Hallo, donnerstag/Freitag stehen zwei Termine für Eine Gospelaufnahme an, aufgenommen wird in einem Gemeinderaum, der sehr gute akustische Eigenschaften besitzt. Zur Aufnahme stehen 2 supernieren mikrofone, 6 Nieren richtmikrofone (akg) sowie 1 stereoschiene und 8 Mikro stative. Als Aufnahmemedium dient ein alesis xt, Als vorverstärker dient ein SM PRO AUDIO PR8 MK2 , ich kann somit 8 spuren gleichzeitig aufnehmen... Nun meine Vorüberlegung war, eine x/y anordnung der richtmikrofone, hätte jedoch auch an a/b + M mikrofonierung gedacht. wie gesagt, sind 6 sänger/INNEN, 2 Sopran, 1 Tenor, 1 Bass, 2 Alt Hätte jemand noch anregungen oder vorschläge, um gute Aufnahmen zu bekommen? habe bisher nur in Kirchen aufgenommen...da sind ja etwas andere akustische gegebenheiten...doch die Aufnahmen sollen auch weiter verwendet werden, um verschiedene Versionen (u.A. mit schlagzeug, Bass, percussion etc) zu erstellen... ok, das wars erstmal...danke für Eure antworten
Gospel muss deutlich sein, daher sollte man Stützen verwenden. Ich würde in jedem Fall aber auch mit einem Hauptsystema arbeiten. Was sind denn das für "Richtimikros" ? "Als vorverstärker dient ein SM PRO AUDIO " Da dann kann ja nx mehr schief gehen. Was kostet der doch gleich ? 99,- australische dollars ?
der sm audio MKII hat glaub ich als ich ihn gekauft hab...250 ? gekostet. war das jetzt ironie oder sachlich? es sind 6 miks von akg, die c1000, oder sollten wir vielleicht doch zusätzlich jede stimme einzeln abnehmen??? nur ne frage... Dirk
Mein erster Gedanke bei 6 Leuten und 6 gleichen Mikros, zumal C1000, wäre: Jedem ein Mikro vielleicht sogar in die Hand geben und nach der "schönen" Rock/Pop-Einzelmikrofonierungs-Philosophie arbeiten. Setzt voraus daß hinterher Kunsthall drauf darf etc..., bietet aber sicherlich auch die vielseitigsten Weiterverarbeitungsmöglichkeiten bzgl. Schlagzeug-Bass-etc. pp. Als Haupt (oder gar nur für den gutklingenden Gemeindesaal - gibts gutklingende Gemeindesäle überhaupt *g*?) bliebe dann bei den verfügbaren Mikros XY mit Supernieren (was für welche??) übrig. Als Richtlinie zu Versatz- und Aufnahmewinkeln ist immer wieder sengpielaudio.de gut, genauen URL der entsprechenden pdfs weiß ich grade nicht... Normalerweise mache ich meinen "Sound" ja lieber mit zwei Druckempfängern, aber normalerweise nehme ich auch keine Gospelsextette auf, die noch weiterverarbeitet werden, sondern eher Chöre und Orchester in Kirchen und Konzertsälen.
also wir haben auch eine Kathedrale, aber die Reflektionen ist nicht wirklich schön, hatten darin schon mehrer Klassik- und Gospelkonzerte mitgeschnitten. Darum haben wir uns für den Raum entschieden, da er erst vor einem Jahr akustisch aufbereitet wurde. Dann werd ich wohl die einzel mikrofonierung wählen, aber in die hand geb ich sie ihnen nicht....die sind sehr nervös wenn se was in der hand halten ;-) die beiden superniere sind die AKG 3000, hatte überlegt, diese eventuell in ca. 1-2 meter entfernung als Einfach des Gesamtklanges ein zu setzen...???!!! Dirk
C3000 ist doch Niere...*grübel*. Dann vielleicht eine ORTF- oder ähnliche Äquivalenzanordnung. AB würde ich bei 6 Leuten nicht unbedingt machen, wenn dann Decca (aber das erfordert ja strenggenommen 3 Kugeln). Mein persönlicher Geschmack geht für große Räume nach AB/Decca, für kleine Räume eher zu Äquivalenz. Oder als Raummikro (also weg von den Sängern) in größerer AB für unkorrelierte Signale. XY ist mit Großmembranen so ne Sache, die haben einfach ne zu große räumliche Ausdehnung um wirklich noch als koinzident bezeichnet werden zu können. Strenggenommen.
hatte überlegt, diese eventuell in ca. 1-2 meter entfernung als Einfach des Gesamtklanges ein zu setzen...???!!!
1) Bemühe Dich mal vernüftige Sätze zu schreiben - so kann man ja nicht erkennen, was Du eigentlich sagen willst. 2) Arbeite Dich mal in die Grundlagen der Tontechnik ein. Was Nieren, Supernieren und Kugeln sind und wozu man sie benutzt.
moin! ich würde vermutlich volgendes machen: ortf oder ebs mit den 3000ern mit den c 1000 jeden einzeln stützen (auf ständern) und zwar unter berücksichtigung dieser beiden pdf´s http://www.sengpielaudio.com/Die3zu1Regel.pdf http://www.sengpielaudio.com/Die3zu1RegelAntworten.pdf eine frage noch: wenn du hinterher vor hast das ganze mit musik zu hinterlegen hast du dir gedanken darüber gemacht wie du die sänger im tempo hälst? grüße
"eine frage noch: wenn du hinterher vor hast das ganze mit musik zu hinterlegen hast du dir gedanken darüber gemacht wie du die sänger im tempo hälst?" Ja...der Leiter bekommt einen kopfhörer mit nem klick @ mitleser (irgeneiner) sorry...war gestern schon spät...hab meine gedanken wohl nicht mehr richtig ordnen können :) eine frage noch...ich hab schon oft das wort koincendenzen gelesen....kann mir jemand erklären was das ist? dankeschön
Koinzidenz (von lat. co-incidere "gleichzeitig geschehen"): für Tonmenschen in erster Linie zwei Mikros am gleichen Ort, so daß der Schall gleichzeitig bei beiden Mics eintrifft. Damit sind für die Richtungsabbildung nur noch Pegelunterschiede verantwortlich. Wird auch gerne (nicht ganz richtig) als "Intensitäts-Stereophonie" bezeichnet. XY und MS sind Koinzidenzanordnungen, aber auch das Soundfield-Mikrophon.
"Leiter ... Kopfhörer ... Click": aufpassen daß der Click nicht aus dem Kopfhörer heraus aufs Haupt überspricht. Bei "ordentlich nah" aufgestellten C1000ern habe ich da keine Bedenken. Auch bzgl. 3:1-Regel: bei für "live-poppigen" Sound schon eher großen 15cm Abstand darf das nächste mic 45cm entfernt sein. Sollte reichen... Der "mindestens 1 Meter"-Abstand aus der E-Musik ist hier m.E. nicht anzuwenden, schon da es sich nicht um für E-Musik geeignete Mikros handelt.
""Der "mindestens 1 Meter"-Abstand aus der E-Musik ist hier m.E. nicht anzuwenden, schon da es sich nicht um für E-Musik geeignete Mikros handelt."" Gibt es Mikros mit Prüfsiegel für sog. "E-Musik"? Wenn ja, gibt es die bei Dir? Wenn es keine Mikros für Geigen gibt gibt es auch keine für "E-Musik". Egal, wie gut oder schlecht die C1000 (=Brot+Butter Kondensator-KM-Mikro) wirklich sind. Ein Pablo Casals hätte damit bestimmt nicht nach sog. "U-Musik" geklungen. Entsetzlicher Humbug, diese E/U-Einteilung als solche, aber SPEZIELL wenn es um Equipment geht!!
EBS: Es gibt keine Löffel nur für Erbsensuppe. Aber es gibt Löffel aus Gold, aus Edelstahl, aus Holz, aus Plastik...und bei McDonalds wäre ein Goldlöffel etwa genauso fehl am Platze wie ein Plastiklöffel im Ritz.
moin! der vergleich hinkt, ein löffel ändert den geschmack der suppe nicht. es gibt höchstens für die qualität der darreichung angemessene löffel. das heisst aber nicht das ich eine gute suppe nicht esse, nur weil nur ein plaste löffel vorhanden ist. ich seh das so: es gibt gute, schlechte und für situation/buget angemessene mikrofone. grüße
Bei schwefelhaltigen Speisen sollte man Silberlöffel meiden, sie reagieren mit dem Schwefel. Auch sollte man zum Frühstücksei lieber gute Kunststofflöffel nehmen, die führen die Wärme aus der Speise nicht so schnell ab ... ... wer mag schon kaltes Frühstücksei? Alternativ kann man natürlich vor dem Genuß des Eis den Löffel in den Kaffee/Tee tunken um ihn auf eine angenehme Temperatur zu bringen. Für Speiseis empfehle ich wiederum gute Löffel aus nichtrostenden Stahl, damit man auch mal ein bischen im Eis herumstochern kann ohne das der Löffel zerbricht. Holzlöffel eignen sich hervorragend zur zubereitung von Pfannengerichten weil sie Hitze sehr gut vertragen und nicht so gewallttätig sind wie Chromaganlöffel, müssen aber besonders gut gereinigt werden damit nicht alte Speisereste den Geschmack verderben ... ... gilt natürlich auf für Bakterien die sich vorzugsweise an einem Holzlöffel ansammeln mögen.
Wie man sehen kann gibt es auch unter Löffel Spezialisten die durchaus den Geschmack verändern können und die je nach Einsatzzweck ihre Vorzüge haben.
Diese Vergleiche mit dem Material der Löffelchen kann auch auf unsere Mikrofone bezogen werden. Sind Mikrofone besser mit einem Plastikkorb oder einem Metallgittergeflecht? Sollte der Korb die Farbe silber, gold oder eher reflexionsfreies Grau haben? Das sind doch die ständigen nervenden Fragen: Welches Mikrofon ist besser und welches ist am billigsten für eine Gitarrenaufnahme? Wo kriege ich die allerhöchste Qualität - aber es darf nichts kosten? Es hat aber niemand etwas zu verschenken.
@Danni. Ich kenne mich zwar nicht so mit Mikrofonen aus ...
Sind Mikrofone besser mit einem Plastikkorb oder einem Metallgittergeflecht? Sollte der Korb die Farbe silber, gold oder eher reflexionsfreies Grau haben? Das sind doch die ständigen nervenden Fragen: Welches Mikrofon ist besser und welches ist am billigsten für eine Gitarrenaufnahme? Wo kriege ich die allerhöchste Qualität - aber es darf nichts kosten? Es hat aber niemand etwas zu verschenken.
Metallkörbe können auch sehr störend sein: http://www.heise.de/tp/r4/artikel/19/19822/1.html Hängt doch wohl von der "Show" auf der Bühne ab, oder? Ja, Verhältnismäßigkeit ist nicht immer leicht zu erzielen ... ... grade heutzutage nicht.
Das merken ja auch hier die Toningenieure in diesem Forum. Wobei ich mir schon überlege einen Toningenieur/in für ein paar Stunden zu mieten.
Jaja, schön diese Vergleiche. Aber "U"-Musik heißt nicht McDonalds und "E"-Musik heißt nicht Gala.-Menu. Vielleicht ist es sogar umgekehrt. Das ist der Denkfehler derer, die sich ausschließlich mit der "E"-Musik beschäftigen: Sie ist tw. genauso profan wie Fast-Food. Die 5678. Einspielung von Mozarts "Nachtmusik", Vivaldis "Jahreszeiten" oder Bachs "Brandenburgischen" wird auch nicht durch die Verwendung von 1000 EUR-Mikros künstlerisch Wertvoller, selbst wenn es einen "Klanggewinn" von 10% gäbe. Ganz zu schweigen von der Aufnahme von Schulorchestern, Laien-Chören, Feuerwehr-Gruppen - und um die geht es hier im Forum weitaus häufiger als um die "hohe Kunst". Gruß, Christopher
Was ich als letztes aufgenommen habe: diverse Kinder- und Jugendchöre einer unterfränkischen Gemeinde. Die Kinder haben das was sie da von einem Frosch, der in die Oper geht, gesungen haben, höchst ernst genommen - und wenn ich den Job nicht ernstgenommen hätte, dann wäre ich nicht der Richtige für den Job. Die Einteilung in E- und U-Musik hinkt natürlich (denn welche weltliche Musik ist nicht zur Unterhaltung gedacht - ist ein Schubert-Lied überhaupt für den Konzertsaal geschrieben, oder sollte man es nicht viel besser auf einem verstimmten Klavier mit einem Laiensänger aufnehmen - Originalklang in seiner wahnhaften Version), es ist aber nun einmal eine weithin verstandene Einteilung. Besser jedenfalls als Musik in "gute" und "schlechte" Musik zu unterteilen, denn gut und schlecht ist Geschmackssache (übrigens unabhängig vom Löffel - Plastiklöffel können aber schonmal einen Eigengeschmack abgeben, genau wie Silberlöffel in Verbindung mit Schwefel...). Gerade Gospel (worauf sich die ursprüngliche Frage ja bezog) ist ja sowas, was sich nicht gerne als U-Musik bezeichnen läßt (zu Recht übrigens, das ist weitaus ernster als die kleine Nachtmusik), was aber eben auch nicht in die deutsche Musikunterrichtskategorie "E-Musik" fällt. Tontechnisch halte ich es aber für angemessener, mit aus der Popmusik stammenden Arbeitsweisen an Gospel heranzugehen, da dies eben der Aufführungspraxis (noch so ein Reizwort!) entspricht. Musik, deren Aufnahme "natürlich" klingen soll (einen natürlichen Eindruck vermitteln soll - NICHT mit Kunstkopf in 90cm Höhe in der 14. Reihe rechts außen aufgenommen), erfordert auch Mikrofone, die den Klang wenig färben. Deshalb sind Mikrofone, die den Klang stärker färben, nicht so gut dafür geeignet. Musik, bei der es "dazugehört", daß technische Mittel hörbar sind, braucht eben auch technische Mittel um "richtig" zu klingen. Eine ganze Rockband mit einem Schoeps-Pärchen aufzunehmen ist genauso unangemessen wie eine Harfe mit dem SM57. Mehr wollte ich doch gar nicht sagen...!!! Mal ehrlich: Glaubt irgendjemand hier, daß Pablo Casals sich mit C1000 aufnehmen hätte lassen, wenn er als Alternative die CMC5-MK4 (um bei der Niere zu bleiben) hätte haben können? Für welchen Klang hätte er sich entschieden, wenn man ihm beide Aufnahmen zur Auswahl gestellt hätte?
Hallo, ich kann Dir stellenweise recht geben, auch wenn mir scheint das Du die Aussage meiner Kritik nicht recht verstehen willst. ""Mal ehrlich: Glaubt irgendjemand hier, daß Pablo Casals* sich mit C1000 aufnehmen hätte lassen, wenn er als Alternative die CMC5-MK4 (um bei der Niere zu bleiben) hätte haben können? Für welchen Klang hätte er sich entschieden, wenn man ihm beide Aufnahmen zur Auswahl gestellt hätte? "" Hör Dir mal Pablo Casals Aufnahmen (aus den 30er Jahren) an, dann wirst Du verstehen, das diese ganze Diskussion eigentlich überflüssig ist. Der Unterschied zwischen Schoeps und C1000 ist im Vergleich zum damaligen Klang so dermaßen gering, das sich ein Casals nur an den Kopf gefasst hätte über kleinliche Einteilungen in "neutrale" und "nicht-neutrale" Mikros wie von Dir. Diese Einteilung funktioniert übrigens aus zwei Gründen nicht: 1. Es gibt keine wirklich neutralen Mikros. 2. Es lässt sich an keinem sinnvollen, definierbaren Punkt eine Unterteilung vornehmen. Gemessen an allen Mikros die je gebaut wurden ist das C1000 sicher ein "neutrales" Mikro (was immer das heißen soll) - gleichwohl bin ich froh selbst mit besseren Mikros arbeiten zu können (damit wir uns da nicht falsch verstehen). Aus irgendwelchen Gründen (gutes Marketing?) ist das C1000 in Amateurkreisen sehr verbreitet - es tut seinen Job, egal für welche Art von Musik. Womit wir wieder am Anfang wären... Gruß, Christopher * für die Nicht-Klassiker: War für das Cello ungefähr das, was Elvis für den R&R war.