raumnoden???? (unser aller beliebtes thema)

Erstellt 12 Antworten13 Beiträge
Startbeitrag#1
Hallo,
also ich hab es ja schon ein paar mal versucht hier im forum aber bis jetzt bin ich zu keinem erfolg gekommen. vieleicht ist die frage auch sau dumm (obwohl es das ja eig. nicht gibt) aber ich möchte wissen wie ich raumnoden in einem raum berechnen kann der nicht rechteckig/quaderförmig ist - geht um ein dachgeschoss. suche ein kleine program wegen mir in exel oder so, oder einen ansatzpunkt wie ich das problem löse. es ist für mich nicht weiter weltbewegend aber ich breuchte die berechnung zu anschauungs zwecken, auserdem würde sie mir beim postieren der absorber und bassfallen helfen.
danke und greetz
sebastian
ZitierenPost melden
Antwort#2
Raummoden, oder?
Die Resonanzfrequenz ist fres=c/(2*L) mit L=Abstand zweier paralleler Wände. Die Harmonischen bei n*fres.
Das für die drei parallelen Wände für z.B. n=1 bis n=10 berechnen und notieren. Dann wird ersichtlich, wo Resonanzfrequenzen aufeinander fallen.
Gruß
Claus
ZitierenPost melden
Antwort#3
Sebastian: Mit dem Wort 'raumnoden' im Betreff liegst du nicht richtig.
Das soll wohl heißen 'Raummoden'.
Englisch heißt das room modes oder eigentones bei stehenden Wellen.
Hier: http://en.wikipedia.org/wiki/Standing_waves findest du animiert die Darstellung der "nodes", des sind die stehenden roten Punkte, die wir Knoten nennen.
Nur für Frequenzen tiefer als 250 Hz hat das für das Dröhnen in einem Raum seine Bedeutung, wenn viele Reflexionen dicht bei einer bestimmten Frequenz liegen.
Du möchtest die Raummoden in einem "Nicht-Rechteckraum" berechnen. Das ist wahnsinnig kompliziert.
Und wenn du dann mühsam die kritischen Frequenzen einzeln berechnet hast, dann nützt dir das alles nichts, weil das ja die störenden Frequenzen im leeren Raum sind. Stelltst du deine Lautsprecher, deinen Computer mit Tisch und Couch, oder dein Mischpult mit Effektgeräten in diesen Raum, dann sind alle bisherigen Berechnungen falsch, weil die berechneten Frequenzen durch diese Störungen nicht mehr stimmen und eben nicht nur ein wenig verschoben wurden.



Raummoden von Wikipedia - room modes nicht nodes!
ZitierenPost melden
Antwort#4
Das Thema bei polyhedralen Raeumen heisst Randelementverfahren (BEM), ist aber nichts fuer Unerfahrene.
An Excel soll man bitteschoen ueberhaupt nicht erst denken - die Rundungsfehler und -fortpflanzung
sind katastrophal. Bei BEMs ist noch dazu ein LGS zu loesen, das schlecht konditioniert ist...
Kurz: Wenn Du nie mit numerischer Mathematik zu tun hattest oder nie Erfahrung in der Taetigkeit eines
Berechnungsingenieurs bekommen hast - vergiss es bitte.
Gruss,
Mathematiker
PS: Ich habe vor ca. 1-2 Monaten mal dazu im hiesigen Forum einen laengeren Beitrag geschrieben,
der sich ueber die Suchfunktion finden laesst.
ZitierenPost melden
Antwort#5
Hallo,
es gab bei wikipedia mal einen artikel darüber das es eigendlich raumnode heißt. dieser ist inzwschen aber gelöscht. kann man bei googel noch als "leiche" betrachten. ;) in diesem artikel führte man es auf einen schreibfehler zurück der schluss endlich übernomen wurde. naja egal... raum moden klingt auch besser
@ mathematiker nein, also so tief bi ich in die mahematik nie abgetaucht. werd mir dein beitrag aber auf jeden fall mal ansehen.
@ allgemein
dann sollte ich vieleicht etwas an meiner heran gehensweise ändern? ich werde den raum ausbauen und mit der console, dem coputerarbeitsplatz und meiner abhöre einrichten. dann musik/teston anschalten und hören!!! nun könnte ich ja ein messmikro an meiner abhörposition aufstellen und mir den frequenzgang anzeigen lassen und über dieses "verfahren" meinen raum optimal akustisch ausstatten. sprich etwagi absorber, diffuser oder resonatoren an wänden und decke montieren.
da ich parallel eine arbeit über raumakustik in regie- und aufnahmeräumen schreibe wollte ich halt einfach versuchen mit einer raumberechnung meine studioräume als beispiel aufzuführen und in etwa voraus sagen/berechnen. es ist mir durchaus klar das es sicherlich nicht einfach ist, aber interessieren würde es mich schon. gernen auch links und verweise, wovon ich ja hier schon einge sehr gute bekommen habe...
wenn es zu komplieziert sein sollte kann ich ja immer noch ein rechteckiges model nehmen.
greetz sebastian

greetz sebastian
ZitierenPost melden
Antwort#6
Moin,
es gibt eine Software die auch komplizierte Geometrien nach dem Boundary Element verfahren berechnet, kostet allerdings einige wenige Euronen:
http://www.cara.de/GER/
GruÃ?
M. Hein
ZitierenPost melden
Antwort#7
danke @ mhein
gibt es vieleicht noch einige anregungen wgegen der sache mit dem messmikro. stelle mir das so vor das ich einen impuls aussende und mir denn zumindest die nachhallzeit des raumes bestimmen kann. muss ich da ein spezielles mikro nehemen oder tut es eigendlich so ziehmlich jedes?
gibt es software de diese aufgenommenen impulse gleich berechnet?
greetz sebastian
ZitierenPost melden
Antwort#8
Jeder Anfänger glaubt blauäugig, dass er etwa so wie er mit einem billigen Multimeter an seiner Steckdose ganz schnell mal messen kann, dass da 229 Volt als Effektivwert sind, er mit einem kleinen in den Raum gestellen Gerät mit einem Mikrofon, ganz schnell mal die Nachhallzeit von 0,9 Sekunden bei 1 kHz angezeigt bekommt.
Wir wissen alle, das ist nicht so.
ZitierenPost melden
Antwort#9
Moin...
"Wir wissen alle, das ist nicht so."
Ach. Möchte der allwissende Profi uns auch mitteilen, warum das so sei? Ich als blauäugiger Anfänger würde das wirklich gerne wissen.
Mir ist klar, dass je nach Ort der Messung und/oder Anregung solche Parameter verschieden ausfallen können. Aber die Nachhallzeit und ähnliche Parameter sind doch nun wirklich welche, die sich messen lassen. Ggf. auch automatisch. Ein Algorithmus, der nach dem Spitzenpegel schaut und mir dann die Zeit ausspuckt, die vergeht, bis dieser auf -60dB (normiert auf die Spitze) abgefallen ist, ist nicht sehr komplex. Will man das ganze nur für eine einzige Frequenz wissen, braucht dazu noch nichtmal das Mikro einen besonders linearen Frequenzgang zu haben.
Oder anders gesagt: Wie bestimmst DU denn die Nachhallzeit eines Raums? Reale Räume (also nicht der akademische Sonderfall eines völlig leeren Quaders) lassen sich nicht wirklich berechnen, und jetzt kommst du und sagts, dass eine Messung nicht möglich ist... Dann können wir diesen Parameter auch gleich aus dem Vokabular streichen...
Jens
ZitierenPost melden
Antwort#10
Jens wrote: "Ein Algorithmus, der nach dem Spitzenpegel schaut und mir dann die Zeit ausspuckt, die vergeht, bis dieser auf -60dB (normiert auf die Spitze) abgefallen ist, ist nicht sehr komplex. Will man das ganze nur für eine einzige Frequenz wissen, braucht dazu noch nichtmal das Mikro einen besonders linearen Frequenzgang zu haben. "

Oh, das ist aber schön. Dann nenne uns doch mal so einen Multavi-Nachhallmesser für die Hosentasche, ohne Mikro - am liebsten unter 49 Euro.
ZitierenPost melden
Antwort#11
Moin...
"Oh, das ist aber schön. Dann nenne uns doch mal so einen Multavi-Nachhallmesser für die Hosentasche, ohne Mikro - am liebsten unter 49 Euro."
Wieso nur interpretiert ihr immer in irgendwelche Fragestellungen etwas herein, was da gar nicht steht?
Von "umsonst und billig" war ebensowenig die Rede wie von "in Sekundenschnelle" oder "Hosentasche".
Gefragt war eine Messung der T60 mit einfachen Mitteln, die auch für den bösen unstudierten möglich ist.
Und da gibt es durchaus Software, die sowas beherrscht.
http://www.hifi-selbstbau.de/text.php?id=82&s=read
http://www.etfacoustic.com/download.html
http://www.siasoft.com/products/demos.html
Da der Fragesteller das auch vermutlich nicht täglich, sondern eher einmal machen will, sollte er auch z.B. mit der Demo von Smaart ganz gut bedient sein.
Ansonsten mpfiehlt sich gelegentlich mal ein Blick in die Tiefen des Google-Universums. Man staunt manchmal, was man da alles so findet.
Jens
Ps: Ach ja, Leif, wie also misst DU die Nachhallzeit?
ZitierenPost melden
Antwort#12
also auf die ganzen klugs.c.h.e.i.ß.e.r kommentare kann ich verzichten @ Durham.
war eher ne ernst gemeinte frage. durchaus ist mir als blutigem "anfänger" bekannt wie ich die nachhall zeit bestimme. mir ging es nur um software und um die wahl des mikrofon. wollte wissen ob ich da extra ein messmikrofon nehmen muss oder ein gutes kleinmembran reicht(suche sozusagen jemanden der es schon mal gemacht hat). könnte zum beispiel gefell mikros bekommen, da ist der frequenzgang ja auch schön linear. wer für weiter infos wie gesagt durchaus dankbar...
greetz sebastian
danke für die unterstützung @ .jens
ZitierenPost melden
Antwort#13
_Wenn_ man die Gleichungen mal hat, dann kann man auch diverse andere
BEM-Bibliotheken benuetzen. Allerdings liegt die Betonung auf "wenn"...
Denn Du musst die ganzen Absorber und Waende erst modellieren und als
Randbedingungen umsetzen. Da liegt IMHO der tatsaechliche Wert von praktischer
Erfahrung in diesem Bereich.
Der mathematische Teil danach benoetigt zwar auch Erfahrung, aber eher, um
Fussangeln zu vermeiden und die Approximationen und lokalen Fehlerwerte
deuten zu koennen.
Gruss,
Mathematiker
ZitierenPost melden

Deine Antwort

Du kannst ohne Anmeldung schreiben.