Sextet Aufnahme

Erstellt 30 Antworten31 Beiträge
Antwort#21
hallo...
also ich hätte da einen Einwand, dass das c1000 nur für Amateure ist. Denn ich hatte vor einiger zeit in einer Großen Veranstaltungsfirma gearbeitet, und für diese zwecke, wie ich sie gerade verwende, hatten die sie auch. Hatte mich zwar auch gewundert, dass sie keine sündhaft teuren Mikros haben, aber es hat gut geklungen...von daher...der muss wissen was er tut, hat auch tontechniker gelernt...
Gruß
Dirk
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Antwort#22
Hallo Dirk
donnerstag/Freitag stehen zwei Termine für Eine Gospelaufnahme an,
aufgenommen wird in einem Gemeinderaum, der sehr gute akustische
Eigenschaften besitzt.
Ich selber singe in einer 10-köpfigen A Capella Formation und sehe daher ebenfalls ein Timing-Problem für die Nachbearbeitung mit Musikern. Wenn die Leute überdurschnittlich präzis singen, mag es vielleicht gehen.
Ich kann mich erinnern, einen Gospel-Chor mit Dutzend Sängern für eine Übungs-CD in einem rund 100 m² grossen, 4 m hohen Raum (Daschräge, Parkett, 2 Fenster) aufgenommen zu haben, und zwar mit zwei AKG C1000 in ORTF und einem Edirol-Soundinterface. Die Sänger waren rund um die Mikrofone verteilt. Ich war von den Socken, wie gut die Aufnahme ? auch im Vergleich zu professionellen Einspielungen ? klang (Glücksfall bei der Raumakustik oder Summe der Vorteile bei der Reduktion aufs Nötigste?).
Gruss Christian
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Antwort#23
Wenn man Sänger rund um die Mikrofone verteilt, dann kann das zufällig auch mal gut klingen. Nur wann etwas gut klingt und ob etwas wirklich gut klingt, hängt von der Erfahrung und den Ansprüchen des Hörenden ab. Da gibt es sicher große Meinungsunterschiede, auch zum Klang des AKG Mikrofons C1000 sowie zum Shure SM58.
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Antwort#24
In der Tat ist mir nicht ganz klar, was du mit der Kritik noch meinst. Daß Casals längst nicht so gute Mikrofone zur Verfügung hatte wie wir heute, ist eine Tatsache. Trotzdem hatte er sicherlich die technisch saubersten, die es gab und hat nicht gerade in ein altes dynamisches Shure gespielt. Gerade erst ne Aufnahme mit ihm gehört - die klang auf der kleinen Hintergrundmusik-Radiohör-Anlage nicht wirklich sehr gefärbt (auch wenn evtl. etwas posthum bearbeitet wurde...). Und er hätte den Unterschied zwischen C1000 und MK4 sicherlich gehört!
Was du sagen willst ist doch, wenn ich dich richtig verstehe: Wichtiger als die technische Qualität ist die künstlerische Qualität. Wenn ich aber die Möglichkeit habe, bei gleicher künstlerischer Qualität eine mittelmäßige oder eine hohe technische Qualität zu erreichen, dann nehme ich doch lieber die hohe, oder?
Meine E-Musik-geeignet-Formulierung war vielleicht nicht ganz präzise: Mein Eindruck von den C1000 ist, daß sie ein gewisses Maß an Nahbesprechungseffekt brauchen und beim "berühmten" 1-Meter-Abstand schon recht dünn klingen. Das tun die MK4 eben nicht, weil sie dafür gebaut sind, aus größeren Entfernungen aufzunehmen. Und weil das C1000 eben nicht dafür gebaut ist, würde ich es auch nicht dafür verwenden, sondern es so benutzen wie es gedacht ist. Und da es sich bei Gospel eben nicht um den alt-europäischen Bildungsbürger-Kram handelt, den wir "ungefärbt" aufnehmen wollen aus mehr als 1 Meter Abstand, können wir auch gezielt färben und aus weniger als 1 Meter Abstand "abnehmen".
"kleinliche Einteilungen in "neutrale" und "nicht-neutrale" Mikros"
ich halte das nicht für kleinlich, sondern für präzise. Man muß doch wissen, was das Mikro mit dem Klang macht, den es aufnimmt, um es sinnvoll einsetzen zu können. Vor dem (angezerrten Jazz-) Gitarrenverstärker würde ich eher das c1000 nehmen als das MK4 (wobei ich am liebsten ein altes Uher-Homerecordler-Mikro nehme, was etwas weicher und durchsichtiger klingt als das Sennheiser 421). Und bei 6 Gospelsängern auch eher c1000 in Nahbesprechung als MK4 in "klassischer" Aufstellung.
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Antwort#25
wie ich grade auch in der Antwort für hafi schrieb: jedes Mikro seinem Zweck. MK4 vorm Gitarrenamp eher nicht, C1000 vorm Streichquartett ebensowenig (es sei denn, das Streichquartett soll für ein Open-Air-Volksmusik-Konzert über unterdimensionierte PA-Boxen auf ein unruhiges Publikum geknallt werden ;) ).
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Antwort#26
Richtig. Perlen eben für "Perlen".
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Antwort#27
Hallo, also wollte mich nochmal zu wort melden und berichten, wie wir denn nun die Aufnahmen vollendet haben. Also ich habe mich nun entschlossen, dann doch jeden sänger einzeln abzunehmen, leider sind zwar geringfügige Übersprechnungen zu hören, aber ich denke, dass sollte kein problem dar stellen, und ich kann die stimmen trotzdem noch im Panorama verteilen?!
ok...dann wars das erstmal...wenn noch jemand ein paar tips an, kann er sie gerne los werden.
Danke schonmal
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Antwort#28
Nun, geringfügiges Übersprechen ist nicht wirklich zu vermeiden, wenn alles im selben Raum zur selben Zeit aufgenommen wird. Fürs Panorama sollte das aus zwei Gründen kein Problem darstellen:
1. Nutzsignal ist lauter als das übersprechende Signal vom Nachbarn
2. (nach dem Gesetz der ersten Wellenfront - bei "Knüppelstereophonie" wie wir sie hier haben eher von geringerer Bedeutung): Signal kommt zuerst an dem Mikro an, welches direkt vor dem Sänger steht, und erst verzögert am Nachbarmikro (und wird dort also, wenn überhaupt, dann als Erstreflexion wahrgenommen).
"Knüppelstereophonie" ist übrigens NICHT wertend gemeint. Wie wärs mit einer Grundsatzdiskussion über Stereophonie-Methoden? ;)
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Antwort#29
Mal ehrlich: Glaubt irgendjemand hier, daß Pablo Casals sich mit C1000 aufnehmen hätte lassen,
wenn er als Alternative die CMC5-MK4 (um bei der Niere zu bleiben) hätte haben können?
Die Auswahl seines "Arbeitsmaterials" - nämlich Cello und Bogen - wird ihn weit mehr interessiert haben als die Geräte der Tontechniker. Und hätte ein C1000 den "Klang" seines Cellos eingefangen, wär's ihm recht (und) egal gewesen. Mir auch - nur besitze ich kein C1000.
Insofern eine völlig unsinnige Diskussion. Gönnen wir lieber den Musikern den Fetisch um die Instrumente und den Technikern den Fetisch um die Mikrofone ...
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Antwort#30
Hallo Juppy,
Insofern eine völlig unsinnige Diskussion. Gönnen wir lieber den Musikern den Fetisch um die Instrumente
und den Technikern den Fetisch um die Mikrofone ...
Hier liegst du ziemlich falsch. Große Solisten kümmern sich sehr um ihren Klang der aufgenommen wird und sie reden heftig mit.
Was meinst du, wie heiß der Geigen-Klang von Anne-Sophy Mutter "erkämpft" wird und wie Dirigenten mit ihren Klangwünschen beim Toningenieur stark drängen. Da gibt es keine Streicheleinheiten. Da fallen auch harte Worte von den Künstlern. Das ist kein Zuckerschlecken für den Tontechniker. Bekannt sind doch die nicht lustigen Spirenzien von Glenn Gould (Piano) bei den mühsamen egoistischen Aufnahmen.
Sicher wird ein Künstler nicht sagen, er möchte ein Shure-Mikrofon SM 57 anstatt ein SM58 haben oder er braucht unbedingt das schlappe Amateurmikrofon AKG C 1000, er will aber immer einen großen Sound. Es flogen zum Beispiel sehr die Fetzen bei René Kollo (Vacal), der zum Rundumschlag ansetzte, in dem er sagte, niemand kann ihn richtig aufnehmen. Alle wollen nur seine Stimme zerstören.
Sicher wäre es schön, wenn die Künstler sich nur um ihre Stimme und ihren Geigen- oder Cellobogen kümmern würden und der Techniker mit seinen Mikrofonen unbeschadet basteln kann was er will und denkt.
Dem ist nur nicht so.
Gruß
Kurt
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Antwort#31
Mit solchen Äußerungen wie die von Renè Collo machen sich die Künstler eigentlich selbst nur lächerlich. Ich amüsiere mich immer köstlich, wenn ein Sänger oder auch ein Chor sagt: "So habe ich (haben wir) nicht gesungen", oder "so singe ich nicht". Kein Mensch kennt seine eigene Stimme wirklich. Jeder der in der Schule im Sprachunterricht zu ersten mal seine Stimme von Tonband hört, wird erstaunt sein. Komisch, daß gerade die größten Künstler diesen Sachverhalt nie kapieren.

MfG
Rainer
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