahrungen mit Vorne-Hinten Lokalisation bei Kunstkopf oder Eigenkopf Aufnahmen gemacht habt.
Vielen Dank!
mfg Tom
