wie einsteigen

Erstellt 3 Antworten4 Beiträge
Startbeitrag#1
Hallo,
ich möchte gerne Lernen mit einem Audio-Editor die Tonspuren von DV-Videos zu bearbeiten. Es geht mir darum (massive) Nebengeräusche herauszufiltern, den Hall von Massenveranstaltungen in Hallen zu entfernenen oder das gesprochene Wort eines weiter entfernten Sprechers zu verstärken. Um Musik geht es mir nicht. Ich bin auch in der Lage technische Literaur auf einem höheren Niveau zu lesen (habe mal ein paar Semester Ing. studiert, bin jetzt aber im medizinischen Bereich tätig).
Ich möchte gerne wissen, welche (Einsteiger-)Literatur Ihr empfehlt?
Mit welcher Software sollte ich (mindestens) arbeiten?
Gibt es Software, die Filter als Plug-In's verwenden? Kann man solche Filter selbst schreiben?
Kurz: Wie fange ich es als absoluter Newbee an um "Fuß-zu-fassen"?
Vielen Dank für Eure Antworten, gerne auch an meine email.
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Antwort#2
Nebengeräusche und zuviel Hall entfernt man durch bessere (oder soll ich schreiben "richtige") Mikrofonierung. Hinterher ist da nichts mehr zu machen, wenn das Signal nicht in Mitleidenschaft gezogen werden soll. Inbesondere bei Hall. Keine Chance, sorry.
Filtereinsatz ist zwar schön und gut, aber selten kann man damit etwas "retten". Vor allem nicht, wenn die Störgeräusche massiv sind.
Leise und GLEICHBLEIBENDE Störgeräusche kann man in bestimmten Fällen zumindest abschwächen. Google-Stichwort Noiseprint. Wunder kann man aber auch davon nicht erwarten.
Zum Thema Ton im DV-Kontext kannst du auch mal das FilmerForum anschauen, da haben wir so einige Beiträge und eine recht passable FAQ-Abteilung. Auch eher auf die Aufnahme ausgerichtet, denn wie gesagt: hinterher retten geht meistens nicht.


FilmerForum
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Antwort#3
Hallo,
Es gibt einige Freeware Audio Editoren. Einer der beliebtesten ist sicherlich Audacity (www.audacity.de). Damit erzielt man in vielen Fällen schon sehr gute Ergebnisse. Im Netz gibt es einige Anleitungen und Tutorials von Usern. Audacity ermöglicht die Aufnahme und Bearbeitung von WAV, MP3 und einigen anderen Dateitypen. Er hat schon ein paar PlugIns zur klanglichen Bearbeitung onboard. Weitere (z.B. Filter) gibt es ebenfalls als Freeware im Netz. Z.B. bei www.kvraudio.com.
Auch der ?Wave Editor? der Premium-Version des Brennprogramms NERO ist nicht zu verachten.
Natürlich gibt es auch ?Bezahl-Software?
Eine professionelle Software ist z.B. Wavelab von der Firma Steinberg. Die Version ?Wavelab Essential 4? kostet etwa 120,- Euro. Ältere Versionen gibt´s schon wesentlich günstiger.
Da diese Programme über eine umfangreiche Hilfe verfügen, ist zusätzliche Literatur nicht von Nöten. Wenn du mit einer Videoschnitt-Software umgehen kannst, dann auch mit Audio Editoren. ;-)
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Antwort#4
ohaja, vor lauter Warnen hab ich den zweiten Teil der Frage ganz übersehen ;)
Bearbeitung gut aufgenommenen Materials geht auch sehr gut mit Adobe Audition (Ex- CoolEdit). Das hat auch eine Noiseprint-Funktion, falls es doch mal nötig sein sollte. Vor den Bearbeitungsmöglichkeiten können sich manche teureren Programme verstecken - einziger Nachteil: Echtzeiteffekte sind nicht möglich, das muß alles gerendert werden. Insbesondere wenn du auf Adobe-Systemen das Bild bearbeitest, ist das natürlich auch interessant für den Ton.
Wenn du Echtzeit brauchst: Wavelab/Cubase/Nuendo von Steinberg, Logic von Apple, Samplitude/Pyramix/Sequoia von Magix.
Mit Audacity konnte ich mich nie recht anfreunden - ich bin von CoolEdit direkt auf Nuendo gesprungen.
Wenn du lieber ein Buch in der Hand hast als eine Online-Hilfe zu lesen: Standardwerk (sieht auch so aus: Orange mit dunkelblauem Streifen) ist Dickreiter, Handbuch der Tonstudiotechnik.
Ansonsten: Hören hören hören und probieren und wieder hören.
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