Hallo zusammen! Mal eine eher theoretische Frage, da derzeit nicht akut. Ist es möglich in einem Wohngebiet (erlaubter Lärm 55dB(A) tags bzw. 40dB(A) 22Uhr-6Uhr) ein Studio zu bauen und auch nachts noch einen Marshall oder Schlagzeug aufzunehmen und abzuhören. Mit anderen Worten sind entsprechende Dämpfungswerte mit Raum in Raum Konstruktionen zu erreichen? Müssten ja schon so 60dB sein.
Hallo Thomas, ja theoretisch schon. Bewertete Schalldämmaße von 60dB(A) sind machbar. Hierzu gibt es verschiedene Ansätze. Der "Klassiker" ist der Massebau mit Stahlbeton. Neuzeitliche Methoden nutzen mehrschalige Rigipskonstruktionen. Speziell von Rigips, Knauf, etc. gibt es sehr schöne Anleitungen nebst Schalldämmwerten kostenlos. Wahrscheinlich sogar im Internet zum Downloaden. Der kritische Punkt entsteht an anderer Stelle: Ein Gewerbebetrieb ist anzeigepflichtig, daher könnte es sein das der Antrag auf Tonstudio nicht durchgeht.... Gruß M. Hein
Hallo, Auf der Homepage von Knauf stehen dB-Abschwächungen für jede Konstruktionsart, es steht aber nicht dB-A sondern dBW oder so ähnlich. Wie ist das zu verstehen (Witzig, mich beschäftigt zur Zeit die gleiche Frage wie Thomas T) Gruß Vasco
schreib bloss nix von tonstudio, das zieht behördlich nen rieseigen rattenschwanz hinter sich her! wenn du pech hast, dann darfst du auch noch lärmemissionsgutachten erbringen und so ein käse, dazu brandabnahmen etc!! pass da bloss auf, nicht die falschen leute zu befragen, denn wenn sie einmal hellhörig sind, oh oh!! schon mal was von studiobox oder sowas gehört?? für´n amp reicht das locker!! drums könntest du mittlerweile auch sehr gut über e-drums machen, ich glaube kaum, das das irgendwer bei guter mische den unterschied hört!! ausbauen kannst du viel, da sagt keiner was!! jetzt der knackpunkt, gwewerbebetrieb!!!!! wirst du in einem reinen wohngebiet nicht durchbekommen, wenn du pech hast, wenn dann wie gesagt mit fiesen auflagen, weil kein mischgebiet, etc! also wirst du freiberufler!!! boing, ganz einfach, also nur nicht tontechnik auf die anmeldung schreiben! hol dir einfach nen antrag beim finanzam und schreib irgendwas drauf als klangkünstler, arranger und komponist und friesier die rechnungen dementsprechend mit diesen worten, wie ausarbeitung des arrangements etc, also mehr ins künstlerische! das funzt bei mir seid mehr als 4 jahren einwandfrei! deinen arbeitsraum zuhause musst du nciht angeben, da es sich lediglich um ein büro handelt!! du musst dir dafür ebenso behördliche spitzfindigkeiten ausnutzen, wie die behörden ebenfalls! das schalldicht machen kannst du nur mit erheblichem aufwand!!
Danke für die Rechtbelehrung. Aber eigentlich wollte ich nur wissen ob es langfristig Sinn machen würde ein Stall-/Nebengebäude zum Studio umzubauen. Und dass hängt zu 100% davon, dass mir nicht die Nachbarn aufs sprichwörtliche Dach steigen würden.
sorry, ey!! langfristig lohnt sich das immer, denke ich!! du solltest wenn du eh an ausbau denkst über eine komplette raum in raum konstruktion mit entkoppeltem boden etc. nachdenken!! ich sage mal, auf die bestehenden wände jetzt so "einfach" irgendeine dämmung aufzutragen ist nicht sonderlich effektiv!! solltest im endeffekt mit doppelten und dreifachen wänden arbeiten!!
Hallo Thomas, ich denke, dass sich langfristig der Umbau eines abgelegenen Bauernhauses in ein Studio rentieren kann - vorausgesetzt, Du bist Eigentuemer des Grundes/Hauses und kannst nicht so schnell gezwungen werden, das Haus zu verlassen... Auch ich wuerde zu einer Raum-in-Raum-Konstruktion raten. Diese wird fuer einen grossen Studioraum allerdings umfangreich, und sollte nicht nur von einem akustischen Buero sondern auch noch von einem Statiker berechnet werden. Ich hatte vor ca. 3 Monaten in diesem Forum hier einen link auf einen groesseren Umbau im Institut fuer Schallforschung der Akademie der Wissenschaften Wien geliefert - guck Dir das mal an! Wenn ich mich richtig erinnere, ist Deine Musik recht laut und auch basslastig - mit Daemmung alleine koennte es zu wenig sein. Bauernhaeuser haben zwar meist dicke Waende, aber dennoch hoert man das tieffrequente Muhen jeder Kuh im Stall...
Bzgl. Gewerbeordnung kann ich fuer die Verhaeltnisse in Deutschland leider nichts sagen. Vielleicht hilft aber die etwas umfangreichere Ausstattung eines "Proberaums"...:-) Sind Bauern nicht auch Gewerbetreibende, sobald sie zB. Milch/Milchprodukte produzieren oder im Tourismus taetig sind? Das waere fuer den Standort natuerlich zu klaeren. Bleibt das Betriebswirtschaftliche. Da muesstest Du Dich an jemanden wenden, der hauptberuflich ein Studio selber betreibt. Sobald Du die Raeume hast, hast Du laufende Fixkosten, die Du in jedem Fall irgendwie einbringen _musst_, Denke auch an Beheizung, Klimatisierung, Wasser, Licht... Und ob die Branche zukunftsraechtig ist, musst auch Du fuer Dich einschaetzen. Mach doch einfach mal eine Liste an moeglichen Risken, nicht um Dich selber zu demotivieren, aber nur, um Dich mit diesen auseinanderzusetzen und nicht mit ploetzlichen Ueberaschungen konfrontiert zu werden. Und schaetze ein, wie gross fuer jedes einzelne Risiko die Wahrscheinlichkeit des Eintretens ist (bis hin zum Wasserrohrbruch, Brandschaden, Diebstahl, Vandalismus, Blitzschlag, Sturmschaden...), welche Risken man in Kauf nimmt und welche sich eventuell durch Versicherungen abdecken lassen. All das gehoert in ein Gesamtkonzept hinein. Unter Risiko gehoert auch: Aenderung der Gesetzeslage, Behoerdenauflagen, Gutachtenerstellung etc. Gruss, Mathematiker
Hallo! Ein Studio lohnt sich für mich immer, weil ich mein bester Kunde bin... Wenn ein kleines Zubrot drin ist, umso besser. Aber ich merke dass der Markt dafür immer schlechter wird. Ds Gewerbe läuft allerdings nicht auf Studio und wird es auch nicht. Ich möchte schliesslich auch live-Aktivitäten ob vor oder hinter dem Pult abrechnen. Die rechtliche und betriebswirtschaftliche Seite hatte ich shon lange durch. Es geht nur darum, dass ich in den nächsten Jahren (1-5) eventuell in das Haus meiner Mutter ziehe und es da noch diverse Nebengebäude gibt. Ehemaliger Stall, insofern passt der Vergleich mit Bauernhaus... Auf dem Hof (kein _Bauern_hof) gibt es auch noch andere Nachbarn. Jedenfalls macht es da nicht mehr so viel Sinn ein Studioraum in einer 50km entfernten Stadt zu mieten, wie jetzt, wo ich mehr oder weniger in dieser Stadt wohne. Die Idee ist übrigens uralt. Allerdings hatte ich sie immer verworfen, eben wegen des Lärmproblems. Ich würde halt auch gerne nachts 1Uhr noch was machen können. Es gibt ja Studios wo eben aus diesen Gründen 20-22Uhr der sprichwörtliche Hammer fallen muss.
Hallo Frank, wie würdest Du denn ein Tonstudio im "besseren, behördlich unkomplizierterem Sinne" nennen? Man merkt schon, das, wenn man auf der Suche nach einer passenden Örtlichkeit ist und auf Vermieter trifft, mit der Aussage, ein Studio einrichten zu wollen, schon Probleme bekommt. Von den Behörden mal ganz zu schweigen. Wie kann man es glaubhaft, gut umschreiben? Was würdest Du vorschlagen. Mir scheind, Du hast da Erfahrungen mit. Grüße Christian-2
Hallo ThomasT, Wir haben bei uns im Keller einen winzigen Proberaum, freistehende zweischalige RiGips-Konstruktion (2 Lagen pro Schale) mit Rockwool-Füllung, das Ganze auf einer auf Weich-Styropor "schwimmenden" Estrichplatte. Das näheste Schlafzimmer ist im 1.sten Stock (im Paterre ist ein Café), dort haben wir etwa 36dB(A) "Restgitarre" (100W-Maschall), aber die Kick- und Snare-Peaks sind ein Problem. Trotzdem keinerlei Kommentare oder gar Ärger von Seiten der Nachbarn, einfach warten bis sie eingeschlafen sind ;-) Also kann man schon schaffen... Nachteil der "RiGips-Kabuff"-Methode: Lausiges Raumklima, lausige Akustik, da muss man dann schon noch viel machen. Grüsse, Klaus S