monitoring

Erstellt 2 Antworten3 Beiträge
Startbeitrag#1
hallihallö!
Ich bin seit kurzem Technikerin in einem kleinen Club, es klappt ja eigentlich auch alles +/- unterdessen und macht Spass natürlich!
Etwas Mühe hab ich mit dem Monitoring, darum frag ich euch:
Wie geht ihr prinzipiell damit um? man hört vom mischpult aus ja nicht allzuviel.. beim soundcheck front runter bringt schon mal was..
Wie verhindert ihr Feedbacks? Hat jemand Erfahrungen mit einem Feedback-Destroyer?
Was habt ihr für Tipps und Tricks um Monitore auszupfeifen? all die lustigen geräusche, a und o's etc. gerne :)
Lieber Beta58 und die Monitore auf der Seite oder Sm und gerade?
Eher Aktive oder Passive Boxen? Wieviele im Minimum?
blah warum ist der himmel blau?
danke&liebe grüsse
chi
ZitierenPost melden
Antwort#2
Hi,
das sind ja mal ganz schön viele fragen auf einmal :-) ,...
also, mal von vorne. die anzahl der monitorboxen wird eigentlich vom bedarf der band abhängig gemacht, meiner meinung nach aber mindestens 3, 2vorne und einer beim drummer. grundsätzlich gilt, je mehr, umso besser, ein musiker ,der sich optimal hört, kann auch optimale spielergebnisse liefern, da er sich wohlfühlt.
ich bin auch der meinung, das bei zeitknappheit im vorfeld dem monitormix auf keinen fall zu wenig bedeutung beigemessen werden darf, die FOH kann man immer leichter nachregeln als das monitoring und wer will schon ein verkacktes erstes lied, weil sich der gitarrist nicht hört....
den "aux-mix" für das monitoring kannst du, auch ohne ihn direkt zu hören eigentlich gut in absprache mit den musikern machen. zu checkst zuerst die instrumente einzeln für die PA und drehst dann mal einfach jedes etwas am monitoring auf ( diverse drum mics wie snare oder OH kannst du dir in nem kleinen club vermutlich am monitoring sparen ).
bist du mit dem check durch, lässt du die musiker ein lied anspielen und holst dir feedback bezüglich lauter/leiser der einzelnen instrumente. zur sicherheit kann man ( sollte man ) das auch ein zweites mal machen.
nun sollte der bühnensound eigentlich passen. ( sinnvoll ist es auch, mit den musikern !einfache! handzeichen auszumachen, wer lauter und leiser soll, dann kann man leicht während des konzerts noch was ändern )
ob passivboxen oder aktivsysteme bleibt dir überlassen, wichtig ist, das die dinger nicht zu billig sind und/oder zu wenig leistung haben. schlechte monitorboxen scheppern, wenn man bassdrum oder bass drauf legt ,sie neigen leicht zu rückkopplung oder sie klingen einfach bekackt (die wortsperre verbietet hier schei**e ) ;-)
die aufstellung sollte so nah wie möglich am musiker sein, aber so weit weg, das rückkopplungen eher vermieden werden können. seitlich sehe ich nicht als sinnvoll an. die monitore sollten gleichmässig um die einzelnen musiker verteilt sein und die bühne so gut wie möglich abdecken, wenn man mehrere kanäle zur verfügung hat, die einzelnen bedürfnisse ( im monitormix ) der diversen instrumentalisten natürlich berücksichtigend.
feedback ist natürlich immer ein problem. wenn man keinen feedback destroyer ( mit dem ich persönlich leider auch keine erfahrung habe ) zur hand hat, tut es ein möglichst vielbandiger equalizer, der saal ohne leute und ein paar ohrstöpsel. laut -> fiep -> eq -> firpfrequenz raus , subba.
oftmals, gerade in kleinen räumen, koppeln gerade gesangsmikros gerne aber auch direkt über die PA. in so einem fall sollte man entweder den sänger etwas im zaum halten oder die PA boxen evtl. umpositionieren.
noch ein hinweis: dies sind alles ratschläge, die alle auf eine kleine clubsituation zutreffen, und welche im grösseren maßstab ( gerade, wenn man einen extra monitor-mischer hat ) natürlich nicht zutreffen ( dies nur für die nörglerfraktion hier ;-) )


http://www.bummfilm.de
ZitierenPost melden
Antwort#3
Hi,
verwende selber einen Feedback-Destroyer (den billigen von Behringer) im Proberaum für den Gesang und muss sagen dass er wirklich funktioniert. Allerdings ist er umständlich einzustellen, muss genauso jedesmal eingepfiffen werden und wehe man überfährt ihn mit zuviel Input (brrzzz). Also in einer immer gleichen, statischen Umgebung schon OK. Für Live bist du aber mit einem (Voll-)parametrischen EQ viel besser dran, würde ich sagen.
Zum Auspfeifen lasse ich jemand auf der Bühne rumlaufen und Trampel- Zisch- Klatsch- und Pfeifgeräusche erzeugen (so'nen Hampelmann muss man aber erst finden ;-), damit man das Anschwingen der Rückkopplung schnell erkennt, weil sie durch diesen "Dreck" angeregt wird. Bei Totenstille setzt das Pfeifen/Hupen oft schlagartig ein und zack-bumm sieht man die Rauchwolken aus den Speakern kommen (hab da mein Lehrgeld schon bezahlt :-(
Das mit der Zeichensprache für Korrekturen funktioniert nur (wenn überhaupt), wenn das "wie" schriftlich auf einem riesen Plakat steht welches die Musiker sehen können -- und auch nur dann, wenn es sich um disziplinierte solche handelt. Ich mache immer "wer(Quelle)--wo(welche Monibox)--wie(lauter/leiser)" per Handbewegung aus, trotzdem klappt es selten...
ZitierenPost melden

Deine Antwort

Du kannst ohne Anmeldung schreiben.