richtiges Equipment für CD-Aufzeichung in Kirche gesucht

Erstellt 19 Antworten20 Beiträge
Startbeitrag#1
Hallo Audio-Experten,
wir sind ein kleines Team aus Laien, die sich die Tontechnik in unserer Kirchengemeinde auf die Fahne geschrieben haben.
Unser bisheriges Equipment:
-16-Kanal-Mischpult
- Equalizer Behringer ultracurve
- 2 Verstärker
- Doppelcassettendeck
- CD-Player
- alles zusammen in einem 19"-Rack, Mischpult darauf
Die Gottesdienste (Predigt + Lieder der Band) nehmen wir z.Zt. mit dem Doppelkassettendeck auf (immer zwei Kassetten gleichzeitig)
Der erste Interessent kann also gleich nach der Veranstaltung eine Kassette mitnehmen.
Alle weiteren müssen warten, da dafür erst einer von uns zu Hause Kopien machen muss (wieder auf Doppelkassettendeck)
Um in der Entwicklung nicht stehen zu bleiben möchten wir nun die Veranstaltung auch auf CD anbieten.
Am besten wäre es, wenn wir dann auch nach Anfrage gleich nach der Veranstaltung mehrere CDs ausgeben könnten.
Grundsätzlich sehen wir dabei folgende Möglichkeiten:
a) Audio-CD-Recorder (z.B. Tascam CD-RW750 )
Preis: ca. 500 EURO.
Vorteile:
- relativ geringer Preis
- Passt in vorhandes 19"-Rack
- relativ einfache Bedienung (ohne PC-Kenntnisse)
- ?
Nachteile:
- nur "online-Aufzeichnung", kein Schnittprogramm
- Vervielfältigungszeit hoch?
- im Gegensatz zu PC-Rechnerlösung nur einseitig verwendbar
- ?
b) Audiomitschnitt auf PC / Laptop, evtl. Bearbeitung, CD-Brennen
Preis: ca. 1000 Euro
Vorteile:
- NAchbearbeitungsmöglichekeit
- Schnelle Vervielfältigung (z.b. 24x Brennen : 60 min Spielzeit -> 2,5min Brennzeit
- vielfältige Einsetzbarkeit (Lieder abspielen von DVD, MP3, Präsentationen->Beamer, "Gemeinde-Laptop")
- ?
Nachteile:
- höherer Preis
- etwas längere Einarbeitungszeit
- "Absturzgefahr" ?
- höherer Platzbedarf
- ?
Könnt ihr zur Entscheidungfindung weitere Vor-/Nachteile nennen?
Zu welcher Lösung ratet ihr?
Vielen Dank im Voraus,
scholzro
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Antwort#2
Moin,
meine 2 Cent: Alesis Masterlink (729 Euro bei TonAldi) : Aufzeichnung auf Festplatte, Editiermöglichkeiten, DSP Funktionen usw. + CD Brenner -> Premaster
Dann einige ausgemusterte IDE Brenner (je schneller je besser) bei Kumpels sammeln, altes PC Gehäuse mit (ausreichendem) Netzteil und ein ACARD CopyController CD ARS2037 kaufen (ca. 160 Euro) und fertig ist ein bis zu 7-fach Kopierer.
Gruss
Gerhard
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Antwort#3
Bitte keine standalone-CD-Recorder zur Aufzeichnung verwenden. Aufzeichnung unbedingt auf Festplatte oder vgl. Medien, danach CDs vervielfaeltigen (zB. mit CD-Recorder).
Gruss,
Mathematiker
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Antwort#4
Hallo Mathematiker, hallo GerhardS
Vielen Dank für eure Antworten.
Leider habe ich nun zwei unterschiedliche Meinungen und komme immer noch nicht recht weiter.
@Mathematiker: welche Hard und welche Software sollte man nehmen? Kosten?
wie würdest du das Erstellen der Kopien machen?
@GerhardS:
kann man mit dem Alesis Masterlink mit hoher Geschwindigkeit brennen?
Gruß
Scholzro
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Antwort#5
Hallo,
ich glaube, der Kollege 'Mathematiker' hat kein anderes Konzept vorgeschlagen sondern sagte:
"Bitte keine standalone-CD-Recorder zur Aufzeichnung verwenden. Aufzeichnung unbedingt auf Festplatte oder vgl. Medien, danach CDs vervielfaeltigen (zB. mit CD-Recorder)."
Genau das ist das Konzept des Alesis Masterlink: Aufnahme auf Festplatte, dann evtl. DSP Funktionen wie Kompressor, Parametrischer EQ, Peak Limiter, Normalizer, Rendering, Schnitt, Fades, anschliessend erstellen des Premasters auf dem eingebauten CD Brenner (4x).
Bisher war noch kein PC im Spiel !!!
Da der eingebaute Brenner des Masterlink nur mit 4x brennt, habe ich dir empfohlen mit dem ACARD Copy Controller einen separaten CD Kopierer (auch ohne PC) aufzubauen. Hier kannst du je nach geforderter Leistung bis zu 7 Brenner parallel einsetzen.
Gruss
Gerhard
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Antwort#6
Ich empfehle stets Zeit und Geld fürs Eqipment zu sparen und alles ins Singenüben zu investieren. Das bringt die besten Ergebnisse!
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Antwort#7
hallo gerhard,
gibt es auch geräte, die erst auf festplatte aufzeichnen und dann schneller als vierfach brennen?
auch welche, die gleich auf zwei laufwerken brennen können?
gruß
scholzro
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Antwort#8
Ich empfehle Geld für Tiefkühlpizza zu sparen und lieber einen Kochkurs bei Bocuse zu machen ;)
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Antwort#9
Dem kann ich nur zustimmen.
Aber: bitte auch nicht ausschließlich auf PC aufnehmen. Leider sind PCs (und anscheinend inzwischen auch Macs) nicht so zuverlässig, daß nicht doch mal ein Datenpäckchen irgendwo verlorengeht. Am wenigsten fehleranfällig scheint mir noch USB, weil es einfach inzwischen halbwegs ausgereift ist (und für 2 Kanäle bei 44,1 kHz ja auch völlig ausreicht). Mit Firewire habe ich zweischneidige Erfahrungen.
Die preisgünstigste und vielseitigste - nicht jedoch technisch hochwertigste - Lösung wäre wohl:
Gemeindelaptop mit USB-Audiointerface, in welches die Mischpult-Stereosumme eingespeist wird (wie ihr es bisher auf den Cassettenrecorder gemacht habt). Für einfache Aufnahme- und Schnittfunktionen gibt es etliche Freeware-Programme...
Dazu als Backup zunächst sogar das bisherige Cassettengerät (von dem man ja auch ins USB-Gerät einspielen kann, wenn am Rechner was schiefgegangen sein sollte...das dauert dann zwar Echtzeit, aber man hat es immerhin - und es kommt ja wohl in erster Linie auf den Inhalt und nicht die technische Höchstqualität an), und wenn dann wieder Geld da ist, könnt ihr euch immer noch den Masterlink kaufen.
Mehrfach-Brenner hat GerhardS ja schon angesprochen: dürfte jemand nicht ganz Unbedarftes im Eigenbau hinkriegen.
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Antwort#10
Hallo,
so generell kann man das nicht sagen. In der Tat sind viele Firewire Lösungen nicht immer zu vertrauen, professionelle Systeme aber um so mehr. Wir nehmen schon seit Jahren problemlos immer direkt auf Workstations auf, vor Ort und im Studio - dort sogar übers Netzwerk direkt auf einen Server.
Gr.
Dirk
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Antwort#11
OT: was habt ihr da an Firewiresachen? Sicherlich auf Mac vor der Intel- und Dual-Zeit...?
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Antwort#12
Sorry, war vielleicht nicht deutlich. Wir arbeiten nicht mit firewire-basierten Systemen, meine Erfahrung mit diesen ist sehr schlecht. I.A. jedoch sind hardwaregestützte Systeme, wie Sadie und Pyramix sehr stabil. Wir arbeiten schon seit Jahren mit Pyramix und haben eigentlich nie wirklich Probleme gehabt. Da das System auf einem standard Intel-Rechner und seiner Architektur aufbaut, läuft alles problemlos, solange der Rechner problemlos läuft.
Mir ist erst ein einziges Mal eine Aufnahme aufgehalten durch Probleme mit einem Pyramix, das war jedoch auf einen Hardwaredefekt zurückzuführen.
Mit den Sony DASH-Maschinen und den Tascam DA-xx hat es immer wesentlich mehr Probleme gegeben. Von den U-Matics ganz zu schweigen.
Persönlich ziehe ich ein stabiles PC-System jeder Bandmaschinenlösung vor. Man muss sich nur gut Gedanken machen bezüglich Backup.
Gr.
Dirk
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Antwort#13
"Persönlich ziehe ich ein stabiles PC-System jeder Bandmaschinenlösung vor."
Ich auch. Betonung auf STABIL ;)
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Antwort#14
Hallo,
wir bauen bei uns aktuell eine Aufzeichnungsanlage auf. Wir benutzen zum Aufzeichnen einen Tascam CD-RW750 und haben dann eine TEAC CD-Copier Station CD-R-Dupli-4. Die 4-fach CD-Copier Station kopiert einen gesamten Gottesdienst in ca. 9 Minuten. Der Vorteil an dieser Konstellation ist, dass die Bedienung sehr einfach ist und wenn mal keiner vom Technik-Team da ist immer noch jemand nach "Einfachanleitung" arbeiten kann.
Grüße, Rolo
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Antwort#15
..aber wo liegt jetzt das Problem? Wollt ihr die vorhandene Technik verbessern/ändern? Etwas genauere Fragestellung wäre gut.
Gruß Kyuri
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Antwort#16
Hier soll gezeigt werden, dass ein ahnungsloser Kirchenhelfer den Gottestdienst mit Links aufzeichnen kann und man keinen versierten Tontechniker vom Fach braucht. So machen es jetzt auch viele Rundfunkstationen ganz billig, indem sie den Fahrer des Ü-Wagens den Gottestdienst aufnehmen lassen. Der frühere Tonmeister wurde entlassen und dem Fahrer wurde das Urlaubsgeld und das Weihnachtsgeld gestrichen. So kann man sparen.
Manchen fällt schon die jetzt schlechtere Aufnahmequalität auf, aber das führt zu keinem Umdenken.
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Antwort#17
Moin...
"Hier soll gezeigt werden, dass ein ahnungsloser Kirchenhelfer den Gottestdienst mit Links aufzeichnen kann und man keinen versierten Tontechniker vom Fach braucht."
Und du willst jetzt erläutern, warum man für eine Gottesdienstaufnahme einen professionellen Tontechniker braucht? Und vor allem, wer das bezahlen soll? Es wird ja wohl kaum dafür gedacht sein, gesendet oder in 10.000er Stückzahlen gepresst und verkauft zu werden.
Get real! Oder lässt du dir für das Auswechseln der durchgebrannten Glühlampe zuhause auch jedesmal den "Elektriker vom Fach" kommen? Oder den 3-Sterne-Koch, der dir daheim die Spaghetti brutzelt? Vom Waschen mal ganz zu schweigen - aber du gibst sicher auch deine getragene Unterwäsche in die Reinigung (für nur 4 Euro pro Teil...) ... Tsss.
"Manchen fällt schon die jetzt schlechtere Aufnahmequalität auf, aber das führt zu keinem Umdenken. "
Was für ein "Umdenken"? Nenn mir EINEN Fall, wo irgendeine Kirchengemeinde "früher, als noch alles besser war" jede Woche einen Tontechniker hat antanzen lassen, damit die Gebrechlichen den Gottesdienst Montags im Bett hören konnten?
Jens
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Antwort#18
Was für ein "Umdenken"? Nenn mir EINEN Fall, wo irgendeine
Kirchengemeinde "früher, als noch alles besser war" jede Woche einen
Tontechniker hat antanzen lassen, damit die Gebrechlichen den Gottesdienst
Montags im Bett hören konnten?
Hä? Früher hatte jeder Sender einen Gottsdienst Live übertragen und dazu ein Team gehabt, dass aus einem Ü-Wagen mit Fahrer, einem Tontechniker und einem Toningenieur bestand. Das scheint wohl alles vergessen zu sein.
Da gab es keine Gemeinde, die jemand hat antanzen lassen. Seltsame Gedanken.
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Antwort#19
Moin...
"Hä? Früher hatte jeder Sender einen Gottsdienst Live übertragen und dazu ein Team gehabt, dass aus einem Ü-Wagen mit Fahrer, einem Tontechniker und einem Toningenieur bestand. Das scheint wohl alles vergessen zu sein."
Nein, das ist nicht vergessen, aber das ist ein ganz anderer Fall. Es geht hier nicht darum, dass der WDR zukünftig die Übertragungen aus dem Kölner Dom von Laien erledigen lässt, sondern darum, dass auch Gemeinde XYZ ihre Gottesdienste - für welche Zwecke auch immer- mitschneiden möchte. Wie große das Budget dafür ist, kann man sich denken.
Willst du den Leuten das verbieten, nur weil es ja Übertragungen von anderen Gottesdiensten gibt?
Vielleicht möchten die Leute aus dem Altersheim den Gottesdienst IHRER Gemeinde hören und nicht irgendeinen anderen (womöglich noch den einer anderen Konfession).
"Da gab es keine Gemeinde, die jemand hat antanzen lassen. Seltsame Gedanken."
Eben. Wenn die Durchführung durch Laien heute bezahlbar ist, gibt es keinen Grund, das nicht ZUSÄTZLICH(!) zu den großen Übertragungen auch noch zu machen.
Bei den großen TV-Sendern wird durch offene Kanäle/Bürgerfunk auch niemand arbeitslos.
Ich finde es immer wieder erstaunlich, dass man immer wieder lesen muss, Laien wären grundsätzlich nicht in der Lage, Tonaufnahmen zu machen. Sicher, der Tontechniker kann das besser - aber ist halt in vielen Fällen im Budget nicht drin. Für das private Hochzeitsvideo lässt man eben auch in der Regel kein 3-5-köpfiges Kamerateam einfliegen, sondern Onkel Heinz macht das mit seiner privaten Videokamera. wenn er sich zuvor von einigen Profis Rat holt, wie er aus den vorhandenen Mitteln das beste rausholt bzw. welche Anschaffung noch sinnvoll sein könnte, dann finde ich das richtig und gut.
Richtig schlecht finde ich dagegen, dass manche "Profis" nichts besseres zu tun haben, als den ambitionierten Amateur anzupampen statt ihm zu helfen.
Jens
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Antwort#20
Richtig! Ich mache z.B. auch selber Fotos mit meiner digitalen Knipskiste, obwohl ich nur Laie bin. Wenn ich jedoch ein besonders gutes Bild brauche, beauftrage ich einen Fotografen.
So ist´s mit der Tontechnik eben auch, die Technik selbst ist inzwischen auch für fast jeden erschwinglich geworden. Und was spricht dagegen sich auszuprobieren? Außerdem kann eine fest installierte, einfache Anlage (und darum geht hier wohl) bei immer gleichen Voraussetzungen doch auch zufriedenstellende Ergebnisse liefern?
Gruß Kyuri
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