Hilfe bei Raumsimulation benötigt!

Erstellt 11 Antworten12 Beiträge
Startbeitrag#1
Hi Leute,
ich hoffe, ich bin bei euch richtig! Ich bastel gerade (mit Samplitude) an nem Hörspiel. Dort gibt es mehrere Szenen sowohl im Freien, als auch im Auto - wie kann ich diese Umgebungen am Besten simulieren? Der Raumsimulator von Samplitude hat leider keine passenden Voreinstellungen!
Danke im Voraus,
Ohropax
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Antwort#2
Ein Raumsimulator wird nie eine passende Voreinstellung für dem Raumeindruck "im Freien" haben.
Besonders nachträglich ist aus einer topfigen Wohnzimmeraufnahme nie damit eine Aufnahme mit dem Eindruck "im Freien" zu erzeugen.
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Antwort#3
Für Szenen im Freien solltest du z.B. in eine reflexionsarme Sprecherkabine gehen. Gute Hallgeräte bzw. PlugIns können sehr gut alle möglichen Räume suggerieren, "im Freien" ist jedoch kein Raum! (abgesehen von i.d.R. geringen Reflexionen durch z.B. Hauswände, Boden usw.).
Kyuri
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Antwort#4
Moin...
Wieder mal so ein völlig überflüssiger, dümmlicher und arroganter Kommentar. Es tut mir für diese harten Worte noch nicht mal mehr leid (früher habe ich noch Skrupel gehabt, so etwas zu schreiben), wenn ich sowas lese.
Euer Wichtigkeit: Bitte einfach mal haltlose Unterstellungen über die vermutete Minderwertigkeit des Rohmaterials unterlassen und am besten ganz schweigen, wenn man zum Thema nichts konstruktives, sondern nur Lästereien und die Befriedigung des eigenen Egos beizutragen hat.
Zum Thema: Mit dem Raum allein ist es ja nicht getan - den größten Teil des Eindrucks "im Freien" oder "im Auto" machen die jeweils typischen Nebengeräusche aus.
Wenn die Aufnahme selbst recht trocken ist (also eben keinen spezifischen Raum erkennen lässt), dann kann man für "im Freien" schon fast alles so lassen. Tiefen ggf. absenken, für Stadtszenen oder "Hinterhof" ein paar diskrete Reflexionen einfügen, für die Alpen evtl. ein sachtes Echo... Für genauere Tipps müsste man allerdings erstmal wissen, WO im Freien sich die Szene abspielen soll (Wiese, Straße, Wald....)
Für's Auto wäre sogar die "topfige" Wohnzimmeraufnahme gar nicht mal übel für den Anfang (plus Nebengeräusche halt). Ansonsten hat ja ein Auto eine ebenfalls relativ trockene Akustik, die Tiefen kann man hier evtl. etwas anheben. Nennenswerten Nachhall gibt es nicht, vor allem nicht in den Höhen (viel Polsterstoff...). Ein paar Reflexionen von den Scheiben (Delay so um die 2...3ms) könnte man noch anbringen.
Jens
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Antwort#5
Zitat des Posters: Der Raumsimulator von Samplitude hat leider keine passenden Voreinstellungen! (für Szenen im Freien)
Enttäuschung :-(
Kennt jemand ein Gerät mit den passenden Voreinstellungen dazu?
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Antwort#6
Draussen:
trocken, keinen Hall.
Wie schon gesagt wird selbst eine trockende Sprecherkabine nie wie draussen klingen.
Wichtig für die Illusion "draussen" ist die Athmosphäre. In der Stadt z.B. Verkehrslärm, in der Nator Vogelgezwitscher etc. Tiefen in der Stimme geg absenken.
Auto: trocken, aber ein paar kurze Reflexionen. Athmosphäre, dumpfer leiser Motor- und Verkehrslärm.
Ich habe irgenwie festgestellt, dass die Umgebungsgeräusche viel mehr zur Illusion beitragen als irgendwelche künstlichen Räume. Natürlich darfs in eine Kirche oder so schonmal hallen.
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Antwort#7
je kräftiger die Atmo (also die Umweltgeräusche drumrum), desto geringer werden natürlich Raumreflexionen zum Tragen kommen und zur Gesamtatmo beitragen. Sollte die Atmo jedoch nur hintergründig sein, oder der/die Sprecher weit entfernt vom Mikro stehen um Aufzunehmen (z.B. um Rufen aus der Ferne zu suggerieren) desto stärker wird die Raumakustik des Sprecherraums hervortreten.
Wenn du die Aufnahmen im Originalraum mit entsprechenden Nebengeräuschen machst, also z.B. im Auto, mußt du bereits im Vorfeld das Arrangieren und Schneiden gut planen....
Kyuri
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Antwort#8
Höchst interessant ist die nicht untypische Regieanweisung in einem Hörspiel:
Lautes Rufen im Freien aus einiger Entfernung.
... und wehe das klingt nach "Kiste".
Da hätte ich gerne den passenden "Plug-In" dazu.
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Antwort#9
Genau, Umgebungsgeräusche sind wichtig. Man muss sich einfach mal vorstellen, wie das so ist, wenn man draussen ist. Ich habe mal den Prometheus vertont, das wurde mit trockener Aufnahme, etwas Wind und einigen entfernten Vögeln eine doch sehr atmosphärische Angelegenheit.
Für Hintergrundgeräusche gibt es übrigens etliche CDs, von denen man sich etwas Wind, Froschgequake oder sonstiges ausleihen kann.
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Antwort#10
bei der Gelegenheit mal ne Frage:
weiss jemand, wie das bei Geräuschaufnahmen, - CDs und Soundlibraries mit den Leistungsschutzrechten und Urheberrechten ist? Ich bin nämlich grad auf der Suche nach Atmos für einen Spielfilm...
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Antwort#12
Hi Leute,
vielen Dank für die Antworten, ich schätze, damit kann ich schon was machen. Und es ist auch beruhigend zu wissen, dass meine ursprüngliche Theorie stimmt - das nämlich die Geräusche die "Musik machen" anstatt irgendwelcher Filter auf den Stimmen!
Bis bald,
euer Fan,
der Ohropax
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