Hallo zusammen,
der große Moment steht bevor, die erste Verstärkerschaltung ist zu berechnen. Zwar nicht ganz freiwillig (Praktikumsvorbereitung...) aber deshalb nicht mit weniger Interesse. Nur leider stoße ich ziemlich schnell an meine Grenzen.
Oben seht ihr die Schaltung, die berechnet werden soll - also im Prinzip eine einfache Standardschaltung. Die Vorgabe ist, das Eingangssignal um Faktor zwei zu Verstärken, und die Schaltung so zu bauen, dass Verzerrungen möglichst spät auftreten. (hFE = 500, R_B >= 1kOhm, R_Last = 50 Ohm)
Also frisch ans Werk: U_C sollte dann ja wohl 2,5 Volt sein (halbe Betriebsspannung). Entsprechend finden sich dann an der Basis 1,25 Volt (2,5 Volt geteilt durch den Verstärkungsfaktor 2), plus 0,7 Volt um U_BE zu kompensieren - macht summa sumarum rund zwei Volt U_B. Mit einem Spannungsteiler im Verhältnis R_1 : R_2 = 3 : 2 ist auch das noch machbar. (In realen Bauteilen dann R_1 = 15 kOhm, R_2 = 5,6 kOhm). Zum Schutz der Basis vor "Überstrom" wird R_B noch zu einem kOhm.
Jetzt die Frage: sind die Gedankengänge soweit richtig? Wenn ja: rechnerisch liegen an dem Emitter nun ja 1,95V - 0,7V = 1,25 Volt an. - Stimmt das?
Weiter im Text: R_C + R_E dürfen bei den 5 Volt, die an Ihnen abfallen max. 40 mA durchlassen (sonst keine ideale Spannungsversorgung mehr), also R_E + R_C > 125 Ohm. Und hier fangen jetzt die Probleme an: lt. Praktikumsanleitung sind nämlich nur noch Widerstände mit den Werten 56 Ohm und 2x 12 Ohm übrig, die ich überhaupt verwenden darf...
An diesem Punkt stehe ich jetzt seit gestern abend, und komme nicht weiter. Vielleicht kann jemand meine Wirren Gedankengänge verstehen, und mir sagen, wo der Denkfehler sitzt? (Tipp für Kritiker: irgendwie hab ich das Gefühl, dass der "Verstärkungsfaktor" 2 noch in der Schaltung fehlt - ich hab aber keine Ahnung, wie ich den reinbringen soll?)
Grüße,
tobi
PS: Ja, ich treffe mich mit meinem Praktikumsleiter um das zu diskutieren, ich würde nur gerne vorbereitet in das Gespräch ziehen ;-)
PPS: Kann sein, dass im obigen Schaltbild die Elkos verpolt sind, nicht davon irritieren lassen, im echten Schaltbild sind die schon richtig (hab das xcircuit-Symbol nicht auf die Schnelle gefunden).
PPPS: In der Versuchsanleitung steht auch, dass die Schaltung eine Gegenkopplung besitzt - ich sehe aber keine. Ist da eine? :-)
der große Moment steht bevor, die erste Verstärkerschaltung ist zu berechnen. Zwar nicht ganz freiwillig (Praktikumsvorbereitung...) aber deshalb nicht mit weniger Interesse. Nur leider stoße ich ziemlich schnell an meine Grenzen.
Oben seht ihr die Schaltung, die berechnet werden soll - also im Prinzip eine einfache Standardschaltung. Die Vorgabe ist, das Eingangssignal um Faktor zwei zu Verstärken, und die Schaltung so zu bauen, dass Verzerrungen möglichst spät auftreten. (hFE = 500, R_B >= 1kOhm, R_Last = 50 Ohm)
Also frisch ans Werk: U_C sollte dann ja wohl 2,5 Volt sein (halbe Betriebsspannung). Entsprechend finden sich dann an der Basis 1,25 Volt (2,5 Volt geteilt durch den Verstärkungsfaktor 2), plus 0,7 Volt um U_BE zu kompensieren - macht summa sumarum rund zwei Volt U_B. Mit einem Spannungsteiler im Verhältnis R_1 : R_2 = 3 : 2 ist auch das noch machbar. (In realen Bauteilen dann R_1 = 15 kOhm, R_2 = 5,6 kOhm). Zum Schutz der Basis vor "Überstrom" wird R_B noch zu einem kOhm.
Jetzt die Frage: sind die Gedankengänge soweit richtig? Wenn ja: rechnerisch liegen an dem Emitter nun ja 1,95V - 0,7V = 1,25 Volt an. - Stimmt das?
Weiter im Text: R_C + R_E dürfen bei den 5 Volt, die an Ihnen abfallen max. 40 mA durchlassen (sonst keine ideale Spannungsversorgung mehr), also R_E + R_C > 125 Ohm. Und hier fangen jetzt die Probleme an: lt. Praktikumsanleitung sind nämlich nur noch Widerstände mit den Werten 56 Ohm und 2x 12 Ohm übrig, die ich überhaupt verwenden darf...
An diesem Punkt stehe ich jetzt seit gestern abend, und komme nicht weiter. Vielleicht kann jemand meine Wirren Gedankengänge verstehen, und mir sagen, wo der Denkfehler sitzt? (Tipp für Kritiker: irgendwie hab ich das Gefühl, dass der "Verstärkungsfaktor" 2 noch in der Schaltung fehlt - ich hab aber keine Ahnung, wie ich den reinbringen soll?)
Grüße,
tobi
PS: Ja, ich treffe mich mit meinem Praktikumsleiter um das zu diskutieren, ich würde nur gerne vorbereitet in das Gespräch ziehen ;-)
PPS: Kann sein, dass im obigen Schaltbild die Elkos verpolt sind, nicht davon irritieren lassen, im echten Schaltbild sind die schon richtig (hab das xcircuit-Symbol nicht auf die Schnelle gefunden).
PPPS: In der Versuchsanleitung steht auch, dass die Schaltung eine Gegenkopplung besitzt - ich sehe aber keine. Ist da eine? :-)
