Hallgerät für Chor

Erstellt 16 Antworten17 Beiträge
Startbeitrag#1
Hallo,
ich bin auf der Suche nach einem Hallgerät für Choraufnahmen und Klassikmitschnitte. Im Internet findet man immer die Hinweise auf Lexicon bzw. TC Electronic. Es soll kein Multi-Effektgerät werden, sondern ein reines Hall-Gerät sein. Hier im Forum habe ich schon einmal gelesen, dass bei Lexicon immer ein "unangenehmer metallischer Beigeschmack" zu vernehmen sei. Ich kann das nicht beureilen, da mir diesbezüglich die Hörerfahrung fehlt. Für mein uraltes LXP-1 von Lexicon kann ich nur sagen, dass es immer sehr lange dauert, bis ein einigermaßen vernünftiges Hallergebnis zu Stande kommt, und der Hall mich nicht mehr zufrieden stellt. Vielleicht kann mir ein Forum-Mitglied, dass mit Chor Erfahrung hat, einen Rat geben. Ich würde mich sehr darüber freuen.
Mit freundlichem Gruß
Hans-Michael
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Antwort#2
Nicht nur bei Choraufnahmen ist für angenehm räumlichen Klang der "Trick" bekannt, schon in die Aufnahme eine guten Räumlichkeitseindruck mit aufzunehmen. Dann ist selbst ein LXP1 von Lexicon brauchbar für leichtes Hinzumischen eines natürlichen Nachhalleffekts. Ein Problem ist immer eine "puptrockene" Aufnahme, die dann mit einem Kunsthall schön gemacht werden soll. Dabei hört man dann immer einen "unangenehmen metallischen Beigeschmack", besonders von perkussiven nah aufgenommenen Schallquellen.
Für Choraufnahmen ist also ein Groß-AB-Hauptmikrofon, Decca-Tree oder eine ähnliche Anordnung sehr hilfreich, wenn auch der Natur-Raumklang schon mit aufgenohmmen wird. Nachverhallte dichte Kelleraufnahmen klingen eben nicht.
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Antwort#3
Hallo Michael,
noch ein paar Worte zur Aufnahmetechnik, bzw. Nachbearbeitung. Ich nehme live immer auf HD-Recorder z.B. Tascam 788 oder Roland vs2480 auf.
Die Daten werden dann auf den PC übertragen und mittels Samplitude geschnitten, falls erforderlich in der Dynamik und im Klang nachbearbeitet.
In Samplitude ist ein sehr guter Hall implementiert, hier werden Raumimpulsantworten aus tatsächlich existerenden Räumen als Bassis für eine FFT genommen, um beliebiges Klangmaterial mit dem gewünschten Hall zu versorgen.
Bei Samplitude ist das Basisausstattung, bei anderen Softwareanbietern muß diese Funktion als Erweiterung gekauft werden.
Vielleicht macht es Sinn in dieser Richtung weiter zu suchen, ein PC für Audiobearbeitung ist ja heute bei fast allen Audiomenschen Standard. Es gibt natürlich auch Gründe, die für ein "Stand-Alone-Gerät" sprechen, hier muß du abwägen welcher Weg besser zu dir und dem vorhandenen Equipment paßt.
Gruß
M. Hein
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Antwort#4
Echter Raum (Kirche = "natürlicher" Ort von Chormusik...) ist natürlich das Beste. Leider kann man da auch sehr viel falsch machen (kenne nicht nur von meinen eigenen Anfängen die Tendenz, zu hallig aufzunehmen, weil der Raum so schön klingt), so daß sich auch eine "Lehrbuch-ORTF" eignen kann, plus entweder Raummics auf Extraspuren oder halt Kunsthall.
Was ich von Lexicon kenne, mag ich schon (300, 480) - TC hat auch schönen Hall, den es auch gleich als VST- und/oder TDM-Plugin gibt (Mega-Reverb klingt m.E. etwas analytischer als z.B. Native Reverb). Habe mal ein Sony-Hallgerät gesehen, was wohl ziemlich teuer war und nur Hall konnte...es gab auch mal das Sony Sampling-Reverb (ein Hardware-Impulshall). Oder Quantec (wenn die Teile halten, was der Preis verspricht...nicht selbst gehört).
Habe allerdings auch schon Choraufnahmen mittels "Freeverb Too"-Freeware-VST-Hall aufgepeppt (anders kann man das nicht nennen).
Leider muß mans doch trotz Internet immer noch selber probehören...
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Antwort#5
kauf dir halt n lexicon hallgerät. die sind eigentlich schon ziemlich gut, auch von der bedienung her find ich das gerät gut, robust ist es auch und die effekte überzeugen mich.




Burger Song
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Antwort#6
Hallo,
vielen Dank für die Ideen und Ratschläge, muss nun etwas Gedankenarbeit leisten.
Gruß Hans-Michael
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Antwort#7
""Hier im Forum habe ich schon einmal gelesen, dass bei Lexicon immer ein "unangenehmer metallischer Beigeschmack" zu vernehmen sei.""
Hierzu sei noch gesagt, daß dies kompletter Unsinn ist...
Vielleicht nennst Du übrigens mal ein Budget-Limit, dann lassen sich Geräte besser
empfehlen ;-)
Gruß,
Christopher
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Antwort#8
EBS hat (wie einigen pdfs auf sengpielaudio.de zu entnehmen ist) für einige hochgelobte Aufnahmen Lexicon-Hall verwendet. Soviel zum Thema schlechter "metallischer Klang".
Freilich hat er zunächst mal einen guten Raum "verwendet". Immer noch das einfachste Kochrezept für guten Hall ;)
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Antwort#9
Hallo,
vielen Dank für deine Mail. Mit dem Budget ist das so ne Sache. Ich hatte gestern bei einem Studioausrüster nach Preisen gefragt. Vor einer Stunde kam die ernüchternde Mail: Lexicon 300 ca. 5.000 ?, Lexicon 224XL ca. 23.000 ? usw. Arbeiten denn die Techniker und Studiobetreiber hier im Forum mit solch teuren Geräten? Ist es denn nicht möglich, mit einem Hall, der um die 1.000 bis 1.700 ? kostet, einen vierstimmigen Chor in einen schönen warmen Hall zu setzen, der dem ganzen noch etwas Glanz und Atmosphäre gibt ohne metallischen Beigeschmack.
Du fragtest nach meinem Budget. Kennst du denn ein Gerät um die - naja 1.500 ??
Vielleicht habe ich ja Glück!?
Gruß
Hans-Michael
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Antwort#10
mich würde ja mal intressieren welches equipment und hallgeräte die tontechniker von catterfeld benutzen. mir gefällt der klang ihrer aktuellen cd!





http://www.alexander-ness.de
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Antwort#11
Auf den Aufnahmen von Yvonne ist der schöne Hall vom Lexicon 960 (!) und vom Lexicon 480.
Das ist kein Geheimnis und da klingt nichts nach Metall.
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Antwort#12
hallo!
danke dorian für die info.
ja, der hall klingt wirklich gut bei ihr. aber dafür ist sicher nicht nur das effektgerät alleine verantwortlich.
lexicon ist eben ein führender hersteller von effektgeräten.
selbst profiorchester verwenden bei den liveauftritten lexicon hallgräte. das ist mir schon öfter aufgefallen.
dass die catterfeld das auch benutzt wusste ich jedoch bis vor kurzem noch nicht.
ich muss dazu sagen dass ich auch schon versucht habe eigene songs zu machen, ich zuhause aber kaum möglichkeiten habe aufzunehmen.´von daher finde ich es immer lustig wenn jemand meine aufnahmen mit einer studioaufnahme anfängt zu vergleichen und dann rumlästert. bei mir wird weder was geschnitten noch sonst was;-). es ist alles live aufgenommen und nur noch mit hall nachbearbeitet. alle anderen effekte sind direkt übers effektgerät.
aber ich weiss wie eine aufnahme von einem studio klingen sollte und der song von yvonnes cd "dreh deine welt ins licht" finde ich pefekt produziert.
also da habe ich richtig respekt vor diesem produzenten.
kann man blasmusik auch so hochwertig produzieren? ich kann nicht verstehen warum die tontechniker bei diesen ganzen blasmusik orchestern, auch bei den profis so einen verdammt unnatürlichen hall draufgeben und damit die ganze aufnahme verschandeln.
ich habe bestimmt über 100 cds von allen möglichen kapellen zuhause rumliegen aber bei keiner einzigen aufnahme oder cd könnte ich sagen dass sie mir von der aufnahme her perfekt gefällt. von den kompositionen schon.
schaade eigentlich.
ich hoffe dass es bald wieder besser aussieht im bereich tontechnik. momentan ist das geschäft eben einfach nicht mehr rentabel genug.
entweder zu viel hall, oder der klang von irgendeinem register unnatürlich, die trompete zu künstlich, zu wenig dynamik oder sonst was. gerade blasmusik muss dynamisch sein.
was bringt mir ein konzertstück wo eigentlich auf dem notenblatt piano vorgeschrieben ist, auf der cd aber nur fortissimo von anfang bis ende ist?
die aufnahme von catterfeld jedoch kann man nicht mit einem konzertstück vergleichen. bin jetzt vom thema abgekommen.
recordet das studio wo yvonne aufnehmen lässt auch blasmusik so gut? haben die darin bereits erfahrung? kann mir jemand eine cd empfehlen für eine hörprobe? hat jemand von diesem studio die genaue anschrift?
hut ab vor der aufnahme von der yvonne catterfeld!
achja, entschuldigung, ich weiss nicht ob das jetzt hier in diesen thread reingepasst hat? ich wollte nicht schon wieder einen neuen thread eröffnen.
gruss
alex





http://www.Alexander-Ness.de
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Antwort#13
Hallo Hans-Michael!
"Lexicon 300 ca. 5.000 �, Lexicon 224XL ca. 23.000"
Das mu� ja ein sehr merkwürdiger "Studioausrüster" sein, der Dir die Neupreise aus den 80gern als Gebrauchtpreise nennt. Wer macht denn sowas??
Beide Geräte sind aktuell jedenfalls nicht mehr lieferbar. Das 300er (was ich selbst mal besa�) geht gebraucht zwischen 2000 u. 2500, das 224XL um die 2000 (hat keine Digital I/Os und klingt komplett anders).
Beide Geräte sind mit das Beste was man für Geld kaufen kann.
Sehr gut ist auch ein (gebrauchtes) TC M5000 für rund 1500.
Ein M3000 bekomt man für 1000-1200.
Ein PCM91 ebenfalls. Oder neu für ca. 1800. Ist aber kein echter Ersatz für ein 300/224er.
Alternatives Neugerät: Yamaha SPX2000 (1000EUR).
Zur Frage ob Forumsmitglieder solche (teuren) Geräten benutzen: IMHO die allerwenigsten. Denn die Klassikfraktion benutzt offenbar selten überhaupt irgendwelche Digitaleffekte, die kleineren Studios setzten überwiegend aufs PlugIn-Pferdchen oder vorwiegend Effekte der 500-EUR-Klasse, die allesamt klanglich überzeugend sind. Das gute alte LXP1 jedenfalls wirkt dagegen ziemlich antik, auch wenn der Hall gar nicht mal so schlecht ist für ein 16 Jahre altes 1000-Marks-Gerät.
Fazit: Geräte Antesten und selbst Entscheiden was gefällt. Mittelklasse-Geräte lassen sich z.B. günstig bei örtlichen Beschallungsfirmen leihen.
Grü�e,
Christopher
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Antwort#14
Hallo M.Hein,
danke für deine Anregung mit Samplitude. Bin gerade auf der Suche nach Samplitude V 8 Professional. Hier schlage ich vielleicht zwei Fliegen mit einer klappe, denn ich brauche auch eine mehrkanalige Schneidemöglichkeit, die ich bei Creamware(TripleDat) nicht habe. Ich berichte dir, ob ich Erfolg hatte.
Gruß Hans-Michael
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Antwort#15
unter www.samplitude.de gibts ja eine demo.
ansonsten auch bei ebay schaune: z.b. noch 20 minuten für sam8 pro, steht grade bei 280 EUR.


sam bei ebay
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Antwort#16
Hallo,
habe das Sam gerade ersteigert. Hoffe nur, dass alles in Ordnung ist. Ich nehme an, das du damit sehr zufrieden bist? Das TripleDat war zwar gut, aber ich konnte damit nicht mehrkanalig schneiden. Musste alles auf 2-kanal bringen und dann schneiden, sehr umständlich. Melde mich dann nochmal, wie das Sam so läuft.
Gruß
Hans-Michael
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Antwort#17
doch,samplitude ist schon sehr,sehr gut. probleme dürfte es auch keine geben,da ein hersteller nach deutschem recht den weiterverkauf nicht verbieten kann. also, mit original-cd kein problem. falls noch kein dongle dabei sein sollte (kam erst mit v8.2) kannst du kostenlos einen bei magix anfordern. übrigens:ich habe nix mit dem ebay-verkauf zu tun, hatte nur für dich gegogelt. hast ja einen recht guten fang gemacht, listenpreis ist 990 eur.
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