Ein bißchen mehr Hall, dann klingt es....

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Antwort#2
Ich zähle mich nicht unbedingt zu den Tonprofis, aber als professioneller Musiker habe ich auch etwas Erfahrung (von Technikern) sammeln können.
Hall kann sofort alles vermantschen und kaputtmachen. Hall bei Bass und Bass-Drum ist verheerend. Auf der Stimme ist es ebenfalls ratsam, dass in den meisten Fällen der Hall nicht gehört werden kann.
Es gibt Tontechniker wie Jan-Erik Kongshaug (bekannt durch das ECM-Label), die relativ grosszügig damit umgehen, aber immer gekonnt. Ich hatte das Vergnügen mit im zusammenzuarbeiten. Er hat ein schönes Lexikon-Teil, das wirklich gut klingt, irgendwie doch besser als viele Software-kopien.
Mein persönlicher Tipp, was Hall und "Klangveredelung" anbelangt (ist natürlich extrem stilabhängig) ist: Einen langen Impuls-Hall (zum Beispiel mit dem SIR-Programm) unterlegen (nicht dem Bass und Bass-Drum), und nur wenig beimischen. So hört niemand den Hall, aber das ganze verschmilzt irgendwie. Ich habe damit sehr passable Mischungen machen (miterleben) können.
Generell würd ich sagen, das man mit Hall sehr aufpassen muss, dass es aber Varianten gibt, die saugut klingen können, besonders wenn der Hall selber sehr hochwertig ist.
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